Coronavirus

Coronavirus

Zuletzt geändert: 30.03.2020
Icon

Seuchenkategorien:

Aktuelle Informationen

Informationen zu Arbeitsrecht, Reiserecht, Schulen, Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion, Unterstützung

Arbeiterkammer und ÖGB: neue Hotline und Homepage für arbeitsrechtlichen Fragen: www.jobundcorona.at, Telefon: 0800 22 12 00 80 Mo-Fr ab 9.00 Uhr.

Verein für Konsumenteninformation: kostenlose Hotline für Fragen rund ums Reisen (täglich, auch am Wochenende, von 9 bis 15 Uhr unter der Telefonnummer: 0800 201211

Wirtschaftskammer:Coronavirus Infopoint“, Telefon: 0590900-4352, E-Mail: infopoint_Coronavirusno@Spam@wkono.Spam.at

Bildungsministerium: Informationen und Empfehlungen für Schulen und Eltern

Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus: Informationen zu Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Bundesministerium für Arbeit, Familie und Jugend: FAQ zu arbeitsrechtliche Fragen (Kurzarbeit), Auswirkungen auf Familien, Sonderbetreuungszeit

Team Österreich (Initiative von Rotem Kreuz und Hitradio Ö3) unter der Nummer: 0800 600 600 (kostenlos, täglich 7-19 Uhr) wenden. Die freiwilligen MitarbeiterInnen des Team Österreich können für Sie einkaufen gehen und auch sonst behilflich sein.

Stadt Wien: 24-Stunden-Betreuungs-Hotline für Risikogruppen unter 01 4000 4001 (Unterstützung für ältere Menschen, Menschen mit Vorerkrankungen)

Tiroler Sorgenhotline: 0800 400 120 von 8.00 bis 20.00 Uhr

Hotline für Fragen zu Miliz/Verlängerung des Grundwehrdienst: 05 02 01
Hotline für den außerordentlichen Zivildienst unter 0800 500 183

Ö3 Kummernummer: 116123
Rat auf Draht: 147
TelefonSeelsorge: 142
Frauenhelpline gegen Gewalt: 0800 222 555
psychotherapeutische Erstberatungs- und Info-Hotline für seelische Gesundheit: Terminvereinabarung online auf https://www.voepp.at/schnelle-hilfe/

Risikogebiete

Als Risikogebiete gelten Regionen, in denen von anhaltender Übertragung von SARS-CoV-2 ausgegangen werden muss.

Fragen und Antworten

Hat das Auftreten der Coronaviruserkrankung (COVID-19) Auswirkungen auf die Versorgungslage von Arzneimitteln?

Laut Meldung des Bundesamts für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) liegen bisher keine Berichte über zusätzliche aktuelle Engpässe oder Versorgungsstörungen bei in der EU vermarkteten Arzneimitteln aufgrund dieses Ausbruchs vor. Die Situation unterliegt einer strengen Überwachung, da bei einer weiteren Ausbreitung und insbesondere länger andauernden COVID-19 Situation mögliche Herausforderungen in der Versorgungssituation in Einzelfällen nicht ausgeschlossen werden können.

Es besteht keine Notwendigkeit sich im Rahmen viel zitierter sog. „Hamsterkäufe“ mit Arzneimittel einzudecken. Kauf und Abgabe in Apotheken soll nur in einem geregelten und dem Zweck und Bedarf entsprechenden Rahmen mit notwendigen Mengen stattfinden. Es besteht kein Grund für eine private Überbevorratung.

Mehr Informationen: Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG)

Kann Ibuprofen die COVID-19 Erkrankung verschlimmern?

Derzeit gibt es keine wissenschaftlichen Beweise für einen Zusammenhang zwischen Ibuprofen und der Verschlechterung von COVID-19.

Die europäische Arzneimittelagentur EMA überwacht gemeinsam mit den nationalen Behörden die Situation dennoch genau und wird auch weiterhin alle Informationen prüfen, die zu diesem Thema im Zusammenhang mit der Pandemie verfügbar werden.

Derzeit gibt es keinen Grund für Patienten, die Ibuprofen einnehmen, ihre Behandlung zu unterbrechen. Dies ist besonders wichtig für Patienten, die Ibuprofen oder andere nichtsteroidale entzündungshemmende Arzneimittel gegen chronische Krankheiten einnehmen. Patienten, die Fragen haben, sollten mit ihrem Arzt oder Apotheker sprechen.

