Haltbarkeit

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Zuletzt geändert: 05.04.2017

Mindesthaltbarkeitsdatum ist eine Richtschnur

Beim Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) garantiert der Hersteller, dass das Produkt bei einer ordnungsgemäßen Lagerung seine volle Genusstauglichkeit mindestens bis zu diesem Zeitpunkt behält.

Generell bedeutet das Überschreiten des Mindesthaltbarkeitsdatums nicht, dass ein Lebensmittel nicht mehr genussfähig ist. Das heißt, dass ein Lebensmittel üblicherweise länger haltbar ist als es das Mindesthaltbarkeitsdatum anzeigt. Um wie viel länger ist allerdings schwer vorher zu sagen, das ist abhängig vom Produkt und auch von der Lagerung des Produktes bis zu diesem Zeitpunkt.

Wenn bei einer sensorischen Überprüfung (Beschaffenheit, Aussehen, Geruch) keine Auffälligkeiten zu bemerken sind und die Dauer der Überschreitung gering ist, besteht kein Grund das Produkt nicht zu verzehren.

Keine Toleranz bei Verbrauchsdatum „zu verbrauchen bis..."

Ein wesentlicher Unterschied besteht, wenn auf der Verpackung ein so genanntes Verbrauchsdatum ("zu verbrauchen bis") angegeben ist. Sehr leicht verderbliche Waren (z. B. Fisch und rohes Fleisch) haben ein Verbrauchsdatum. Ein Produkt, bei dem dieses Datum überschritten ist, gilt nicht mehr als sicher. Es sollte auf keinen Fall mehr gegessen sondern sofort entsorgt werden.

Mindesthaltbarkeitsdatum ist eine Richtschnur

Beim Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) garantiert der Hersteller, dass das Produkt bei einer ordnungsgemäßen Lagerung seine volle Genusstauglichkeit mindestens bis zu diesem Zeitpunkt behält.

Generell bedeutet das Überschreiten des Mindesthaltbarkeitsdatums nicht, dass ein Lebensmittel nicht mehr genussfähig ist. Das heißt, dass ein Lebensmittel üblicherweise länger haltbar ist als es das Mindesthaltbarkeitsdatum anzeigt. Um wie viel länger ist allerdings schwer vorher zu sagen, das ist abhängig vom Produkt und auch von der Lagerung des Produktes bis zu diesem Zeitpunkt.

Wenn bei einer sensorischen Überprüfung (Beschaffenheit, Aussehen, Geruch) keine Auffälligkeiten zu bemerken sind und die Dauer der Überschreitung gering ist, besteht kein Grund das Produkt nicht zu verzehren.

Keine Toleranz bei Verbrauchsdatum „zu verbrauchen bis..."

Ein wesentlicher Unterschied besteht, wenn auf der Verpackung ein so genanntes Verbrauchsdatum ("zu verbrauchen bis") angegeben ist. Sehr leicht verderbliche Waren (z. B. Fisch und rohes Fleisch) haben ein Verbrauchsdatum. Ein Produkt, bei dem dieses Datum überschritten ist, gilt nicht mehr als sicher. Es sollte auf keinen Fall mehr gegessen sondern sofort entsorgt werden.

Tipps

Anzeichen von Verderb

Trifft auch nur ein Merkmal zu, ist vom Verzehr abzuraten.

  • Geruchs- und Geschmacksveränderungen (ranzig, schimmelig, muffig)
  • Sichtbare Schimmelbildung (das gesamte Produkt weg werfen)
  • Auffällige Konsistenz (feucht, verklumpt)
  • schmierige Oberfläche
  • Verfärbung, angetrocknete Stellen
  • Insektenbefall
  • Rosten von Behältern/Deckeln
  • Aufblähen von Behältern/Konserven (auf keinen Fall öffnen und weg werfen)
  • Gefrierbrand

