Schulverpflegung

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Zuletzt geändert: 09.02.2017

Eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung leistet einen wichtigen Beitrag zu einem gesunden Heranwachsen von Kindern und Jugendlichen. Deshalb ist es wesentlich, vor allem dort Maßnahmen zu setzen, wo Kinder und Jugendliche viel Zeit verbringen – in der Schule.

Mit der Initiative „Unser Schulbuffet“ ist es gelungen, viele Buffetbetreiberinnen und Betreiber zu erreichen und eine Verbesserung des Verpflegungsangebots an Schulen herbeizuführen. Die „Leitlinie Schulbuffet“ liefert dazu österreichweit einheitliche Mindestkriterien für ein gesundheitsförderliches Schulbuffet. Mit dem Projekt „Die gute Wahl“ wird nun ein Schritt weitergegangen. Symbole können Schülerinnen und Schülern dabei helfen, eine gute und gesundheitsförderliche Wahl zu treffen. Dafür werden bereits etablierte (anerkannte) Kennzeichnungssysteme mit Unterstützung engagierter Buffetbetreiber bzw. –betreiberinnen, Schulen und regionalen Kooperationspartner an ausgewählten Schulbuffets erprobt.

Eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung leistet einen wichtigen Beitrag zu einem gesunden Heranwachsen von Kindern und Jugendlichen. Deshalb ist es wesentlich, vor allem dort Maßnahmen zu setzen, wo Kinder und Jugendliche viel Zeit verbringen – in der Schule.

Mit der Initiative „Unser Schulbuffet“ ist es gelungen, viele Buffetbetreiberinnen und Betreiber zu erreichen und eine Verbesserung des Verpflegungsangebots an Schulen herbeizuführen. Die „Leitlinie Schulbuffet“ liefert dazu österreichweit einheitliche Mindestkriterien für ein gesundheitsförderliches Schulbuffet. Mit dem Projekt „Die gute Wahl“ wird nun ein Schritt weitergegangen. Symbole können Schülerinnen und Schülern dabei helfen, eine gute und gesundheitsförderliche Wahl zu treffen. Dafür werden bereits etablierte (anerkannte) Kennzeichnungssysteme mit Unterstützung engagierter Buffetbetreiber bzw. –betreiberinnen, Schulen und regionalen Kooperationspartner an ausgewählten Schulbuffets erprobt.

Die gute Wahl

Die gute Wahl

Als Anknüpfung an den Erfolg der Initiative „Unser Schulbuffet“ soll nun herausgefunden werden, wie verstärkt auf das gesunde Warenangebot aufmerksam gemacht werden kann. Insgesamt wurden vier Kennzeichnungssysteme genauer unter die Lupe genommen. Zwei davon, das Logo „Bewusst Wählen“ und das „Ampelsystem“ haben es in den Praxistest geschafft. Mit dem aus Vorsorgemitteln der Bundesgesundheitsagentur finanzierten Pilotprojekt „Die gute Wahl“ wird getestet, ob sich Schülerinnen und Schüler an Symbolkennzeichnungsmodellen hinsichtlich ihrer Lebensmittelauswahl orientieren und so die gesündere Wahl treffen. Weiters soll geprüft werden, ob die Kennzeichnung von Produkten am Schulbuffet für den Buffetbetreiber bzw. die Buffetbetreiberin im alltäglichen Arbeitsablauf praktikabel ist.

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"Bewusst Wählen" Logo
Bewusst Wählen Logo
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Ampelsystem
Ampelsystem

Kennzeichnungsmodell „Bewusst Wählen“

Das Logo „Bewusst Wählen“ (Healthy Choice) wurde auf Basis internationaler Ernährungsempfehlungen entwickelt und erstmals 2006 in den Niederlanden umgesetzt. Es soll Konsumenten und Konsumentinnen helfen eine gesunde Lebensmittelauswahl zu treffen. Die Kriterien orientieren sich an den Ernährungsempfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und werden regelmäßig überarbeitet. In Ländern wie den Niederlanden, Tschechien und Polen wurden bereits nationale Programme mit dieser Kennzeichnung umgesetzt. In Mexiko wurden ebenfalls eigene Kriterien entwickelt.

Kennzeichnungsmodell „Ampelsystem“

Das Ampelsystem wurde in England von den Gesundheitsbehörden in Zusammenarbeit mit der Agentur für Lebensmittelstandards entwickelt. Es soll Konsumenten und Konsumentinnen einen Überblick über die Zusammensetzung der Lebensmittel geben und auf hohe Gehalte einzelner Nährwerte hinweisen. Die freiwillige Kennzeichnung anhand der Ampelfarben basiert auf dem Gehalt an Energie, Fett, gesättigte Fettsäuren, Zucker und Salz (Grün = niedriger Gehalt, Orange = mittlerer Gehalt, Rot = hoher Gehalt).

Systeme im Test

In Kooperation mit den Schulbuffetbetreibern und -betreiberinnen soll nun in Österreich die Umsetzung dieser beiden Kennzeichnungssystemen getestet werden.

  1. Schritt – Aufnahme des Warenangebotes:
    Alle Speisen und Getränke werden hinsichtlich ihrer Nährwerte (gesättigte Fettsäuren, Zucker, Salz etc.) genau erfasst.
  2. Schritt – Auslobung der Produkte:
    Im zweiten Schritt werden die werden die Speisen und Getränke am Schulbuffet gekennzeichnet und sollen für einige Wochen am Buffet ersichtlich bleiben (ca. 4 bis 6 Wochen).
  3. Schritt – Interview:
    Nach der Kennzeichnungsphase erfolgt ein persönliches Interview mit dem Buffetbetreiber bzw. der Buffetbetreiberin zur Alltagstauglichkeit des Kennzeichnungssystems. Auch die Meinungen von Schüler und Schülerinnen werden im Anschluss erfragt.

