Trinkwasser

Zuletzt geändert: 12.04.2018
caption

Die AGES untersucht österreichweit Wasser aus Gemeinde-Wasserversorgungsanlagen und Stadtwerken über Wassergenossenschaften bis hin zu privaten Brunnenbesitzern und Lebensmittelbetrieben. In den Jahren 2014 bis 2017 wurden über 48.000 Trinkwasserproben auf chemische, physikalische und mikrobiologische Parameter untersucht. Wesentlich für eine exakte Analyse ist die korrekte Probenentnahme. Zu dieser gehört unbedingt ein Lokalaugenschein, bei dem Umwelteinflüsse, Betriebsbedingungen und bauliche Rahmenbedingungen miterfasst werden. Nur so können Einflüsse, die das Ergebnis der Wasseruntersuchung verfälschen könnten, ausgeschlossen werden.

Wasseruntersuchungen in der AGES

In den AGES-Labors werden die Proben nach international anerkannten und akkreditierten Standards auf die gesetzlich festgelegten chemischen, physikalischen und mikrobiologischen Parameter hin analysiert. Als Komplettanbieter ist die AGES auch in der Lage, die Kontrolle von Frei- und Hallenbädern bzw. Bade-Biotopen durchzuführen.

Mehr Informationen
caption

Die AGES untersucht österreichweit Wasser aus Gemeinde-Wasserversorgungsanlagen und Stadtwerken über Wassergenossenschaften bis hin zu privaten Brunnenbesitzern und Lebensmittelbetrieben. In den Jahren 2014 bis 2017 wurden über 48.000 Trinkwasserproben auf chemische, physikalische und mikrobiologische Parameter untersucht. Wesentlich für eine exakte Analyse ist die korrekte Probenentnahme. Zu dieser gehört unbedingt ein Lokalaugenschein, bei dem Umwelteinflüsse, Betriebsbedingungen und bauliche Rahmenbedingungen miterfasst werden. Nur so können Einflüsse, die das Ergebnis der Wasseruntersuchung verfälschen könnten, ausgeschlossen werden.

Wasseruntersuchungen in der AGES

In den AGES-Labors werden die Proben nach international anerkannten und akkreditierten Standards auf die gesetzlich festgelegten chemischen, physikalischen und mikrobiologischen Parameter hin analysiert. Als Komplettanbieter ist die AGES auch in der Lage, die Kontrolle von Frei- und Hallenbädern bzw. Bade-Biotopen durchzuführen.

Mehr Informationen

Trinkwasserinfo

Die vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz (BMASGK), der Österreichischen Vereinigung für das Gas- und Wasserfach (ÖVGW) und der AGES getragene Plattform „Infoportal Trinkwasser“ stellt vielfältige Informationen zum Thema Trinkwasser zur Verfügung.

Zentrales Element ist eine Web-Datenbank, in der Wasseranalysendaten aus ganz Österreich abrufbar sind. Diese werden von den Versorgungsunternehmen freiwillig zur Verfügung gestellt und regelmäßig aktualisiert. Über eine interaktive Österreichkarte oder der direkten Eingabe einer Postleitzahl können die gewünschten Daten schnell und intuitiv abgerufen werden.

Neben Untersuchungsergebnissen werden auch Hintergrundinformationen rund um das Thema Trinkwasser und Trinkwasserberfund geboten. Die einzelnen Inhalte und ihre Bedeutung sowie Fachbegriffe aus der Wissenschaft werden für alle BürgerInnen verständlich erklärt.

Trinkwasserbericht

Der Österreichische Trinkwasserbericht enthält Daten jener Wasserversorgungsanlagen, aus denen im Durchschnitt mehr als 1.000 m3 Wasser pro Tag entnommen werden oder mit denen mehr als 5.000 Personen versorgt werden ( so genannte große Wasserversorgungsanlagen). Es werden aber auch Ergebnisse von kleineren Wasserversorgungsanlagen dargestellt.

