Mehrjähriger Integrierter Kontrollplan

Zuletzt geändert: 20.09.2021

Konsumentinnen und Konsumenten können sich in Österreich darauf verlassen, dass ihre Lebensmittel sicher sind. Unserem hohen Standard der Lebensmittelsicherheit liegt ein amtliches Kontrollsystem zugrunde, das sicherstellt, dass die Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanze entlang der gesamten Lebensmittelkette geschützt und fairer Wettbewerb eingehalten wird.

Der Mehrjährige Integrierte Kontrollplan (MIK) ist die Grundlage für konkrete Kontrollpläne, Kontroll- und Monitoringprogramme sowie Schwerpunktaktionen. Er wird für eine Periode von drei Jahren erstellt und umfasst die amtlichen Lebensmittelkontrollen, Futtermittelkontrollen, Kontrollen auf Gentechnikfreiheit, Tiergesundheitsüberwachung, Tierschutzkontrollen, Pflanzengesundheitsüberwachung, Pflanzenschutzmittelkontrollen, die BIO-Kontrollen und die Kontrollen der Qualitätsangaben.

Über den Gesundheitsschutz hinaus leistet der MIK einen bedeutenden Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Wirtschaft sowie zur Transparenz der behördlichen Tätigkeit entlang der Lebensmittelkette.

Umfassender Konsumentenschutz kann nur erfolgen, wenn alle zuständigen Behörden Hand in Hand arbeiten. Aus diesem Grund koordiniert das Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz die Zusammenarbeit des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus, des Bundesministeriums für Finanzen, der Länder und der AGES am Mehrjährigen Integrierten Kontrollplan. Dieser repräsentiert den gemeinsamen Ansatz und die gemeinsamen Ziele.

Hier haben Sie die Möglichkeit, die 10 Kapitel des MIK sowie die Ergebnisse der durchgeführten Kontrollen, die im MIK Jahresbericht erscheinen, nachzulesen.

Alle Informationen über die Verwaltungsstruktur in Österreich und Kompetenzverteilung, sowie die spezifischen, bereichsübergreifenden Bundesgesetze und horizontalen, bereichsübergreifenden Aspekte finden Sie im Einleitungskapitel des MIK. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse über die Vollziehung des MIK im Jahr 2020 finden Sie im Kapitel Einführung des Jahresberichts.

1. LEBENSMITTEL, GEBRAUCHSGEGENSTÄNDE, KOSMETISCHE MITTEL

Eine wichtige Grundlage für sichere Lebensmittel ist die behördliche Lebensmittel- und Veterinärüberwachung, die sowohl tierische als auch nicht tierische Lebensmittel, Wasser, kosmetische Mittel, Gebrauchsgegenstände und Spielzeug umfasst. Hygiene-, Kennzeichnungs- und Qualitätskontrollen gewährleisten, dass die Verbrauchergesundheit von der Produktion bis zur Distribution sichergestellt wird.

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2. GENTECHNISCH VERÄNDERTE ORGANISMEN (GVO)

In Österreich sind der Anbau und die Freisetzung von gentechnisch veränderten Organismen verboten. Weltweit hingegen steigen die Anbauflächen jährlich. Ziel der Kontrollen ist der vorsorgende Schutz der Landwirtschaft vor Verunreinigungen durch GVO in Saatgut bzw. Pflanzgut. Dies erfolgt durch die Überprüfung von Saatgut bzw. Pflanzgut, das in Österreich in Verkehr gebracht wird.

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3. FUTTERMITTEL

Sichere Futtermittel sind die Grundlage für gesunde und leistungsstarke Tiere und damit für die Gewinnung von gesundheitlich einwandfreien Lebensmitteln tierischer Herkunft. Futtermittelkontrollen haben zum Ziel, diese als erstes Glied der Lebensmittelkette sicher zu machen.