Richtlinien für die Haltbarkeit

  • Beim Einkauf: Leicht verderbliche Lebensmittel (frisches Geflügelfleisch, Faschiertes, Fisch, Milchprodukte etc.) sollen nach dem Einkauf so rasch wie möglich nach Hause transportiert werden. Ein warmes Auto kann dazu beitragen, die Kühlkette zu unterbrechen. Daher Kühltaschen für heikle Lebensmittel und tiefgefrorene Produkte verwenden.
  • Lebensmittel zuhause den Herstellerangaben gemäß lagern.
  • Kühlschrank regelmäßig reinigen. Die Glasplatte über dem Gemüsefach ist der kälteste Ort im Kühlschrank. In diesem Bereich empfindliche Lebensmittel wie z. B. Fleisch, Fisch oder Geflügel lagern.
  • Das Lebensmittel muss optisch unauffällig sein.
  • Die Verpackung darf nicht geöffnet oder beschädigt sein.
  • Obst und Gemüse sollten aus der Folie ausgepackt werden. Belässt man es in der Verpackung, kann sich Kondenswasser bilden, das die Keimbildung anregt und zur Schimmelbildung führen kann.

Tipps zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung

  • Sparsamer einzukaufen. Nicht hungrig einkaufen gehen. Vor jedem Einkauf eine Liste schreiben.
  • Semmeln und Gebäck vom Vortag einfach mit kaltem Wasser bepinseln und für ca. 10 Min. in den Ofen geben.
  • Zu viel Brot aufschneiden und einfrieren. Portionsweise kann es im Toaster oder im Backofen aufgebacken werden.
  • Butter portionsweise einfrieren.
  • Getrennt lagern: Neben Schimmelkäse beginnt anderer Käse schneller zu schimmeln. Äpfel setzen Ethylen frei, das andere Obstsorten schneller reifen lässt. Daher woanders aufbewahren.
  • Hartkäse, der angetrocknet ist aber noch gut riecht, kann z.B. gerieben in einem Auflauf verarbeitet werden. Dabei jedoch gut erhitzen.
  • Wassertest für Eier: Wie frisch ein rohes Ei ist erkennt man, indem man es in kaltes Wasser legt. Mit zunehmendem Alter nimmt die Dichte ab. Geht das Ei unter und bleibt flach auf dem Boden liegen, ist das Ei frisch. Etwas ältere Eier schweben im Wasser und sollten so bald wie möglich verarbeitet und gut erhitzt werden. Vorsicht ist geboten, wenn das Ei bereits oben auf schwimmt bzw. wenn die stumpfe Spitze aus dem Wasser ragt. In diesem Fall ist das Ei nicht mehr zum Verzehr geeignet.

Schimmel / Fäulnis - Nicht mehr essen!

Zwar produziert nicht jeder Schimmelpilz Giftstoffe (Mykotoxine), jedoch selbst wenn der Schimmel ausgeschnitten oder weggelöffelt wird, können die betroffenen Lebensmittel beeinträchtigt sein.

Mögliche Giftstoffe verbleiben nicht notwendigerweise im sichtbaren Schimmel (Pilzkörper), sondern können sich im gesamten Lebensmittel verbreiten. Große Anteile eines Pilzes sind oft unsichtbar. Die Einzelne Hyphen, die fadenförmigen Zellen des Pilzes, sind mit freiem Auge nicht zu erkennen, können sich aber durch das gesamte Lebensmittel ziehen. Ohne ein geeignetes Labor ist es nicht möglich Giftstoffbildende-Schimmelpilze zu erkennen.

Zusammengefasst heißt es deshalb: verschimmelte Lebensmittel besser entsorgen, um eine mögliche Beeinträchtigung der Gesundheit auszuschließen. Verkochen ist aufgrund der Resistenz der Gifte ebenfalls keine Alternative. Wegschneiden ist, wenn überhaupt nur bei Lebensmitteln wie Speck und Hartkäse, an denen der Schimmel nur an der Oberfläche wachsen kann, zu empfehlen (mindestens ein halber Zentimenter). Wer sicher gehen will, entsorgt verschimmelte Lebensmittel besser.

Für zuhause empfiehlt es sich Lebensmittel kühl und trocken zu lagern. Plastikfolien gilt es daher zu vermeiden, da sich durch die mangelhafte Belüftung Kondenswasser bilden kann. Vor allem Obst und Gemüse werden oft in Plastikfolien verpackt verkauft. Vor der Lagerung im Kühlschrank sollten diese Folien entfernt werden.

