Traubenwickler

Eupoecilia ambiguella und Lobesia botrana

Warndienst
Zuletzt geändert: 04.05.2017
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Bekreuzter Traubenwickler

Der Einbindige Traubenwickler (Eupoecilia ambiguella) und der Bekreuzte Traubenwickler (Lobesia botrana) sind Schmetterlinge (Nachtfalter) aus der Familie der Wickler (Tortricidae). Beide Traubenwicklerarten kommen meist in einer Mischpopulation vor und bilden 2 Generationen (Heu- und Sauerwurm). Nur in warmen Gebieten bzw. sehr warmen Jahren ist auch eine dritte Generation im September (Süßwurm) möglich. Der Traubenwickler ist derzeit der bedeutendste Schädling im Weinbau.

Schadorganismus

Der Einbindige Traubenwickler hat pro Generation eine etwa zwei bis fünf Wochen andauernde Flugzeit mit deutlichem Flughöhepunkt. Beim Bekreuzten Traubenwicklers gehen die Flugzeiten der einzelnen Generationen oft in einander über und können nicht immer getrennt werden. Die Puppen beider Traubenwicklerarten überwintern unter der Borke des Rebstockes. Der Flug, die Paarung und die Eiablage bei beiden Wickler-Arten finden vor allem in den Abendstunden statt.

Symptome

Der Heuwurm (Ende Mai bis Ende Juni) verursacht durch seine Fraßtätigkeit an den Gescheinen (Blütenstand der Weinrebe) ausgehöhlte Blütenknospen und Gespinste. Der Sauerwurm (Ende Juli bis Anfang August) bewirkt durch die Fraßtätigkeit der Raupen in den heranwachsenden Beeren Einbohrlöcher auf Beeren und hinterlässt Kotteilchen. Befallene Trauben sind auch anfälliger für Grauschimmelfäule (Botrytis cinerea)

Verbreitung und Wirtspflanzen

Der Einbindige Traubenwickler ist in Europa weit verbreitet, ist aber auch in China und Japan anzutreffen. Der Bekreuzte Traubenwickler tritt in allen süd- und mitteleuropäischen Weinbaugebieten auf. Weiters ist er in Nordafrika, Kleinasien und im Kaukasus verbreitet. Die nördliche Weinanbaugrenze wird nicht überschritten. Der Bekreuzte Traubenwickler bevorzugt warme, trockene Regionen.

Während der Einbindige Traubenwickler ausschließlich auf Wein vorkommt ist der Bekreuzte Traubenwicklers polyphag. Er wurde bisher auf über 20 Wirtspflanzen der folgenden Gattungen gefunden: Weinreben (Vitis), Waldrebe (Clematis), Hartriegel (Cornus), Heckenkirsche (Lonicera), Schneeball (Viburnum), Liguster (Ligustrum), Stachelbeere (Ribes), Efeu (Hedera), Seidelbast (Daphne), Rosmarin (Rosmarinus), Berberitze (Berberis).

Vorbeugung und Bekämpfung

Bekämpft wird der Traubenwickler mit Insektiziden, die oft präventiv eingesetzt werden. Alternativ wird die Populationsgröße mit Pheromonfallen bestimmt und dann der Befall gezielt durch Insektizid-Einsatz bekämpft (s. Verzeichnis der in Österreich zugelassenen Pflanzenschutzmittel).

Bei der biologischen Schädlingsbekämpfung setzt man auf die Verwirrmethode und verschiedene natürliche Feinde (z.B.: Ohrwurm, Marienkäfer, Florfliegenlarven, Spinnen, Raubwanzen, Vögel, Schlupfwespen, Erzwespen, Raupenfliegen).

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Bekreuzter Traubenwickler

Der Einbindige Traubenwickler (Eupoecilia ambiguella) und der Bekreuzte Traubenwickler (Lobesia botrana) sind Schmetterlinge (Nachtfalter) aus der Familie der Wickler (Tortricidae). Beide Traubenwicklerarten kommen meist in einer Mischpopulation vor und bilden 2 Generationen (Heu- und Sauerwurm). Nur in warmen Gebieten bzw. sehr warmen Jahren ist auch eine dritte Generation im September (Süßwurm) möglich. Der Traubenwickler ist derzeit der bedeutendste Schädling im Weinbau.

Schadorganismus

Der Einbindige Traubenwickler hat pro Generation eine etwa zwei bis fünf Wochen andauernde Flugzeit mit deutlichem Flughöhepunkt. Beim Bekreuzten Traubenwicklers gehen die Flugzeiten der einzelnen Generationen oft in einander über und können nicht immer getrennt werden. Die Puppen beider Traubenwicklerarten überwintern unter der Borke des Rebstockes. Der Flug, die Paarung und die Eiablage bei beiden Wickler-Arten finden vor allem in den Abendstunden statt.

Symptome

Der Heuwurm (Ende Mai bis Ende Juni) verursacht durch seine Fraßtätigkeit an den Gescheinen (Blütenstand der Weinrebe) ausgehöhlte Blütenknospen und Gespinste. Der Sauerwurm (Ende Juli bis Anfang August) bewirkt durch die Fraßtätigkeit der Raupen in den heranwachsenden Beeren Einbohrlöcher auf Beeren und hinterlässt Kotteilchen. Befallene Trauben sind auch anfälliger für Grauschimmelfäule (Botrytis cinerea)

Verbreitung und Wirtspflanzen

Der Einbindige Traubenwickler ist in Europa weit verbreitet, ist aber auch in China und Japan anzutreffen. Der Bekreuzte Traubenwickler tritt in allen süd- und mitteleuropäischen Weinbaugebieten auf. Weiters ist er in Nordafrika, Kleinasien und im Kaukasus verbreitet. Die nördliche Weinanbaugrenze wird nicht überschritten. Der Bekreuzte Traubenwickler bevorzugt warme, trockene Regionen.

Während der Einbindige Traubenwickler ausschließlich auf Wein vorkommt ist der Bekreuzte Traubenwicklers polyphag. Er wurde bisher auf über 20 Wirtspflanzen der folgenden Gattungen gefunden: Weinreben (Vitis), Waldrebe (Clematis), Hartriegel (Cornus), Heckenkirsche (Lonicera), Schneeball (Viburnum), Liguster (Ligustrum), Stachelbeere (Ribes), Efeu (Hedera), Seidelbast (Daphne), Rosmarin (Rosmarinus), Berberitze (Berberis).

Vorbeugung und Bekämpfung

Bekämpft wird der Traubenwickler mit Insektiziden, die oft präventiv eingesetzt werden. Alternativ wird die Populationsgröße mit Pheromonfallen bestimmt und dann der Befall gezielt durch Insektizid-Einsatz bekämpft (s. Verzeichnis der in Österreich zugelassenen Pflanzenschutzmittel).

Bei der biologischen Schädlingsbekämpfung setzt man auf die Verwirrmethode und verschiedene natürliche Feinde (z.B.: Ohrwurm, Marienkäfer, Florfliegenlarven, Spinnen, Raubwanzen, Vögel, Schlupfwespen, Erzwespen, Raupenfliegen).

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Bekreuzter Traubenwickler Raupe Puppe und Falter
Bekreuzter Traubenwickler Raupe Puppe und Falter
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Einbindiger Traubenwickler Raupe Puppe und Falter
Einbindiger Traubenwickler Raupe Puppe und Falter

Bilder:  © P. P. Kohlhaas/AGES, Wien


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