Höchstwert, MRL

Zuletzt geändert: 02.05.2017

Rückstandshöchstmengen (Höchstwert, MRL)

Rückstandshöchstmengen (Maximum Residue Limits - MRL) sind so festgesetzt, wie sie auf Basis der Risikobewertung (Toxikologie, Rückstandsverhalten) akzeptabel sind. Es ist das Ziel der Bewertung im Rahmen der Zulassung einen Sicherheitsabstand zwischen der maximal erlaubten Höchstmenge und der Konzentration, bei der eine Gesundheitsgefährdung möglich ist, anzuwenden. Daher führt eine Überschreitung einer Höchstmenge in der Regel nicht zu einem Risiko für den Konsumenten.

Die Aufnahme des errechneten Höchstwertes in die Schädlingsbekämpfungsmittel-Höchstmengenverordnung (SchäHöV) und in die einschlägigen Richtlinien und Verordnungen der Europäischen Union erfolgt erst, wenn ein gesundheitliches Risiko für den Konsumenten ausgeschlossen werden kann. Bis 1.9.2008 galten innerhalb Europas zum Teil noch unterschiedliche Rückstandshöchstwerte. Der Harmonisierungsprozess für europaweit gültige Höchstwerte ist jedoch bereits abgeschlossen und ist mit 1.9.2008  durch das Inkrafttreten der Anhänge II, III und IV der Verordnung 396/2005 über Höchstgehalte an Pestizidrückständen in oder auf Lebens- und Futtermitteln pflanzlichen und tierischen Ursprungs unmittelbar in der ganzen EU und somit auch in Österreich wirksam. Es gelten somit im ganzen europäischen Wirtschaftsraum die gleichen Höchstmengen. Dadurch werden mögliche Handelshemmnisse für landwirtschaftliche Produkte ausgeräumt und der Schutz der Konsumenten auf ein einheitliches (hohes) Niveau gestellt. Eine allfällige Anpassung von nationalen österreichischen Werten, die aufgrund einer sorgfältigen wissenschaftlichen Risikobewertung auf europäischer Ebene und unter Einbeziehung der nationalen Positionen und aller Verzehrsgewohnheiten vorgenommen wird, ist daher sinnvoll und bedeutet keine Gefährdung der Lebensmittelsicherheit.

Nähere Informationen dazu finden Sie hier:

Rückstandsverhalten von Pflanzenschutzmitteln

 

 

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