Richtige Ernährung für jedes Alter
Gesundheitsförderung in der Schwangerschaft & Stillzeit und für Kinder bis zum 10. Lebensjahr
Ein gesunder Lebensstil beginnt bereits im Mutterleib. Schon die bevorzugte Essensweise der Mutter während der Schwangerschaft kann die späteren Ernährungsgewohnheiten und die Geschmacksvorlieben der Kinder ein Leben lang prägen. Ernährungsdefizite, die während der Schwangerschaft und bis zum Ende des zweiten Lebensjahres erworben werden, lassen sich im späteren Leben nur sehr schwer wieder ausgleichen.
Zur Förderung einer ausgewogenen und den Bedürfnissen angepassten Ernährung sowie als praktischer Ratgeber für einen gesunden Lebensstil in der Schwangerschaft und Stillzeit wurde von uns das Programm "Richtig essen von Anfang an!" in Zusammenarbeit mit dem Dachverband der österreichischen Sozialversicherungsträger und dem Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMASGPK) ins Leben gerufen.
Richtig Essen in der Schwangerschaft und Stillzeit
Die richtige Ernährung während der Schwangerschaft und Stillzeit ist wichtig, um die Versorgung mit Energie und Nährstoffen für das Wachstum und die Entwicklung des Babys zu gewährleisten und um der Mutter all das zu liefern, was sie selbst braucht.
Über die Muttermilch werden wichtige Nährstoffe an das Baby abgegeben und je nachdem, was die stillende Mutter zu sich nimmt, verändert sich auch der Geschmack der Muttermilch. Durch die Ernährung der Mutter in der Schwangerschaft und Stillzeit können auch die Vorlieben der Kinder für bestimmte Geschmacksrichtungen mitbeeinflusst werden.
Kalorienbedarf in der Schwangerschaft und Stillzeit
Schwangere haben einen erhöhten Kalorienbedarf, brauchen aber trotzdem nicht für zwei zu essen! Erst ab der 13. Schwangerschaftswoche steigt der Kalorienbedarf, der durch eine zusätzliche kleine Jause (1 Extraportion Getreideprodukte, 1 Extraportion Obst/Gemüse und 1 Extraportion Milchprodukte) gedeckt werden kann. Ab der 28. Schwangerschaftswoche braucht die Mutter noch etwas mehr. So wird 1 Extraportion Pflanzenöl empfohlen, die auch in Form von Nüssen und Samen angeboten werden kann. Der Mehrbedarf ab der 28. Schwangerschaftswoche kann durch eine weitere zusätzliche kleine Jause oder durch eine größere Mahlzeit gedeckt werden. In der Stillzeit braucht die Mutter genauso viele Kalorien, wie es am Ende der Schwangerschaft empfohlen wird – jedoch nur, solange ausschließlich gestillt wird.
Vitamine und Mineralstoffe in der Schwangerschaft und Stillzeit
Stärker als der Energiebedarf erhöht sich während der Schwangerschaft und Stillzeit der Bedarf an Vitaminen (Vitamine der B-Gruppe - Vitamin B1, B2, B6, B12, Folat, Niacin - und an den antioxidativen Vitaminen A, C, E) und Mineralstoffen (Eisen, Zink, Jod, Phosphor und Magnesium). Damit Mutter und Kind gut versorgt sind, ist eine richtige und vielfältige Auswahl an Lebensmitteln mit einem hohen Anteil an Vitaminen, Mineralstoffen und sonstigen Schutzstoffen wichtig. Die Qualität der Lebensmittel spielt daher eine besondere Rolle.
Flüssigkeitsaufnahme in der Schwangerschaft und Stillzeit
In der Schwangerschaft und Stillzeit ist zudem auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. So sollten in der Schwangerschaft mindesten 1,5 Liter Trinkwasser oder alkoholfreie und energiearme Getränke getrunken werden. Ab der Stillzeit kommt noch eine Extraportion hinzu.
