Gesundheit für Mensch, Tier & Pflanze

Coronavirus

SARS-CoV-2

Reinfektionen

Anzahl der bestätigten Fälle von Infektionen und bestätigten und wahrscheinlichen Fälle von Reinfektionen nach Monat der Labordiagnose (Stand 12.05.2022). Für die Surveillanceperiode Mai 2020 bis Mai 2021 (Periode A) wurde die Definition gemäß des RKIs für eine Reinfektion mit SARS-CoV-2 angewandt. Für die Surveillanceperiode nach Mai 2021 (Periode B) wurde die Definition gemäß des Gesundheitsministeriums (Österreich) für eine Reinfektion mit SARS-CoV-2 angewandt.

Periode A, bestätigte Reinfektion: Genomsequenz des Virus von vorausgehender SARS-CoV-2-lnfektion ist bekannt UND Genomsequenz des Virus der aktuellen SARS-CoV-2-lnfektion ist bekannt UND Virus-Genomsequenzen der vorausgegangenen und aktuellen SARS-CoV-2-lnfektion stimmen nicht überein.

Periode A, wahrscheinliche Reinfektion: Person wurde nach der vorausgegangenen SARS-CoV-2-lnfektion mittels PCR-Testung abschließend mindestens einmal negativ getestet und hat den Status Genesen erreicht ODER der zuletzt erfolgte PCR-basierte Nachweis einer SARS-CoV2 Infektion ist länger als 3 Monate zurückliegend UND die Person erfüllt erneut die Laborkriterien der Falldefinition für einen bestätigten Fall.

Periode B, bestätigte Reinfektion: Genomsequenz des Virus von vorausgehender SARS-CoV-2-lnfektion ist bekannt UND Genomsequenz des Virus der aktuellen SARS-CoV-2-lnfektion ist bekannt UND Virus-Genomsequenzen der vorausgegangenen und aktuellen SARS-CoV-2-lnfektion stimmen nicht überein.

Periode B, wahrscheinliche Reinfektion: Person wurde nach der vorausgegangenen SARS-CoV-2-lnfektion mittels PCR-Testung abschließend mindestens einmal negativ getestet UND hat den Status Genesen erreicht ODER der zuletzt erfolgte PCR-basierte Nachweis einer SARS-CoV2 Infektion ist länger als 2 Monate zurückliegend UND die Person erfüllt erneut die Laborkriterien der Falldefinition für einen bestätigten Fall.

Impfeffektivität

Erste Ergebnisse einer populations-basierten Kohortenstudie zur Effektivität von impf- und infektions-induzierter Immunisierung gegenüber der Infektion mit SARS-CoV-2, Variante Omikron (umfasst alle Infektionen, unabhängig von der klinischen Manifestation, unabhängig vom Schweregrad der klinischen Manifestation), lassen auf hohe Schutzwirkung in der Bevölkerungsgruppe mit Kombination von impf- und infektions-induzierter Immunisierung (man spricht von hybrider Immunität) und in der Bevölkerungsgruppe mit 3-fach-Impfung schließen.

Bei den 12-17, 18-59 und 60-74-Jährigen, die mehr als 2 immunologische Ereignisse durchgemacht hatten (Infektion-induzierte +/- Impf-induzierte Immunisierung mit >2 immunologischen Ereignissen, d. h. mehrfach infiziert, geimpft + infiziert oder infiziert + geimpft), fand sich eine relative Infektionsrisikoreduktion im Vergleich zur immunnaiven-Bevölkerungsgruppe von 78,37 % (95 % KI: 76,86 % - 79,80 %), 77,63 % (95 %KI: 76,89 % - 78,34 %) und 88,94 % (95 % KI: 88,17 % - 89,67 %). Auch bei den 5-11-Jährigen lag die schützende Wirksamkeit gegen die Infektion mit SARS-CoV-2, Variante Omikron, für diese Kategorie der Immunisierung bei 76,30 % (95 % KI: 72,63 % - 79,59 %).