Siehe Meldung des österreichischen Bundesamts für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) vom 18.03.2020

Kann ich mich über Lebensmittel oder Wasser mit dem neuartigen Coronavirus infizieren?

Nein: Von Fleisch, Wurst, Eiern, Obst, Gemüse, Wasser usw. geht keine Gefahr durch das neuartige Coronavirus aus. Es gibt derzeit keine Hinweise darauf, dass sich Menschen über herkömmliche Lebensmittel bzw. über Trinkwasser/Leitungswasser oder Oberflächenwasser mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben. Auch für andere Coronaviren sind keine Berichte über Infektionen durch Lebensmittel bekannt.

Vom Genuss von rohem Fleisch oder Blut von Wildtieren wie Schlangen, Fledermäusen etc. wird aber dringend abgeraten.

Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Fragen und Antworten zum Thema

Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit

Kann ich mich beim Einkaufen anstecken?

Beim Kontakt mit anderen Menschen ist immer ein Restrisiko vorhanden, dass es zu einer Ansteckung kommen kann. Dieses Risiko ist beim Einkaufen aber so klein, dass es keinen Grund gibt, nicht einkaufen zu gehen. Wichtig ist, Abstand zu anderen Menschen zu halten, v. a. auch an der Kassa (mindestens 1 m).

Kann das Virus von Haustieren übertragen werden?

Derzeit gibt es keinen Hinweis darauf, dass Haustiere das Virus auf Menschen oder andere Haustiere übertragen können bzw. selbst daran erkranken. Eine in Hongkong beobachtete Virusvermehrung bei einem Hund und eine Katze in Belgien, bei der das Virus nach engem Kontakt mit einem infizierten Menschen nachgewiesen wurde, gelten nach wie vor als Einzelfälle. Tierhalter, die am Coronavirus erkrankt sind oder die sich womöglich mit dem Coronavirus infiziert haben, sollten zum Schutz des Tieres den Kontakt so gering wie möglich halten bzw. vor und nach dem Kontakt gründlich die Hände mit Seife waschen.

Welttiergesundheitsorganisation (OIE): FAQ Coronavirus und Heimtiere (auf Englisch)

Mit wieviel Grad muss die Wäsche gewaschen werden, damit Corona-Viren absterben?

Selbst bei den niedrigsten Temperaturen von Waschmaschinen (30 °C  für Wolle, Feinwäsche) führt die Beigabe von Waschmittel zum verlässlichen "Absterben" des neuartigen SARS-Coronarivurs-2. Dieses neue SARS-CoV-2 gehört zu den behüllten Viren und deshalb gegenüber Umwelteinflüsse sehr empfindlich (die Hülle ist die empfindliche Struktur).

Besteht ein Risiko durch den Hausmüll?

Nein. Abfälle, die in Haushalten anfallen und mit dem Corona-Virus verunreinigt sein könnten (z. B. Taschentücher), stellen kein höheres Infektionsrisiko dar. Gebrauchte Taschentücher sollten in „reißfesten" Kunststoffsäcken gesammelt werden und verschlossen in die Restmülltonne geworfen werden.

Warum werden keine Schnelltests durchgeführt?

Die in immer größerer Zahl angebotenen serologischen Schnelltests auf Antikörper sind im derzeitigen Status der Pandemie-Entwicklung wenig sinnvoll, da sie nicht geeignet sind, eine akute Infektion sicher nachzuweisen. Zum gesicherten Nachweis einer akuten Infektion mit SARS-CoV-2 kommt stattdessen eine andere, auch von der WHO empfohlene Methode in Frage: Diese basiert auf dem Nachweis von Nucleinsäuren durch Polymerasekettenreaktion (PCR-Tests).

Siehe Meldung des Bundesamts für Sicherheit im Gesundheitswesen vom 15.03.2020

Welche Personen haben ein höheres Risiko?

International werden hinsichtlich vulnerabler Gruppen und in Bezug auf einen schweren Krankheitsverlauf durch eine SARS-CoV-2/COVID-19-Infektion zumeist ältere Menschen und Menschen mit chronischen Erkrankungen als Risikogruppen genannt.

