„Flavescence dorée“: Klingt nett, ist es aber nicht. Der Name „Goldgelbe Vergilbung“ gibt schon eher einen Hinweis darauf, worum es sich handelt: Um die größte Bedrohung für den heimischen Wein seit der Reblaus vor 150 Jahren.
Flavescence dorée ist eine Krankheit der Weinreben, die durch zellwandlose Bakterien, so genannte Phytoplasmen, verursacht wird. Diese Phytoplasmen sind zum Überleben auf ihre Wirtspflanzen angewiesen. In Wildpflanzen verursachen sie selten Symptome – einen Weinstock können sie hingegen binnen weniger Jahre zum Absterben bringen.
Dabei hat sie Hilfe: Die Amerikanische Rebzikade. Diese invasive Zikade lebt fast ausschließlich in Weingärten. Vor allem aber kann sie die Phytoplasmen von infizierten auf gesunde Weinstöcke übertragen: Die Rebzikade saugt an einem infizierten Weinblatt, wandert bzw. fliegt dann auf einen noch gesunden Weinstock, saugt dort an einem Blatt und überträgt so die Phytoplasmen. Auf diese Weise kann sich die Flavescence dorée innerhalb einer Saison über einen gesamten Weingarten ausbreiten.
AGES-Podcast zur Flavescence dorée Infoblatt zum Download Fotos zum Download