Pflaumensägewespe

Hoplocampa minuta

Zuletzt geändert: 04.05.2017
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Pflaumensägewespe Befallsbild
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Pflaumensägewespe Befallsbild

Pflaumensägewespe

Schwarze Pflaumensägewespe (Hoplocampa minuta Christ.) und Gelbe Pflaumensägewespe (Hoplocampa flava L.).

Einleitung

Die Pflaumensägewespe tritt an Steinobstgewächsen, vorwiegend Pflaumen und Zwetschken auf und verursacht durch die Fraßtätigkeit der Larven in den Früchten vorzeitigen Fruchtfall.

Schadorganismus

Die verwandten Sägewespenarten Hoplocampa minuta Christ. (Schwarze Pflaumensägewespe) und H. flava L. (Gelbe Pflaumensägewespe) sind als erwachsene Tiere etwa 5 mm lang und von schwarzer bzw. bernsteingelber Grundfärbung. Sie fliegen zur Zeit der Zwetschkenblüte, wobei Flugzeit und Eiablage witterungsabhängig sind. Die bis zu 70 Eier je Weibchen werden mit Hilfe ihrer am Hinterleib befindlichen sägeartigen Legebohrer einzeln in Schlitze am Kelch bzw. an den Früchtchen in kleine Taschen abgelegt. Die nach ca. 10-12 Tagen schlüpfenden Larven bohren sich in die junge Frucht und fressen dort etwa 9 Tage lang, bevor sie beginnen, benachbarte Früchte zu befallen. Auf diese Weise kann jede Larve bis zu ca. 5 Früchte schädigen. Die Larven der Pflaumensägewespen sind an ihrem weißgelben Körper mit brauner Kopfkapsel und einem intensiven Wanzengeruch erkennbar. Das letzte Larvenstadium, welches etwa 9-11 mm lang ist, fällt mit der zuletzt befallenen Frucht zu Boden, wo es diese verlässt und sich zur Überwinterung in bis zu 10 cm Tiefe in den Boden begibt. Dort überwintern sie in einem braunen Kokon. Im Frühjahr erfolgt die Verpuppung und nach zwei Wochen der Schlupf der adulten Tiere – kurz vor Blühbeginn der Wirtspflanzen. Die Lebensdauer der Adulten liegt bei etwa 2 Wochen. Es wird nur eine Generation pro Jahr gebildet.

Symptome

Bei Befall weisen die kaum 2 cm großen, noch grünen Früchte Bohrlöcher auf, welche mit feuchtem Kot verstopft sind. Im Inneren dieser befallenen Früchte sind Kern und Fruchtfleisch zerstört und die geschädigten Früchte fallen von den Bäumen (vorzeitiger Fruchtfall). Der Befall kann bis zum Totalverlust führen, wobei früh- und spätblühende Sorten meist weniger befallen werden.

Verbreitung und Wirtspflanzen

Die Pflaumensägewespe ist in ganz Europa verbreitet, wobei sie nördlich bis nach Schweden und auch im europäischen Teil Russlands vorkommt. Zu ihren Wirtspflanzen zählen die Kulturobstarten der Gattung Prunus, häufig Pflaume (Prunus domestica) sowie die Unterart Zwetschke (Prunus domestica subsp. domestica), seltener Marille (Prunus armeniaca) und Kirsche (Prunus avium).

Vorbeugung und Bekämpfung

·         Eine befallsvorbeugende Maßnahme ist die Wahl wenig empfindlicher Sorten in Befallslagen (z.B. früh- oder spätblühend)

·         Weiße Leimtafeln können im Kronenbereich der Bäume kurz vor Blühbeginn aufgehängt werden. Mittels dieser kann eine Prognose des zu erwartenden Befallsdruckes erfolgen und es können damit adulte Wespen abgefangen  werden, was zu einer Verminderung des Befalles führen kann. Diese Fallen sollten jedoch im Sinne der Nützlingsschonung nur während der Flugzeit der Sägewespen – also etwa 1 Woche vor bis 1 Woche nach der Blüte - verwendet werden.

·         Wenn Befall festgestellt wird, sollten regelmäßig die befallenen Früchte vom Baum geschüttelt, aufgesammelt und vernichtet werden.

·         Zugelassene Pflanzenschutzmittel (PSM) zum Schutz gegen diesen Schaderreger sind im online verfügbaren PSM-Verzeichnis zu finden (s. Verzeichnis der in Österreich zugelassenen Pflanzenschutzmittel).

 

 

 

 

 

 

 

 

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Pflaumensägewespe

Schwarze Pflaumensägewespe (Hoplocampa minuta Christ.) und Gelbe Pflaumensägewespe (Hoplocampa flava L.).