SARS-CoV-2-Varianten in Österreich

Bestimmte Varianten werden von nationalen und internationalen Gesundheitsorganisationen und -behörden als so genannten "Variants of Concern" (besorgniserregende Varianten) gelistet, die WHO listet folgende Varianten:

  • B.1.1.7 (Alpha)
  • B.1.351 (Beta)
  • P.1 (Gamma)
  • B.1.617.2 (Delta)
  • B.1.1.529 (Omikron)

Anzahl der bestätigten SARS-CoV-2 Fälle und der Variants of Concern, Österreich

Österreich, Anzahl der bestätigten SARS-CoV-2 Fälle und der Variants of Concern identifiziert basierend auf PCR-Testverfahren oder Sequenzierung (Sanger-Sequenzierung, SARSeq-Sequenzierung oder Ganzgenom-Sequenzierung) nach Kalenderwoche (EMS-Falldatenstand 13.05.2022, 07:00 Uhr). Für die KW 18 sind Nachmeldungen zu erwarten.

Österreichweite Überwachung der SARS-CoV-2-Varianten

In Österreich gibt es derzeit zwei SARS-CoV-2-Varianten-Surveillancesysteme: das Fall-basierte System und das Sentinel-System. Die beiden Systeme haben unterschiedliche Ziele, was bei der Beurteilung, ob die Systeme diese erfüllen, auch zu berücksichtigen ist. Ansonsten kann es leicht zu einer falschen Beurteilung kommen.

Fall-basiertes Varianten-Surveillancesystem

Beim Fall-basierten Varianten-Surveillancesystem werden SARS-CoV-2-positive Proben mittels PCR-basierter Verfahren auf jene Mutationen analysiert, die Hinweise auf die vorliegende Virusvariante geben. Das Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, basierend auf internationalen Empfehlungen, gibt jeweils vor, auf welche besorgniserregende Varianten dabei getestet werden soll.

Seit Februar 2021 ist ein Varianten-Surveillancesystem etabliert, das aus zahlreichen, auf ganz Österreich verteilten Laboratorien besteht. Mit diesem System konnten sowohl das Auftreten der Alpha-Variante als auch der Übergang von der Alpha-Variante zur Delta-Variante erfolgreich detektiert werden.

Mit dem Auftreten der neuen besorgniserregenden Omikron-Variante haben diese Labore begonnen, ihre Testverfahren zu erweitern, um auch diese Variante erkennen zu können. Mittlerweile ist der Ausbau dieser Testverfahren so weit fortgeschritten, dass ein relativ guter Überblick über die Ausbreitung der Omikron-Variante gegeben ist. Durch eine weitere Steigerung der Kapazität der PCR-Testverfahren wird es gelingen, auch den erwarteten Übergang von der Delta-Variante zur Omega-Variante detektieren zu können.

Eine aufwändige Genomsequenzierung ist beim Fall-basierten Varianten-Surveillancesystem nur erforderlich, wenn das Ergebnis des PCR-basierten Testverfahrens keine eindeutige Zuordnung zu einer besorgniserregenden Varianten zulässt.

Sentinel-Varianten-Surveillancesystem

Neben dem Fall-basierten Varianten-Surveillancesystem gibt es das Sentinel-Varianten-Surveillancesystem, das aus einigen Laboratorien, die jeweils ein Bundesland repräsentieren, besteht. Im Rahmen dieses Systems werden SARS-CoV-2 positive Proben einer Ganzgenomsequenzierung unterzogen. Die Auswahl der Proben erfolgt dabei stichprobenartig. Ziel dieses Surveillancesystems ist, das Auftreten von neuen SARS-CoV-2-Varianten mit verlässlicher Treffsicherheit zu entdecken. Im Gegensatz zum Fall-basierten Varianten-Surveillancesystem ist hier der Zeitfaktor weniger relevant, da es hauptsächlich um die Identifizierung neuer Varianten geht.

