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Zukunftsfitter Ackerbau in Österreichs Getreidekammer

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Spatenstich zum Bauprojekt: Der Neubau der AGES-Versuchsstation Großnondorf stärkt die Forschung von klimafitten Sorten und resilientem Ackerbau.

Der Klimawandel ist längst auf Österreichs Feldern angekommen und Extremwetterereignisse wie Trockenheit und längere Hitzeperioden setzen die heimische Landwirtschaft unter Druck. Die Folgen sind bei der diesjährigen Ernte bereits deutlich spürbar, denn je nach Region müssen sich die Bäuerinnen und Bauern auf deutliche Einbußen von 30 bis 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr einstellen.

Gemeinsam mit Bundesminister Norbert Totschnig, Bundesministerium für Land- & Forstwirtschaft, Klima- & Umweltschutz, Regionen & Wasserwirtschaft, den AGES-Geschäftsführern Johannes Pleiner-Duxneuner und Anton Reinl sowie Elisabeth Jöchlinger, Leiterin des Instituts für Nachhaltige Pflanzenproduktion, wurde heute mit dem Spatenstich das Bauprojekt gestartet.

Großnondorf als Schlüsselstandort für klimafitte Landwirtschaft

Die AGES betreibt im Auftrag des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) acht landwirtschaftliche Versuchsstationen, die alle wesentlichen Klima- und Bodenverhältnisse der österreichischen Ackerbaugebiete abdecken. Die Versuchsstation Großnondorf liegt im pannonischen Trockengebiet und repräsentiert so 250.000 Hektar Ackerfläche. Der Standort deckt Ackerbaugebiete mit tiefgründigen Böden ab, die die Niederschlagsmengen länger speichern können. Am Standort Großnondorf wird keine künstliche Bewässerung durchgeführt, daher ist er essenziell im Hinblick auf klimafitte Sorten, trockenbedingten Stress und eine zukunftsorientierte Züchtungsarbeit.

Die Sortenwertprüfung und Sortenzulassung in Österreich stellt sicher, dass neue landwirtschaftliche Pflanzensorten tatsächlich einen Mehrwert unter den österreichischen Anbaubedingungen bieten. Die acht landwirtschaftlichen Versuchsstationen der AGES repräsentieren die Klima- und Bodenverhältnisse der vier österreichischen ackerbaulichen „Referenzumwelten“: Pannonikum, Illyrikum-Südalpin, Nordalpin und Nordalpin-Baltikum. Auf diese Weise können die AGES Expertinnen und Experten Präzisionsversuche zu den Eigenschaften von Pflanzensorten, der Düngung und Pflanzenernährung, der Bewässerung und Bodenbearbeitung sowie des Pflanzenschutzes wissenschaftsbasiert am Feld durchführen. Somit liefert das Versuchswesen verlässliche Daten für Zulassung, Forschung, Risikobewertung und agrarische Fragestellungen für beispielsweise Getreide, Sojabohne, Mais, Sonnenblume, Kartoffel oder Zuckerrübe.

Die Sortenprüfung erfolgt an verschiedenen Standorten, um festzustellen wie gut eine Sorte mit unterschiedlichen Klimabedingungen und Böden in der jeweiligen Ackerbauregion zurechtkommt. Nur Sorten mit einem erkennbaren Nutzen für die Landwirtschaft und für die österreichischen Konsumentinnen und Konsumenten werden zugelassen. Die österreichische Sortenprüfung trägt wesentlich zur Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Landwirtschaft bei.

 

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