HERA-2 Abschlussmeeting in Zagreb
Von 2. bis 4. September 2026 fand in Zagreb, Kroatien, das offizielle Abschlussmeeting des HERA2-Projekts statt. Gastgeber war das Croatian Institute of Public Health (CIPH), das Vertreter:innen der Partnerorganisationen AGES (Österreich), der griechischen Nationalen Organisation für öffentliche Gesundheit (EODY) und des ungarischen Nationalen Zentrums für öffentliche Gesundheit und Pharmazie (NNGYK) begrüßte. Die AGES war mit Teilnehmenden aus dem Projektmanagement sowie aus den Fachbereichen Veterinärmedizin und Humanmedizin vertreten. Das Treffen bot die Gelegenheit, die wichtigsten Projekterfolge zu präsentieren, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Erkenntnisse für zukünftige Aktivitäten im Bereich der genomischen Surveillance zu diskutieren.
Im Mittelpunkt standen der Rückblick auf die Projektlaufzeit und die erzielten Ergebnisse. Zu den zentralen Erfolgen zählen unter anderem die Erweiterung des Erregerspektrums über SARS-CoV-2 hinaus auf weitere bakterielle und virale Erreger, der Ausbau von Sequenzierungskapazitäten, die Weiterentwicklung bioinformatischer Workflows sowie die verbesserte Verknüpfung von Labor-, Genom- und epidemiologischen Daten. Ringversuche, Qualitätssicherungsmaßnahmen, Schulungen und Wissensaustausch trugen wesentlich zur Vergleichbarkeit und Zuverlässigkeit der Ergebnisse bei. Besonders hervorgehoben wurde außerdem der Aufbau eines starken professionellen Netzwerks, das eine wichtige Grundlage für die weitere Zusammenarbeit bildet.
Ein weiterer Höhepunkt des Treffens war ein gemeinsamer Austausch mit 45 Teilnehmenden aus Schwesterprojekten desselben HERA-Calls, den Zuständigen der European Health and Digital Executive Agency (HaDEA) sowie einer Vertretung des European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC). Expert:innen aus 20 verschiedenen EU-Ländern diskutierten Herausforderungen und Chancen in den Bereichen Whole Genome Sequencing (WGS), RT-PCR, Metagenomik, Bioinformatik, integrierte genomische Surveillance und Ausbruchsprävention.
Als zentrale Erkenntnisse des Abschlussmeetings wurden die nachhaltige Implementierung von Projektergebnissen, die langfristige Sicherung von Netzwerken sowie die Bedeutung institutioneller und politischer Unterstützung hervorgehoben. Die Teilnehmenden waren sich einig, dass die im Rahmen von HERA2 aufgebauten Kooperationen und Kompetenzen eine wichtige Grundlage für zukünftige europäische Initiativen im Bereich Public Health und genomischer Surveillance schaffen.
Aktualisiert: 02.10.2026