Monatsberichte Sentinel-Varianten-Surveillancesystem

Im Bericht GISAID Österreich-Report sind die Sequenzierungs-Ergebnisse angeführt, die von den österreichischen Laboratorien und Instituten in GISAID hochgeladen wurden. GISAID (Global Initiative on Sharing All Influenza Data) ist eine globale Wissenschaftsinitiative, deren Ziel es ist, Genomdaten zu Influenza- bzw. SARS-CoV-2 Viren frei zugänglich zu machen sowie den schnellen und unkomplizierten Austausch aller verfügbarer Daten zu gewährleisten. Laboratorien und Institute in Österreich, die sich mit der Sequenzierung von SARS-CoV-2 Viren befassen, stellen ihre Ergebnisse bereits auf freiwilliger Basis im Rahmen der GISAID-Initiative zur Verfügung.

Variants of Concern (VOC)

B.1.1.7 (Alpha)

Im Dezember 2020 berichteten britische Behörden von einer neuen SARS-CoV-2-Virusvariante (Linie B.1.1.7), die sich seit September 2020 in Großbritannien ausbreitet. Nach derzeitigem Kenntnisstand ist sie leichter von Mensch zu Mensch übertragbar als die „Wildform“ von SARS-CoV-2. Die erhöhte Übertragbarkeit führt zu einer höheren absoluten Anzahl von Infektionen und erhöht somit die Wahrscheinlichkeit schwerer Fälle. Zudem wird von einer erhöhten Sterblichkeit durch Erkrankungen mit der B.1.1.7-Variante ausgegangen. Es gibt bislang keine Hinweise auf eine verringerte Wirksamkeit der zugelassenen Impfstoffe. Bei B.1.1.7 mit E484K handelt es sich um eine Sonderform der Variante, die eine zusätzliche Mutation (E484K) aufweist, die auch in den Varianten B.1.351 und P.1 auftritt und das Virus unempfindlicher gegen bereits gebildete neutralisierende Antikörper macht.

Risikobewertung des europäischen Zentrums für Seuchenkontrolle und Prävention (ECDC)

B.1.351 (Beta)

Über diese Virusvariante aus Südafrika wurde erstmals im Dezember 2020 berichtet. Studien-Ergebnisse deuten darauf hin, dass diese Variante um 50 % übertragbarer ist als die zuvor in Südafrika zirkulierenden Varianten. Es liegen noch keine ausreichenden Informationen darüber vor, ob die Anzahl der Reinfektionen im Zusammenhang mit dieser Variante tatsächlich höher ist. Erste Studien lassen vermuten, dass bei Personen, die an der ursprünglichen Variante erkrankt waren oder einen Impfstoff erhalten haben, der auf der ursprünglichen Variante beruht, der Schutz durch neutralisierende Antikörper (eine Komponente der Immunabwehr) gegenüber B.1.351 reduziert sein könnte.

Fast-spreading COVID variant can elude immune responses

P.1 (Gamma)

Diese SARS-CoV-2-Variante zirkulierte erstmals im brasilianischen Staat Amazonas und ähnelt in ihren Veränderungen der südafrikanischen Variante. Eine erhöhte Übertragbarkeit wird ebenfalls als denkbar erachtet.

Risikobewertung des europäischen Zentrums für Seuchenkontrolle und Prävention (ECDC)

B.1.617.2 (Delta)

Die Variante B.1.617 (mit den Untervarianten B.1.617.1, B.1.617.2 und B.1.617.3) wurde zuerst im indischen Bundesstaat Maharashtra gefunden. Es gibt Hinweise, dass die Variante B.1.617.2 (Delta) leichter übertragbar ist und mit einer reduzierten Wirksamkeit der Immunantwort in Verbindung gebracht werden kann. Die Mutation N501Y liegt in diesen Varianten nicht vor.

