Traubenwickler

Eupoecilia ambiguella und Lobesia botrana

Warndienst
Zuletzt geändert: 29.06.2018
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Bekreuzter Traubenwickler

Der Traubenwickler ist derzeit der bedeutendste Schädling im Weinbau. In Österreich treten zwei Traubenwicklerarten auf: Der Einbindige Traubenwickler (Eupoecilia ambiguella) und der Bekreuzte Traubenwickler (Lobesia botrana). Es handelt sich um Schmetterlinge aus der Familie der Wickler (Tortricidae). Beide Traubenwicklerarten können auch in einer Mischpopulation vorkommen.

Schadorganismus

Beide Traubenwicklerarten bilden zwei Generationen im Jahr: den sogenannten Heu- und Sauerwurm. Nur in warmen Gebieten bzw. sehr warmen Jahren ist auch eine dritte Generation im September (Süßwurm) möglich. Der Einbindige Traubenwickler hat pro Generation eine etwa zwei bis fünf Wochen andauernde Flugzeit mit deutlichem Flughöhepunkt. Beim Bekreuzten Traubenwickler gehen die Flugzeiten der einzelnen Generationen oft ineinander über und können nicht immer getrennt werden. Die Puppen beider Traubenwicklerarten überwintern unter der Borke des Rebstockes. Der Flug, die Paarung und die Eiablage bei beiden Wickler-Arten finden vor allem in den Abendstunden statt.

Symptome

Der Heuwurm (1. Generation) tritt ca. Ende Mai bis Ende Juni auf und verursacht durch seine Fraßtätigkeit an den Gescheinen (Blütenstand der Weinrebe) ausgehöhlte Blütenknospen. Auffallend sind die Gespinste, die von den jungen Raupen als Schutz um die Blütenknospen gesponnen werden. Der Sauerwurm (2. Generation) führt Ende Juli bis Anfang August durch die Fraßtätigkeit der Raupen in den heranwachsenden Beeren zu Einbohrlöchern, wodurch die Beeren anfälliger für Grauschimmelfäule (Botrytis cinerea) werden.

Verbreitung und Wirtspflanzen

Der Einbindige Traubenwickler ist in Europa weit verbreitet, aber auch in China und Japan anzutreffen. Der Bekreuzte Traubenwickler tritt in allen süd- und mitteleuropäischen Weinbaugebieten sowie in Nordafrika, Kleinasien und im Kaukasus auf. Der Bekreuzte Traubenwickler bevorzugt warme, trockene Regionen. Während der Einbindige Traubenwickler ausschließlich auf Wein vorkommt ist der Bekreuzte Traubenwicklers polyphag.

Er wurde bisher auf über 20 Wirtspflanzen der folgenden Gattungen gefunden: Weinreben (Vitis), Waldrebe (Clematis), Hartriegel (Cornus), Heckenkirsche (Lonicera), Schneeball (Viburnum), Liguster (Ligustrum), Stachelbeere (Ribes), Efeu (Hedera), Seidelbast (Daphne), Rosmarin (Rosmarinus) und Berberitze (Berberis).

Vorbeugung und Bekämpfung

Beide Traubenwicklerarten können mittels Pheromonen, getrennt oder in Kombination eingesetzt, mit gutem Erfolg kontrolliert werden (Verwirrmethode). Bei der biologischen Schädlingsbekämpfung setzt man auf verschiedene natürliche Feinde (z.B.: Ohrwurm, Marienkäfer, Florfliegenlarven, Spinnen, Raubwanzen, Vögel, Schlupfwespen, Erzwespen, Raupenfliegen).

Wo keine Verwirrmethode oder biologische Pflanzenschutzmittel angewandt werden, kann der Traubenwickler mit Insektiziden laut dem Verzeichnis der in Österreich zugelassenen Pflanzenschutzmittel behandelt werden. Alternativ wird die Populationsgröße mit Pheromonfallen bestimmt und dann der Befall gezielt durch Insektizid-Einsatz reduziert.