Empfehlungen für einen gesunden Lebensstil in der Schwangerschaft und Stillzeit
Vorsorglich sollte der Verzehr von Genussmitteln wie koffeinhaltige Getränke eingeschränkt werden. In der Schwangerschaft sollte völlig auf Genussmittel wie Alkohol und Zigaretten verzichtet werden. Um eine zu starke Gewichtszunahme während der Schwangerschaft zu vermeiden, sollten Mütter nicht nur weniger Mehlspeisen und Süßigkeiten zu sich nehmen, sondern sich auch mehr regelmäßig bewegen. Regelmäßige Bewegung in der Schwangerschaft kann positive Auswirkungen auf Mutter und Kind haben. So wird eine tägliche Bewegung von 30 Minuten in Form von Spazierengehen, Nordic Walking, Radfahren und Wassergymnastik empfohlen. Hochintensive oder exzessive Sportarten sollten hingegen gemieden werden.
Um Schwangere und Stillende über die aktuellen Ernährungsempfehlungen und über die richtige Lebensmittelauswahl in der Schwangerschaft und Stillzeit zu informieren, wurde „Die Österreichische Ernährungspyramide für Schwangere und Stillende“ erarbeitet. Hier finden Sie auch Informationen darüber was noch in der Schwangerschaft und Stillzeit gemieden werden sollte.
Weiterführende Informationen:
- die richtige Ernährung in der Schwangerschaft und Stillzeit erhalten Sie unter "Richtig essen von Anfang an!"
- die richtige Lebensmittelauswahl in der Schwangerschaft und Stillzeit unter „Die österreichische Ernährungspyramide für Schwangere und Stillende“.
Richtig Essen für Säuglinge und Kleinkinder
Der Grundstein für gesunde Ernährungsgewohnheiten wird bereits während der Schwangerschaft im Mutterleib und in der frühen Kindheit gelegt: Ernährungsdefizite, die während der Schwangerschaft und bis zum Ende des zweiten Lebensjahres erworben werden, lassen sich im späteren Leben nur sehr schwer wieder ausgleichen.
Beikostempfehlungen
Im Rahmen des Programms "Richtig essen von Anfang an!" wurde gemeinsam mit Expertinnen und Experten im Bereich Ernährung und Kindergesundheit die „Österreichischen Beikostempfehlungen“ sowie die „Empfehlungen für die Ernährung von ein- bis dreijährigen Kindern“ und Empfehlungen für die Ernährung von vier- bis zehnjährigen Kindern erarbeitet. Damit stehen erstmals einheitliche, auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft basierende, Informationen zur Einführung von fester Nahrung (Beikost) und zur Ernährung von Kleinkindern und Kindern von vier bis zehn Jahren zur Verfügung. Die Empfehlungen im Detail sind auf der Website des Programms "Richtig essen von Anfang an!" zu finden.
Die neuen Empfehlungen berücksichtigen vor allem den individuellen Entwicklungsgrad des Säuglings und ermöglichen Eltern, auf die Bedürfnisse ihres Kindes zu reagieren.
Alter bei der Beikosteinführung
In den ersten Lebensmonaten ist ein Baby mit Stillen bzw. Säuglingsanfangsnahrung (Pre-Nahrung) bestens versorgt, später braucht das Baby jedoch mehr. Die Einführung von fester Nahrung (Beikost) sollte je nach individuellem Entwicklungsstand des Kleinkindes zwischen Beginn des 5. Lebensmonats (17. Woche) und Ende des 6. Lebensmonats (26. Woche) beginnen. Muttermilch und Säuglingsanfangsnahrung bleiben aber auch danach noch eine wichtige Nährstoffquelle.
Beikostempfehlungen für die Breisortenabfolge
Es gibt keine Reihenfolge in der Einführung von Beikost, wichtig ist aber, dass diese langsam und Schritt für Schritt erfolgt. Zu Beginn sind gut verfügbare Eisen- und Zinkquellen wie Fleisch und Getreide für die optimale Versorgung wichtig.