Risikoeinschätzung des Europäischen Zentrums für Seuchenkontrolle und Prävention (ECDC)

B.1.1.529 (Omikron)

Anfang November 2021 wurde eine SARS-CoV-2-Variante entdeckt, die zur Pango-Linie B.1.1.529 gehört und im Vergleich zum ursprünglichen Virus eine hohe Anzahl von S-Gen-Mutationen aufweist. Am 26. November 2021 wurde die Variante von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als besorgniserregende Variante eingestuft und mit der Bezeichnung Omikron versehen. Die Variante ist durch 30 Veränderungen im Spike-Protein gekennzeichnet, sie wurde erstmals in Proben nachgewiesen, die am 11. November 2021 in Botswana und am 14. November 2021 in Südafrika gesammelt wurden. Auf Grund der erhöhten Übertragbarkeit hat sich die Omikron-Variante derzeit weltweit als dominante Variante durchgesetzt, im Allgemeinen verursacht sie jedoch deutlich mildere Krankheitsverläufe als seine Vorgänger. Mittlerweile haben sich auch zahlreiche Subvarianten von Omikron etabliert (BA.1, BA.1.1, BA.2, BA.3, BA.4 und BA.5).

Risikoeinschätzung des Europäischen Zentrums für Seuchenkontrolle und Prävention (ECDC)

7-Tage-Inzidenz der SARS-CoV-2 Infektion nach Kategorie der Immunisierung

Wir analysieren die 7-Tage-Inzidenz der SARS-CoV-2-Infektion (inkludiert asymptomatische, symptomatische Fälle sowie Fälle mit unbekannter klinischer Manifestation), nach Kategorie und Subkategorie des Immunisierung-Status (gemäß  ausgeführter Definition) in den Altersgruppen 12-17, 18-59 und 60-74 Jahre der Bevölkerung Österreich, von 01.07.2021 bis 08.05.2022. Die kumulative 7-Tage-Inzidenz wird für jeden Tag der Beobachtungszeit dargestellt. Für die Berechnung der kumulativen 7-Tage-Inzidenz für Tag T wird die Summe der Anzahl der Fälle der vorangegangenen 6 Tage und des Tages T herangezogen. Die Kategorie des Immunisierung-Status der Bezugs-Bevölkerung wird determiniert durch den Status der Bevölkerung am Tag 4 der jeweiligen beobachteten 7-Tage-Periode (Mid-point Populations-Immunität). Individuen der österreichischen Bevölkerung mit Infektionshistorie gehen in die Tages-spezifischen Analysen ein, sobald deren Infektion > 2 Monate zurückliegt. Infektions-Fälle (wie diese im EMS registriert sind), die keine Bereichs-spezifische Personenkennzahl aufweisen, sind von der Analyse exkludiert, weil für jene Fälle die Daten zum Impfstatus nicht verfügbar sind.

Für die Zeitperiode der letzten sieben Tage ist in den Folgetagen noch mit Nachmeldungen zu rechnen aus denen sich Änderungen ergeben können. Bei dem derzeit niedrigen Infektionsgeschehen ist die 7-Tage-Inzidenz der Infektion unabhängig vom Schweregrad des Verlaufs zur Messung der Impf-Schutzwirkung nicht mehr geeignet. Die dafür notwendigen Krankenhaus-Daten zur Messung der Impf-Schutzwirkung gegen schwere Infektionsverläufe stehen der AGES nicht zur Verfügung.

7-Tage-Inzidenz nach Kategorie der Immunisierung für die Altersgruppe 12-17 Jahre

7-Tage-Inzidenz nach Kategorie der Immunisierung für die Altersgruppe 18-59 Jahre

7-Tage-Inzidenz nach Kategorie der Immunisierung für die Altersgruppe 60-74 Jahre

Kategorisierung des Immunisierung-Status

Die Kategorie (a) „Keine Impf-induzierte oder Infektion-induzierte Immunisierung“ wird angenommen

  • bei Personen, bei denen nach vorliegender Information keine COVID19-Impfung stattgefunden hat und die vor aktueller SARS-CoV-2-Infektion niemals PCR-positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurden
  • bei Genesen (1x), wobei vorgehende Labordiagnose > 180 Tage zurückliegt
  • bei Genesen + Geimpft (1x), wobei Dosis 1 ≤ 7 Tage zurückliegt und die vorgehende Labordiagnose > 180 Tage zurückliegt

