Grüne Reiswanze

Nezara viridula

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Zuletzt geändert: 11.11.2019
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Nezara viridula: Imago mit Larve

Die Grüne Reiswanze (Nezara viridula) ist eine aus Afrika stammende Wanze, die gelegentlich mit dem Transport landwirtschaftlicher Produkte nach Europa eingeschleppt wird und sich im Zuge der Klimaerwärmung Richtung Norden ausbreitet.

Sie verursacht Saugschäden an Früchten verschiedenster Pflanzen und kann sich in Jahren mit trocken-heißen Sommerbedingungen stark vermehren.

Bislang wurden in Österreich keine wirtschaftlich relevanten Schäden an Freilandkulturen verzeichnet, jedoch trat die Grüne Reiswanze in den vergangenen Jahren (Spätsommer) in städtischen Kleingartenanlagen und Gemeinschaftsgärten vermehrt in Erscheinung. Auch an Gemüse im geschützten Anbau hat die Grüne Reiswanze bereits Schäden verursacht.

Die Grüne Reiswanze ist nicht als Quarantäneschadorganismus gelistet.

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Nezara viridula: Imago mit Larve

Die Grüne Reiswanze (Nezara viridula) ist eine aus Afrika stammende Wanze, die gelegentlich mit dem Transport landwirtschaftlicher Produkte nach Europa eingeschleppt wird und sich im Zuge der Klimaerwärmung Richtung Norden ausbreitet.

Sie verursacht Saugschäden an Früchten verschiedenster Pflanzen und kann sich in Jahren mit trocken-heißen Sommerbedingungen stark vermehren.

Bislang wurden in Österreich keine wirtschaftlich relevanten Schäden an Freilandkulturen verzeichnet, jedoch trat die Grüne Reiswanze in den vergangenen Jahren (Spätsommer) in städtischen Kleingartenanlagen und Gemeinschaftsgärten vermehrt in Erscheinung. Auch an Gemüse im geschützten Anbau hat die Grüne Reiswanze bereits Schäden verursacht.

Die Grüne Reiswanze ist nicht als Quarantäneschadorganismus gelistet.

Schadorganismus

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5. Larvenstadium der Grünen Reiswanze
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Die einheimische Grüne Stinkwanze

Die Grüne Reiswanze (Nezara viridula) gehört zur Familie der Baumwanzen (Pentatomidae) und ist ca. 14-16 mm lang, 8 mm breit und meist grün gefärbt, wobei es auch andere Farbformen (u.a. rot, orange) gibt.

Sie sieht unserer einheimischen Art der Grünen Stinkwanze (Palomena prasina) sehr ähnlich, jedoch kann N. viridula sehr gut anhand der weißen Punktreihe am unteren Ende des Halsschildes und den hell gefärbten durchsichtigen Teil der Flügel von P. prasina unterschieden werden.

Die Weibchen der Grünen Reiswanze legen ihre zuerst gelblichen und später rot gefärbten Eier in Gelegen blattunterseits ab. Die daraus schlüpfenden Larven (Nymphen) durchlaufen fünf, sehr variabel gefärbte Stadien (L1: rot-schwarz, L2: schwarz mit weißen und roten Flecken, L3: schwarz mit weißen und gelben Flecken, L4: grün-schwarz mit weißen, gelben und roten Flecken, L5: grün mit roten und weißen Flecken). Diese halten sich meist gruppenweise auf den Pflanzen auf, wo sie genauso wie die adulten Tiere vor allem an Früchten, aber auch an Blättern saugen.

Im Herbst verlassen sie ihre Wirtspflanzen um sich ein Überwinterungsquartier (u.a. Bodenstreu, Gebäude) zu suchen. In Europa werden nur eine bis maximal vier (in wärmeren Gebieten) Generationen ausgebildet. In Regionen mit einer durchschnittlichen Temperatur von unter 5°C im Januar und einer mittleren geringsten Jahrestemperatur von unter -3°C, kann N. viridula den Winter nicht überleben.

Symptome

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Larven an unreifen Gojibeeren mit Saugschäden

Als Pflanzensauger ist die Grüne Reiswanze in der Lage, mit ihrem Saugrüssel Pflanzengewebe von Früchten, Samen, Blättern und Trieben anzustechen, um sich vom Pflanzensaft zu ernähren. Durch diese Saugtätigkeit kommt es zu Fleckenbildung, Verkorkungen und Deformationen. Früchte werden unansehnlich, können vorzeitig abfallen und sind nicht mehr vermarktungsfähig.

Zusätzlich werden Geschmacksbeeinträchtigungen durch die Absonderung eines unangenehm riechenden Sekrets verursacht. Die Einstichstellen können sekundären Schaderregern außerdem als Eintrittspforten dienen.

Wirtspflanzen

N. viridula zählt zu den polyphagen Wanzenarten, welche sich von unterschiedlichsten Pflanzenarten aus allen Kulturbereichen ernähren können. Zu ihren Hauptwirtspflanzen gehören Leguminosen (u.a. Sojabohne), aber auch Gemüse-, Obst-, Ackerkulturen und Ziergehölze und -pflanzen werden gerne von ihr aufgesucht. Besonders einjährige, krautige Kulturen werden insbesondere zur Frucht- und Samenbildung befallen.

Verbreitung

Die ursprüngliche natürliche Verbreitung von N. viridula befindet sich in Ostafrika (Äthiopien). Zwar ist ihr Verbreitungsschwerpunkt in den Tropen und Subtropen, bedingt durch den globalen Handel wurde diese Wanzenart beinahe weltweit verschleppt. Hinzu kommt, dass sie sich aufgrund der Klimaerwärmung Richtung Norden ausbreitet.

Bis 2015 konnten in Österreich nur Einzeltiere festgestellt werden. Seither wurden jedoch zahlreiche Larven in Hausgärten und Glashäusern nachgewiesen, was auf eine temporäre Reproduktion der Wanzen hinweist.

Die Wintermortalität der Tiere hat in Österreich bislang ein dauerhaftes Bestehen der Wanzenpopulationen verhindert, jedoch muss, bedingt durch die zunehmend milderen Winter, die weitere Entwicklung der Art beobachtet werden. I

n Nordamerika und Asien werden jährlich Schäden an landwirtschaftlichen Kulturpflanzen verzeichnet.

Bekämpfung

Als vorbeugende Maßnahme empfiehlt es sich regelmäßig Pflanzenkontrollen durchzuführen, um betroffene Einzelpflanzen frühestmöglich zu erkennen und von Eigelegen bzw. Larven durch Absammeln zu befreien.

Als natürliche Gegenspieler werden Eiparasitoide (Schlupfwespe Trissolcus basalis), Endoparsiten (Raupenfliege Trichopoda pennipes) und Räuber (Spinnen) beschrieben.

Eine direkte Bekämpfung mit zugelassenen Insektiziden gegen saugende Insekten ist möglich, jedoch schwierig, weil meist gegen die adulten Wanzen keine ausreichende Wirkung erzielt werden kann.

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