Grippe

Influenza

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Zuletzt geändert: 04.12.2019
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Die Überwachung der Influenzasituation erfolgt in Österreich über das  so genannte Influenza-Surveillance-System. Erfasst werden Daten aus einem klinischen und einem virologischen Sentinelsurveillance-System sowie der Labormeldungen von Influenzavirusnachweis von weiteren fünf virologischen Laboratorien. Diese Daten werden wöchentlich durch das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz an das Europäische Surveillancesystem, geführt vom Europäischen Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC), gemeldet.

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Die Überwachung der Influenzasituation erfolgt in Österreich über das  so genannte Influenza-Surveillance-System. Erfasst werden Daten aus einem klinischen und einem virologischen Sentinelsurveillance-System sowie der Labormeldungen von Influenzavirusnachweis von weiteren fünf virologischen Laboratorien. Diese Daten werden wöchentlich durch das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz an das Europäische Surveillancesystem, geführt vom Europäischen Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC), gemeldet.

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Saison 2019/20

Geschätzte Anzahl von Grippe/Grippeähnlichen Erkrankungen/100.000 Einwohner per Kalenderwoche (KW), Österreich, KW 40-48, 2019/2020


Geschätzte Anzahl von Grippe/Grippeähnlichen Erkrankungen (ILI) /100.000 Einwohner per Altersgruppe und per KW, Österreich, KW 40-48, 2019/2020 


Geschätzte Anzahl von Grippe/Grippeähnlichen Erkrankungen (ILI) /100.000 Einwohner, gemeldete ARI bedingte Krankenstände/100.000 anspruchsberechtigte Versicherte / Erwerbstätige per KW, KW  40-48, 2019/2020


Anzahl der laborbestätigten Fälle von Influenza A, Influenza B, und geschätzte Anzahl von Grippe/Grippeähnlichen Erkrankungen/100.000 Einwohner per KW, Österreich, KW 40-48, 2019/2020


Anzahl der laborbestätigten Fälle nach Influenzavirustyp-/subtyp und prozentualer Anteil der Influenza positiv getesteten Proben bei untersuchten Sentinel-Proben per KW, Österreich, KW 40-48, 2019/2020


Datenquelle zu Abb. 1, 2
Geschätzte ILI/100.000 Einwohnern ist ein Schätzwert basierend auf Daten des Grippe-Meldesystems des Magistrats 15, Stadt Wien, der Abt. 7, Stadt Graz, sowie ILI-Daten aus dem Großraum Innsbruck.

Datenquelle zu Abb. 3
Versicherungsdaten: von KGKK (ICD-Diagnosen für ARI) und OÖGKK.
anspruchsberechtigte Versicherte von ÖOGKK: Beschäftigte, PD, KBG
anspruchsberechtigte Versicherte von KGKK: Erwerbstätige, Arbeitslose, KRG, KBG u. freiwillige. Versicherte.

Datenquelle zu Abb. 4, 5
Virologisches Sentinel-Surveillancesystem (DINÖ): Nationales Referenzlabor für Influenza, Zentrum für Virologie; Med. Universität Wien;
Virologisches Nicht-Sentinel-Surveillancesystem: Sektion für Virologie, Dep. für Hygiene, Mikrobiologie, Sozialmedizin; Med. Universität IBK, Tirol; Abteilung Virologie & Infektionsserologie, Institut für Hygiene, Mikrobiologie, und Umweltmedizin Med. Universität Graz, Stmk; Mikrobiologisches Labor & Gemeinschaftspraxis für Reisemedizin, IBK, Tirol; Analyse BioLab GmbH, Elisabethinen Linz, OÖ; SALK Labor GmbH, Salzburg; Institut für Medizinische, Mikrobiologie und Hygiene am Klinikums Wels-Grieskirchen, OÖ

Mortalität

Da die Influenza als Todesursache häufig nicht erkannt oder registriert wird, ist es internationaler Standard, dass die mit Influenza in Zusammenhang stehenden Todesfälle durch Modellierungen geschätzt werden. Ein solches Modell wurde in Österreich in Kooperation des Nationalen Referenzzentrums für Influenzaepidemiologie der AGES (PD Dr. Daniela Schmid; DI Lukas Richter) mit dem Nationalen Referenz-Laboratorium für Influenza am Department für Virologie der Medizinischen Universität Wien (Univ.-Prof. Dr. Theresia Popow-Kraupp; Dr. Monika Redlberger-Fritz) etabliert.