Empfehlungen für die Beikost werden regelmäßig wissenschaftlich überprüft und angepasst. Wurde vor einigen Jahren noch von der Gabe von allergenen Lebensmitteln abgeraten, so gilt dieses Prinzip schon lange nicht mehr. Allergene Lebensmittel zu meiden hat keinen präventiven Effekt. Im Gegenteil, es gibt Hinweise dafür, dass Fischkonsum im ersten Lebensjahr einen Schutzeffekt auf die Entwicklung allergischer Erkrankungen hat. Wann Eltern ihren Kindern Beikost anbieten, ob sie das in der Früh, zu Mittag oder am Abend tun, ist frei zu entscheiden.
Beikostempfehlungen für die Flüssigkeitsaufnahme
Während des ausschließlichen Stillens sind keine zusätzlichen Getränke nötig. Wird mit der Beikost begonnen, kann nach Bedarf Flüssigkeit angeboten werden. Ab dem 10. Monat braucht ein Kind aber regelmäßig Flüssigkeit in Form von Getränken, idealerweise Trinkwasser.
Es gibt Lebensmittel, die für Säuglinge nicht geeignet sind. Verzichtet werden sollte auf Salz, Zucker, Honig und Süßungsmittel – das gilt vor allem auch bei Getränken. Säuglinge und Kleinkinder sollten auch keine ganzen oder grob gehackten Nüsse und Erdnüsse essen: Diese können eingeatmet werden und in die Lunge geraten. Fein gerieben und vermischt mit Breien stellen sie kein Problem dar. Ebenfalls verzichten sollte man auf fettreiche Raubfische wie z. B. Thunfisch, Schwertfisch, Heilbutt, Hecht, Butterfisch, Königsmakrele – sie können am ehesten mit Schwermetallen belastet sein. Gut eignen sich Saibling, Lachs und Forelle.
Mit unserem Online-Tool „Lebensmittel unter der Lupe“ können Sie den Nährstoffgehalt, vor allem den Zucker- und Salzgehalt, in Säugling- und Kleinkindprodukten, Quetschies vergleichen.
Essen Lernen durch Nachahmung
Säuglinge sind von Natur aus kritisch gegenüber neuen Lebensmitteln. Wichtig ist, dass ein Kind nicht zum Essen gezwungen wird. Vielmehr sollten Eltern neue Lebensmittel mehrmals anbieten und selbst ein gutes Vorbild sein. Kinder lernen durch Nachahmung. Das Essverhalten der Eltern prägt das Essverhalten des Kindes.
Weiterführende Informationen über die richtige Ernährung für Kinder bis zum 10. Lebensjahr finden sie hier.
Richtig Essen in der Schule
Checkliste für eine gesunde Schulverpflegung
Kinder und Jugendliche verbringen viel Zeit in der Schule. Die Lebenswelt Schule ist ein Ort des Lernens und des sozialen Miteinanders. Immer häufiger wird nicht nur die Jause, sondern auch das Mittagessen miteinander eingenommen. Eine gesundheitsförderliche Schulverpflegung unterstützt die Schülerinnen und Schüler dabei, sich gesund zu ernähren und den schulischen Alltag gut zu bewältigen.
Im Rahmen des Programms „Richtig essen von Anfang an!“ ist ein Werkzeug für Schulen und ihre Erhalterinnen und Erhalter entstanden, das bei der Gestaltung der schulischen Verpflegung eine Hilfestellung geben kann: die „Checkliste für die Schulverpflegung“.
Die Checkliste kann zur Selbsteinschätzung verwendet werden und einen Überblick darüber schaffen, welche Bereiche einer gesundheitsförderlichen Schulverpflegung bereits erfüllt werden und wo es noch Verbesserungsmöglichkeiten gibt. Ein ausführliches Begleitdokument mit zahlreichen vertiefenden Informationen, Tipps und Links liefert zudem weitere Unterstützung bei der Umsetzung. Beide Dokumente sollen neben Schulerhalterinnen und Schulerhaltern auch alle weiteren Personen unterstützen, die eine Rolle bei der Gestaltung der schulischen Gemeinschaftsverpflegung spielen (z. B. Schulleiterinnen/Schulleiter, Pädagoginnen/Pädagogen, Eltern/Erziehungsberechtigte, Verpflegerinnen/Verpfleger).
