Endokrin wirksame Substanzen

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Zuletzt geändert: 21.11.2016

Endokrin aktive Substanzen (EAS) sind Stoffe, die auf die Hormonaktivität des Körpers Einfluss nehmen oder sie stören können. Führt dies zu Beeinträchtigungen, werden sie als endokrine Disruptoren bezeichnet.

Das Hormonsystem (endokrine System) spielt für den Körper eine sehr wichtige Rolle. Hormone sind chemische Botenstoffe des Körpers und regeln viele Körperfunktionen wie Stoffwechsel, Wachstum und Entwicklung, Fortpflanzung, Schlaf und Stimmung. Die Hormonregulierung ist besonders wichtig während kritischer Entwicklungsphasen für das ungeborene Kind, für Säuglinge und Kinder. Das Hormonsystem ist sehr komplex und die Ausschüttung von Hormonen hängt von vielen Faktoren ab. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse in diesem Bereich sind längst nicht ausreichend, und so ist das Verständnis dessen, was eine endokrin wirksame Substanz ist, nach wie vor Gegenstand der wissenschaftlichen Debatte.

Aufnahme von endokrin wirksamen Substanzen

Menschen und Tiere können sowohl durch die Ernährung als auch über andere Quellen einer Vielzahl von endokrin wirksamen Stoffen ausgesetzt sein.

Natürlich kommen endokrin wirksame Stoffe in beispielsweise in Phytoöstrogene in Soja vor. Einige endokrine wirksame Substanzen werden aufgrund ihrer Eigenschaften gezielt in der Medizin eingesetzt (z. B. Antibaby-Pillen oder Schilddrüsenhormon-Ersatzpräparate). Endokrin wirksame Stoffe finden sich auch in einigen Pflanzenschutzmitteln (z. B. DTT), Umweltschadstoffen (z. B. Dioxine, PCB) sowie Substanzen in Lebensmittelkontaktmaterialien (z. B. Bisphenol A) und in Kosmetika (z. B Parabene).

Bedenken in Bezug auf mögliche schädliche Wirkungen von endokrinen Disruptoren haben in den letzten Jahren zugenommen. Beobachtungen bei Mensch und wild lebenden Tieren deuten darauf hin, dass die Häufigkeit endokriner Krankheiten und Störungen, einschließlich Beeinträchtigungen der Fortpflanzungsfähigkeit und Entwicklung, sowie hormonabhängiger Krebsarten zunimmt. Laut der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA sind die wissenschaftlichen Grundlagen, um all diese Tendenzen mit endokrinen Disruptoren in Zusammenhang zu bringen, nicht eindeutig, und andere Faktoren wie Änderungen im Lebenswandel oder genetische Hintergründe können als Ursachen nicht ausgeschlossen werden.

Endokrin aktive Substanzen (EAS) sind Stoffe, die auf die Hormonaktivität des Körpers Einfluss nehmen oder sie stören können. Führt dies zu Beeinträchtigungen, werden sie als endokrine Disruptoren bezeichnet.

Das Hormonsystem (endokrine System) spielt für den Körper eine sehr wichtige Rolle. Hormone sind chemische Botenstoffe des Körpers und regeln viele Körperfunktionen wie Stoffwechsel, Wachstum und Entwicklung, Fortpflanzung, Schlaf und Stimmung. Die Hormonregulierung ist besonders wichtig während kritischer Entwicklungsphasen für das ungeborene Kind, für Säuglinge und Kinder. Das Hormonsystem ist sehr komplex und die Ausschüttung von Hormonen hängt von vielen Faktoren ab. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse in diesem Bereich sind längst nicht ausreichend, und so ist das Verständnis dessen, was eine endokrin wirksame Substanz ist, nach wie vor Gegenstand der wissenschaftlichen Debatte.

Aufnahme von endokrin wirksamen Substanzen

Menschen und Tiere können sowohl durch die Ernährung als auch über andere Quellen einer Vielzahl von endokrin wirksamen Stoffen ausgesetzt sein.

Natürlich kommen endokrin wirksame Stoffe in beispielsweise in Phytoöstrogene in Soja vor. Einige endokrine wirksame Substanzen werden aufgrund ihrer Eigenschaften gezielt in der Medizin eingesetzt (z. B. Antibaby-Pillen oder Schilddrüsenhormon-Ersatzpräparate). Endokrin wirksame Stoffe finden sich auch in einigen Pflanzenschutzmitteln (z. B. DTT), Umweltschadstoffen (z. B. Dioxine, PCB) sowie Substanzen in Lebensmittelkontaktmaterialien (z. B. Bisphenol A) und in Kosmetika (z. B Parabene).

Bedenken in Bezug auf mögliche schädliche Wirkungen von endokrinen Disruptoren haben in den letzten Jahren zugenommen. Beobachtungen bei Mensch und wild lebenden Tieren deuten darauf hin, dass die Häufigkeit endokriner Krankheiten und Störungen, einschließlich Beeinträchtigungen der Fortpflanzungsfähigkeit und Entwicklung, sowie hormonabhängiger Krebsarten zunimmt. Laut der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA sind die wissenschaftlichen Grundlagen, um all diese Tendenzen mit endokrinen Disruptoren in Zusammenhang zu bringen, nicht eindeutig, und andere Faktoren wie Änderungen im Lebenswandel oder genetische Hintergründe können als Ursachen nicht ausgeschlossen werden.

Regelungen in Europa

Regelungen in Europa

Die Europäische Union hat sich bereits in der Community Strategy for Endocrine Disruptors (COM (1999) 706 final) das Ziel gesetzt, regulatorische Maßnahmen zum Schutz vor endokrine Disruptoren zu schaffen und setzt derzeit mit ihren gesetzlichen Rahmenbedingungen weltweit Maßstäbe. So sind in der Pflanzenschutzmittelverordnung (1107/2009), Biozidverordnung (528/2012) und unter Chemikalienverordnung REACH (1907/2006) bereits regulatorische Maßnahmen für endokrine Disruptoren genannt. In der Richtlinie zum Ordnungsrahmen für die Wasserpolitik (2000/60/EG) werden endokrine Disruptoren im Anhang VIII als Schadstoffe gelistet. Auch die Kosmetik-Verordnung (1223/2009) sieht vor, dass die EU-Kommission diese Verordnung hinsichtlich Stoffen mit endokrin wirksamen Eigenschaften bis spätestens 2015 zu überprüfen hat. Außerdem sollen gesetzliche Maßnahmen z. B. unter der Verordnung über Lebensmittelzusatzstoffe (1333/2008), der Lebensmittel-Basis-Verordnung (178/2002) und unter Verordnung (EG) Nr. 10/2011 (Lebensmittelkontaktmaterialien aus Kunststoff) folgen.

Endokrine Disruptoren: Regulation

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