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Bekreuzter Traubenwickler

Der Traubenwickler ist derzeit der bedeutendste Schädling im Weinbau. In Österreich treten zwei Traubenwicklerarten auf: Der Einbindige Traubenwickler (Eupoecilia ambiguella) und der Bekreuzte Traubenwickler (Lobesia botrana). Es handelt sich um Schmetterlinge aus der Familie der Wickler (Tortricidae). Beide Traubenwicklerarten können auch in einer Mischpopulation vorkommen.

Schadorganismus

Beide Traubenwicklerarten bilden zwei Generationen im Jahr: den sogenannten Heu- und Sauerwurm. Nur in warmen Gebieten bzw. sehr warmen Jahren ist auch eine dritte Generation im September (Süßwurm) möglich. Der Einbindige Traubenwickler hat pro Generation eine etwa zwei bis fünf Wochen andauernde Flugzeit mit deutlichem Flughöhepunkt. Beim Bekreuzten Traubenwickler gehen die Flugzeiten der einzelnen Generationen oft ineinander über und können nicht immer getrennt werden. Die Puppen beider Traubenwicklerarten überwintern unter der Borke des Rebstockes. Der Flug, die Paarung und die Eiablage bei beiden Wickler-Arten finden vor allem in den Abendstunden statt.

Symptome

Der Heuwurm (1. Generation) tritt ca. Ende Mai bis Ende Juni auf und verursacht durch seine Fraßtätigkeit an den Gescheinen (Blütenstand der Weinrebe) ausgehöhlte Blütenknospen. Auffallend sind die Gespinste, die von den jungen Raupen als Schutz um die Blütenknospen gesponnen werden. Der Sauerwurm (2. Generation) führt Ende Juli bis Anfang August durch die Fraßtätigkeit der Raupen in den heranwachsenden Beeren zu Einbohrlöchern, wodurch die Beeren anfälliger für Grauschimmelfäule (Botrytis cinerea) werden.

Verbreitung und Wirtspflanzen

Der Einbindige Traubenwickler ist in Europa weit verbreitet, aber auch in China und Japan anzutreffen. Der Bekreuzte Traubenwickler tritt in allen süd- und mitteleuropäischen Weinbaugebieten sowie in Nordafrika, Kleinasien und im Kaukasus auf. Der Bekreuzte Traubenwickler bevorzugt warme, trockene Regionen. Während der Einbindige Traubenwickler ausschließlich auf Wein vorkommt ist der Bekreuzte Traubenwicklers polyphag.

Er wurde bisher auf über 20 Wirtspflanzen der folgenden Gattungen gefunden: Weinreben (Vitis), Waldrebe (Clematis), Hartriegel (Cornus), Heckenkirsche (Lonicera), Schneeball (Viburnum), Liguster (Ligustrum), Stachelbeere (Ribes), Efeu (Hedera), Seidelbast (Daphne), Rosmarin (Rosmarinus) und Berberitze (Berberis).

Vorbeugung und Bekämpfung

Beide Traubenwicklerarten können mittels Pheromonen, getrennt oder in Kombination eingesetzt, mit gutem Erfolg kontrolliert werden (Verwirrmethode). Bei der biologischen Schädlingsbekämpfung setzt man auf verschiedene natürliche Feinde (z.B.: Ohrwurm, Marienkäfer, Florfliegenlarven, Spinnen, Raubwanzen, Vögel, Schlupfwespen, Erzwespen, Raupenfliegen).

Wo keine Verwirrmethode oder biologische Pflanzenschutzmittel angewandt werden, kann der Traubenwickler mit Insektiziden laut dem Verzeichnis der in Österreich zugelassenen Pflanzenschutzmittel behandelt werden. Alternativ wird die Populationsgröße mit Pheromonfallen bestimmt und dann der Befall gezielt durch Insektizid-Einsatz reduziert.

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Bekreuzter Traubenwickler Raupe Puppe und Falter
Bekreuzter Traubenwickler Raupe Puppe und Falter
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Einbindiger Traubenwickler Raupe Puppe und Falter
Einbindiger Traubenwickler Raupe Puppe und Falter

Bilder:  © P. P. Kohlhaas/AGES, Wien


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