Österreich hat sich unter Berücksichtigung der Definitionen der wichtigsten Institutionen (WHO, ECDC, RKI, BAG, NHS, CDC) auf folgende vulnerable Gruppen festgelegt:

  • Ältere Menschen (65+)

    • insbesondere mit chronischen Erkrankungen

  • Menschen mit chronischen Erkrankungen

 Als chronische Erkrankungen, nach aktueller Evidenz, gelten:
    - (chronische) Atemwegs- bzw. Lungenerkrankungen inkl. COPD
    - Diabetes
    - Herzkreislauferkrankungen
    - Krebserkrankungen
    - Bluthochdruck
    - Erkrankungen und Therapien, die das Immunsystem schwächen

Zählen Schwangere zur Risikogruppe?

Es handelt sich bei COVID-19 um ein neuartiges Virus, für das bis jetzt nur wenige Erfahrungen mit Schwangeren vorliegen. Ganz allgemein gilt aber, dass auf Grund der physiologischen und immunologischen Umstellungen während der Schwangerschaft eine erhöhte Empfänglichkeit für Infektionen nicht ganz ausgeschlossen werden kann.

Derzeit ergeben sich keine Hinweise, dass Schwangere durch eine COVID-19-Erkrankung mehr gefährdet sind als andere Personen: bisherige Erfahrungen zeigen, dass Schwangere im Falle einer Erkrankung nur leichte bis mittelschwere Symptome aufwiesen.

In den überwiegenden Fällen von dokumentierten SARS-CoV-2-Infektionen bei Schwangeren wurde das Virus während der Schwangerschaft nicht auf das ungeborene Kind übertragen. Es gibt aber Hinweise, dass in wenigen vereinzelten Fällen Neugeborene Zeichen einer im Mutterleib erfolgten Infektion zeigten, in einigen wenigen Fällen sogar mit Auftreten von Krankheitszeichen beim Neugeborenen. Wenn keine anderen medizinischen Gründe vorliegen, ist daher ein normaler Geburtsvorgang möglich. Auch das Stillen ist prinzipiell möglich, weil bisher keine Hinweise bestehen, dass das Virus über die Muttermilch übertragen wird.

Wie gefährlich ist dieses neuartige Coronavirus?

Wie gefährlich der Erreger ist, ist noch nicht genau abzusehen. Momentan scheint die Gefährlichkeit des neuen Coronavirus deutlich niedriger als bei MERS (bis zu 30 Prozent Sterblichkeit) und SARS (ca. 10 Prozent Sterblichkeit) zu sein. Man geht derzeit beim neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) von einer Sterblichkeit von bis zu drei Prozent aus. Ähnlich wie bei der saisonalen Grippe durch Influenzaviren (Sterblichkeit unter 1 Prozent) sind v. a. alte Menschen und immungeschwächte Personen betroffen.

Wie ansteckend ist dieses neuartige Coronavirus?

Die Mensch-zu-Mensch-Übertragung stellt den wichtigsten Infektionsweg dar. Neben den Sekreten des Atmungstraktes und Speichel könnten auch Ausscheidungen (Harn, Stuhl) und Körperflüssigkeiten (Blut, Rippenfellflüssigkeit, Gelenkspunktate, usw.) infektiös sein.Viele Menschen haben jedoch nur leichte Symptome. Dies gilt insbesondere in den frühen Stadien der Krankheit. Es ist daher möglich, sich bei einer erkrankten Person anzustecken, die beispielsweise nur einen leichten Husten hat und sich nicht krank fühlt - die Symptome sind aber trotzdem vorhanden, wenn auch nur leicht.

Wie äußert sich die Krankheit?

Infektionen von Menschen mit gewöhnlichen Coronaviren sind meist mild und asymptomatisch. Häufige Anzeichen einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus sind u. a. Fieber, Husten, Kurzatmigkeit und Atembeschwerden. Es kann auch zu Durchfall und Erbrechen kommen. In schwereren Fällen kann die Infektion eine Lungenentzündung, ein schweres akutes Atemwegssyndrom, Nierenversagen und sogar den Tod verursachen. Es gibt auch milde Verlaufsformen (Symptome einer Erkältung) und Infektionen ohne Symptome.

Derzeit geht man davon aus, dass der Krankheitsverlauf beim neuartigen Coronavirus weniger schwer ist als bei SARS und MERS.

Wie wird die Krankheit behandelt?

