Runder Tisch

Zuletzt geändert: 11.01.2021

Der "Runde Tisch" Zukunft Pflanzenbau beruht auf einem partnerschaftlichen Vertrauensverhältnis zwischen allen Beteiligten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer akzeptieren und respektieren die Positionen und Interessen der jeweils anderen Dialog-Partner. Ein offener Meinungsaustausch setzt Vertrauen in die Spielregeln und Einhaltung derselben voraus. Deshalb wird eine Diskussions- und Informationskultur gelebt, die den Grundsätzen der sogenannten "Chatham House Rules" entlehnt ist und somit die Anonymität der Gesprächspartner wahrt. Die Sitzungen werden in Form eines Ergebnisprotokolls fokussiert auf Themen und Inhalte dokumentiert. Im Protokoll werden keine Personen, Namen oder Gruppierungen genannt bzw. den Inhalten zugeordnet.

1. "Pflanzenschutzmittel - Braucht der Pflanzenbau Glyphosat?"

Aufgrund der breiten öffentlichen Diskussion im Rahmen der turnusmäßigen EU-Wirkstoffprüfung und der daraus resultierenden gesundheitlichen Bewertung, befasste sich der erste Runde Tisch am 30. September 2015 mit dem Thema Glyphosat. Dieses Herbizid wird in der Landwirtschaft zur Bekämpfung von Unkräutern eingesetzt und ist weltweit einer der am meisten eingesetzten Wirkstoffe in Pflanzenschutzmitteln.

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2. "Boden - Optimierung der Nährstoffkreisläufe von Phosphor & Stickstoff"

Auch nach dem UN-Internationalen Jahr des Bodens 2015 wird die Arbeit für Bodenschutz und Bodengesundheit intensiv fortgesetzt. Gesunder und fruchtbarer Boden versorgt uns nicht nur mit Lebensmitteln, sondern er reguliert auch den Wasserhaushalt und das Klima. Im Fokus des zweiten Runden Tisches am 28. Jänner 2016 standen daher die Nährstoffe Phosphor und Stickstoff sowie ihre Kreisläufe.

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3. "Glyphosat - Aktueller Stand der EU-Wirkstoffprüfung"

Im Rahmen des Dialogprozesses Zukunft Pflanzenbau wurde am 6. April 2016 ein weiterer Runder Tisch zum Thema Glyphosat durchgeführt. Ziel des Dialogs war es, den TeilnehmerInnen den aktuellen Stand bei der turnusmäßigen EU-Wirkstoffprüfung von Glyphosat darzulegen, neue Aspekte einzubringen und zu diskutieren. Siehe auch Verbraucherinnen-Information der AGES zum aktuellen Stand des Wiedergenehmigungsverfahrens auf EU-Ebene.

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4. "Saatgut - Herausforderungen & Chancen in der Pflanzenzucht"

Beim Saatgutgipfel am 12. April 2016 wurden konkrete Schritte zur Stärkung der Bio- und Agrobiodiversität diskutiert und Maßnahmen für den Saatgutsektor abgeleitet. Diese betreffen insbesondere die Themen Biopatente und Sortenschutz, Neue Züchtungstechniken, Gentechnikfreiheit – Chancen und Herausforderungen, Saatgut von Pflanzengenetischen Ressourcen (PGR) sowie Biosaatgut und zukünftige Zuchtziele.

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5. "Leguminosen - Pflanzenbauliche, ökologische & ökonomische Realität"

Im UN-Internationalen Jahr der Hülsenfrüchte 2016 stand der Runde Tisch Leguminosen am 13. September 2016 ganz im Zeichen der bedeutenden Eiweißlieferanten. Der Dialog befasste sich mit der Bedeutung in der österreichischen Landwirtschaft, den Vor- und Nachteilen als Zwischenfrucht bzw. Begrünung und diskutieren Lösungsansätze und Strategien zur Verbesserung der Eiweiß-Situation.

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6. "Pflanzenschutzmittel-Zulassung - Grundlagen & Herausforderungen"

Gemeinsam mit Vortragenden der europäischen und nationalen Behörden diskutierten wir am 1. Dezember 2016 die Zulassung und Bewertung von Pflanzenschutzmitteln in Österreich und in der EU. Im Mittelpunkt stand die Frage der Transparenz und Unabhängigkeit von Zulassungs-Verfahren sowie Herausforderungen für einen ernährungssichernden und nachhaltigen Pflanzenschutz.

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7. "Neue Züchtungstechniken - Chancen & Risiken"

Vor dem Hintergrund der wissenschaftlichen, regulatorischen und gesellschaftlichen Diskussion besprechen wir im Dialog am 27. Februar 2017 das Thema „Neue Züchtungstechniken”. Die bestehenden rechtlichen Vorgaben für die Bewertung von traditionell gezüchteten Sorten bzw. von gentechnisch veränderten Pflanzen werden den Züchtungstechniken nicht in vollem Umfang gerecht. Ziel des Runden Tisches ist es, den Status Quo der Wissenschaft sowie des europäischen und österreichischen Rechts abzubilden.