Der Influenza zugeschriebenen Sterblichkeit, Saisonen 2015/2016-2018/2019 in Österreich, abschließende Analyse für die Saison 2018/2019

Stand: 17.06.2019, Auswertung bis: 2019 KW 20

Abbildung 1: Erwartete All-Ursachen Sterblichkeit mit 95% KI (Baseline, schwarze Linie), Abweichung der All-Ursachen Sterblichkeit von der Baseline (graue Fläche), geschätzter Effekt der Influenza-Aktivität (ΔIA, rote Linie), sowie geschätzter Effekt der extremen Temperatur (ΔET, grüne Linie) für die Saisonen 2015/2016-2018/2019 (KW 40-KW 20), Österreich.

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Anmerkung: Die y-Achse bildet nur den relevanten Bereich der Daten ab und beginnt nicht bei „0“.

Tabelle 1: Geschätzte Anzahl der Todesfälle, assoziiert mit der saisonalen Influenza und mit Temperaturextremen (inklusive 95 % Konfidenzintervall, KI) für die Saisonen 2015/2016-2018/2019 (jeweils KW 40-KW 20 des Folgejahres), Österreich.

SaisonKalenderwocheAnzahl geschätzte Todesfälle (95 % KI) assoziiert mit Influenza (IA)Anzahl geschätzte Todesfälle (95 % KI) assoziiert mit extremer Temperatur (ET)
2015/201640 - 20259 (198; 326)-
2016/201740 - 204.436 (4.242; 4.634)134 (90; 183)
2017/201840 - 202.851 (2.688; 3.016)199 (144; 260)
2018/201940 - 201.373 (1.246; 1.504)10 (-2; 37)

Abbildung 2: Geschätzte Todesfälle, assoziiert mit der saisonalen Influenza und Temperaturextremen pro 100.000 Personen (inklusive 95 % KI) für die Saisonen 2013/2014-2018/2019 (KW 40-KW 20), Österreich

Beschreibung des Modells

Österreich ist seit 2014 Partner des EuroMOMO Netzwerks. EuroMOMO ist ein europaweites Überwachungssystem der All-Ursachen Sterblichkeit (All-Ursachen Mortalität) der Allgemeinbevölkerung (MOrtalitätsMOnitoring). Im Rahmen dessen wurde eine Methode zur Einschätzung der Influenza-assoziierten Übersterblichkeit (Exzess-Mortalität) entwickelt [1]. Hierfür werden Daten der wöchentlichen All-Ursachen Sterblichkeit (Statistik Austria), der Influenza-Positivrate (DINÖ, Diagnostisches Influenza Netzwerk Österreich) und der ILI-Inzidenz (klinisches Sentinel-Surveillancesystem) sowie von österreichweiten Temperaturmessungen (NOAA, National Oceanic and Atmospheric Administration) verwendet.

Erklärung FluMOMO anhand Abbildung 3:

Basierend auf der gemeldeten, wöchentlichen All-Ursachen Sterblichkeit ("Observed number of deaths"), der erhobenen Influenza-Positivrate, der geschätzten ILI-Inzidenz  sowie der Temperaturdaten wird der Effekt der Influenza (ΔIA) und der Effekt der Temperaturextreme (ΔET) auf die Gesamt-Sterblichkeit geschätzt. Die Anzahl der saisonalen Influenza-assoziierten Todesfälle (wie Abbildung 2) entspricht der Fläche, die durch die schwarze Linie ("Baseline") und die rote Linie ("Baseline + ΔIA") begrenz wird. Die Anzahl der Todesfälle assoziiert mit extremer Temperatur (zusätzlich zum Effekt der Influenza Aktivität) wird durch die Fläche zwischen der roten Linie ("Baseline + ΔIA") und der grünen Linie ("Baseline + ΔIA + ΔET") präsentiert. Eine detaillierte Beschreibung des Modells gibt es von Nielsen et al. [1] (in Englisch).

Abbildung 3: Illustration des FluMOMO Modells, Beschriftung in Englisch (aus Nielsen et al. [1])

Datenquellen

Wöchentliche All-Ursachen Mortalität: Statistik Austria
Wöchentliche Influenza-Positivrate: virologisches Sentinel-Surveillancesystem, DINÖ, Diagnostisches Influenza Netzwerk Österreich
Wöchentliche ILI-Inzidenz: klinisches Sentinel-Surveillancesystem, operiert am Nationalen Referenzzentrum für Influenzaepidemiologie, AGES
Temperaturdaten für Österreich: NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) zur Verfügung gestellt von EuroMOMO Netzwerk

Referenzen
1.     Nielsen J, Krause TG, Mølbak K. Influenza-associated mortality determined from all-cause mortality, Denmark 2010/11-2016/17: The FluMOMO model. Influenza Other Respir Viruses. 2018; doi:10.1111/irv.12564


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