Einkauf und Aufbewahrung

Einkauf und Aufbewahrung

ein korrekt eingeräumter Kühlschrank mit Gemüse, Geflügel, Milch

Achten Sie auf die Frische der Lebensmittel. Leicht verderbliche Lebensmittel (frisches Geflügelfleisch, Faschiertes, Fisch, Milchprodukte etc.) sollen nach dem Einkauf so rasch wie möglich nach Hause transportiert werden. Ein warmes Auto kann dazu beitragen, die Kühlkette zu unterbrechen. Verwenden Sie daher Kühltaschen für heikle Lebensmittel und tiefgefrorene Produkte, damit die Lebensmittel ausreichend kühl transportiert werden. Überprüfen sie regelmäßig die Kühlschrank- bzw. Gefriertemperaturen.

Lebensmittel, bei denen das Mindesthaltbarkeitsdatum („mindestens haltbar bis…“) überschritten wurde, sind nicht automatisch verdorben. Es bedeutet nur, dass die HerstellerInnen bis zu diesem Zeitpunkt einen einwandfreien Zustand ihres Produktes garantieren. Kontrollieren Sie nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums das Produkt auf Genußtauglichkeit. Setzen Sie Ihre Sinne ein – sehen, riechen, schmecken. Sie können dann selbst entscheiden, ob das Lebensmittel noch essbar ist oder nicht.

Das Verbrauchsdatum („zu verbrauchen bis…“) gibt jene Frist an, bis zu dem ein Lebensmittel verbraucht werden soll. Es ist ein Verfallsdatum, mit dem verderbliche Lebensmittel (z.B. Fleisch, Fisch) gekennzeichnet werden. Hier gilt: Halten Sie das aufgedruckte Verbrauchsdatum unbedingt ein, sonst droht Ihnen die Gefahr einer Lebensmittelvergiftung. Weitere Informationen finden Sie hier: Haltbarkeit von Lebensmitteln

Optimal werden unterschiedliche Lebensmittel im Kühlschrank in getrennten, flüssigkeitsdichten und sauberen Behältnissen (ideal: verschließbare Dosen) aufbewahrt.

So sollten Sie Ihre Lebensmittel im Kühlschrank lagern

  • Die Glasplatte über dem Gemüsefach ist der kälteste Ort im Kühlschrank. In diesem Bereich empfiehlt es sich, empfindliche Lebensmittel wie z. B. Fleisch, Fisch oder Geflügel zu lagern
  • Rohes Fleisch und Fisch sollten in entsprechenden Behältern abgedeckt aufbewahrt werden. Der direkte Kontakt zu anderen Lebensmitteln im Kühlschrank wird dadurch verhindert. Der Übertragung von Bakterien auf andere Lebensmittel wird somit ein Riegel vorgeschoben
  • Wird die Raumtemperatur im Sommer höher, ist eventuell eine Änderung der Einstellung des Kühlthermostats notwendig
  • Kontrollieren Sie dazu die Innentemperatur Ihres Kühlschrankes mit einem Thermometer. Das verlangsamt bzw. stoppt das Bakterienwachstum. Ideal ist eine Lagerung unter 5 °C. Berücksichtigen Sie die Kühlempfehlungen vom Hersteller
  • Auch der Kühlschrank selbst kann ein Hygieneproblem werden, wenn er nicht regelmäßig gereinigt wird. Verwenden Sie dazu einen haushaltsüblichen Reiniger mit ordentlicher Fettlösekraft
  • Schwitzwasser und Feuchtigkeit sollten möglichst beseitigt werden, da Keime zum Wachstum Feuchtigkeit benötigen

38 Prozent der untersuchten Kühlschränke haben eine Temperatur von über 8 °C. Nur knapp die Hälfte der Befragten weiß über die optimale Kühlschranktemperatur von 1 bis 5 °C Bescheid. Nur weniger als ein Drittel hat den Kühlschrank unter 5 °C eingestellt.

Auch in Tiefkühlschränken, -fächern oder -truhen ist Sauberkeit wichtig. Solange Lebensmittel ungeöffnet, flüssigkeitsdicht und von außen nicht verschmutzt/fettig/klebrig sind, werden die anderen Lebensmittel und der Tiefkühler nicht verunreinigt. Das Tiefkühlgerät hat gegenüber dem Kühlschrank den Vorteil, dass sich Erreger bei Minustemperaturen nicht vermehren können. Viele Erreger sterben jedoch bei Minusgraden nicht ab und können sich nach dem Auftauen wieder vervielfältigen.