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8. "Ernteverluste - vom Acker bis zum Lager"

Lebensmittelverluste tragen substanziell zur Verschwendung von Ressourcen, insbesondere Boden, Wasser, Energie, Arbeit und Kapital bei. Daher werden auch Landwirtinnen und Landwirte in einem Gesetzespaket des EU-Parlaments zur Kreislaufwirtschaft aufgefordert, Verluste im Produktionsprozess zu vermeiden. Der Runde Tisch "Ernteverluste" am 29. Mai 2017 verfolgte das Ziel, pflanzliche Vor-Ernteverluste am Feld, beim Ernten sowie weitere Verluste bei Transport und Lagerung in Österreich zu beleuchten.

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9. "Neobiota und Ernährungssicherung"

Neobiota haben große Auswirkungen auf den österreichischen Pflanzenbau und somit auf die Ernährungssicherung. Der Runde Tisch am 19. September 2017 verfolgt das Ziel, die Auswirkungen von "Aliens" auf die Pflanzengesundheit und somit unsere Landwirtschaft zu beleuchten. Direkte und indirekte Auswirkungen invasiver pflanzlicher sowie tierischer Schadorganismen auf die Biodiversität und Ökosysteme, insbesondere die Landwirtschaft, aber auch Forstwirtschaft und Gewässer werden diskutiert.

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10. "Open EFSA - Dialog mit Gesellschaft"

Im Rahmen eines zweitägigen "Country visit" in Österreich war EFSA-Direktor Dr. Bernhard Url am 23. November 2017 zu Gast im Dialog Zukunft Pflanzenbau. Der Schwerpunkt der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde für 2017 lautet Kooperation mit den Mitgliedstaaten. Unter dem Stichwort "Open EFSA" arbeitet die EFSA an den Herausforderungen rund um Open Data, Bürgerbeteiligung und Transparenz.

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11. "Glyphosat - Recht und Anwendung"

Am 27. November 2017 ist die Wiedergenehmigung des Wirkstoffes Glyphosat auf europäischer Ebene erfolgt. Die Mitgliedstaaten haben mit qualifizierter Mehrheit für den Vorschlag der EU-Kommission zur Erneuerung der Genehmigung für fünf Jahre gestimmt. Bei einem Runden Tisch am 14. Dezember 2017 wurden die rechtlichen Auswirkungen auf den landwirtschaftlichen und nicht-landwirtschaftlichen Bereich in Österreich diskutiert.

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12. "Koexistenz - Vorsorgemaßnahmen gegen Abdrift"

Als Abdrift bezeichnet man die unerwünschte Verfrachtung von ausgebrachten Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffen auf Nichtzielflächen während der Applikation durch Spritzen oder Sprühen. Bei einem Runden Tisch am 9. Juli 2018 zum Thema "Koexistenz" wurden Vorsorgemaßnahmen im Pflanzenschutz diskutiert, um Abdrift und Wirkstoff-Kontaminationen zu reduzieren und die Koexistenz von biologisch und konventionell wirtschaftenden Betrieben zu gewährleisten.

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13. "Zukunft Biene - Forschung zur Gesundheit der Honigbiene"

Honigbienen leisten mit ihrer Bestäubungstätigkeit einen unverzichtbaren Beitrag zur Biodiversität und tragen zur Ernährungssicherung in Österreich bei. Das Forschungsprojekt "Zukunft Biene" erforschte die Bienengesundheit und den Einfluss der landwirtschaftlichen Produktion, der Imkerei und der Witterungsverhältnisse auf Völker- und Bienenverluste. Beim Runden Tisch "Forschung zur Gesundheit der Honigbiene" am 8. November 2018 wurden die Forschungs-Ergebnisse und Ableitungen für die Praxis der Imkerei und Landwirtschaft diskutiert.

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14. "Österreichische Eiweißstrategie 2020+"

Soja & Leguminosen sind als stickstoffbindende Pflanzen gut für Boden und Klima sowie als bedeutende Eiweiß-Lieferanten gut für die Ernährung von Mensch und Tier. Eiweiß-Pflanzen sind daher eines von mehreren Standbeinen einer nachhaltigen Landwirtschaft. Beim Runden Tisch "Österreichische Eiweißstrategie 2020+" am 5. April 2019 wurde die österreichische Eiweiß-Bilanz analysiert sowie bestehende nationale Initiativen und Best Practice-Modelle für Eiweißpflanzen in Österreich diskutiert.

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15. "Klimafitte Böden - der Boden im (Klima-)Wandel"

Der Klimawandel wirkt sich auf Ökosysteme in ihrer Gesamtheit aus, so auch auf den Boden und damit den Nährstoff- und Wasserkreislauf sowie auf Bodenbildungsprozesse. Beim Runden Tisch "Klimafitte Böden – der Boden im (Klima-)Wandel“ am 13. Juni 2019 wurden aktuelle Forschungsprojekte vorgestellt und mögliche Gefahren sowie Gegenmaßnahmen bzw. Maßnahmen zur Klimawandelanpassung diskutiert.

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