Es gibt keinen Impfstoff. Die Behandlung erfolgt symptomatisch, d. h. durch Linderung der Krankheitsbeschwerden wie z. B. durch Gabe fiebersenkender Mittel.

Helfen Nahrungsergänzungsmittel gegen das Coronavirus?

Nein, Nahrungsergänzungsmittel können COVID-19 Erkrankungen weder verhindern noch wirksam lindern oder heilen. Im Gegensatz zu Arzneimitteln dienen Nahrungsergänzungsmittel nicht zur Heilung, Linderung oder Verhütung von Krankheiten, sie dürfen daher auch keine pharmakologische Wirkung haben. Nahrungsergänzungsmittel dienen zur Ergänzung der normalen Ernährung, in dem sie dem Körper Vitamine, Mineralstoffe und andere Stoffe zuführen. Kranke Personen sollten den Verzehr von Nahrungsergänzungsmitteln immer mit dem behandelnden Arzt absprechen.

Wie kann man sich vor Coronaviren schützen?

Wie bei der saisonalen Grippe werden folgende Maßnahmen empfohlen:

  • Waschen Sie Ihre Hände mehrmals täglich mit Wasser und Seife oder einem alkoholhaltigen Desinfektionsmittel
  • Bedecken Sie Mund und Nase mit einem Papiertaschentuch (nicht mit den Händen), wenn Sie husten oder niesen
  • Vermeiden Sie direkten Kontakt zu kranken Menschen

Können Masken (Einmal-Mundschutzmasken) schützen?

Einmal-Mundschutzmasken sind kein wirksamer Schutz gegen Viren oder Bakterien, die in der Luft übertragen werden. Aber sie können dazu beitragen, das Risiko der Weiterverbreitung des Virus durch „Spritzer“ von Niesen oder Husten zu verringern.

Kann das Coronavirus durch Handelswaren übertragen werden?

Es gibt keine Hinweise darauf, dass Handelswaren (z. B. Spielzeug) ein Risiko darstellen. Wie lange genau das Virus auf Oberflächen bleibt, ist derzeit noch unklar. Wenn man in die Hand hustet oder niest und dann eine Türklinke anfasst oder sein Telefon anfasst und weiterreicht, kann das Virus theoretisch so übertragen werden. Aufgrund der geringen Umweltstabilität von Coronaviren ist es nach derzeitigem Wissensstand unwahrscheinlich, dass importiere Waren Quelle einer Infektion sein könnten.

Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Fragen und Antworten zum Thema

Wie lange ist die Inkubationszeit?

Die Inkubationszeit (Zeitraum zwischen Ansteckung und Beginn von Krankheitssymptomen) beträgt bis zu 14 Tage.

Wie lange überdauert das SARS-CoV-2 Virus außerhalb des Körpers?

Coronaviren reagieren sehr empfindlich auf Umwelteinflüsse. Unter Laborbedingungen können sie Stunden bis mehrere Tage auf glatten Oberflächen überleben. Es gibt allerdings keine Belege, dass Türklinken, Haltegriffe, Geldscheine oder ähnliches bislang bei der Übertragung eine wichtige Rolle gespielt haben; direkter persönlicher Kontakt (länger als 15 Minuten, Abstand unter 1 Meter) stellt derzeit den bedeutendsten Übertragungsweg dar.

Brauche ich ein Desinfektionsmittel, um mich zu schützen?

Für gesunde Menschen, bei denen keinerlei Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus besteht, sind herkömmliche Seife zum Händewaschen und herkömmliche Reinigungsmittel zum Putzen völlig ausreichend. Coronaviren sind behüllte Viren, das bedeutet, ihre Hülle wird durch Seife schnell zerstört und somit das Virus inaktiviert. Desinfektionsmittel sollten daher nur von Menschen und Institutionen verwendet werden, bei denen eine Desinfektion aus medizinischen Gründen notwendig ist.

Welche Desinfektionsmittel sind geeignet?

Grundsätzlich reicht bei Desinfektionsmaßnahmen im Zusammenhang mit Coronaviren die Verwendung von Desinfektionsmitteln mit einer Wirksamkeit gegen behüllte Viren. Für eine SARS-CoV-2 wirksame Hände- oder Flächendesinfektion empfiehlt die AGES daher die Verwendung von Desinfektionsmitteln, die als „begrenzt viruzid“ ausgelobt werden. Die Verwendung von Produkten mit der Auslobung „begrenzt viruzid PLUS“ oder „viruzid“ ist für eine gegenüber SARS-CoV-2 wirksame Desinfektion nicht erforderlich.