Die Kategorie (b) „Impf-induzierte Immunisierung, unzureichend“ wird angenommen

  • bei Geimpft mit 1 Dosis (jeder Impfstoff: J&J-, AZ-, BioNTec/Pfizer-, Moderna-Vakzin)
  • bei Geimpft mit 2 Dosen (Impfschema homolog, heterolog), wobei Dosis 2 ≤ 14 Tage zurückliegt
  • bei Geimpft mit 2 Dosen (Impfschema homolog, heterolog), wobei Dosis 2 > 180 Tage zurückliegt
  • bei Geimpft mit 3 Dosen (Impfschema homolog, heterolog), wobei Dosis 3 ≤ 7 Tage und Dosis 2 > 180 Tage zurückliegt

Die Kategorie (c) „Infektion-induzierte Immunisierung (+/- Impfung), unzureichend“ wird angenommen

  • bei Genesen + Geimpft (1x), wobei Dosis 1 > 180 Tage zurückliegt
  • bei Genesen + Geimpft (2x), wobei Dosis 2 ≤ 7 Tage und Dosis 1 > 180 Tage zurückliegt
  • bei Genesen + Geimpft (2x), wobei Dosis 2 > 180 Tage zurückliegt
  • bei Genesen + Geimpft (3x), wobei Dosis 3 ≤ 7 Tage und Dosis 2 > 180 Tage zurückliegt
  • bei Geimpft (1x) + Genesen, wobei vorgehende Labordiagnose > 180 Tage zurückliegt
  • bei Geimpft (1x) + Genesen + Geimpft (1x), wobei Dosis 2 ≤ 7 Tage zurückliegt und die vorgehende Labordiagnose > 180 Tage zurückliegt
  • bei Geimpft (1x) + Genesen + Geimpft (1x), wobei Dosis 2 > 180 Tage zurückliegt
  • bei Geimpft (1x) + Genesen + Geimpft (2x), wobei Dosis 3 ≤ 7 Tage und Dosis 2 > 180 Tage zurückliegt
  • bei Geimpft (2x) + Genesen, wobei vorgehende Labordiagnose > 180 Tage zurückliegt
  • bei Geimpft (2x) + Genesen + Geimpft (1x), wobei Dosis 3 ≤ 7 Tage zurückliegt und die vorgehende Labordiagnose > 180 Tage zurückliegt
  • bei Genesen (2x), wobei die vorgehende Labordiagnose > 180 Tage zurückliegt
  • bei Genesen (2x) + Geimpft (1x), wobei das vorgehende immunologische Event > 180 Tage zurückliegt

Die Kategorie (d) „Impf-induzierte Immunisierung, ausreichend“ wird angenommen

  • bei Geimpft mit 2 Dosen (Impfschema homolog, heterolog), wobei Dosis 2 > 14 Tage und ≤ 180 Tage zurückliegt
  • bei Geimpft mit 3 Dosen (Impfschema homolog, heterolog), wobei Dosis 3 ≤ 7 Tage und Dosis 2 ≤ 180 Tage zurückliegt
  • bei Geimpft mit 3 Dosen (Impfschema homolog, heterolog), wobei Dosis 3 > 7 Tage zurückliegt

Die Kategorie (e) „Infektion-induzierte Immunisierung (+/- Impfung), ausreichend“ wird angenommen

