Gesundheit für Mensch, Tier, Pflanze & Umwelt

Achtung: Unerwünschte Schädlinge

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Pflanze Umwelt

Vorsicht, wenn Saatgut plötzlich als kostenlose Beigabe einer Bestellung ins Haus flattert.

Der Frühling ist da und viele Hobbygärtner:innen starten bereits mit Aussaat und Pflanzung. Dabei sollte gut überlegt werden, woher Saatgut und Pflanzen stammen: Über Onlinebestellungen – insbesondere aus Nicht‑EU‑Ländern – können gefährliche Pflanzenkrankheiten eingeschleppt werden.

Für jegliches Saatgut und alle lebenden Pflanzen (z. B. auch Blumenzwiebeln) aus Nicht-EU-Ländern muss beim Import ein Pflanzengesundheitszeugnis vorgelegt werden. Bei der Ankunft in Österreich werden solche Sendungen von unseren Expert:innen des Amtlichen Pflanzenschutzdienstes kontrolliert. 

Eine Einfuhr von Sendungen am Postwege ist nicht möglich. Jede Sendung, die als phytosanitär relevant eingestuft ist, wird von der Post aufgrund ihrer Geschäftsbestimmungen umgehend an den Absender zurückgeschickt. In den vergangenen Jahren hat sich aber gezeigt, dass Samen und Blumenzwiebeln aus Drittländern – vor allem aus China – häufig falsch deklariert werden, um Kontrollen zu umgehen. Sie werden etwa als „Grußkarten“, „Deko“ oder „Schmuck“ bezeichnet oder als kostenlose Beigabe mitgeschickt. 

Solche unscheinbaren Säckchen können jedoch problematisch sein. Das Saatgut kann von Pflanzenkrankheiten oder Schädlingen befallen sein, die eine Gefahr für heimische Gärten und die Land- und Forstwirtschaft darstellen. Es kann sich zudem um invasive Pflanzen handeln, die sich unkontrolliert ausbreiten und heimische Pflanzen verdrängen. 

Um das Risiko der Einschleppung gefährlicher Schadorganismen zu minimieren, sollten Saatgut und Pflanzen bevorzugt von heimischen Produzenten oder innerhalb der EU bezogen werden. 

Aktuell kommt es vermehrt dazu, dass Online-Händler massenhaft nicht bestellte Samen von verschiedensten Pflanzen an zufällig ausgewählte Adressen schicken. Unverlangt zugesandtes Saatgut sollte aufgrund des phytosanitären Risikos nicht ausgesät und auch nicht kompostiert, sondern im Restmüll entsorgt werden. 
 

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