Wacholderprachtkäfer

Palmar festiva LINNAEUS

Zuletzt geändert: 21.10.2019
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Seuchenkategorien:

Ausbohrloch
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Ausbohrloch des Wacholderprachtkäfers

Der Wacholderprachtkäfer ist für einen gewissen Anteil der Schadensfälle an Thujen verantwortlich. Die sehr prächtig gefärbten Käfer sind in Süd- und Mitteleuropa an ihrer natürlichen Wirtspflanze, dem Wacholder verbreitet aber selten.

In Deutschland steht der Käfer sogar auf der roten Liste. Obwohl der Wacholderprachtkäfer als selten gilt, wurde zuletzt eine steigende Anzahl an Schäden registriert, die auf ihn zurückzuführen sind. Er ist bei uns heimisch und wurde nicht mit der Thuje eingeschleppt.

Ausbohrloch
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Ausbohrloch des Wacholderprachtkäfers

Der Wacholderprachtkäfer ist für einen gewissen Anteil der Schadensfälle an Thujen verantwortlich. Die sehr prächtig gefärbten Käfer sind in Süd- und Mitteleuropa an ihrer natürlichen Wirtspflanze, dem Wacholder verbreitet aber selten.

In Deutschland steht der Käfer sogar auf der roten Liste. Obwohl der Wacholderprachtkäfer als selten gilt, wurde zuletzt eine steigende Anzahl an Schäden registriert, die auf ihn zurückzuführen sind. Er ist bei uns heimisch und wurde nicht mit der Thuje eingeschleppt.

Schadorganismus

Die prächtig metallisch grün schimmernden Käfer zeigen an Brustschild und Flügeldecken stahlblaue Flecken und messen etwa 8 mm in der Länge. Ihr Körper ist kompakt stromlinienförmig und ähnelt dem von Schnellkäfern - sie können sich jedoch nicht wie diese durch „Klicken“ umdrehen, falls sie einmal auf den Rücken zu liegen kommen.

Zur Eiablage erzeugen sie mit ihrem Ovipositor (Eiablageapparat) einen kurzen Schnitt in die Rinde und legen ihre Eier in den Bast zwischen Rinde und Holzkörper. Die daraus schlüpfenden beinlosen, cremefarbenen Larven zeigen stark sklerotisierte Kiefer am Vorderende. Sie legen Ihre Fraßgänge im Bast und oberflächlich im Holzkörper jüngerer Zweige ab.

Diese weisen (wie auch die Larven) einen flachovalen Querschnitt auf. Wenn diese Gänge einen Zweig völlig umschließen, so wird dadurch der Saftstrom abgeschnitten und der Zweig stirbt ab. Nach der Überwinterung als Larve erfolgt die Verpuppung im nächsten Frühjahr in einer kleinen, senkrecht im Holz angelegten Höhlung.

Daraus schlüpft im Frühsommer etwa ab der Zeit der Lindenblüte wiederum ein erwachsener Prachtkäfer - womit sich der Zyklus schließt.
Es gelangt lediglich eine Käfergeneration pro Jahr zur Entwicklung.

Schadbild

Der Wacholderprachtkäfer ruft durch die Fraßgänge seiner Larven ein charakteristisches Schadbild hervor: in ansonsten gesund aussehenden Thujen sterben einzelne Zweige ab und werden braun. Schneidet man die Rinde solcher abgestorbenen Zweige oberflächlich an, so wird die primäre Schadursache sichtbar: zwischen Rinde und Holzkörper befinden sich breite, flache Fraßgänge, die zum Teil mit Fraß- und Kotkrümeln gefüllt sind. Durch diese Fraßgänge wird der Saftstrom zu den Zweigen unterbunden und deren grünen Schuppenblätter vertrocknen und werden braun. Charakteristisch ist, dass stets nur einzelne Zweige braun werden und nicht die gesamte Pflanze.

Wirtspflanzen

Wacholderprachtkäfer leben an verschiedensten Zypressengewächsen, wie Wacholder, Thujen, Scheinzypressen, ...... .

Gegenmassnahmen

  • Stark befallene Pflanzenteile (Äste, Zweige) tief ausschneiden.
  • Behandlung mit chemischen Präparaten erscheint derzeit nicht als sinnvoll
  • Von Fall zu Fall beurteilen, ob Maßnahmen überhaupt nötig sind: immerhin handelt es sich um einen sehr schönen, bislang seltenen Käfer.
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Wacholderprachtkäfer
Wacholderprachtkäfer
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Bohrgang unter der Rinde
Bohrgang unter der Rinde
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Schadbild
Schadbild
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Ausbohrloch
Ausbohrloch
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