  • bei Genesen (1x), wobei vorgehende Labordiagnose ≤ 180 Tage zurückliegt
  • bei Genesen + Geimpft (1x), wobei Dosis 1 ≤ 7 Tage zurückliegt und die vorgehende Labordiagnose ≤ 180 Tage zurückliegt
  • bei Genesen + Geimpft (1x), wobei Dosis 1 > 7 Tage und ≤ 180 Tage zurückliegt
  • bei Genesen + Geimpft (2x), wobei Dosis 2 ≤ 7 Tage und Dosis 1 ≤ 180 Tage zurückliegt
  • bei Genesen + Geimpft (2x), wobei Dosis 2 > 7 Tage und ≤ 180 Tage zurückliegt
  • bei Genesen + Geimpft (3x), wobei Dosis 3 ≤ 7 Tage und Dosis 2 ≤ 180 Tage zurückliegt
  • bei Genesen + Geimpft (3x), wobei Dosis 3 > 7 Tage zurückliegt
  • bei Geimpft (1x) + Genesen, wobei vorgehende Labordiagnose ≤ 180 Tage zurückliegt
  • bei Geimpft (1x) + Genesen + Geimpft (1x), wobei Dosis 2 ≤ 7 Tage zurückliegt und die vorgehende Labordiagnose ≤ 180 Tage zurückliegt
  • bei Geimpft (1x) + Genesen + Geimpft (1x), wobei Dosis 2 > 7 Tage und ≤ 180 Tage zurückliegt
  • bei Geimpft (1x) + Genesen + Geimpft (2x), wobei Dosis 3 ≤ 7 Tage und Dosis 2 ≤ 180 Tage zurückliegt
  • bei Geimpft (1x) + Genesen + Geimpft (2x), wobei Dosis 3 > 7 Tage zurückliegt
  • bei Geimpft (3x) + Genesen
  • bei Geimpft (2x) + Genesen, wobei vorgehende Labordiagnose ≤ 180 Tage zurückliegt
  • bei Geimpft (2x) + Genesen + Geimpft (1x), wobei Dosis 3 ≤ 7 Tage zurückliegt und die vorgehende bei Labordiagnose ≤ 180 Tage zurückliegt
  • bei Geimpft (2x) + Genesen + Geimpft (1x), wobei Dosis 3 > 7 Tage zurückliegt
  • bei Genesen (2x), wobei die vorgehende Labordiagnose ≤ 180 Tage zurückliegt
  • bei Genesen (2x) + Geimpft, wobei das vorgehende immunologische Event ≤ 180 Tage zurückliegt
  • bei Genesen (2x) + Geimpft (2x)

Generell weisen wir daraufhin, dass diese Kategorisierung auf Basis neu verfügbarer wissenschaftlicher Erkenntnisse jederzeit adaptiert werden kann; das inkludiert auch die Intervalle zwischen den immunologischen Ereignissen (d. h. Intervall zwischen zurückliegender Infektion oder Impfung und aktueller Infektion). Da für die Daten des e-Impfpasses nur das Geburtsjahr bekannt ist, wird das Alter einer Person als 2022 - Geburtsjahr berechnet.

Limitation für die Darstellung der 7-Tage-Inzidenz nach Klassifikation des Immunisierungs-Status

Der Verlauf der 7-Tage-Inzidenz in der Gruppe „Infektion-induzierte Immunisierung (+/- Impfung), unzureichend“ verhält sich ähnlich dem der 7-Tage-Inzidenz der Gruppe „Impf-induzierte Immunisierung, ausreichend“, und dies in allen Altersgruppen. Eine mögliche Erklärung hierfür ist, dass die Definition für „Infektion-induzierte Immunisierung (+/-Impfung), unzureichend“ bei Genesenen (ausschließlich) oder „Geimpft (1x) + Genesenen“ mit zurückliegender Labordiagnose von > 180 Tage, zu konservativ ist; d. h. man unterschätzt mit den angenommenen 6 Monaten die tatsächliche Dauer einer Persistenz der Infektion-induzierten Immunisierung. Damit könnte die tatsächliche 7-Tage-Inzidenz in dieser Personengruppe unterschätzt werden. Auch könnte die Definition für „Impf-induzierte Immunisierung, ausreichend“ bis ≤ 180 Tage nach abgeschlossener Impfserie, zu großzügig sein (d. h. die tatsächliche Dauer der Immunisierung wird mit der Annahme von 6 Monaten überschätzt). Die unten angeführte Limitation der fehlenden Information über Verstorben- oder Verzogen-Status kann ebenfalls eine Unterschätzung des Infektionsrisikos bei den unzureichend Immunisierten mit bedingen.