Trinkwasserbefund

Trinkwasser-Wasserversorger müssen ihre Kunden in regelmäßigen Abständen über die Qualität des gelieferten Trinkwassers informieren: Das geschieht über den Trinkwasserbefund.

Dieser Befund soll einen möglichst umfassenden Überblick über chemische, physikalische und bakteriologische Eigenschaften des Trinkwassers, über die bauliche bzw. hygienische Situation der Wasserversorgungsanlage und über den Zustand der Wasserspende geben. Dafür werden bereits bei der Probenahme durch Fachpersonal Daten wie Aussehen, Geruch & Temperatur des Wassers, baulicher Zustand der Anlage etc. gesammelt, die durch umfangreiche Analysen in akkreditierten Labors komplettiert werden.

Die Werte eines Trinkwasserbefundes stellen eine Momentaufnahme zum Zeitpunkt der Probenahme dar. Erst regelmäßige Analysen und deren Vergleich miteinander erlauben es, die Wasserqualität über einen langen Zeitraum zu gewährleisten und im Bedarfsfall durch geeignete Maßnahmen erhalten zu können.

Die Information der VerbraucherInnen muss mindestens einmal jährlich erfolgen und zumindest die Analysenwerte folgender Parameter enthalten:

  • Nitrat
  • Pestizide
  • Wasserstoffionenkonzentration (pH-Wert)
  • Gesamthärte
  • Carbonathärte
  • Kalium
  • Kalzium
  • Magnesium
  • Natrium
  • Chlorid
  • Sulfat

Kontrolle

Die Kontrolle der Einhaltung der lebensmittelrechtlichen Vorschriften obliegt dem Landeshauptmann als zuständiger Behörde bzw. den dafür geschulten Aufsichtsorganen. Das Bundesministerium für Gesundheit koordiniert dabei die Kontroll- und Überwachungstätigkeiten der beteiligten Stellen.

Zur Verbesserung der amtlichen Trinkwasserüberwachung trägt ein „Mehrjähriger risikobasierter Kontrollplan Trinkwasser“ (MK-TW) bei. Mit diesem Kontrollkonzept können neue Gefährdungspotenziale rechtzeitig erkannt und vor Auftreten eines Problems entsprechende Gegenmaßnahmen gesetzt werden. Hierzu werden Vorschläge für jährliche Schwerpunktaktionen von ExpertInnen verschiedener Einrichtungen gesammelt, gereiht und im Hinblick auf die tatsächliche Durchführung in Arbeitsgruppen behandelt und präzisiert.
Zur Sicherstellung einwandfreien Trinkwassers ist in diesem komplexen Überwachungssystem auch die AGES eingebunden, die eine Risikobewertung nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten und eine Analyse der Daten nach anerkannten statistischen Methoden durchführt.

Schwerpunktaktion „Trinkwasser von Berghütten, Almwirtschaften, Buschenschenken und Gastronomiebetrieben mit eigener Wasserversorgung“

Schwerpunktaktion „Trinkwasser aus öffentlichen Trinkwasserbrunnen und Gastronomieschankanlagen“

Schwerpunktaktion Organische Spurenstoffe (ausgewählte Pestizide und Metaboliten) in Trinkwasser – Monitoring

Nicht in den Bereich der öffentlichen Kontrolle fallen private Hausbrunnen oder Quellen, von denen in etwa 10 % der österreichischen Bevölkerung ihr Trinkwasser beziehen. Die BesitzerInnen haben in ihrem eigenen Interesse selbst regelmäßige Kontrollen zur Qualität des Wassers und zum Bauzustand des Wasserspenders durchzuführen.

Rechtliche Grundlagen

Das Inverkehrbringen von Trinkwasser wird im Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutz-gesetz  (LMSVG) sowie in der Trinkwasserverordnung (TWV) näher geregelt. In diesen Gesetzen werden an die Qualität und die Überwachung von Trinkwasser strengste Anforderungen gestellt.

