Badegewässermonitoring

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Zuletzt geändert: 20.08.2018

Badegewässerdatenbank

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Hier finden Sie die KML-Datei mit allen Badegewässern für die Darstellung in Google Earth.

Bundesland Niederösterreich

Bild Gemeinde Badestelle Letzte Messung PDF
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Allentsteig Badeteich, Allentsteig Ausgezeichnete Badegewässerqualität PDF
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Blindenmarkt Ausee 3, Blindenmarkt Ausgezeichnete Badegewässerqualität PDF
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Blindenmarkt Ausee 2, Blindenmarkt Ausgezeichnete Badegewässerqualität PDF
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Blindenmarkt Ausee 1, Blindenmarkt Ausgezeichnete Badegewässerqualität PDF
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Geras Edlerseeteich, Geras Gute Badegewässerqualität PDF
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Gerasdorf bei Wien Badeteich, Gerasdorf Ausgezeichnete Badegewässerqualität PDF
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Guntramsdorf Windradlteich, Guntramsdorf Gute Badegewässerqualität PDF
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Guntramsdorf Ozeanteich, Guntramsdorf Ausgezeichnete Badegewässerqualität PDF
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Hohenau an der March Badeteich, Hohenau Ausgezeichnete Badegewässerqualität PDF
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Horn Badeteich, Horn Gute Badegewässerqualität PDF
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Krumau am Kamp Thurnberger Stausee, Idolsberg Ausgezeichnete Badegewässerqualität PDF
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Langau Bergwerksee, Langau Ausgezeichnete Badegewässerqualität PDF
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Langenzersdorf Badeteich Seeschlacht, Langenzersdorf Ausgezeichnete Badegewässerqualität PDF
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Langschlag Frauenwieserteich, Langschlag Ausgezeichnete Badegewässerqualität PDF
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Leiben Donau Altarm, Weitenegg Ausgezeichnete Badegewässerqualität PDF
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Litschau Herrenteich, Litschau Ausgezeichnete Badegewässerqualität PDF
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Lunz am See Lunzer See, Lunz Ausgezeichnete Badegewässerqualität PDF
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Neustadtl an der Donau Neustadtl, Hößgang Gute Badegewässerqualität PDF
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Ober-Grafendorf Ebersdorfer See Ausgezeichnete Badegewässerqualität PDF
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Oberwaltersdorf Erhohlungszentrum, Oberwaltersdorf Ausgezeichnete Badegewässerqualität PDF
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Pölla Dobrastausee, Pölla Ausgezeichnete Badegewässerqualität PDF
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Poysdorf Badeteich, Poysdorf Ausgezeichnete Badegewässerqualität PDF
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Rappottenstein Waldbad, Rappottenstein Ausgezeichnete Badegewässerqualität PDF
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Sankt Andrä-Wördern Donau Altarm, Greifenstein Ausgezeichnete Badegewässerqualität PDF
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Sankt Pölten Ratzersdorfer See Ausgezeichnete Badegewässerqualität PDF
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Traismauer Badesee, Traismauer Ausgezeichnete Badegewässerqualität PDF
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Tulln Aubad, Tulln Ausgezeichnete Badegewässerqualität PDF
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Wiener Neudorf Kahrteich, Wr. Neudorf Ausgezeichnete Badegewässerqualität PDF
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Zwettl Stausee, Ottenstein Ausgezeichnete Badegewässerqualität PDF

Badegewässer App

In Österreich gibt es 263 Badestellen, die als „EU-Badegewässer“ definiert sind. Das bedeutet, dass die Qualität ihres Wassers nach europaweit einheitlichen Kriterien regelmäßig untersucht wird. Das betrifft beispielsweise bestimmte Indikatorkeime, die auf eine mögliche Verschmutzung mit Fäkalien hinweisen, aber auch Sichttiefe und Temperatur. Die Badegewässer-App der AGES liefert mit offiziellem Beginn der Badesaison am 15. Juni Infos und aktuelle Messwerte zu Wasserqualität, Sichttiefe & Temperatur von allen österreichischen Badestellen (App download - siehe Services unten).

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Die Badegewässer-Datenbank wird in Zusammenarbeit und Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz erstellt

Die Europäische Kommission veröffentlicht jedes Jahr einen Bericht über die Qualität der Badegewässer, der jeweils vor Beginn der nächsten Badesaison herausgegeben wird. Im Bericht 2017 wurden über 95 % der 263 österreichischen Badestellen mit „ausgezeichnet“ bewertet, 4 % mit „gut". Nur zwei Badestellen (0,8 %) wiesen lediglich „ausreichende" Qualität auf. 

Bericht: Qualität der europäischen Badegewässer 2017

Interaktive Badegewässerkarte Europa


Wasserqualität

Baum, der sich im Wasser eines Sees spiegelt

Für die Einteilung der Qualität eines Badegewässers werden unter anderem folgende Parameter herangezogen:

Indikatorkeime

die auf eine eventuelle Verschmutzung mit Fäkalien hinweisen:

Escherichia coli

Der Richtwert von 100 KBE/100 ml sollte nicht überschritten werden. Wird ein Grenzwert von 1000 KBE/100 ml überschritten, muss ehebaldigst eine Nachkontrolle durchgeführt werden. Wird auch dabei der Grenzwert überschritten, muss die Bezirksverwaltungsbehörde informiert werden.

Intestinale Enterokokken

Der Richtwert von 100 KBE/100 ml sollte nicht überschritten werden. Wird ein Grenzwert von 400 KBE/100 ml überschritten, muss ehebaldigst eine Nachkontrolle durchgeführt werden. Wird auch dabei der Grenzwert überschritten, muss die Bezirksverwaltungsbehörde informiert werden.

