Erdbeermilbe

Steneotarsonemus pallidus

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Zuletzt geändert: 27.05.2020
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Tierseuchenkategorien:

Die Erdbeermilbe (Steneotarsonemus pallidus B.) tritt nesterweise ab April an Erdbeere auf und kann bei hoher relativer Luftfeuchtigkeit und hohen Temperaturen zu schweren Ertragsverlusten bis zum Umbruch einer Anlage führen.

Schadorganismus

Die weißgelben Weichhautmilben sind mit freiem Auge kaum erkennbar (0,2–0,3 mm lang). Sie haben 4 Beinpaare; charakteristisch ist das letzte Beinpaar des Weibchens, das sehr lang und dünn ist und in einer langen Borste endet. Die erwachsenen Weibchen überwintern gut versteckt in den zusammengefalteten Blättern oder am Grund der Blattstiele. Sie verlassen im April das Winterquartier, suchen die inneren Blätter auf und legen dort die Eier in großer Zahl ab. Schon nach wenigen Tagen schlüpfen die sechsbeinigen Larven, in 10 bis 14 Tagen entwickeln sie sich zu erwachsenen Milben. Pro Jahr entstehen 5 bis 7 Generationen, die sich überschneiden. Die Verbreitung des Schädlings wird durch befallenes Pflanzgut, aber auch zu häufiges Anbauen von Erdbeeren am selben Standort gefördert.

Symptome

Die Pflanzen wachsen gestaucht. Die Herzblätter kräuseln sich stark, werden braun und vertrocknen. Die Ausläuferbildung und der Ertrag sind stark reduziert.

Verbreitung und Wirtspflanzen

Die Erdbeermilbe tritt weltweit an seinen Wirtspflanzen auf.
Die Erdbeermilbe kommt an Erdbeere, Cyclamen, Saintpaulien, Begonien, Chrysanthemen, Fuchsien und Geranien vor.

Diagnose

Für eine genaue Bestimmung muß eine morphologische Untersuchung der befallenen Pflanzenteile mit dem Binokular und eine Bestimmung der Schadmilben durchgeführt werden.

Vorbeugung und Bekämpfung

Neuanlagen sollten nur mit milbenfreien Setzlingen bepflanzt werden.
Vorblütebehandlung oder Nacherntebehandlungen 2 mal mit 10- bis 14-tägigem Abstand mit in Österreich für diese Indikation zugelassenen Akariziden. Dabei sollten die Pflanzen besonders an den Herzblättern gut benetzt werden.
Derzeit keine in Österreich keine Pflanzenschutzmittel für diese Indikation zugelassen(s. Verzeichnis der in Österreich zugelassenen Pflanzenschutzmittel).


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