Ob Blutdruckmedikamente, Impfstoffe oder andere lebenswichtige Arzneimittel – ihre Sicherheit und Qualität müssen jederzeit gewährleistet sein. Arzneimittelinspektionen spielen dabei eine zentrale Rolle, indem sie sicherstellen, dass Medikamente sicher und in hoher Qualität hergestellt, gelagert und transportiert werden. Genau hier setzte das EU Projekt EU4H11 Joint Action an, das nach dreieinhalb Jahren Laufzeit am 30. April 2026 erfolgreich endete. Im Rahmen des Projekts arbeiteten 40 Arzneimittelinspektorate im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) enger zusammen. Ziel war es, Kontrollen europaweit stärker zu harmonisieren, Inspektor:innen gezielt zu schulen und den Austausch zwischen Behörden zu verbessern. Arzneimittel werden heute vielfach global produziert, einheitliche Standards und internationale Zusammenarbeit sind somit entscheidend, um Patient:innen wirksam zu schützen.
Ergebnisse auf einen Blick
- Durchführung von 36 europaweiten Harmonisierungsaudits von Arzneimittelinspektoraten
- Mehr als 500 Schulungsaktivitäten für Inspektor:innen gefördert
- 28 gemeinsame Inspektionen zum Wissens- und Erfahrungsaustausch
- Aufbau und Ausbau EU weiter Ausbildungs und Qualitätsstandards
- Enge Abstimmung mit internationalen Partnerbehörden
Österreich als treibende Kraft
Diese Maßnahmen stärken das europäische Kontrollsystem, vermeiden Doppelgleisigkeit und sorgen für einheitlich hohe Standards bei Arzneimitteln. Österreich spielte in diesem Projekt eine zentrale Rolle: Die Inspektor:innen der AGES Medizinmarktaufsicht im Auftrag des Bundesamtes für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) koordinierten das europaweite Projekt. Auch ein Folgeprojekt mit erweitertem Fokus auf behördlichen Informationsaustausch ist bereits in Planung. Ausblick: Bei positiver Bewertung könnte das nächste Projekt ab Herbst 2026 starten und die Zusammenarbeit der europäischen Arzneimittelbehörden weiter vertiefen. Damit wird ein klares Ziel verfolgt: Sicherheit und Qualität von Arzneimitteln für Patient:innen in ganz Europa.