Rhizomfäule der Erdbeere, Lederbeerenfäule

Phytophthora cactorum

Zuletzt geändert: 27.05.2020
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Seuchenkategorien:

Aufgeschnittenes Rhizom der Erdbeere mit Schadbild durch phytophthora cactorum. Rotbraune Verfärbungen mit deutlicher Abgrenzung zum gesunden Gewebe.

Auf kühlen, feuchten Standorten oder in Jahren mit hohen Niederschlägen tritt die Erkrankung verstärkt auf.

Die Dauerformen des Pilzes können jahrelang auch ohne Wirtspflanze im Boden überleben können, deswegen ist die Krankheit ernst zu nehmen.

Aufgeschnittenes Rhizom der Erdbeere mit Schadbild durch phytophthora cactorum. Rotbraune Verfärbungen mit deutlicher Abgrenzung zum gesunden Gewebe.

Auf kühlen, feuchten Standorten oder in Jahren mit hohen Niederschlägen tritt die Erkrankung verstärkt auf.

Die Dauerformen des Pilzes können jahrelang auch ohne Wirtspflanze im Boden überleben können, deswegen ist die Krankheit ernst zu nehmen.

Schadorganismus

Schadorganismus

Im Frühjahr sind die Erdbeeren besonders anfällig für den Befall durch Phytophthora cactorum, da die Pflanze durch Wachstum, Blüten- und Fruchtentwicklung unter Stress steht. Derselbe Erreger kann Fruchtfäulen und die Rhizomfäule verursachen. Die Infektionen erfolgen vom Boden aus, von wo aus die Pilze die Rhizome und Wurzeln besiedeln oder über Regenspritzer auf die Früchte gelangen. Wegen der tieferen Temperaturen nimmt die Aktivität des Pilzes im Oktober und November wieder ab.

Durch das Absterben der infizierten Pflanzen gelangen die Pilze wieder in den Boden. Dort bildet der Pilz Dauerorgane aus, die sehr widerstandsfähig gegenüber Witterungsverhältnissen oder Bodenbearbeitung sind und viele Jahre im Boden überdauern können.

Wird eine Wirtspflanze angebaut (das sind neben Erdbeere z.B. auch Phacelia, Ackerbohne, Mais, Strauchbeeren, Kern- und Steinobst), können die Schaderreger neue Infektionen verursachen.

Schadbild

Schadbild

Schadbild an der Erdbeerfrucht durch phytophthora cactorum. Die Beeren haben eine fahle Farbe und verbräunte Gefäßbündel.

Symptome treten oft entweder ca. vier Wochen nach dem Pflanzen oder im Frühjahr nach der Blüte auf. Frigopflanzen regieren empfindlicher als Grünpflanzen.
Am Beginn der Erkrankung welken die Herzblätter der Pflanzen, verfärben sich dann oft blaugrün und verbräunen anschließend. Es kommt es zu einem Absterben der Pflanze innerhalb weniger Tage.

Schneidet man die Rhizome auf, sieht man rotbraune Verfärbungen mit deutlicher Abgrenzung zum gesunden Gewebe. Die Wurzeln sind zu Beginn der Erkrankung symptomlos und sterben im Verlauf der Erkrankung ab. Hebt man kranke Pflanzen hoch, reißen sie oft am oberen Ende der Krone ab.

Unreife, infizierte Früchte sind braun und haben eine ledrige Konsistenz. Erfolgt die Infektion kurz vor der Ernte, haben die Beeren eine fahle Farbe und verbräunte Gefäßbündel. Erkrankte Erdbeeren schmecken bitter.

Vorbeugende Maßnahmen

Vorbeugende Maßnahmen

Es sind für die Planzung nasse, schwere Böden zu vermeiden und ggf. für eine Entwässerung nasser Böden zu sorgen. Ebenso ist die Pflanzung auf Dämmen zu empfehlen bzw. der Kontakt mit dem Boden durch Stroheinlage zu vermeiden.

Zur Verbesserung der Bodenstruktur trägt das Einbringen von Gründüngung oder anderer organischer Substanz bei.

Weiters ist eine Pflanzung folgender toleranter Sorten empfohlen:
"Florence", "Pandora", "Symphony", "Pegasus", "Darselect", "Everest", "Bolero", "Tango", "Charlotte", "Camarosa", "Aromas", "Marmolada"

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