Pestizidmonitoringberichte

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Zuletzt geändert: 22.02.2017

Pestizidrückstände werden im Rahmen eines Kontrollprogrammes, welches durch Verordnungen der Europäischen Kommission für alle Mitgliedsstaaten verbindlich ist, europaweit kontrolliert. Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) erstellt aus den in den europäischen Staaten gesammelten Daten regelmäßig Berichte, welche zum einen der Information über die Belastung der in der EU verfügbaren Lebensmittel dienen. Zum anderen kann anhand der Daten eine mögliche Gefährdung für KonsumentInnen beurteilt und dieser vorbeugend, z.B. durch Änderung bestehender Grenzwerte, entgegengewirkt werden.

Das Kontrollprogramm läuft über mehrere Jahre und wird europaweit koordiniert. Die europäischen Staaten erstellen nationale Kontrollprogramme, welche auch die EU-Kontrollprogramme umsetzen. Für die Umsetzung der Kontrolle in Österreich hat die AGES in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Gesundheit und Frauen einen Probenplan entworfen. Dieser legt detailliert fest, welche Lebensmittelproben in welchem Umfang zu beproben sind, um die tatsächliche Situation realistisch durch Untersuchungen abbilden zu können. Dazu wurden statistisch erhobene Verzehrsdaten, die Verfügbarkeit von Lebensmitteln durch Produktion und Import und Erfahrungen früherer Überwachungs- bzw. Kontrollprogramme berücksichtigt.

Die Probenahme erfolgt in ganz Österreich durch Lebensmittelaufsichtsorgane der regionalen amtlichen Lebensmittelaufsicht (Landesbehörden). Neben Lebensmitteln aus konventioneller Erzeugung werden auch Lebensmittel aus ökologischem Anbau überwacht. Da eine Anwendung synthetischer Pflanzenschutzmittelwirkstoffe für letztere verboten ist, dürfen „Bio“ Lebensmittel keine Pflanzenschutzmittelrückstände enthalten.

Links zu den Berichten: EU Jahresbericht über Pestizide 2013 und Nationales Pestizid-Überwachungsprogramm 2014

Pestizidrückstände werden im Rahmen eines Kontrollprogrammes, welches durch Verordnungen der Europäischen Kommission für alle Mitgliedsstaaten verbindlich ist, europaweit kontrolliert. Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) erstellt aus den in den europäischen Staaten gesammelten Daten regelmäßig Berichte, welche zum einen der Information über die Belastung der in der EU verfügbaren Lebensmittel dienen. Zum anderen kann anhand der Daten eine mögliche Gefährdung für KonsumentInnen beurteilt und dieser vorbeugend, z.B. durch Änderung bestehender Grenzwerte, entgegengewirkt werden.

Das Kontrollprogramm läuft über mehrere Jahre und wird europaweit koordiniert. Die europäischen Staaten erstellen nationale Kontrollprogramme, welche auch die EU-Kontrollprogramme umsetzen. Für die Umsetzung der Kontrolle in Österreich hat die AGES in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Gesundheit und Frauen einen Probenplan entworfen. Dieser legt detailliert fest, welche Lebensmittelproben in welchem Umfang zu beproben sind, um die tatsächliche Situation realistisch durch Untersuchungen abbilden zu können. Dazu wurden statistisch erhobene Verzehrsdaten, die Verfügbarkeit von Lebensmitteln durch Produktion und Import und Erfahrungen früherer Überwachungs- bzw. Kontrollprogramme berücksichtigt.

Die Probenahme erfolgt in ganz Österreich durch Lebensmittelaufsichtsorgane der regionalen amtlichen Lebensmittelaufsicht (Landesbehörden). Neben Lebensmitteln aus konventioneller Erzeugung werden auch Lebensmittel aus ökologischem Anbau überwacht. Da eine Anwendung synthetischer Pflanzenschutzmittelwirkstoffe für letztere verboten ist, dürfen „Bio“ Lebensmittel keine Pflanzenschutzmittelrückstände enthalten.

Links zu den Berichten: EU Jahresbericht über Pestizide 2013 und Nationales Pestizid-Überwachungsprogramm 2014

Situation in Österreich

Situation in Österreich

Der Vergleich mit vorangegangenen Monitoringprogrammen zeigt eine starke Abnahme der Höchstgehalts-Überschreitungen seit 2008. Europaweit harmonisierte, gesetzliche Höchstwerte verhindern den Import stark belasteter Ware innerhalb Europas, zudem tragen Pestizidreduktionsprogramme der Handelsketten und eine verbesserte Agrarpraxis von Seiten der Erzeuger zur steigenden Qualität der Lebensmittel in Österreich bei.