Quellen: Verbund für Angewandte Hygiene e.V.,
https://www.ecdc.europa.eu/sites/default/files/documents/novel-coronavirus-guidance-environmental-cleaning-non-healthcare-facilities.pdf

Anforderungen an Alkohol zur Herstellung von Desinfektionsmitteln

Infoline Coronavirus: 0800 555 621

Allgemeine Informationen zu Übertragung, Symptomen, Vorbeugung (7 Tage in der Woche, 0 bis 24 Uhr)

Wenn Sie Symptome aufweisen oder befürchten, erkrankt zu sein, bleiben Sie zu Hause und wählen Sie bitte 1450

 

 

Fachinformation

Information für medizinisches Fachpersonal:

Gesundheitministerium: Information zur Kontakpersonennachverfolgung: Management von Kontaktpersonen (SARS-CoV-2) (Stand: 05.03.2020)

Wer ist näher abzuklären?

A. Personen mit akuten Symptomen einer respiratorischen Infektion (plötzliches Auftreten von mindestens einer der folgenden Beschwerden: Husten, Fieber, Kurzatmigkeit) ohne plausible Erklärung oder Ursache für das Erscheinungsbild UND in den 14 Tagen vor Auftreten der Symptome Aufenthalt in einer Region in der von anhaltender Übertragung von SARS-CoV-2 ausgegangen werden muss.

ODER

B. Personen mit jeder Art von Symptomen eines akuten respiratorischen Infektes, die in den 14 Tagen vor Auftreten der Symptome Kontakt (der Kategorie I oder II; siehe Dokument Behördliche Vorgangsweise bei SARS-CoV-2 Kontaktpersonen: Kontaktpersonennachverfolgung (Stand 14.3.)) mit einem bestätigten Fall hatten.

ODER

C. Personen mit akuten, schwerwiegenden Symptomen einer respiratorischen Infektion (Auftreten von Fieber UND mindestens einer der folgenden Beschwerden: Husten, Kurzatmigkeit) ohne plausible Erklärung oder Ursache für das Erscheinungsbild, bei denen eine Hospitalisierung erforderlich ist.

Bei entsprechender klinischer Präsentation und/oder diagnostisch-anamnestischen Hinweisen, die zu einem dringendem ärztlichen Verdacht auf das Vorliegen einer COVID-19 Erkrankung führen, können auch Fälle, die nicht den oben genannten Kategorien entsprechen, als Verdachtsfälle eingestuft werden.

Bestätigter Fall:
Person mit labordiagnostischem Nachweis von SARS-CoV-2, unabhängig von der Symptomatik.

https://www.sozialministerium.at/Themen/Gesundheit/Uebertragbare-Krankheiten/Infektionskrankheiten-A-Z/Neuartiges-Coronavirus.html

Gesundheitsministerium: Informationen für freiberuflich tätige MTD und der DGKP bezogen auf die momentane Situation

Gesundheitsministerium: Informationen für Personenbetreuungskräfte in der 24-Stunden-Betreuung

Gesundheitsministerium: Erlässe und Verordnungen für konsequente und koordinierte Vorgehensweise

ECDC: Fälle von neuartigem Coronavirus weltweit (englisch)

WHO: Informationen zu neuartigem Coronavirus (englisch)

Epidemiologie

Analyse der in das österreichische Elektronische Meldesystem (EMS) eingepflegten, neu aufgetretenen (inzidenten) COVID19-Fälle. Die Auswertung wurde mit Daten zum Stand 27.03.2020 12:46 durchgeführt. Zu diesem Zeitpunkt waren 7309 COVID19 Fälle gemeldet.

Epidemiologische Parameter des COVID19 Ausbruchs, Österreich, 2020

Reservoir, Übertragungsart und Erkrankung

Seit Dezember 2019, beobachten die Gesundheitsbehörden eine Häufung von Fällen von Pneumonie in der chinesischen Stadt Wuhan. Die gemeinsame Verbindung der Patienten war der Aufenthalt auf einem Markt für Meeresfrüchte und exotische Wildtiere (Füchse, Krokodile, Schlangen, Pfaue) in Wuhan City, Provinz Hubei 2 bis 14 Tage vor Auftreten der Krankheits-symptome. Als verursachendes Agens wurde ein neuartiges Coronavirus (2019-nCoV, seit 11.02.2020 SARS-CoV-2) identifiziert, das mit dem SARS Coronavirus eng verwandt ist.