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4. TIERGESUNDHEIT

Die Übertragung von Infektionskrankheiten kann von Tier zu Tier, in manchen Fällen aber auch vom Tier auf den Menschen stattfinden. Vom Tier auf den Menschen übertragbare Krankheiten werden als Zoonosen bezeichnet. Da Zoonosen auch über Lebensmittel übertragen werden können, ist ein direkter Zusammenhang zwischen der Gesundheit der Menschen und Tiergesundheit gegeben. Kontrollen der Tiergesundheit reichen von der Vorbeugung, Überwachung und systematischen Bekämpfung von Tierseuchen bis zu Importkontrollen aus Drittstaaten durch den Grenztierärztlichen Dienst.

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5. TIERISCHE NEBENPRODUKTE

Nicht alle tierischen Nebenprodukte müssen fachgerecht entsorgt werden. Aus einigen können Zusatzstoffe gewonnen werden, weshalb sie eine Schlüsselfunktion in der Lebensmittelkette einnehmen. Daraus ergeben sich besondere Herausforderungen bei der Kontrolle und die Vernetzung verschiedener Behörden sowie die Nutzung mehrerer Datenbanken. Ziel der Kontrollen ist die sichere Entsorgung bzw. Be- und Weiterverarbeitung von tierischen Nebenprodukten.

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6. TIERSCHUTZ

Das Ziel ist der Schutz des Lebens und des Wohlbefindens der Tiere aus der besonderen Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf. Im Vordergrund steht hierbei der Schutz des einzelnen Tieres unabhängig davon, ob dieses Tier der Obhut des Menschen untersteht oder nicht. Das Wohlbefinden eines Tieres kommt in der Befriedigung seiner Bedürfnisse und der Abwesenheit von Schmerzen, Leiden, Schäden oder schwerer Angst zum Ausdruck. Kontrolliert wird der Tierschutz unter anderem beim Transport und bei der Schlachtung.

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7. PFLANZENGESUNDHEIT

Pflanzen sind durch vielfältige Schaderreger gefährdet, sie können z. B. von Viren, Pilzen, Bakterien und Insekten befallen werden. Pflanzengesundheitliche Kontrollen sichern die nachhaltige Pflanzenproduktion, schützen die Pflanzen und damit die Umwelt sowie Konsumentinnen und Konsumenten. Der Kontrollplan umfasst sowohl die Bekämpfung von Krankheiten und Schädlingen durch Monitoring, als auch Einfuhrkontrollen, da Schadorganismen, die gar nicht erst eingeschleppt werden, auch keine Bekämpfungsmaßnahmen erfordern.

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8. PFLANZENSCHUTZMITTEL

Pflanzenschutzmittel sind dazu bestimmt, Pflanzen und Pflanzenerzeugnisse vor Schadorganismen zu schützen. Sie können allerdings auch Risiken und Gefahren für Menschen, Tiere und Umwelt in sich bergen. Aus diesem Grund wird sowohl das Inverkehrbringen als auch die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln kontrolliert.

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9. BIOLOGISCHE PRODUKTION

Im Mittelpunkt der Kontrollen stehen die Wahrung des Vertrauens und der Schutz der Interessen der Verbraucherinnen und Verbraucher. Durch die Kontrollen werden sämtliche Praktiken des Betrugs oder der Täuschung, der Verfälschung von Erzeugnissen und alle sonstigen Methoden, welche die Konsumentinnen und Konsumenten diesbezüglich irreführen können, verhindert.

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10. EU-QUALITÄTSREGELUNGEN

In Österreich wird die nationale Vollziehung des Unionsrechts auf dem Gebiet der geschützten geografischen Angaben, geschützten Ursprungsbezeichnungen, garantiert traditionellen Spezialitäten und geographischen Angaben für Spirituosen aufgrund der innerstaatlichen Organisation der Kontrollen dieser gemeinschaftlich geregelten Auslobungen durch das EU-Qualitätsregelungen-Durchführungsgesetz bestimmt. Ziel der Kontrollen ist es, Verbraucherinnen und Verbraucher vor Täuschung, Fälschung und Betrug zu schützen. Gleichzeitig tragen die Kontrollen zu Markttransparenz und fairem Wettbewerb bei.

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