Buchsbaumzünsler

Cydalima perspectalis

Warndienst
Zuletzt geändert: 22.06.2020
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Tierseuchenkategorien:

Diese eingeschleppte Art stammt aus Japan und wurde in Europa erstmals in Deutschland, in Weil am Rhein im Jahr 2007 entdeckt. Von dort ausgehend hat sie sich stetig ausgebreitet. In Österreich datiert die erste Meldung ihres Vorkommens vom Herbst 2009 aus Vorarlberg, später wurde sie auch in der Steiermark und in Niederösterreich (Krems, Maria Enzersdorf, ….) gefunden. Da diese Art sich weiterhin ausbreitet, sagen ihr offenbar die bei uns herrschenden Bedingungen gut zu.

Diese eingeschleppte Art stammt aus Japan und wurde in Europa erstmals in Deutschland, in Weil am Rhein im Jahr 2007 entdeckt. Von dort ausgehend hat sie sich stetig ausgebreitet. In Österreich datiert die erste Meldung ihres Vorkommens vom Herbst 2009 aus Vorarlberg, später wurde sie auch in der Steiermark und in Niederösterreich (Krems, Maria Enzersdorf, ….) gefunden. Da diese Art sich weiterhin ausbreitet, sagen ihr offenbar die bei uns herrschenden Bedingungen gut zu.

Schadorganismus

Schadorganismus

Der  Schmetterling Cydalima perspectalis (Synonym: Diaphania perspectalis) aus der Familie der Rüsselzünsler (Crambidae) erreicht eine Flügelspannweite von 25-30 mm und zeigt eine sehr charakteristische Flügelzeichnung. Die Vorderflügel sind weiß gefärbt und weisen am Vorderrand und Saum ein breites schwarzbraunes Band auf. Im Mittelfeld ist eine kleine braune Ausbuchtung und ein halbmondförmiger weißer Fleck erkennbar. Die weißen Hinterflügel verfügen ebenso über einen braunen Saum. Es gibt auch gänzlich braun gefärbte Falter mit weißem Fleck.

Die Raupen werden bis zu 5 cm lang, sind gelbgrün gefärbt und weisen schwarz-weiße Längsstreifen, schwarze Punkte, weiße Borsten und eine schwarze Kopfkapsel auf.
Die Falter fliegen ab Juni und legen ihre schildförmigen gelblichen Eier in kleinen Gelegen an Blattunterseiten.

Die daraus schlüpfenden grünen Räupchen leben in lockeren Gespinsten und durchlaufen sechs Larvenstadien wobei sie zuletzt bis zu 5 cm Größe erreichen, bis sie sich schließlich in einem Kokon an ihren Wirtspflanzen verpuppen. Daraus schlüpft nach kurzer Puppenruhe wiederum ein fertiger Falter. Der Buchsbaumzünsler durchläuft seinen Entwicklungszyklus in jedem Jahr dreimal – man spricht von drei Generationen.

Die Überwinterung erfolgt als Raupe in einem Gespinst an den Wirtspflanzen. Nach Erfahrungen aus Deutschland beginnen die Raupen nach der Überwinterung mit der Nahrungsaufnahme von Mitte März bis Anfang April.

Bislang wurden keine Parasiten festgestellt. Da sie die Giftstoffe des Buchsbaumes in ihrem Körper einlagern, sind sie auch für potentielle Fraßfeinde giftig bzw. unattraktiv. Jedoch wurden bereits einheimische Singvögel (wie Spatzen, Meisen, …) beim Füttern ihrer Jungen mit Buchsbaumzünslerraupen beobachtet.

Schadbild

Die Raupen leben in lockeren Gespinsten und fressen an Blättern – anfangs eher im inneren bzw. unteren Bereich der Pflanze, weshalb sie zu Beginn der Saison oft übersehen werden. Bei starkem Befall kann dies bis zum Kahlfraß gehen, zur Not fressen sie dann auch an den grünen Rindenteilen.

Sie sind in der Lage, ihre Wirtspflanze vollständig zu entlauben und dadurch zum Absterben zu bringen. Ihre Gespinste sind locker und nicht so dicht gewebt, wie beispielsweise von Gespinstmotten am Spindelstrauch. Auffällig ist auch der Kot der Raupen, der sich in den Gespinsten und auf den Blättern sammelt.

Wirtspflanzen

Verschiedene Arten von Buchsbaum, vor allem der bei uns häufige Gewöhnliche Buchsbaum Buxus sempervirens.

Vorbeugung und Bekämpfung

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Der Schädling ist mittlerweile in ganz Österreich verbreitet. Sein Auftreten kann mit folgenden vorbeugenden bzw. direkten Maßnahmen unterbunden bzw. eingedämmt werden: Kein Aussetzen bereits befallener Jungpflanzen.
  • Befallene Pflanzen sollten nicht in befallsfreie Gebiete verbracht werden.
  • Besondere Vorsicht ist in der Umgebung von Friedhöfen angebracht, da dort erfahrungsgemäß häufig befallene Pflanzen ausgesetzt werden.
  • Regelmäßige Befallskontrollen der Buchsbäume von März bis Oktober.
  • Überprüfung des Falterfluges mittels Pheromonfallen.
  • Mechanisches Ausschneiden der Gespinste und Absammeln der Larven mit anschließender Vernichtung (Frühzeitiges Untersuchen des inneren und unteren Bereichs der Pflanze).
  • Spritzbehandlung mit einem zugelassenen Mittel zur Bekämpfung von beißenden Schädlingen und freifressenden Schmetterlingsraupen im Zierpflanzenbau. (Verzeichnis der in Österreich zugelassenen Pflanzenschutzmittel).
  • Als biologisches Pflanzenschutzmittel empfiehlt sich das nützlingsschonende Bakterium Bacillus thuringiensis subsp. kurstaki gegen die Jungraupen.
  • Die Spritzbrühe sollte unter hohem Druck (Gebläsespritze) ausgebracht werden und alle Pflanzenteile gut benetzen.
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Buchsbaumzünsler-Falter
Buchsbaumzünsler-Falter
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Buchsbaumzuensler-Ueberwinterungsgespinst
Buchsbaumzuensler-Ueberwinterungsgespinst
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Fraß der Larve Buchsbaumzünsler
raß der Larve Buchsbaumzünsler
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Buchsbaumzünsler Fraß der Larve
Buchsbaumzünsler Fraß der Larve
 
 

Weitere Informationen

European and Mediterranean Plant Protection Organization: https://gd.eppo.int/taxon/DPHNPE
Bestimmungshilfe: http://www.lepiforum.de/lepiwiki.pl?Cydalima_Perspectalis
Bundesforschungszentrum für Wald: Suchbegriff "Buchsbaumzünsler"

http://bfw.ac.at/rz/bfwcms.web?dok=8470


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