Eine relevante Limitation für sämtliche Analysen der Infektion-Inzidenz nach Impf-/Genesen-Status ist die unterschiedliche Teststrategie zwischen Geimpften/Genesenen und allen anderen Individuen, die als nicht oder nicht mehr ausreichend immunisiert eingestuft werden. Letztere Personengruppe hat aufgrund von Zugangs-Testverpflichtung eine höhere Wahrscheinlichkeit als Fall einer asymptomatischen SARS-CoV-2 Infektion erkannt zu werden als jene Individuen, die aufgrund ihrer vorliegenden als ausreichend eingestuften Immunisierung nicht dieser Testverpflichtungen unterliegen; dies mag zu einer Unterschätzung der tatsächlichen Inzidenz der asymptomatischen Infektion bei den Geimpften, Genesenen und Genesen-Geimpften führen. Da sich die Analyse auf die symptomatische Infektion bezieht, sollte der Einfluss dieser Limitation auf das Ergebnis der Immunisierungs-spezifischen Infektionsrisiko-Ratio geringer sein. Wir nehmen an, dass bei suspekt COVID-19-Erkankten, die Wahrscheinlichkeit als Fall einer Infektion mit SARS-CoV2 erkannt zu werden, weitgehend unabhängig vom Impfstatus bzw. Genesen-Status ist.

Eine weitere Limitation ist, dass derzeit im, den Analysen zugrundeliegenden Bevölkerungs-Datensatz, keine Information über den Verstorben- bzw. Verzogen-Status vorliegt. Da insbesondere für die ältere Altersgruppe der zu erwartende Verzerrungseffekt am größten angenommen wird, wird gegenwärtig hier für diese Darstellung die Altersgruppe der > 74-Jährigen noch nicht berücksichtigt.

Fälle und Inzidenz der SARS-CoV-2-Infektion nach Immunisierungs-Status

Da der Immunschutz bei geimpften Personen mit der Zeit nachlässt soll eine dritte Impfung nach 4 bzw. 6 Monaten durchgeführt werden. Auch bei Genesenen nimmt der Immunschutz mit der Zeit ebenfalls ab. Deshalb ist auch für Personen, die schon einmal an COVID 19 erkrankt waren, die Impfung notwendig.

Mit der Darstellung der Fälle nach Klassifikation des Immunisierungs-Status gehen wir auf diesen nachlassenden Immunschutz ein: Die laborbestätigten Fälle werden nach den Klassifikationen „Immunnaiv“, „Impf-induzierte Immunisierung, unzureichend“, „Infektion-induzierte Immunisierung (+/- Impfung), unzureichend“, „Impf-induzierte Immunisierung, ausreichend" und „Infektion-induzierte Immunisierung (+/- Impfung), ausreichend“ dargestellt.

Berichte Fälle und Inzidenz der SARS-CoV-2-Infektion nach Immunisierungs-Status

Epidemiologische Abklärung - Clusteranalyse

Wir veröffentlichen jede Woche die geschätzte effektive Reproduktionszahl (Reff) für Österreich und nach Bundesländern sowie die geschätzte Steigerungsrate, die so genannten epidemiologischen Parameter.

Da eine Quellen-Rückverfolgung zur Identifizierung des Fall-basierten Settings, in dem die Infektionsübertragung erfolgte, aus Gründe des hohen Fallaufkommens (damit sind keine umfassenden Einzelfallbefragungen nach möglicher Quelle der Infektion möglich) und des prioritären Kontaktmanagements (kein vollständiges Erfassen der ansteckungsverdächtigen Kontaktpersonen) nicht mehr möglich ist, wird von der „aktiven Fall-basierten Surveillance des Transmissions-Setting“ auf eine Cluster-Surveillance umgestellt, die gezielt auf epidemiologische relevante Settings wie Gemeinschaftseinrichtungen ausgerichtet ist (Bildungseinrichtungen, Kinder-Betreuungseinrichtung, Alten- und Pflegeheim, Behinderteneinrichtungen, Bettenführende Krankenanstalten, Reha/Kur-Anstalten, Justiz-Anstalt, Kloster, Wohnheime).

Fachinformationen

Fachinformationen, Handlungsempfehlungen und allgemeine Informationsmaterialien zum Coronavirus finden Sie auf der Website des Gesundheitsministeriums.

Produktinformationen (Fach- und Gebrauchsinformationen) zu den COVID-19 Impfstoffen finden Sie beim Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG)

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Aktualisiert: 13.05.2022

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