AGES klärt Verdacht lebensmittelbedingter Krankheitsausbrüche ab

Zuletzt geändert: 13.09.2019

Durch Salmonellen verursachter lebensmittelbedingter Krankheitsausbruch ist abgeklärt

Der durch Salmonellen verursachte bundesländerübergreifende lebensmittelbedingte Krankheitsausbruch ist abgeklärt: Untersuchungen der AGES haben ergeben, dass die Quelle des Ausbruchs Eier aus Käfighaltung eines polnischen Produzenten sind. Vom Ausbruch betroffen sind erkrankte Personen in den Bundesländern Steiermark, Niederösterreich, Wien, Burgenland, Tirol, Kärnten, Oberösterreich und Salzburg.

Die Lebensmittelaufsichten der Länder haben die noch im Umlauf befindlichen Eier aus dem Verkehr gezogen bzw. wurden die betroffenen Eier von den österreichischen Großhändlern zurückgerufen und gesperrt bzw. vernichtet. Die Eier waren in Österreich nicht im Einzelhandel erhältlich. Weiters wurden die in Österreich erhobenen Ergebnisse der Abklärung über Schnellwarnsysteme des Lebensmittel- und Humangesundheitsbereichs an die EU-Mitgliedstaaten übermittelt, um mögliche weitere Krankheitsfälle in anderen EU-Staaten zu identifizieren und um dort ebenso rasch Maßnahmen zu setzen, die Quelle auszuschalten und weitere Erkrankungen zu verhindern.

Die Abklärung dieses lebensmittelbedingten Krankheitsausbruchs erfolgte in enger Kooperation von AGES, BMASGK und den jeweils zuständigen Landesbehörden. Seit Mitte Juni sind in Österreich 304 Personen an einem bestimmten Salmonellen-Stamm (S. Enteritits mit dem MLVA Muster 3-10-5-4-1) erkrankt.


Listerien

Seit 24. Mai sind fünf Personen in Österreich an einem identen Listerien-Stamm (Listeria monocytogenes CT1234, MLST-ST155) erkrankt. Das zeitlich gehäufte Auftreten der Erkrankungen in drei Bundesländern (Kärnten, Steiermark, Wien) deutet auf einen bundesländerübergreifenden lebensmittelbedingten Krankheitsausbruch hin. Das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz (BMASGK) hat daher die AGES mit der Abklärung dieses Verdachts beauftragt.

Derzeit gibt es noch keinen Hinweis auf die Quelle des Ausbruchs. Die Abklärung erfolgt in enger Kooperation von AGES, BMASGK und den jeweils zuständigen Landesbehörden.


VTEC

Seit April sind sechs Personen an einem bisher in Österreich nicht aufgetretenen VTEC-Stamm (VTEC = Verotoxinbildende Escherichia coli) erkrankt, zwei Personen mussten im Krankenhaus behandelt werden. Das zeitlich gehäufte Auftreten dieses VTEC O157:H7-Klons, der bis zu diesem Zeitpunkt weder beim Mensch, Tieren oder Lebensmitteln gefunden worden war, deutet auf einen bundesländerübergreifenden lebensmittelbedingten Krankheitsausbruch hin. Das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz (BMASGK) hat daher die AGES mit der Abklärung dieses Verdachts beauftragt.

Derzeit gibt es noch keinen Hinweis auf die Quelle des Ausbruchs.

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