Die „Checkliste für die Schulverpflegung“ wurde von Expertinnen und Experten im Bereich der Gemeinschaftsverpflegung bzw. Ernährung erstellt und durch die Nationale Ernährungskommission (NEK) einstimmig angenommen.
Leitlinie Schulbuffet für eine gesunde Schulverpflegung
Die "Leitlinie Schulbuffet" enthält Empfehlungen für die am Schulbuffet angebotenen Warengruppen und ist ein wichtiges Instrument für die Umsetzung einer gesundheitsfördernden Pausenverpflegung an Österreichs Schulen. Die Leitlinie Schulbuffet wurde durch die Nationale Ernährungskommission (NEK) einstimmig angenommen und verabschiedet.
Neben den Kriterien zum Angebot am Schulbuffet sind auch Informationen zu den Rahmenbedingungen (wie Zusammenarbeit in der Schule) sowie Kriterien zur Befüllung von Getränke- und Snackautomaten enthalten. Zudem stehen Checklisten zu einer ersten Selbsteinschätzung des Angebots am Schulbuffet sowie in den Automaten zur Verfügung.
Evaluierungstool zur Leitlinie Schulbuffet
Aufbauend auf die Leitlinie Schulbuffet wurde von der AGES ein Evaluierungstool entwickelt: Mit dem Evaluierungstool kann der Warenkorb am Schulbuffet aufgenommen und anhand der Kriterien der Leitlinie Schulbuffet objektiv und standardisiert bewertet werden. Das Evaluierungstool wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMASGPK) entwickelt.
Schulungen zum Evaluierungstool
Die AGES bietet im Rahmen der Kompetenzstelle Gemeinschaftsverpflegung Schulungen zum Evaluierungstool für öffentliche Umsetzer:innen in den Bundesländern an. Die Schulungen werden in Kooperation mit dem Fonds Gesundes Österreich (FGÖ) umgesetzt.
Kompetenzstelle Gemeinschaftsverpflegung
Die Kompetenzstelle Gemeinschaftsverpflegung ist eine Informations- und Austauschplattform für all jene, die sich mit der Gemeinschaftsverpflegung in Bildungseinrichtungen, wie Kindergarten, Kinderkrippe und Schule, beschäftigen. Sie ist seit 2024 in der AGES eingerichtet. Die Kompetenzstelle Gemeinschaftsverpflegung arbeitet im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMASGPK) und in Kooperation mit dem Fonds Gesundes Österreich (FGÖ).
Im Fokus der Aktivitäten der Kompetenzstelle Gemeinschaftsverpflegung steht eine gesundheitsfördernde Verpflegung von Kindern und Jugendlichen in Bildungseinrichtungen. Dies wird unter anderem durch die weitere Bekanntmachung der nationalen Empfehlungen zur Gemeinschaftsverpflegung sowie Vernetzung aller öffentlichen Stellen in den Bundesländern erreicht.
Website der Kompetenzstelle Gemeinschaftsverpflegung
Auf der Website der Kompetenzstelle Gemeinschaftsverpflegung finden Interessierte einen aktuellen Überblick über Empfehlungen, Leitlinien und praktische Umsetzungshilfen sowie Rezeptideen für eine gesunde Ernährung. Die Website richtet sich an alle, die für Verpflegung in Bildungseinrichtungen – wie Kindergarten, Krippe und Schule – verantwortlich sind, und dient als Informationsplattform.
Zudem sind auf der Website die öffentlichen Beratungsstellen der Bundesländer verlinkt. So finden interessierte Kindergarten- und Schulleitungen, Pädagog:innen oder Verpflegungsanbieter:innen rasch Unterstützung bei der Umsetzung von Maßnahmen in Kindergärten und Schulen.