Vertreter der Familie der Coronaviren können bei einer Reihe von Wirbeltieren wie Säugetiere, Vögel und Fischen Erkrankungen verursachen. Die häufigsten humanpathogenen Coronaviren, das Alphacoronavirus 229E und das Betacoronavirus OC43, die via Sekrettröpfchen oder kontaminierte Hände bzw. Oberflächen von Mensch-zu-Mensch übertragen werden, führen üblicherweise zu einer milden Infektion des oberen Respirationstraktes.

Hingegen sind die hauptsächlich tierpathogenen Coronarviren, die auch von Tier zu Mensch übertragbar sind (zoonotische CoV), wie das SARS-Coronavirus (SARS-CoV) und das MERS-Coronavirus (MERS-CoV), assoziiert mit schwerer respiratorischer Erkrankung. Das SARS Coronavirus, ausgehend von China, verursachte 2002/2003 eine Pandemie. Die Zibetkatze wurde als der natürliche Wirt identifiziert. Das MERS Coronavirus, bekannt seit 2012, hat als Wirt das Dromedar; Tier-zu-Mensch Übertragungen kommen sporadisch, und diese vor allem auf der arabischen Halbinsel vor.

Klinische Manifestation assoziiert mit einer SARS-CoV-2-Infektion

  • milde Erkrankung der oberen Atemwege
  • milde Erkrankung der unteren Atemwege, gekennzeichnet durch milde Pneumonie 
  • schwere Erkrankung der unteren Atemwege ("SARI, severe acure respiratory infection“), gekennzeichnet durch schwere Pneumonie, ARDS und Sepsis.

WHO: Dokumente zu Surveillance, Prävention, Kontrolle und Behandlung

Informationen des ECDC

Informationen des China CDC

Robert Koch Institut: Epidemiologie, Diagnostik und Umgang mit Probenmaterial, Prävention und Bekämpfungsmaßnahmen

Probenahme und Diagnostik

Vergleich unterschiedlicher Nukleinsäure-Amplifikationssysteme für SARS-CoV-2

Serologische Schnelltests sind zum Nachweis einer akuten Infektion mit SARS-CoV-2 ungeeignet.
Zum gesicherten Nachweis einer akuten Infektion mit SARS-CoV-2 kommt stattdessen eine andere, auch von der WHO empfohlene Methode in Frage: Diese basiert auf dem Nachweis von Nucleinsäuren durch Polymerasekettenreaktion (PCR-Tests). Mehr Informationen dazu beim Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Der Virusnukleinsäure-Nachweis ist nach telefonischer Rücksprache am Zentrum für Virologie an der Medizinischen Universität Wien möglich. Es werden keine privaten Untersuchungen für gesunde Personen durchgeführt!
Das Zentrum für Virologie an der Medizinischen Universität Wien wurde vom Gesundheitsministerium als Referenzzentrale für respiratorische Viren, darunter auch SARS-CoV-2, benannt und fungiert als nationales Bestätigungslabor für SARS-CoV-2-positive Laborbefunde.

Die Untersuchung von Proben (Abstrichtupfer), die durch Amtsärztinnen und Amtsärzte veranlasst wurden, erfolgt am AGES-Institut für medizinische Mikrobiologie und Hygiene Wien, Zentrum für anthropogene Infektionen, Währingerstraße 25a, 1090 Wien. Es werden keine privaten Untersuchungen für gesunde Personen durchgeführt!

Probenannahme: Mo-Fr 8.00 – 16.00 Uhr, Sa/So 8.00 – 12.00 Uhr

Zudem wird die Untersuchung u. a. von folgenden Laboren angeboten:

Universitätsklinikum Salzburg, Universitätsinstitut für Med.-Chem. Labordiagnostik und Division Med. Mikrobiologie der PMU
Müllner Hauptstraße 48, A-5020 Salzburg
Tel. Zentrale Probenannahme: 05 7255 23005
Ansprechpartner: Ltd. OA Dr. Jan Marco Kern, PD Dr. Hannes Oberkofler
Öffungszeiten: Mo-Do: 08:00 – 16:00 Uhr, Fr: 08:00 – 15:30 Uhr, Sa: 08:00 – 11:30 Uhr, So: 08:30 – 11:00 Uhr

