ZUSIMLANA – Stärkung überregionaler Zusammenarbeit zwischen Imkerei-, Landwirtschafts- und Naturschutzsektor

Zusammenfassung

Das EU-geförderte Projekt ZUSIMLANA stärkt die Zusammenarbeit zwischen Österreich und Ungarn, um die Ausbreitung der Asiatischen Hornisse wirksam einzudämmen. Das Vorhaben steht klar im Zeichen von One Health und stellt neben Imkerei, Landwirtschaft und Naturschutz auch das Gesundheitsrisiko für den Menschen in den Mittelpunkt. Durch die Entwicklung gemeinsamer Strukturen werden Biodiversität, Bestäubungssicherheit und landwirtschaftliche Stabilität langfristig geschützt. ZUSIMLANA ist das erste Förderprojekt sowohl in Österreich als auch in Ungarn, das sich gezielt der Asiatischen Hornisse widmet.

Projektbeschreibung

ZUSIMLANA stärkt die transregionale Zusammenarbeit zwischen Österreich und Ungarn in einem Naturraum, der ökologische, landwirtschaftliche und wirtschaftliche Herausforderungen teilt. Viele dieser Herausforderungen lassen sich ohne strukturierte Zusammenarbeit nur schwer, langsam oder unter hohen Kosten bewältigen.

Im Mittelpunkt steht eine aktuelle und hochrelevante Bedrohung: die invasive Asiatische Hornisse (Vespa velutina), die 2023 erstmals in der ungarischen Grenzregion und 2024 auch in Österreich nachgewiesen wurde. Ihre rasche Ausbreitung gefährdet Bienenvölker und damit die Bestäubungsleistung, beeinflusst die Biodiversität und kann sich negativ auf Obst‑ und Weinbau auswirken, wo sowohl Fraßschäden als auch Verletzungsrisiken für landwirtschaftliche Arbeitskräfte auftreten können. Mit zunehmender Nestdichte insbesondere im urbanen Umfeld kommt auch der Schutz der Bevölkerung stärker in den Fokus: Begegnungen bei Gartenarbeiten, auf Kinderspielplätzen, in Parks oder bei Freizeitaktivitäten können zu Stichverletzungen und punktuell schweren Reaktionen führen. Mediale Berichte aus den Grenzgebieten zeigen bereits, dass Imker:innen und Landwirt:innen große Besorgnis äußern.

ZUSIMLANA nimmt diese konkrete Bedrohung als Ausgangspunkt, um funktionsfähige, langfristige und sektorübergreifende Kooperationsstrukturen aufzubauen. Die unmittelbare Relevanz des Themas erleichtert es, schnelle Erfolge zu erzielen, wodurch Vertrauen, Motivation und die Schlagkraft des Netzwerks deutlich steigen.

Nutzen des Projekts

Ohne koordinierte Aktivitäten zwischen den betroffenen Bereichen und Ländern drohen der Region hohe ökologische und wirtschaftliche Schäden. Aufgrund der hohen Flugfähigkeit von Vespa velutina kann einseitiges Handeln eines Landes kaum wirksam sein – eine Wiederbesiedlung über die Grenze wäre jederzeit möglich.

ZUSIMLANA schafft daher eine gemeinsame, grenzüberschreitende Strategie zur Überwachung und Bekämpfung der Asiatischen Hornisse, effiziente Kommunikations- und Meldewege zwischen Behörden, Forschung, Imkerei und Landwirtschaft und ein dauerhaftes Netzwerk, das auch zukünftigen invasiven Arten und Umweltproblemen gewachsen ist. 

Durch den One‑Health‑Ansatz trägt das Projekt nachhaltig zur Sicherung von Biodiversität, Bestäubungsleistung, landwirtschaftlicher Produktion, menschlicher Gesundheit und regionaler Resilienz bei.

Projektdetails

Projekttitel: Stärkung überregionaler Zusammenarbeit zwischen Imkerei- Landwirtschafts- und Naturschutzsektor zur Lösung grenzübergreifender Problemstellungen anhand des Anlassbeispiels "Asiatische Hornissen“

Projektakronym: ZUSIMLANA

Projektkoordination: Hungarian University of Agriculture and Life Sciences (MATE) - Magyar Agrár- és Élettudományi Egyetem

Projektleitung AGES: Dirk Louis Schorkopf

Finanzierung: EU Förderprogramm - ETC (Interreg)

Projektlaufzeit: 01.10.2025-31.03.2027

Aktualisiert: 16.02.2026