Einfrieren von Lebensmitteln

Tipps für das Einfrieren

Vorbereitung

Die richtige Vorbereitung ist wichtig: Das Säubern, Zerkleinern, etc. lässt sich vor dem Einfrieren wesentlich besser bewerkstelligen als nach dem Auftauen, z.B. auch das Panieren von Pilzen. Werfen Sie einen Blick in die Anleitung Ihres Geräts. Viele Hersteller geben darin wertvolle Hinweise. Auch zahlreiche Internetseiten geben detaillierte Ratschläge.

Gemüse vorher blanchieren oder nicht? Eine objektiv schwer zu beantwortende Glaubensfrage. Beim Blanchieren geht ein gewisser Anteil an Nährstoffen schon vorher verloren. Dafür bleiben die übrigen (weil die Enzyme desaktiviert sind), wie auch Farbe und Geschmack länger erhalten.

 

Rascher Einfrierprozess

Stellen Sie einen möglichst raschen Einfrierprozess sicher, denn hier passiert der größte Qualitätsverlust (langsames Wachstum der Eiskristalle zerstört die Zellwände und schädigt damit die Textur, das Obst wird "matschig"). Schalten Sie das Gerät einige Stunden vorher (ein weitgehend gefülltes besser schon am Vortag) auf volle Kühlleistung. Frieren Sie keine zu großen Packungen ein und befüllen Sie die Beutel möglichst flach. Legen Sie diese beim Einfrieren nicht übereinander; platzsparend stapeln können Sie sie hinterher. Frieren Sie nicht zuviel auf einmal ein. Übrigens: es gibt auch Gefrorenes zu kaufen.

Einstellen der Lagertemperatur

Stellen Sie die Lagertemperatur auf zumindest -18 °C ein, besser noch darunter. Dann sollten  fast alle Lebensmittel in entsprechender Verpackung ca. 10 Monate halten. Länger ergibt ohnehin keinen Sinn, denn zum Einbunkern für Notzeiten ist eine Gefriertruhe nicht gedacht.

Aufgetaute Lebensmittel

Aufgetautes nochmals einfrieren? Aus mikrobiologischer Sicht kein Thema, wenn etwas nur angetaut oder die Auftauphase kurz war. Bakterien vermehren sich bei TK-Temperaturen kaum, also keine Angst, dass das Ihrer Gesundheit schaden könnte. Aber die Qualitätsverluste können drastische Ausmaße annehmen.

Verpackung

Unterschätzen Sie nicht den Einfluss der Verpackung: Ungeeignete oder zu dünne Materialien können Sauerstoff oder Gerüche durchdringen lassen. Sorgen Sie nach weitgehender Entfernung der Luft für einen möglichst dichten Verschluss. (Undichtheit oder zuviel Luft führen zu Gefrierbrand. Dabei trocknet die Oberfläche aus. Das ist nicht gefährlich, aber der Genusswert leidet.) Vakuumieren und verschweißen ist ideal, ein Knoten im innig eingedrillten Sackende tut es auch. Ein Drahtpapierclip ist nicht ideal. Dosen nur dann verwenden, wenn diese auch im gefrorenen Zustand dicht halten und möglichst voll befüllt werden können. Belasten Sie Ihre Gefriertruhe nicht durch Einfrieren geruchsintensiver Waren wie Zwiebel oder Knoblauch, das kann sich am eingefrorenen Kuchen rächen.

Zu guter Letzt bewahren Sie durch Beschriftung und Ordnung den Überblick.

