Roggenstängelbrand

Urocystis occulta

Zuletzt geändert: 26.01.2017
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Tierseuchenkategorien:

Roggenstängelbrand

Bei starkem Befall ist mit hohen Ertragseinbußen und einer eingeschränkten Verwendbarkeit des Erntegutes (auch für Futterzwecke) zu rechnen. Ein Auftreten kann zur Verseuchung der Böden mit Brandsporen führen. Eine Verschleppung der Sporen in unbelastete Böden findet anhand von infiziertem Saatgut statt.

Schadorganismus

Die Infektion der Keimlinge kann von befallenem Saatgut und vom Boden aus erfolgen.

Symptome

Typisch für den Roggenstängelbrand sind lange, 1-1,5 mm breite bleigraue Sporenlager an Blättern und Halmen. Diese können später aufreißen. Pflanzen sind meist deutlich verkürzt und deformiert.

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Deformationen zweier Roggenähren hervorgerufen durch den Roggenstängelbrand.
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Silbernes, längliches Sporenlager des Roggenstängelbrandes auf einem Roggenblatt.

Verbreitung und Wirtspflanzen

Der Stängelbrand ist bei Winterroggen und Wintertriticale in allen Anbaulagen zu finden.

Vorbeugung und Bekämpfung

Es wird die Verwendung von untersuchtem und gesundem Saatgut empfohlen. Auf verseuchten Böden sollte eine weite Roggenfruchtfolge eingehalten werden. Im Bedarfsfall ist eine Saatgutbeizung möglich.

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