Sichttiefe

Als Faustregel gilt, dass man seine Füße sehen können soll, wenn man bis zu den Knien im Wasser steht.

Die Wasserproben werden 20 bis 30 cm unter der Wasseroberfläche entbommen. Zugleich wird ein Ortsbefund erstellt, in dem u. a. das Wetter, die Zahl der Badegäste oder die Anwesenheit von Wasservögeln festgehalten werden. Die Proben werden gekühlt und lichtgeschützt ins Labor gebracht, wo sie vor der asuwertung 36–72 Stunden bebrütet werden müssen. Das Ergebnis der Untersuchung liegt somit bis zu drei Tage nach der Probennahme vor.


Warmes Wasser freut nicht nur die Badegäste

Höhere Wassertemperaturen sind nicht nur angenehm für den Menschen, auch Wasserschnecken können sich darin besser vermehren - und in den Wasserschnecken auch Zerkarien, mikroskopisch kleine Parasiten, die beim Menschen zu Juckreiz und Ausschlag führen können, zur so genannten Badedermatitis.

AGES-Folder Badedermatitis

Zerkarien (Gabelschwanzlarven) sind Larven von Saugwürmern. Sie entwickeln sich in Wasserschnecken und werden anschließend in großer Menge ausgeschieden. Sie kommen sowohl im Süßwasser als auch im Salzwasser, hauptsächlich im seichten Uferbereich, vor. Im Wasser überleben sie nur einen Tag, sie müssen daher schnell in Wasservögel gelangen, um ihren Entwicklungszyklus abschließen zu können. Menschen werden nur „unabsichtlich“ befallen, die Parasiten sterben in der Haut schnell ab. Dabei können sie aber eine Immunreaktion auslösen, die zu Juckreiz und Hautausschlägen, der Badedermatitis führt.

Die erstmalige Infektion verläuft oft asymptomatisch (= ohne Krankheitszeichen) und bleibt unentdeckt. Wenn Symptome auftreten, sind diese meist mild und rasch abklingend. Wird ein Mensch aber mehrmals von Zerkarien befallen, kann es zu teils heftigem Juckreiz, Rötung und Quaddelbildung kommen. In den meisten Fällen klimgt die Badedermatitis nach ein bis maximal zwei Wochen ab.

Das Vorkommen von Zerkarien bedeutet nicht, dass die Wasserqualität schlecht wäre. Es müssen geeignete Wasserschnecken vorhanden sein, damit es überhaupt zur Ausbildung von Zerkarien kommt. In Österreich wurde das Vorkommen der Badedermatitis erstmals Ende der 1960-er Jahre beschrieben; seitdem sind in allen Bundesländern in einzelnen Gewässern Zerkarien in Verbindung mit Fällen von Badedermatitis dokumentiert worden. Gechlortes Wasser, z. B. in einem öffentlichen Schwimm- oder Freibad, stellt kein Risiko für eine Badedermatitis dar.

Biologischer Entwicklungszyklus von Vögel-Saugwürmern

Von Vögel-Schistosomen (= Saugwürmer) befallene Wasservögel geben über ihren Kot Wurmeier (A) ins Wasser ab. Die geschlüpften Larven der ersten Generation, Miracidien (B) genannt, befallen Wasserschnecken (C) als Zwischenwirt. Die dritte Larvengeneration - die Zerkarien (D) - werden von den Wasserschnecken (manchmal sind auch noch weitere Zwischenwirte erforderlich) vor allem bei Temperaturen über 24 °C ins Wasser abgegeben. Diese Larven suchen sich dann einen Entenvogel (E) als Endwirt und durchdringen im Wasser dessen Haut. Die Zerkarien verlieren dabei ihre Schwanzstrukturen und werden zu Schistosomulae (F), welche über den Pfortaderweg in den Darm gelangen, wo sie zu geschlechtsreifen, circa 10 mm langen Saugwürmern (G) werden. Die Eier dieser auch Pärchenegel genannten Würmer gelangen dann mit dem Entenkot wieder ins Gewässer. Die Haut von badenden Menschen (H) wird nur irrtümlich durchbohrt; in der Haut des Menschen sterben Zerkarien binnen Stunden ab.


Vorsicht wenn die Algen blühen

An Badestellen herrscht meist Hundeverbot. Wenn es heiß ist, gönnen HundehalterInnen ihren Vierbeinern aber auch gerne eine Abkühlung. Bei manchen Tümpeln, Teichen usw. ist aber Vorsicht geboten: Bei hohen Wassertemperaturen kann es zu einer raschen Vermehrung von Cyanobakterien kommen, der sogenannten „Algenblüte“. Cyanobakterien können Toxine (Gifte) bilden die für Hunde tödlich sein können, z. B. wenn sie sich die Algenblüten aus dem Fell lecken. Eine Gefahr stellt auch das verrottende „Blütenmaterial“ am Ufer dar, welches manche Hunde fressen.

Cyanobakterien, umgangssprachlich „Blaualgen“ genannt, sind keine echten Algen, sondern Bakterien und natürliche Bestandteile von Oberflächengewässern. Vor allem in überdüngten Gewässern können sie sich massenhaft vermehren. Anzeichen für Cyanobakterien im Wasser sind:

  • bläulich-grüne Trübung des Wassers
  • Schlierenbildung
  • „Algenteppiche“ an der Wasseroberfläche („Erbsensuppe“)
  • eingeschränkte Sichttiefe von weniger als 1 Meter

AGES-Folder „Cyanobakterien in Badegewässern“

Bei Verdacht, dass ein Gewässer eine Anhäufung von Cyanobakterien zeigt, können Wasserproben bei der AGES auf Cyanobakterientoxine kostenpflichtig untersucht werden.


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