Gesundheit für Mensch, Tier, Pflanze & Umwelt

Internationaler Tag der Hülsenfrüchte

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Am heutigen Tag der Hülsenfrüchte steht eine der vielfältigsten Pflanzenfamilien weltweit im Fokus. Die mehr als 17.000 bekannten Arten leisten einen wichtigen Beitrag zur Versorgung mit pflanzlichem Eiweiß. In Österreich gehören vor allem Sojabohnen, Bohnen, Grün- und Trockenerbsen sowie Linsen zu den etablierten Kulturen, doch zunehmend gewinnt auch die Kichererbse an Bedeutung.

Um bessere Grundlagen für den Anbau unter österreichischen Bedingungen zu schaffen, erweitert die AGES im Projekt KICAT die wissenschaftliche Basis zum Kichererbsenanbau. Feldversuche, Sortenprüfungen und agronomische Empfehlungen sollen praxisnahe Orientierung bieten und dazu beitragen, diese trockenheitstolerante Kultur langfristig in der heimischen Landwirtschaft zu etablieren.

Zusätzlich hat die AGES gemeinsam mit der HBLA Sitzenberg ein Kochbuch mit vielfältigen Kichererbsen-Rezepten entwickelt, das die kulinarische Bandbreite von Hülsenfrüchten zeigt. Beim Umgang mit Hülsenfrüchten ist jedoch Sorgfalt gefragt: Da Bohnen, Erbsen und andere Arten natürliche Lektine enthalten, weist die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) in einer aktuellen Bewertung darauf hin, dass vor dem Verzehr auf die richtige Zubereitung geachtet werden muss, um gesundheitlichen Risiken vorzubeugen.  

Tipps für die sichere Zubereitung von Hülsenfrüchten: 

  • Einweichen (am besten über Nacht und im Anschluss das Einweichwasser wegschütten)
  • In Wasser kochen, das reduziert den Gehalt an Lektinen effektiver als ausschließliches Einweichen in Wasser, da sie hitzeempfindlich sind
  • Fermentieren
  • Keimen
  • Die äußere Schale von Hülsenfrüchten entfernen
  • Bereits vorgekochte Hülsenfrüchte verwenden
  • Bei Hülsenfrüchten keinen Schongarer verwenden, da die erforderliche Temperatur möglicherweise nicht erreicht wird
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