100 Jahre Mödling

Geschichte, Aufgaben und Leistungen des Instituts für veterinärmedizinische Untersuchungen im AGES Geschäftsfeld Tiergesundheit

• ca. 90 MitarbeiterInnen
• ca.200.000 Proben jährlich
• ca. 350.000 Untersuchungen jährlich
• über 100 akkreditierte Methoden
• Akkreditierung nach EN ISO/IEC 17025

• Fachvorträge und Wissenstransfer zwischen ExpertInnen und KundInnen
• Projektträger bei nationalen und internationalen Forschungsprojekten
• Nationaler Ansprechpartner des Internationalen Tierseuchenamts (OIE)
• Nationaler Ansprechpartner des Europäischen Zentrums für Seuchenkontrolle (ECDC)
• Nationaler Ansprechpartner der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA)

Nationales Referenzlabor für über 30 Infektionskrankheiten

Afrikanische Pferdepest, Afrikanische Schweinepest, Ansteckende Schweinelähme, Aujeszky Disease, Aviäre Influenza, Beschälseuche, Blauzungenkrankheit, Bovine Virusdiarrhoe, Brucellose, Enzootische Rinderleukose, Europäische Schweinepest , Infektiöse Anämie der Einhufer, Infektiöse Bovine Rhinotracheitis/Infektiöse Bovine Vulvovaginitis, Lumpy Skin Disease, Lungenseuche, Maul- und Klauenseuche, Newcastle Disease, Pest der Kleinen Wiederkäuer, Psittakose, Rifttalfieber, Rinderpest,Rindertuberkulose, Rotz, Schaf- und Ziegenpocken, TSE, Tollwut, Vesikuläre Stomatitis, Vesikuläre Virusseuche der Schweine.

Viele Tierseuchen, die es bei Gründung des Instituts 1910 zu bekämpfen galt – wie die Schweinepest oder die Maul- und Klauenseuche (MKS) – sind heute noch von Bedeutung. In einem mittlerweile europäisch und global organisierten Tiergesundheitssystem können etwaige Ausbrüche durch moderne Hilfsmittel effizienter und schneller bekämpft und dadurch die wirtschaftlichen Auswirkungen verringert werden können.

Ob BSE-Krise 2001, Vogelgrippe 2006-2014, Blauzungenkrankheit 2008 oder Schmallenberg Virusinfektion 2013 - durch die technische und personelle Aufrüstung der Molekularbiologie in Mödling konnte durch intensive Testungen und Methodenentwicklungen eine Ausbreitung auf Österreich verhindert werden. Durch neu entwickelte diagnostische Methoden können auch neu auftretende Tierseuchen wie das "Schmallenberg Virus" rasch identifiziert und dann gezielt und wirkungsvoll bekämpft werden.  Neue Erkenntnisse aus der Forschung, der technische Fortschritt und eine Spezialisierung auf die Methodenentwicklung für die Diagnostik werden am IVET Mödling laufend weiter entwickelt werden.

Wir in der AGES verstehen Mensch und Tier als Teil eines gesamtheitlichen Gesundheitssystems, in dem Tiergesundheit, öffentliche Gesundheit und die Gesundheit der Umwelt zu einer Gesundheit, ONE HEALTH, werden. Dort, wo sich die Expertise bei epidemiologischen Fragestellungen mit den Leistungen der Landwirtschaft, Humanmedizin und Lebensmittelproduktion vereint, können die Expertinnen der Veterinärmedizin einen wichtigen Beitrag leisten. Die AGES-Gesamtsicht auf den Lebens(mittel)kreislauf liefert hierzu einen Schlüsselbeitrag. Tierseuchen machen nicht Halt vor politischen Grenzen, haben aber massive negative Auswirkungen auf die Tiergesundheit und damit die Produktivität der betroffenen Tierhaltungen.

Die MitarbeiterInnen in Mödling sind im Vergleich zur erzielten Wirkung im Geschäftsfeld Tiergesundheit eine kleine, sehr effektive Expertenmannschaft, mit großem volkswirtschaftlicher Nutzen durch Seuchenfreiheit. Ihr Erfolg ergibt sich aus dem engen Austausch mit der Wissenschaft und der hauseigenen Methodenentwicklung für die Diagnostik, um der Politik und den Gesundheitsbehörden wissensbasierte Entscheidungsgrundlagen zur Verfügung zu stellen.

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