Nährwertinformationen
Lebensmittel unter der Lupe
Im Zuge des Pilotprojekts JANPA (Joint Action on Nutrition and Physical Activity) wurde vom Zentrum Ernährung und Prävention eine Nährstoffdatenbank nach einem internationalen Modell aufgebaut, insbesondere mit für Kinder relevante Produktgruppen, und diese in unserem Projekt "Lebensmittel unter der Lupe" (kurz: LeLu) realisiert. In dem Projekt "LeLu“ – kofinanziert aus den Mitteln „Gemeinsame Gesundheitsziele aus dem Rahmen-Pharmavertrag“ – werden seit Herbst 2017 von unserem Zentrum Ernährung und Prävention Daten zu Produktkategorien erhoben und ausgewertet, die gezielt an Kinder gerichtet sind. Die Ergebnisse sollen Nährwerte vergleichbar machen und Produktreformulierungen (z. B. die Reduktion von Salz, Zucker, Fett) durch die Lebensmittelunternehmen anregen. Außerdem sollen die Ergebnisse eine Hilfestellung für Eltern und Bezugspersonen darstellen um Lebensmittel miteinander vergleichen und umso eine gesündere und informierte Kaufentscheidung treffen zu können. Mehr Informationen finden Sie auch in dem Nährstoffmonitoring-Bericht 2017–2021.
Österreichisches Nährwertprofil
Kinder sind regelmäßig mit Werbung für Nahrungsmittel und Getränke konfrontiert, die einen übermäßigen Gehalt an Energie, Fett, Zucker und Salz (HFSS) aufweisen. Die Vermarktung von solchen Lebensmitteln an Kinder kann z. B. schon früh negative Auswirkungen haben, indem sie die Entwicklung von Vorlieben für bestimmte „ungesunde“ Lebensmittel, Geschmackspräferenzen und Ernährungsgewohnheiten fördert und so zur Entwicklung von Übergewicht bereits im Kindesalter beiträgt.
Um die Bewerbung von Lebensmitteln mit hohem Gehalt an Energie, Fett, Zucker oder Salz an Kinder vor, während und nach Kindersendungen zu lenken wurde ein „Österreichisches Nährwertprofil zur Lenkung von Lebensmittelwerbung an Kinder in audiovisuellen Medien“ entwickelt.
Das österreichische Nährwertprofil orientiert sich an dem „Nutrient Profile Model“ der Weltgesundheitsorganisation WHO. Das Modell der WHO wurde an österreichische Gegebenheiten adaptiert. Das österreichische Modell wurde unter anderem an nationale Empfehlungen (wie z. B. Ernährungsempfehlungen für Kinder von 4 bis 10 Jahren) sowie an das österreichische Produktsortiment angepasst und berücksichtigt das EU „Pledge Nutrition Criteria White Paper“.
Das Österreichische Nährwertprofil wurde im Rahmen des Gesundheitsförderungsprogramms „Richtig essen von Anfang an!“ erarbeitet und in der Nationalen Ernährungskommission fachlich diskutiert und abgestimmt.
Die Empfehlung der Nationalen Ernährungskommission zur Lenkung von Lebensmittelwerbung an Kinder in audiovisuellen Medien ist als Hilfestellung für jene gedacht, die mit diesem Thema arbeiten bzw. Werbung gestalten. Die Empfehlung soll dabei unterstützen, die große Verantwortung wahrzunehmen, die Gesundheit von Kindern zu schützen.
