JANPA - Ernährung & Bewegung

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Zuletzt geändert: 13.09.2018

Innerhalb der EU ist der Anteil an übergewichtigen Kindern und Jugendlichen ein schwerwiegendes Problem. Bis zu sieben Prozent des Gesundheitsbudgets werden jährlich für Folgeerkrankungen von Fettleibigkeit ausgegeben. Zur Vorbeugung von Gesundheitsproblemen, die durch ein zu hohes Körpergewicht verursacht werden, wurde von September 2015 bis November 2017 ein EU-weites Projekt zu Ernährung und körperlicher Betätigung umgesetzt - Joint Action on Nutrition and Physical Activity (JANPA). Im Projekt wurden folgende Schwerpunkte festgelegt:

  

 

  • Abschätzung finanzieller Folgen von Übergewicht und Fettleibigkeit
  • Verbesserung der Umsetzung von Gesundheitsförderungsmaßnahmen
  • Steigerung des Gebrauchs von Nährwertinformationen
  • Beitrag zu einer gesünderen Schulumgebung
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Innerhalb der EU ist der Anteil an übergewichtigen Kindern und Jugendlichen ein schwerwiegendes Problem. Bis zu sieben Prozent des Gesundheitsbudgets werden jährlich für Folgeerkrankungen von Fettleibigkeit ausgegeben. Zur Vorbeugung von Gesundheitsproblemen, die durch ein zu hohes Körpergewicht verursacht werden, wurde von September 2015 bis November 2017 ein EU-weites Projekt zu Ernährung und körperlicher Betätigung umgesetzt - Joint Action on Nutrition and Physical Activity (JANPA). Im Projekt wurden folgende Schwerpunkte festgelegt:

  

 

  • Abschätzung finanzieller Folgen von Übergewicht und Fettleibigkeit
  • Verbesserung der Umsetzung von Gesundheitsförderungsmaßnahmen
  • Steigerung des Gebrauchs von Nährwertinformationen
  • Beitrag zu einer gesünderen Schulumgebung
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Arbeitspakete

Arbeitspakete

JANPA umfasste sieben Arbeitspakete unterteilt, die von unterschiedlichen Institutionen der teilnehmenden Länder übernommen wurden:

  1. Koordination
  2. Kommunikation
  3. Evaluierung
  4. Ökonomische Bewertung
  5. Erhebung und Bewertung hinsichtlich Nährwertinformationen
  6. Integrierte Verhältnisprävention
  7. Frühe Interventionsmaßnahmen

Das Zentrum Ernährung & Prävention der AGES war JANPA-Partner und hat gemeinsam mit dem Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz Maßnahmen im Bereich der beiden Arbeitspakete „Nährwertinformationen“ und „Frühe Interventionen“ umgesetzt.

Nährwertinformationen

Nährwertinformationen

Arbeitspaket 5: Monitoring von Nährwertinformationen und Lebensmitteloptimierung

Dieses Arbeitspaket umfasste die Sammlung von Informationen zur Nährwertkennzeichnung in den teilnehmenden Ländern. Außerdem wurde erhoben, wie verschiedene Interessensgruppen Nährwertinformationen nutzen bzw. wie diese von KonsumentInnen verwendet bzw. verstanden werden. In Österreich und Rumänien wurden im Rahmen von zwei Pilotprojekten die Produktgruppen "Erfrischungsgetränke" und "Frühstückscerealien" hinsichtlich ihrer Nährwerte anhand ihrer Kennzeichnung erfasst.

Die Produkterhebung in Österreich fand mittels fotografischer Erhebung in vier Supermarktketten statt. Insgesamt wurden Daten von 411 Erfrischungsgetränken und 297 Frühstückscerealien gesammelt.

Nach der Erhebung der Produkte wurden die Daten ausgewertet, analysiert und zunächst in länderspezifischen Berichten zusammengefasst. Mithilfe dieser Daten kann nicht nur ein Bild der Situation am österreichischen Markt gezeichnet, sondern auch ein Vergleich auf europäischer Ebene (Österreich, Rumänien, Frankreich) gezogen werden.

Im Projekt "Lebensmittel unter der Lupe" (kurz: LeLu) – finanziert aus dem Rahmen-Pharmavertrag – werden seit Herbst 2017 vom Zentrum Ernährung und Prävention der AGES Daten weiterer für Kinder relevanter Produktkategorien erhoben und ausgewertet. Ergebnisse sollen Entwicklungen von Produkt-Reformulierungen (z. B. weniger Salz) der Lebensmittelhersteller sicht- bzw. vergleichbar machen.

Frühe Interventionen

Frühe Interventionen

Arbeitspaket 7: Frühe Interventionsmaßnahmen

Im Fokus stand hier die Ermittlung wirksamer Strategien, die an Schwangere und Familien mit kleinen Kindern gerichtet sind. Besonderes Augenmerk lag auf der Übertragbarkeit der Maßnahmen und der Berücksichtigung sozialer Gleichheit. Das Arbeitspaket beinhaltete die Analyse der Wirksamkeit angebotener Leistungen, den Aufbau eines Netzwerkes zur Entwicklung politischer Programme und die Beachtung von sozialen und finanziellen Aspekten innerhalb der europäischen Bevölkerung.

Von den beteiligten Ländern wurden Best-Practice-Modelle für frühe Interventionsmaßnahmen erhoben und analysiert. Die ersten Ergebnisse werden im Laufe des Jahres vorliegen und präsentiert werden. In Österreich wurden die Modelle "Richtig essen von Anfang an", "Nationales Zentrum Frühe Hilfen" und "Frühe Hilfen Österreich" als Modelle guter Praxis bewertet.

Zentrale Lernerfahrungen

  • Im Zuge des Projektes wurde ein Kostenmodell entwickelt, welches allen europäischen Ländern zur Verfügung steht. Dieses soll in Zusammenarbeit mit Vorsorgeprojekten der OECD angewendet werden, um (Folge-)Kosten, die durch Übergewicht/Adipositas im Kindesalter entstehen, besser abschätzen zu können.
  • Um die Zusammensetzung von Lebensmitteln (bezogen auf ihren Zucker-, Salz-, Fett- und Energiegehalt) zu überwachen, sollen in weiteren europäischen Ländern Daten gesammelt werden. Diese Daten sollen einer realistischen Zielsetzung für Reformulierungsmaßnahmen dienen und einen Vergleich bzw. Wirkeffekte durchgeführter Strategien ermöglichen.
  • JANPA hat des Weiteren auch Kriterien identifiziert, die die Übertragbarkeit von Programmen zur Reduktion von Übergewicht und Adipositas vereinfachen sollen.
  • Eine eigens entwickelte Online-Datenbank bzw. -Toolbox soll dabei den Erfahrungsaustausch zwischen ExptertInnen erleichtern.



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