Rebenfallkäfer

Bromius obscurus

Zuletzt geändert: 07.05.2018
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Der Rebenfallkäfer (Bromius obscurus), aufgrund der verursachten Schadsymptome auch „Schreiber“ genannt, ist ein Gelegenheitsschädling an Weinstöcken, der Fraßschäden an oberirdischen Pflanzenteilen und den Wurzeln verursachen kann.

Schadorganismus

Der 5-6 mm große Blattkäfer (Fam. Chrysomelidae) ist bräunlich-schwarz gefärbt und nicht metallisch glänzend. Die Flügeldecken sind breiter als der Halsschild und haben deutliche Schultern, woran die Käfer gut zu erkennen sind. Die im Wurzelbereich lebenden weißlichen Larven mit brauner Kopfkapsel, haben 3 Beinpaare und werden ca. 5mm groß.
Die Käfer leben von Anfang Mai bis August an den Rebstöcken. Bei Störung lassen sie sich zu Boden fallen („Rebenfallkäfer“). Nach einem Reifungsfraß von etwa 2 Wochen legen die Weibchen die Eier in Häufchen von 15-20 Stück in Ritzen der alten Borke oder an oberflächennahen Wurzeln ab. Nach 10 bis 12 Tagen schlüpfen die Junglarven, die an den Wurzeln fressen. Sie zerstören anfangs die feinen Wurzeln und fressen später an älteren Wurzeln in spiraligen Gängen. Der Wurzelfraß dauert bis in den Herbst, oder er dauert auch während milder Winter an. Gegen Winterende erfolgt die Verpuppung dicht unter der Erdoberfläche. Nach etwa 3-wöchiger Puppenruhe kommt es zum Schlupf der Käfer.

Symptome

Die Käfer verursachen an oberirdischen Pflanzenteilen wie Blättern, Trieben und Beeren Fraßspuren, die etwa 1 mm breit und 10 mm lang sind und an Schriftzeichen erinnern sollen („Schreiber“). Ab dem Hochsommer können auch Beeren benagt sein. Die Symptome sind jenen des „Oidium-Samebruchs“ ähnlich. Sekundäre Pilzinfektionen können zusätzlich die angefressenen Beeren schädigen.
Die Larven fressen an den Wurzeln der Reben, was Leitungsstörungen verursacht, die von Kümmerwuchs bis zum Absterben der Stöcke führen können.

Verbreitung und Wirtspflanzen

Bromius obscurus ist in Europa, Nordafrika, Nord- und Mittelamerika verbreitet. Neben Vitis sp. gelten auch Nachtkerzengewächse wie das Schmalblättrige Weidenröschen (Epilobium angustifolium) Wirtspflanzen.

Diagnose

Für eine genaue Bestimmung muß eine morphologische Untersuchung der Käfer durchgeführt werden.

Vorbeugung und Bekämpfung

Natürliche Feinde sind u. a. Insekten fressende Wirbeltiere aber auch Ameisen, die die Eier fressen. Pflanzenschutzmaßnahmen sind üblicherweise nicht notwendig. Oft werden die Käfer mit Pflanzenschutzmaßnahmen gegen andere Schädlinge mit erfasst.

(s. Verzeichnis der in Österreich zugelassenen Pflanzenschutzmittel)

Der Rebenfallkäfer (Bromius obscurus), aufgrund der verursachten Schadsymptome auch „Schreiber“ genannt, ist ein Gelegenheitsschädling an Weinstöcken, der Fraßschäden an oberirdischen Pflanzenteilen und den Wurzeln verursachen kann.

Schadorganismus

Der 5-6 mm große Blattkäfer (Fam. Chrysomelidae) ist bräunlich-schwarz gefärbt und nicht metallisch glänzend. Die Flügeldecken sind breiter als der Halsschild und haben deutliche Schultern, woran die Käfer gut zu erkennen sind. Die im Wurzelbereich lebenden weißlichen Larven mit brauner Kopfkapsel, haben 3 Beinpaare und werden ca. 5mm groß.
Die Käfer leben von Anfang Mai bis August an den Rebstöcken. Bei Störung lassen sie sich zu Boden fallen („Rebenfallkäfer“). Nach einem Reifungsfraß von etwa 2 Wochen legen die Weibchen die Eier in Häufchen von 15-20 Stück in Ritzen der alten Borke oder an oberflächennahen Wurzeln ab. Nach 10 bis 12 Tagen schlüpfen die Junglarven, die an den Wurzeln fressen. Sie zerstören anfangs die feinen Wurzeln und fressen später an älteren Wurzeln in spiraligen Gängen. Der Wurzelfraß dauert bis in den Herbst, oder er dauert auch während milder Winter an. Gegen Winterende erfolgt die Verpuppung dicht unter der Erdoberfläche. Nach etwa 3-wöchiger Puppenruhe kommt es zum Schlupf der Käfer.

Symptome

Die Käfer verursachen an oberirdischen Pflanzenteilen wie Blättern, Trieben und Beeren Fraßspuren, die etwa 1 mm breit und 10 mm lang sind und an Schriftzeichen erinnern sollen („Schreiber“). Ab dem Hochsommer können auch Beeren benagt sein. Die Symptome sind jenen des „Oidium-Samebruchs“ ähnlich. Sekundäre Pilzinfektionen können zusätzlich die angefressenen Beeren schädigen.
Die Larven fressen an den Wurzeln der Reben, was Leitungsstörungen verursacht, die von Kümmerwuchs bis zum Absterben der Stöcke führen können.

Verbreitung und Wirtspflanzen

Bromius obscurus ist in Europa, Nordafrika, Nord- und Mittelamerika verbreitet. Neben Vitis sp. gelten auch Nachtkerzengewächse wie das Schmalblättrige Weidenröschen (Epilobium angustifolium) Wirtspflanzen.

Diagnose

Für eine genaue Bestimmung muß eine morphologische Untersuchung der Käfer durchgeführt werden.

Vorbeugung und Bekämpfung

Natürliche Feinde sind u. a. Insekten fressende Wirbeltiere aber auch Ameisen, die die Eier fressen. Pflanzenschutzmaßnahmen sind üblicherweise nicht notwendig. Oft werden die Käfer mit Pflanzenschutzmaßnahmen gegen andere Schädlinge mit erfasst.

(s. Verzeichnis der in Österreich zugelassenen Pflanzenschutzmittel)

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Oben: Charakteristische Fraßspuren des "Schreibers" an Traube und Rebtrieb; Mitte links:Puppenstadium; Unten rechts: Erwachsener Rebenfallkäfer (nat. Größe 6 mm)
Oben: Charakteristische Fraßspuren des "Schreibers" an Traube und Rebtrieb; Mitte links:Puppenstadium; Unten rechts: Erwachsener Rebenfallkäfer (nat. Größe 6 mm)
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