Trinkwasser

Zuletzt geändert: 23.01.2017
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Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Daher ist die Versorgung der Bevölkerung mit einwandfreiem Trinkwasser besonders wichtig. Österreich kann im Gegensatz zu vielen anderen Ländern seinen Trinkwasserbedarf zur Gänze aus geschützten Grundwasservorkommen decken. Das Wasser gelangt zumeist in natürlichem Zustand und mit durchwegs ausgezeichneter Qualität zu den VerbraucherInnen. Durch die umfassende Überwachung – vom Wasserspender bis zu den AbnehmerInnen – ist ein hohes Schutzniveau für die Trinkwasserversorgung in Österreich gewährleistet.

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Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Daher ist die Versorgung der Bevölkerung mit einwandfreiem Trinkwasser besonders wichtig. Österreich kann im Gegensatz zu vielen anderen Ländern seinen Trinkwasserbedarf zur Gänze aus geschützten Grundwasservorkommen decken. Das Wasser gelangt zumeist in natürlichem Zustand und mit durchwegs ausgezeichneter Qualität zu den VerbraucherInnen. Durch die umfassende Überwachung – vom Wasserspender bis zu den AbnehmerInnen – ist ein hohes Schutzniveau für die Trinkwasserversorgung in Österreich gewährleistet.

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Trinkwasserinfo

Die vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG), der Österreichischen Vereinigung für das Gas- und Wasserfach (ÖVGW) und der AGES getragene Plattform „Infoportal Trinkwasser“ stellt vielfältige Informationen zum Thema Trinkwasser zur Verfügung.

Zentrales Element ist eine Web-Datenbank, in der Wasseranalysendaten aus ganz Österreich abrufbar sind. Diese werden von den Versorgungsunternehmen freiwillig zur Verfügung gestellt und regelmäßig aktualisiert. Über eine interaktive Österreichkarte oder der direkten Eingabe einer Postleitzahl können die gewünschten Daten schnell und intuitiv abgerufen werden.

Neben Untersuchungsergebnissen werden auch Hintergrundinformationen rund um das Thema Trinkwasser und Trinkwasserberfund geboten. Die einzelnen Inhalte und ihre Bedeutung sowie Fachbegriffe aus der Wissenschaft werden für alle BürgerInnen verständlich erklärt.

Trinkwasserbericht

Der Österreichische Trinkwasserbericht enthält Daten jener Wasserversorgungsanlagen, aus denen im Durchschnitt mehr als 1.000 m3 Wasser pro Tag entnommen werden oder mit denen mehr als 5.000 Personen versorgt werden ( so genannte große Wasserversorgungsanlagen). Es werden aber auch kleiner Wasserversorgungsanlagen dargestellt.

Trinkwasserbefund

Trinkwasser-Wasserversorger müssen ihre Kunden in regelmäßigen Abständen über die Qualität des gelieferten Trinkwassers informieren: Das geschieht über den Trinkwasserbefund.

Dieser Befund soll einen möglichst umfassenden Überblick über chemische, physikalische und bakteriologische Eigenschaften des Trinkwassers, über die bauliche bzw. hygienische Situation der Wasserversorgungsanlage und über den Zustand der Wasserspende geben. Dafür werden bereits bei der Probenahme durch Fachpersonal Daten wie Aussehen, Geruch & Temperatur des Wassers, baulicher Zustand der Anlage etc. gesammelt, die durch umfangreiche Analysen in akkreditierten Labors komplettiert werden.

Die Werte eines Trinkwasserbefundes stellen eine Momentaufnahme zum Zeitpunkt der Probenahme dar. Erst regelmäßige Analysen und deren Vergleich miteinander erlauben es, die Wasserqualität über einen langen Zeitraum zu gewährleisten und im Bedarfsfall durch geeignete Maßnahmen erhalten zu können.

Die Information der BerbruacherInnen muss mindestens einmal jährlich erfolgen und zumindest die Analysenwerte folgender Parameter zu enthalten:

  • Nitrat
  • Pestizide
  • Wasserstoffionenkonzentration (pH-Wert)
  • Gesamthärte
  • Carbonathärte
  • Kalium
  • Kalzium
  • Magnesium
  • Natrium
  • Chlorid
  • Sulfat

 

 

Kontrolle

Die Kontrolle der Einhaltung der lebensmittelrechtlichen Vorschriften obliegt dem Landeshauptmann als zuständiger Behörde bzw. den dafür geschulten Aufsichtsorganen. Das Bundesministerium für Gesundheit koordiniert dabei die Kontroll- und Überwachungstätigkeiten der beteiligten Stellen.

Zur Verbesserung der amtlichen Trinkwasserüberwachung trägt ein „Mehrjähriger risikobasierter Kontrollplan Trinkwasser“ (MK-TW) bei. Mit diesem Kontrollkonzept können neue Gefährdungspotenziale rechtzeitig erkannt und vor Auftreten eines Problems entsprechende Gegenmaßnahmen gesetzt werden. Hierzu werden Vorschläge für jährliche Schwerpunktaktionen von ExpertInnen verschiedener Einrichtungen gesammelt, gereiht und im Hinblick auf die tatsächliche Durchführung in Arbeitsgruppen behandelt und präzisiert.
Zur Sicherstellung einwandfreien Trinkwassers ist in diesem komplexen Überwachungssystem auch die AGES eingebunden, die eine Risikobewertung nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten und eine Analyse der Daten nach anerkannten statistischen Methoden durchführt.

Nicht in den Bereich der öffentlichen Kontrolle fallen private Hausbrunnen oder Quellen, von denen in etwa 10 % der österreichischen Bevölkerung ihr Trinkwasser beziehen. Die BesitzerInnen haben in ihrem eigenen Interesse selbst regelmäßige Kontrollen zur Qualität des Wassers und zum Bauzustand des Wasserspenders durchzuführen.

Rechtliche Grundlagen

Das Inverkehrbringen von Trinkwasser wird im Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutz-gesetz  (LMSVG) sowie in der Trinkwasserverordnung (TWV) näher geregelt. In diesen Gesetzen werden an die Qualität und die Überwachung von Trinkwasser strengste Anforderungen gestellt.

Jeder, der Trinkwasser bereitstellt und in Verkehr bringt, gilt als Lebensmittelunternehmer im Sinne des Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetzes (LMSVG) und hat im Rahmen seiner Verpflichtung zur Eigenkontrolle das Trinkwasser in regelmäßigen Abständen untersuchen zu lassen. Die Untersuchung und Begutachtung des Trinkwassers sowie die Überwachung der Wasserversorgungsanlage selbst darf dabei nur von hierzu berechtigten Personen bzw. Instituten wie der AGES durchgeführt werden.

Zusätzlich sind im Österreichischen Lebensmittelbuch Kapitel B1 „Trinkwasser“ die allgemeinen Anforderungen der Trinkwasserverordnung detailliert ausgeführt und um Indikatorparameterwerte für nicht in der Trinkwasserverordnung explizit genannte Parameter ergänzt (z. B. Magnesium, Kalium, Zink, Phosphat, etc.). Es finden sich dort auch Regelungen über zugelassene Aufbereitungs- und Desinfektionsverfahren sowie Informationen zum Ablauf eines Inspektionsverfahrens.

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