Institut für Hygiene und Mikrobiologie, Infektiologie und Tropenmedizin, Klinikum Wels – Grieskirchen GmbH
Grieskirchner Straße 42, 4600 Wels
Telefon +43 7242 415 – 96240
Probenannahmezeiten: Montag bis Freitag: 07.00 – 17.00 Uhr (Sekretariat (Annahmestelle) Tel: +43 7242 415 96248; am Wochenende besteht sowohl ein technischer als auch fachärztlicher Bereitschaftsdienst (Kontaktaufnahme über die Pforte: Tel: +43 7242 415-0

Institut für Hygiene, Mikrobiologie und Umweltmedizin der Medizinischen Universität Graz
Stiftingtalstraße 6/III, 8010 Graz
Ansprechpartner: Univ.-Prof. Dr. Harald H. Kessler / Michael Bozic
Probenannahmezeiten: Mo-Fr 8.00 – 16.00, Sa/So/Feiertag 8.00 – 12.00

Medizinische Universität Innsbruck, Institut für Virologie
Schöpfstrasse 41, 6020 Innsbruck
Tel.: +43/512 9003-71737
Kontaktpersonen: Wegene Borena: +43512900371737, Barbara Falkensammer: +43512900371728, Heribert Stoiber: +43512900371706
Probenannahmezeiten:Mo-Fr: 8-18 Uhr, Sa und So: nach telefonischer Vereinbarung unter +43512900371710

Institut für Krankenhaushygiene und Mikrobiologie der Steiermärkischen Krankenanstaltenges.m.b.H
Stiftingtalstraße 14, 8010 Graz
Tel.: 0316-340-5720
Kontaktperson: Mag. Dr. Anita Lassacher: 0316-340-5804
Probenannahmezeiten: Mo-Fr: 7:30-11 Uhr, Sa: 8-11 Uhr, So: 08:30-10:00

Labor Dr. Gernot Walder
Unterwalden 30, 9931 Außervillgraten
Tel.: 0664-5560116
Kontaktperson: Mag. Dr. Gernot Walder
Probenannahmezeiten: durchgehend, telefonische Vorankündigung zwischen 18 und 8 Uhr sowie an Wochenenden und Feiertagen erbeten

Institut für Pathologie am Akademischen Lehrkrankenhaus Feldkirch
Carinagasse 47, A 6800 Feldkirch
Telefon Zentrale Probenannahme: +43 5522 303 3495 oder Labor für Molekularpathologie, Telefon +43 5522 303 3445
Ansprechpartner: Mag. Andreas Bösl, MSc, OA Dr. Harald Dirschmid oder OA Dr. Richard Stockinger
Probenannahmezeiten:: Montag – Freitag 08:00 –16:00, Samstags 08:00 – 15;00 Bereitschaftsdienst Uhr, Sonn- und Feiertags 07:00 bis 14:00 Bereitschaftsdienst. Bei Eintreffen der Probe werktags bis 11:00 h ist eine Befundmitteilung noch am gleichen Tag gewährleistet

Medilab Dr. Mustafa/Dr. Richter OG
Strubergasse 20, 5020 Salzburg
Tel.: 0662 2205
Ansprechpartner Dr. Hans Georg Mustafa, Dr. Maria Elisabeth Mustafa, Doz. Markus Hell
Probenannahme: Mo bis Fr 7:30 bis 17:00 Uhr, Samstag und Sonntag 9:00 bis 17:00 Uhr (Tel. Wochenende: 0662 2205 / 805)

Mit Stand 28.3. sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Österreich mehr als 40 Labore in der Lage, entsprechende Tests durchzuführen.

Probenmaterial für die PCR-Diagnostik:

  • Nasopharyngealabstrich
  • Oropharyngealabstrich
  • Sputum
  • BAL (Lungenspülflüssigkeit)
  • Endotracheales Aspirat

Video: Probenahme bei Coronavirus-Verdacht

Informationen der Bundesländer

Vorarlberg

Tirol, 24-Stunden-Hotline des Landes Tirol: 0800 80 80 30

Salzburg

Oberösterreich

Niederösterreich

Wien

Burgenland

Steiermark

Kärnten

zur Übersicht
x