Einleitung

Die Pflaumensägewespe tritt an Steinobstgewächsen, vorwiegend Pflaumen und Zwetschken auf und verursacht durch die Fraßtätigkeit der Larven in den Früchten vorzeitigen Fruchtfall.

Schadorganismus

Die verwandten Sägewespenarten Hoplocampa minuta Christ. (Schwarze Pflaumensägewespe) und H. flava L. (Gelbe Pflaumensägewespe) sind als erwachsene Tiere etwa 5 mm lang und von schwarzer bzw. bernsteingelber Grundfärbung. Sie fliegen zur Zeit der Zwetschkenblüte, wobei Flugzeit und Eiablage witterungsabhängig sind. Die bis zu 70 Eier je Weibchen werden mit Hilfe ihrer am Hinterleib befindlichen sägeartigen Legebohrer einzeln in Schlitze am Kelch bzw. an den Früchtchen in kleine Taschen abgelegt. Die nach ca. 10-12 Tagen schlüpfenden Larven bohren sich in die junge Frucht und fressen dort etwa 9 Tage lang, bevor sie beginnen, benachbarte Früchte zu befallen. Auf diese Weise kann jede Larve bis zu ca. 5 Früchte schädigen. Die Larven der Pflaumensägewespen sind an ihrem weißgelben Körper mit brauner Kopfkapsel und einem intensiven Wanzengeruch erkennbar. Das letzte Larvenstadium, welches etwa 9-11 mm lang ist, fällt mit der zuletzt befallenen Frucht zu Boden, wo es diese verlässt und sich zur Überwinterung in bis zu 10 cm Tiefe in den Boden begibt. Dort überwintern sie in einem braunen Kokon. Im Frühjahr erfolgt die Verpuppung und nach zwei Wochen der Schlupf der adulten Tiere – kurz vor Blühbeginn der Wirtspflanzen. Die Lebensdauer der Adulten liegt bei etwa 2 Wochen. Es wird nur eine Generation pro Jahr gebildet.

Symptome

Bei Befall weisen die kaum 2 cm großen, noch grünen Früchte Bohrlöcher auf, welche mit feuchtem Kot verstopft sind. Im Inneren dieser befallenen Früchte sind Kern und Fruchtfleisch zerstört und die geschädigten Früchte fallen von den Bäumen (vorzeitiger Fruchtfall). Der Befall kann bis zum Totalverlust führen, wobei früh- und spätblühende Sorten meist weniger befallen werden.

Verbreitung und Wirtspflanzen

Die Pflaumensägewespe ist in ganz Europa verbreitet, wobei sie nördlich bis nach Schweden und auch im europäischen Teil Russlands vorkommt. Zu ihren Wirtspflanzen zählen die Kulturobstarten der Gattung Prunus, häufig Pflaume (Prunus domestica) sowie die Unterart Zwetschke (Prunus domestica subsp. domestica), seltener Marille (Prunus armeniaca) und Kirsche (Prunus avium).

Vorbeugung und Bekämpfung

·         Eine befallsvorbeugende Maßnahme ist die Wahl wenig empfindlicher Sorten in Befallslagen (z.B. früh- oder spätblühend)

·         Weiße Leimtafeln können im Kronenbereich der Bäume kurz vor Blühbeginn aufgehängt werden. Mittels dieser kann eine Prognose des zu erwartenden Befallsdruckes erfolgen und es können damit adulte Wespen abgefangen  werden, was zu einer Verminderung des Befalles führen kann. Diese Fallen sollten jedoch im Sinne der Nützlingsschonung nur während der Flugzeit der Sägewespen – also etwa 1 Woche vor bis 1 Woche nach der Blüte - verwendet werden.

·         Wenn Befall festgestellt wird, sollten regelmäßig die befallenen Früchte vom Baum geschüttelt, aufgesammelt und vernichtet werden.

·         Zugelassene Pflanzenschutzmittel (PSM) zum Schutz gegen diesen Schaderreger sind im online verfügbaren PSM-Verzeichnis zu finden (s. Verzeichnis der in Österreich zugelassenen Pflanzenschutzmittel).

 

 

 

 

 

 

 

 

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zwei Pflaumensägewespenarten, Schwarze Pflaumensägewespe (Hoplocampa minuta Christ.) und Gelbe Pflaumensägewespe (Hoplocampa flava L.)
zwei Pflaumensägewespenarten, Schwarze Pflaumensägewespe (Hoplocampa minuta Christ.) und Gelbe Pflaumensägewespe (Hoplocampa flava L.)
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