Jeder, der Trinkwasser bereitstellt und in Verkehr bringt, gilt als Lebensmittelunternehmer im Sinne des Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetzes (LMSVG) und hat im Rahmen seiner Verpflichtung zur Eigenkontrolle das Trinkwasser in regelmäßigen Abständen untersuchen zu lassen. Die Untersuchung und Begutachtung des Trinkwassers sowie die Überwachung der Wasserversorgungsanlage selbst darf dabei nur von hierzu berechtigten Personen bzw. Instituten wie der AGES durchgeführt werden.

Zusätzlich sind im Österreichischen Lebensmittelbuch Kapitel B1 „Trinkwasser“ die allgemeinen Anforderungen der Trinkwasserverordnung detailliert ausgeführt und um Indikatorparameterwerte für nicht in der Trinkwasserverordnung explizit genannte Parameter ergänzt (z. B. Magnesium, Kalium, Zink, Phosphat, etc.). Es finden sich dort auch Regelungen über zugelassene Aufbereitungs- und Desinfektionsverfahren sowie Informationen zum Ablauf eines Inspektionsverfahrens.

private Wasserversorgung

Bei privater Wasserversorgung wie z. B. Hausbrunnen oder eigener Quellen können bei Baumängeln durch Unwetter oder Schadensereignisse Hygieneprobleme auftreten. Rund 16 Prozent von 5.860 Untersuchungen privater Einsender entsprechen nicht den Vorgaben der Trinkwasserverordnung, da Keime wie E. coli, Enterokokken oder Pseudomonas aeruginosa nachgewiesen wurden. Das bedeutet nicht, dass Menschen an diesem Wasser erkranken, sondern dass im Wassersystem eine Quelle für Verschmutzungen besteht.

E. coli und Enterokokken sind typische Darmbewohner bei Tieren und beim Menschen. Beide gelten als Indikatorkeime, d. h. als Anzeichen für eine fäkale Verunreinigung, über die grundsätzlich auch echte Krankheitserreger verbreitet werden könnten. In Trinkwasser dürfen daher keine E. coli und keine Enterokokken nachweisbar sein.

Pseudomonas aeruginosa ist ein typischer „Nass- oder Pfützenkeim“, den man überall findet, wo es feucht ist und Spuren organischer Substanz vorkommen: Blumenvasen, Waschbecken, Duschen, Toiletten, Whirlwannen, aber auch feuchte Waschlappen oder verunreinigte Kontaktlinsenflüssigkeiten. Die Keime findet man auch in manchen Lebensmitteln und manchmal in Leitungswasser. Die Bakterien-Familie der Pseudomonaden gehört zu den anspruchlosesten Bakterien überhaupt. Sie sind von Natur aus gegen manche Antibiotika unempfindlich, weshalb sie bei Krankenhauspatienten nach wiederholter Antibiotikagabe auch als Infektionserreger auftreten . Mit der Novelle zur Trinkwasserverordnung 2017 gilt für Pseudomonas im Leitungsnetz ein Richtwert von 0 KBE/100ml.

Trinkwasserkontrolle: Schwerpunktaktion Trinkwasser von Berghütten, Almwirtschaften, Buschenschenken und Gastronomiebetrieben mit eigener Wasserversorgung

Trinkwasserkontrolle: Schwerpunktaktion Trinkwasser aus öffentlichen Trinkwasserbrunnen und Gastronomieschankanlagen

Die AGES-ExpertInnen stehen auch für eine fachkundige Beratung zur Verfügung. Sie erläutern die Ergebnisse der Gutachten und zeigen Maßnahmen auf, die gesetzt werden müssen, falls das Wasser nicht verkehrsfähig ist. Über Stufenkontrollen (Quelle, Hochbehälter, Einzelstränge der Leitungen) können sie die Ursache einer Verunreinigung meist schnell finden.

Wasseruntersuchungen in der AGES

x