Auftauen und Zubereitung

Auftauen und Zubereitung

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Regelmäßiges Händewaschen schützt vor der Übertragung von Erregern
Eingeseifte Hände unter Wasserhahn
caption
Ausreichendes Erhitzen tötet Keime zuverlässig ab
Huhn mit Thermometer im Backrohr
  • Tauen Sie gefrorene Lebensmittel nicht bei Zimmertemperatur, sondern im Kühlschrank auf. Verwenden Sie bei rohem Fleisch und Fisch immer dicht schließende Behälter. Einer Übertragung von Bakterien über abtropfenden Fleischsaft auf jene Lebensmittel, die vor dem Verzehr nicht mehr erhitzt werden (z. B. Früchte, Salate), wird damit vorgebeugt.
  • Regelmäßiges Händewaschen, vor der Zubereitung von Speisen, unmittelbar nach dem Hantieren mit Geflügel oder anderen rohen Lebensmitteln tierischer Herkunft sowie nach dem Toilettengang, ist eine wichtige Maßnahme zum Schutz vor Erregern. Auch sollten Obst, Gemüse und Salate vor dem Verzehr gründlich gewaschen werden. Achten Sie darauf, saubere Handtücher zum Abtrocknen Ihrer Hände zu verwenden.
  • Die Zubereitung von Fleisch und rohem Gemüse muss in der Küche mit separaten Küchenutensilien ( z. B. Kochlöffel, Schneidbrett, Messer) auf unterschiedlichen Arbeitsflächen oder zeitlich getrennt vorgenommen werden.
  • Nach dem Hantieren mit rohem Geflügelfleisch sollten unbedingt Hände, Messer und Schneidbretter mit heißem Wasser gewaschen werden, bevor andere Küchenarbeiten durchgeführt werden. Denn sonst könnten die Keime auf andere Lebensmittel übertragen werden, die nicht mehr erhitzt werden, wie z. B. Salat, fertig gegarte Speisen, Saucen. Ebenso kann die Reihenfolge der Zubereitung Kreuzkontamination von vornherein verhindern, wenn z. B. rohes Geflügelfleisch erst nach dem Salatwaschen verarbeitet wird.
  • Ausreichendes Erhitzen ist eine sichere Methode, um Krankheitserreger abzutöten. Lebensmittel, insbesondere Fleisch, Geflügel, Eier oder Teigwaren mit Cremefüllung, sollen gut abgekocht bzw. durchgegart werden. Die meisten Erreger werden durch Erhitzen auf über 70 °C für 2 Minuten im Kern des Lebensmittels abgetötet. Wenn beim Anschneiden von Fleisch der austretende Fleischsaft klar und nicht rosa ist; im Zweifelsfall die Temperatur mit einem Fleischthermometer überprüfen.
  • Bereits zubereitete Speisen sollen rasch abgekühlt und nicht über mehrere Stunden bei Raumtemperatur aufbewahrt werden. Am besten werden Sie nach dem Abkühlen im Kühlschrank gelagert. Zwecks Beschleunigung des Abkühlvorganges kann man Speisen in kleinere Portionen teilen und in ein kaltes Wasserbad einstellen. Will man erhitzte Speisen bis zum Verzehr warm halten, sollte man diese über 70°C heiß halten.

Lebensmittelbestrahlung

Verfahren

Die Lebensmittelbestrahlung stellt ein physikalisches Konservierungsverfahren durch Behandlung mit ionisierender Strahlung dar. Als ionisierende Strahlung werden typischerweise Elektronen oder die Gammastrahlung aus dem radioaktiven Zerfall von Cobalt-60 verwendet. Durch die Bestrahlung wird das Lebensmittel jedoch nicht radioaktiv.

Die Behandlung mit ionisierender Strahlung bewirkt eine Abtötung von Mikroorganismen sowie die Verzögerung von Reifungs- und Keimungsprozessen und somit eine Verlängerung der Haltbarkeit.

Verfahren

Die Lebensmittelbestrahlung stellt ein physikalisches Konservierungsverfahren durch Behandlung mit ionisierender Strahlung dar. Als ionisierende Strahlung werden typischerweise Elektronen oder die Gammastrahlung aus dem radioaktiven Zerfall von Cobalt-60 verwendet. Durch die Bestrahlung wird das Lebensmittel jedoch nicht radioaktiv.

Die Behandlung mit ionisierender Strahlung bewirkt eine Abtötung von Mikroorganismen sowie die Verzögerung von Reifungs- und Keimungsprozessen und somit eine Verlängerung der Haltbarkeit.

Rechtliche Regelungen

Rechtliche Regelungen

Die rechtlichen Grundlagen der Lebensmittelbestrahlung sind in Österreich im §9 LMSVG geregelt. Demnach ist es verboten, Lebensmittel ohne Zulassung mit ionisierenden Strahlen zu behandeln bzw. in Verkehr zu bringen. Auf EU-Ebene ist die Lebensmittelbestrahlung in der Rahmenrichtlinie 1999/2/EG (legt u. a. die Kennzeichnung fest) und in der Durchführungs¬richtlinie 1999/3/EG (enthält die Liste der EU-weit zur Bestrahlung zugelassenen Produkte) geregelt. In Österreich dürfen derzeit aufgrund der EU-Richtlinie 1999/3/EG nur getrocknete aromatische Kräuter und Gewürze bestrahlt werden. Darüber hinausgehende nationale Zulassungen gibt es nicht, während in anderen Ländern eine Reihe von Lebensmitteln bestrahlt werden dürfen. Bestrahlte Lebensmittel sind mit dem Hinweis „bestrahlt“ oder „mit ionisierenden Strahlen behandelt“ zu kennzeichnen.

