7. November ist Europäischer Radontag

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Zuletzt geändert: 06.11.2020

Radon ist laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) nach dem Rauchen weltweit die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs. Der Europäische Radonverband (ERA) hat daher den 7. November – den Geburtstag der zweifachen Nobelpreisträgerin Marie Curie – zum Europäischen Radontag ernannt. Ziel des Radonverbandes ist es, mehr Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Radon ein Gesundheitsrisiko darstellt.

Da es keine sichtbare Gefahr darstellt, wird das Risiko durch Radon jedoch wenig wahrgenommen. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass für die Österreicherinnen und Österreicher die Qualität der Innenraumluft in ihrem Zuhause für ihre Gesundheit von großer Bedeutung ist, auf der anderen Seite wissen aber nur die wenigsten über das Gesundheitsrisiko durch Radon Bescheid.

Radon ist ein natürlich vorkommendes, radioaktives Edelgas. Es ist geruch-, geschmack- und farblos und entsteht durch radioaktiven Zerfall aus Uran. Da Uran als Spurenelement nahezu überall vorkommt (Gestein, Boden, Baumaterialien), wird auch überall Radon gebildet. Bei schlechter Abdichtung von Hausfundamenten dringt das Gas leicht in die Gebäude ein.

Da die Menschen rund 90 % ihrer Lebenszeit in Innenräumen verbringen, kommt einer ausreichenden Lüftung eine wichtige Rolle zu. Für Wohnungen und Büros ist es aus innenraumhygienischen Gründen ratsam, die Fenster etwa alle zwei bis drei Stunden zu öffnen und „durchzulüften“. Abhängig von der Außentemperatur sind Lüftungszeiten von wenigen Minuten bis zur Dauerlüftung in der wärmeren Jahreszeit sinnvoll. Eine Querlüftung der Räume hilft, in der kalten Jahreszeit die Lüftungszeit zu optimieren, so dass möglichst wenig Energie verloren geht. Vor allem in der kalten Jahreszeit wirken bewohnte Gebäude wie Saugglocken, d. h. es entsteht im Gebäude durch den so genannten Kamineffekt ein geringer Unterdruck, der Bodenluft und damit Radon in das Haus saugt. In geschlossenen Räumen kann es zu einer Anreicherung von Radon in der Atemluft kommen, die durch regelmäßiges Lüften reduziert werden kann.

Allerdings ist Lüften alleine keine dauerhafte und effiziente Maßnahme, um niedrige Radonwerte zu gewährleisten. Es gibt aber andere erprobte Maßnahmen, wie zum Beispiel das Abdichten der unterirdischen Gebäudeteile, das Abdichten zwischen Keller und Wohnbereich, eine Radondrainage oder Lüftungsanlagen.

Aktuelle Messungen der Österreichischen Fachstelle für Radon der AGES zeigen, dass in etwa 10 Prozent der österreichischen Haushalte erhöhte Radonwerte vorliegen. Gewissheit über die Radonbelastung in einem Gebäude gibt nur eine Messung.

AGES koordiniert Radon-Aktivitäten in Österreich

Die Österreichische Fachstelle für Radon der AGES koordiniert alle Aktivitäten im Zusammenhang mit Radon in Österreich und verfügt über das am besten ausgestattete Labor in Österreich für die Messung von Radon in der Luft, im Wasser und im Boden. Die Fachstelle für Radon hat eine Radon-Infoline eingerichtet - unter 050 555-41800 stehen die Radon-ExpertInnen jeden Mittwoch von 11 bis 14 Uhr für Fragen zur Verfügung.


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