Weitere Informationen

Leitlinie Schulbuffet

Leitlinie Schulbuffet

Bild: Leitlinie Schulbuffet

Die "Leitlinie Schulbuffet" enthält ernährungswissenschaftliche Empfehlungen für ein gesundheitsförderliches Speisen- und Getränkeangebot an österreichischen Schulbuffets und wurde von ExpertInnen im Bereich Ernährung und öffentliche Gesundheit, unter anderem von der AGES, unter Einbindung der betroffenen Verkehrskreise und der nationalen Ernährungskommission erarbeitet. Die "Leitlinie Schulbuffet" wurde im Jahr 2011 vom Bundesministerium für Gesundheit veröffentlicht.

Die Leitlinie enthält Empfehlungen für elf Warengruppen, wie beispielsweise Getränke und Backwaren, sowie Tipps zu deren Umsetzung. Bei der Zusammensetzung des Warenkorbs sind Mengenverhältnisse sowie die Präsentation der Produkte wesentlich. Es wurde auf Verbote verzichtet, so sind beispielsweise auch Süßigkeiten und Mehlspeisen am Schulbuffet erlaubt, jedoch in geringerer Menge. Gesundheitsförderliche Waren sollen im Vordergrund präsentiert werden, um sie für SchülerInnen sichtbar zu machen.

Unser Schulbuffet

Unser Schulbuffet

Logo "Unser Schulbuffet"

"Unser Schulbuffet" ist eine österreichweite Initiative des Bundesministeriums für Gesundheit in Zusammenarbeit mit der AGES zur Verbesserung der Pausen- und Mittagsverpflegung an Schulen. Die Initiative richtet sich an alle BuffetbetreiberInnen, die ihr Warenangebot optimieren wollen. Sie werden bei der Umsetzung eines gesundheitsförderlichen Speisen- und Getränkeangebots laut "Leitlinie Schulbuffet" durch mobile Coaches praxisnah und mit Begleitmaßnahmen unterstützt.

Im Rahmen der Initiative "Unser Schulbuffet" wurden in den Jahren 2011-2014 österreichweit Buffetbetriebe an mehr als 300 Standorten betreut. Mehr als 250 Standorte erfüllten den Großteil der Empfehlungen der "Leitlinie Schulbuffet" und konnten somit vom mobilen Team ausgezeichnet werden. Der Zugang zu einem gesundheitsförderlichen Warenangebot wurde mehr als 200.000 SchülerInnen ermöglicht.

Um ein "ausgezeichnetes" Warenangebot langfristig sicherzustellen, wurde den ausgezeichneten Buffetbetrieben im Zuge einer Reevaluierung nach einem Jahr die Möglichkeit gegeben, ihr Schulbuffet erneut auszeichnen zu lassen. In den Jahren 2011-2014 konnte knapp 170 Betrieben die Auszeichnung erneut verliehen werden. Zudem gab es besonders engagierte BetreiberInnen, die seit dem Start an der Initiative teilnahmen und zum bereits 3. Mal ausgezeichnet werden konnten.

Evaluierung

In den Jahren 2012 und 2013 wurde die Initiative "Unser Schulbuffet" von ExpertInnen der AGES (Bereich Integrative Risikobewertung, Daten und Statistik) begleitend evaluiert. Das Ziel der Evaluierung war, die Qualität des Maßnahmen-Roll-Outs während der Planung und Durchführung zu reflektieren und bei Bedarf zu verbessern, sowie den Erfolg der Initiative zu überprüfen. Die Evaluierung ergab, dass die überwiegende Mehrheit (93 %) der BuffetbetreiberInnen die Initiative positiv bewertete. Als wichtigste Erfolgsfaktoren wurden die professionelle Unterstützung durch die mobilen Coaches sowie die Fokussierung auf die Zielgruppe "Buffetbetriebe" genannt. Ein weiteres wichtiges Element war der Erhalt der Wirtschaftlichkeit der Betriebe. Eine Umstellung des Warenangebots laut "Leitlinie Schulbuffet" führte weniger zu Umsatzeinbußen, sondern zu Umschichtungen des Umsatzes innerhalb des Warensortiments. Der Großteil der BuffetbetreiberInnen gab an, dass ein Schulbuffet, das den Empfehlungen der "Leitlinie Schulbuffet" entspricht, vom wirtschaftlichen Standpunkt aus langfristig umsetzbar ist.

Auch die gelungene Vernetzung der BuffetbetreiberInnen untereinander im Rahmen von Jahrestagungen und regional organisierten Stammtischen, sowie mit weiteren schulinternen Partnern wurde als gelungen angesehen.

Die Evaluierung der Initiative "Unser Schulbuffet" konnte zeigen, dass eine Verbesserung des Verpflegungsangebots bei gleichzeitigem Erhalt der Wirtschaftlichkeit und KundInnenzufriedenheit möglich ist.

Die Initiative geht weiter...

Seit Mitte 2014 wird die mobile Beratung zudem mit regionalen Kooperationspartnern in einigen Bundesländern fortgeführt. Siehe Website des Gesundheitsministeriums: "Unser Schulbuffet".


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