Link zum EU-Rechtsrahmen: Legislation Food Irradiation

Nachweisverfahren

Nachweisverfahren

Der Nachweis einer erfolgten Lebensmittelbestrahlung beruht entweder auf „eingefrorenen“ angeregten Ladungszuständen oder auf Radikalspezies, die während der Bestrahlung entstehen, bzw. deren Folgeprodukten. Nachstehend werden die verschiedenen Analysenverfahren kurz beschrieben.

Lumineszenzmessungen

Diese Verfahren basieren auf durch die Bestrahlung angeregten Ladungsträgern in mineralischen Verunreinigungen im Lebensmittel, z.B. Erdspuren. Durch Energiezufuhr (Wärme oder Licht) fallen die Ladungsträger in den Grundzustand zurück. Die dabei auftretende Lumineszenz wird gemessen. Hierzu zählen die photostimulierte Lumineszenz (PSL), die eine rasche Screeningmethode darstellt, und die aufwendigere Thermolumineszenz (TL), die zur Absicherung eingesetzt wird. Anwendungsbereiche sind z. B. Gewürze und Tees.

Elektronenspinresonanz (ESR)-Spektroskopie

Bei der Bestrahlung werden in kristallinen Strukturen (Knochen, Schalen, etc. bei tierischen Produkten bzw. kristalline Cellulose und Zucker bei pflanzlichen Produkten) stabile Radikale gebildet. Diese absorbieren in einem Magnetfeld Mikrowellenstrahlen.
Mit diesem Verfahren werden Geflügel, Lamm, Fische und Schalentiere, Nüsse, Beerenfrüchte, etc. untersucht.

Gaschromatographie-Massenspektrometrie (GC-MS) von Fett-Radiolyse-Produkten

In fetthaltigen Lebensmitteln führen die bei der Bestrahlung erzeugten Radikale zur Bildung von 2-Alkylcyclobutanonen, welche strahlungsspezifische Markersubstanzen darstellen und mittels GC-MS-Analyse nachgewiesen werden können. Diese Methode wird z. B. bei Fleisch- und Fischproben angewendet.

Untersuchungen

Untersuchungen

Die Gruppe „Kontaminanten- und Spezialanalytik“ ist österreichweit die einzige Stelle, die routinemäßig Untersuchungen auf die Bestrahlung von Lebensmitteln durchführt. Sie verfügt dazu über eine Reihe an Spezialgeräten und kann dadurch sämtliche o. g. Methoden anwenden. Um festzustellen, ob bestrahlte Kräuter und Gewürze ordnungsgemäß gekennzeichnet oder andere Lebensmittel einer unzulässigen Behandlung mit ionisierenden Strahlen unterzogen worden sind, werden im Rahmen der amtlichen Lebensmittelkontrolle unterschiedlichste Lebensmittel, u. a. Gewürze, Kräutertees, Trockensuppen, Geflügel, Fische und Meeresfrüchte, etc. untersucht.

Wir bieten aber auch privaten Auftraggebern aus Produktion und Handel sowie anderen Untersuchungslabors unsere Dienstleistungen auf dem Gebiet dieser Spezialanalytik an.

Aktuelle Untersuchungsergebnisse

Im Jahr 2016 wurden über 100 Proben mit den Schwerpunkten Tees, Nahrungsergänzungsmittel (NEM) und Trockenpilze untersucht. Die nachstehende Grafik zeigt detailliert welche und wie viele Proben mit welchen Methoden untersucht worden sind. Von insgesamt 112 Proben konnte bei keiner einzigen Probe eine Bestrahlung nachgewiesen werden.




Kontakt

Dr. Christoph Czerwenka
Telefon: +43 50 555-32531
Spargelfeldstraße 191
1220 Wien



Dr. Christoph Czerwenka
Telefon: +43 50 555-32531
Spargelfeldstraße 191
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