2015 wurden im Zuge des EU-koordinierten Kontrollprogrammes Auberginen/Melanzani, Bananen, Brokkoli, Butter, Erbsen ohne Hülsen (frisch oder gefroren), Gemüsepaprika, Getreidebeikost für Säuglinge, Hühnereier, natives Olivenöl, Orangensaft, Tafeltrauben und Weizen untersucht. Das nationale Kontrollprogramm umfasste Basilikum (frisch), Basmatireis aus Asien, Birnen, Erdbeeren, Feigen (frisch), Gurken, Kartoffeln, Kohlrabi, Marillen, Pfirsiche (inkl. Nektarinen und Hybride), Süßwasserfische (Drittländer), Tomaten/Paradeiser und Zuchtpilze.

Im Rahmen dieser Programme werden mittels umfangreicher Untersuchungen Lebensmittel auf Pestizidrückstände analysiert. Zusätzlich werden im Rahmen von Schwerpunktaktionen (SPAs) und im Zuge von Planproben weitere Proben u. a. auch Kindernährmittel untersucht.

2015 wurden insgesamt 2.821 Proben (ohne Trinkwasser) auf Pestizidrückstände untersucht. 1.018 Proben (36,1 %) wiesen Rückstände über der Bestimmungsgrenze auf, wovon 19 Proben (0,7 %) wegen Überschreitung des erlaubten Höchstgehaltes beanstandet wurden. Somit haben 99,3 % der Proben den Anforderungen hinsichtlich der Rückstandshöchstgehalte entsprochen. In 549 Proben (19,5 %) wurde mehr als ein Stoff nachgewiesen, die höchste Anzahl an Mehrfachrückständen betrug 11 Substanzen bei einer ausländischen Probe Birnen.

Eine Probe Satsumas (0,04 %) wurde wegen Überschreitung des Rückstandshöchstgehaltes von Biphenyl (33,1 mg/kg) als gesundheitsschädlich beurteilt.

EU-Monitoring

EU-Monitoring

Bei über 97 Prozent der EU-weit kontrollierten Lebensmittel wurden Pestizidrückstände unter den gesetzlichen Grenzwerte festgestellt, so das Ergebnis des im März 2015 von der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörden (EFSA) veröffentlichten Jahresberichts über Pestizidrückstände 2013. Der Bericht enthält Daten der 27 EU Mitgliedsstaaten sowie Island und Norwegen. Insgesamt wurden nahezu 81.000 Lebensmittelproben auf bis zu 685 Pestizide hin untersucht.

Hauptergebnisse:

  • 97,4 % der untersuchten Proben lagen unterhalb der gesetzlichen Höchstwerte;
  • 54,6 % der Proben waren frei von nachweisbaren Rückständen;
  • 1,5 % der Proben überschritten die gesetzlichen Grenzwerte deutlich, was zu (verwaltungs-)rechtlichen Sanktionen gegen die verantwortlichen Lebensmittelunternehmen führte;
  • Rückstände von mehr als einem Pestizid (Mehrfachrückstände) fanden sich in 27,3 % der Proben.

Die EFSA beurteilt weiterhin, ob die ernährungsbedingte Exposition gegenüber Pestizidrückständen in Lebensmitteln möglicherweise ein Risiko für die Gesundheit des Konsumenten darstellt. Auswirkungen langfristiger Exposition auf die Gesundheit wurden als unwahrscheinlich, das Risiko in Folge kurzzeitiger Exposition als niedrig eingestuft. Weitere Informationen: EFSA Jahresbericht über Pestizide 2013 

Überschreitung des Höchstgehaltes

Überschreitung des Höchstgehaltes

Nicht automatisch bedeutet die Überschreitung eines Höchstgehaltes ein Gesundheitsrisiko für VerbraucherInnen. Ist ein gesetzlich vorgeschriebener Höchstgehalt überschritten, wird zusätzlich geprüft, ob toxikologische Referenzwerte wie ARfD (Akute Referenzdosis) oder ADI (acceptable daily intake = duldbare tägliche Aufnahmemenge) überschritten werden. Erst bei Überschreitung dieser Mengen kann ein Gesundheitsrisiko für KonsumentInnen nicht mehr gänzlich ausgeschlossen werden und erst dann ist das Lebensmittel als  „nicht sicher - für den menschlichen Verzehr ungeeignet“ oder als „nicht sicher - gesundheitsschädlich“ zu beurteilen.  In diesen Fällen erfolgt eine Meldung an die Lebensmittelaufsicht, das Gesundheitsministerium und an das europäische Schnellwarnsystem RASFF (Rapid Alert System for Food and Feed), wodurch weitergehende Maßnahmen zum Verbraucherschutz ermöglicht werden.


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