EU-Schulprogramm für Milch, Obst & Gemüse
Zur Förderung gesunder Ernährungsgewohnheiten bei Kindern
Gesunde Jause für Kinder
Obst und Gemüse sind gesund – das wissen die meisten Kinder. Doch in der Jausenbox verstecken sich oft andere Lebensmittel. Damit Kinder und Jugendliche öfter eine gesunde Jause essen, gibt es das EU-Schulprogramm für Milch, Obst und Gemüse. Europaweit wird dadurch einerseits die Verteilung von Obst, Gemüse, Milch und Milchprodukten an Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen gefördert. Andererseits können Schülerinnen und Schüler an Verkostungen teilnehmen. Außerdem erfahren sie bei Ausflügen auf einen Bauernhof mehr über Vielfalt, Herstellung und Produktion dieser Lebensmittel und durch die Anschaffung von Hochbeeten, Obstbäumen und -sträuchern, soll dieses Wissen vertieft werden. Durch die Teilnahme am EU-Schulprogramm profitieren alle Kinder gleichermaßen, da die geförderten Lebensmittel günstiger sind. Für Pädagoginnen und Pädagogen gibt es zudem Unterrichtsmaterialien, die Unterstützung im Schulalltag anbieten.
Unter unserer Leitung wurden mit finanziellen Mitteln der Europäischen Union im Auftrag der Agrarmarkt Austria Unterrichtsmaterialien und Videos erstellt.
Das EU-Schulprogramm wird unterstützt durch das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft, das Bundesministerium für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Pflege und Konsumentenschutz und das Bundesministerium für Bildung.
Profi-Quiz für Kinder
Kann man Butter selbst herstellen? Welches Obst wächst auf Bäumen?
Nicht alle Kinder können diese Fragen leicht beantworten. Daher wurden im Rahmen des EU-Schulprogramms Quizfragen rund um die Themen Milch, Obst und Gemüse zusammengestellt. Kinder im Alter zwischen 6 und 10 Jahren können sich dadurch verstärkt Wissen über landwirtschaftliche Produkte, Umwelt oder Inhaltsstoffe aneignen. Aufgeteilt nach zwei Bereichen (Milch bzw. Obst/Gemüse) stehen jeweils 20 Fragen in unterschiedlichen Kategorien zur Verfügung.
Die Quizfragen stehen als PDF-Version zum Download zur Verfügung oder können online (als Desktop-Version) beantwortet werden.
Experimente für Kinder
Wieso wird ein geriebener Apfel braun? Wie wird Frischkäse hergestellt?
Um diese Fragen im Unterricht zu erforschen wurden im Rahmen des EU-Schulprogramms zehn verschiedene „Experimente für den Schulunterricht“ rund um die Themen Milch, Obst und Gemüse entwickelt.
Die Anleitungen umfassen neben den erforderlichen Materialien die genauen Durchführungsschritte und wissenswerte Grundlagen, die hinter den zu beobachtenden Effekten stecken. Zusätzlich gibt es Videos zu den Experimenten, die zur Demonstration im Unterricht verwendet werden können – entweder vorab als Anleitung oder im Nachhinein als Erfolgskontrolle. Ein Forschungsprotokoll unterstützt die jungen Forscherinnen und Forscher dabei, selbstständig Hypothesen aufzustellen. Der Lerneffekt kann mittels Fragenset zu den jeweiligen Experimenten überprüft werden (Wissens-Check als PDF zum Download oder auch online).
Die Unterrichtsunterlagen zu den Experimenten stehen als PDF-Version zum Download zur Verfügung oder können online (als Desktop-Version) beantwortet werden. Die Unterrichtsunterlagen ergänzen bereits etablierte Produktlieferungen in am EU-Schulprogramm teilnehmenden schulischen Einrichtungen.
Gesunde Ernährung macht Schule – Videos für Kinder
Im Rahmen des EU-Schulprogramms wurden speziell für die Zielgruppe pädagogische Fachkräfte, Eltern bzw. andere Bezugspersonen und Kinder Videos erstellt: In fünf animierten Videos werden auf leicht verständliche Weise Tipps und Informationen rund um die Themen Milch, Obst und Gemüse gegeben. In zwei weiteren Videos setzen sich Kinder und Ernährungsexpertinnen und Ernährungsexperten mit Fragen und Antworten zu den genannten Lebensmitteln und Empfehlungen dazu auseinander.
Weitere nützliche digitale Materialen und Links sind auf der Webseite des EU-Schulprogramms der Agrarmarkt Austria zu finden.
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Aktualisiert: 16.04.2026