Beim Ovitrap-Monitoring werden an über 60 Standorten in ganz Österreich jedes Jahr Ovitraps („Eigelegefallen“) aufgestellt, hauptsächlich in urbanen oder suburbanen Gebieten sowie an Orten, an denen gebietsfremde Arten in das Land eingeschleppt werden können (z. B. Autobahnraststätten). Die Fallen werden von Mai bis Oktober wöchentlich kontrolliert und auf Gelseneier untersucht.
Mosquito Alert ist ein Citizen Science Projekt, mit dem Tigermücken und andere Gelsen ganz einfach mittels einer kostenfreien App gemeldet werden können. Die eingesendeten Fotos werden von nationalen und internationalen Experten begutachtet und die Funde dann anonym auf einer öffentlich zugänglichen Karte angezeigt.
Studie zeigt Vorteile beider Methoden
Wir haben in einer Studie analysiert, ob die Kombination beider Methoden messbare Vorteile bringt. Dafür wurden die Daten aus beiden Projekten aus den Jahren 2020 bis 2024 verwendet: Analysiert wurde, wie viele Tigermücken jeweils in einem Bereich von etwa der Größe einer Gemeinde (5 × 5 km2) und eines Bezirks (20 × 20 km2) gefunden wurden, wann sie gefunden wurden und ob sich die Ausbreitung der Tigermücken in diesen Bereichen nachvollziehen lässt.
Das Ergebnis: Mit den Ovitraps findet man gut neue Vorkommen der Tigermücke, oft schon bevor sie ein Niveau erreichen, bei dem sie in der Bevölkerung auffallen und „lästig“ werden. Neue Vorkommen werden teilweise aber auch zuerst mit Mosquito Alert entdeckt – Ovitrap-Fallen können nicht flächendeckend aufgestellt werden. Vor allen lässt sich mit den Daten aus Mosquito Alert Daten die lokale Ausbreitung, z B. im städtischen Raum, sehr gut beobachten. Bitte nutzen Sie Mosquito Alert: je mehr Meldungen wir erhalten, desto besser lässt sich die Ausbreitung der Tigermücken erfassen.