Monilinia

Monilinia

Warndienst
Zuletzt geändert: 27.05.2020
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Tierseuchenkategorien:

Schadbild
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Schadbild

Monilinia fructigena und Monilinia laxa sind die in Europa heimischen Erreger der Moniliakrankheit, die im Kern- und Steinobstbau schwere Schäden verursachen können.
Durch Spitzendürre und Zweigsterben und daraus folgendem Gummifluss können beim Steinobst große Ernteverluste entstehen. Die Monilia-Fruchtfäule ist eine der häufigsten Lagerkrankheiten.

 

Schadorganismus

Die pilzlichen Erreger überwintern auf Fruchtmumien oder in erkrankten Zweigen in Form von Dauerkörpern. Am Ende des Winters bilden sich Sporenlager, aus denen Konidien entlassen werden. Durch Insekten oder Wind werden diese auf die Blütenorgane verfrachtet. Bei feuchtem Blühwetter können Infektionen ab dem Öffnen der ersten Blüten bis zum Blühende stattfinden.
Die Infektion der Früchte erfolgt ausschließlich durch sich berührende Früchte oder über Wunden (feine Risse in der Fruchtschale genügen). Auf frisch eingelagertem Obst entwickelt sich die Fäule weiter und die Früchte verderben innerhalb weniger Tage.

Symptome

Die Schadsymptome können an verschiedenen Pflanzenteilen auftreten:
Spitzendürre: tritt häufiger bei Steinobst auf. Die Blätter und Blüten an den Trieb- und Zweigspitzen welken schlagartig, verfärben sich braun bis grau und vertrocknen. Kommt besonders an Weichseln (besonders an Schattenmorellen) und Marillen vor, seltener aber auch an Äpfeln (z.B. ´James Grieve´, ´Alkmene´).
Rindenbrand und Zweigsterben: entsteht, wenn Infektionen von den Früchten auf die Triebe übergehen. Es kommt zu Absterbeerscheinungen, die wie Frostschäden aussehen.
Fruchtfäule: An den Früchten bilden sich braune Faulstellen, die sich rasch vergrößern und die ganze Frucht umfassen können. Dort entstehen braune oder graue in konzentrischen Ringen angeordnete Sporenlager ("Polsterschimmel"). Solche Früchte fallen entweder ab oder trocknen ein und bleiben als Fruchtmumien am Baum hängen.
Am Lager (unter Lichtabschluss) entsteht bei Äpfeln die sogenannte "Schwarzfäule": Die gesamte Fruchtschale wird ledrig und verfärbt sich glänzend schwarz.

Verbreitung und Wirtspflanzen

Die Moniliakrankheit ist weltweit verbreitet.
nfektionen sind bei allen Stein- und Kernobstarten möglich, wobei Blüteninfektionen und Spitzendürre bei Weichsel, Marille, Kirsche, Pfirsich, Zwetschke und Mandel eine größere Rolle spielen als beim Kernobst. Die Fruchtfäule hat jedoch bei allen Steinobst- und Kernobstarten eine große Bedeutung. befallene Triebspitzen vor der Blüte abschneiden, faulende Früchte laufend entfernen und vernichtenVerletzungen vermeiden: Bekämpfung von tierischen Schädlingen (z.B. Apfel- und Pflaumenwickler, Kirschfliege, Sägewespe, Wespen) und Schorf.

  •  Bei der Ernte und Sortierung Früchte vorsichtig behandeln.
  •  erkrankte Früchte nicht einlagern
  •  Einsatz genehmigter Fungizide bei anfälligen Sorten (zur Vermeidung von Resistenzen wird    ein Wirkstoffwechsel empfohlen)

Blütenmonilia: kurz vor Regenfällen vorbeugende Behandlungen während der Blüte durchführen
Fruchtmonilia: je reifer die Früchte, umso empfindlicher werden sie;
Behandlungen während der letzten vier Wochen vor der Ernte (Wartefristen beachten!)

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Monilinia fructigena und Monilinia laxa sind die in Europa heimischen Erreger der Moniliakrankheit, die im Kern- und Steinobstbau schwere Schäden verursachen können.
Durch Spitzendürre und Zweigsterben und daraus folgendem Gummifluss können beim Steinobst große Ernteverluste entstehen. Die Monilia-Fruchtfäule ist eine der häufigsten Lagerkrankheiten.

 

Schadorganismus

Die pilzlichen Erreger überwintern auf Fruchtmumien oder in erkrankten Zweigen in Form von Dauerkörpern. Am Ende des Winters bilden sich Sporenlager, aus denen Konidien entlassen werden. Durch Insekten oder Wind werden diese auf die Blütenorgane verfrachtet. Bei feuchtem Blühwetter können Infektionen ab dem Öffnen der ersten Blüten bis zum Blühende stattfinden.
Die Infektion der Früchte erfolgt ausschließlich durch sich berührende Früchte oder über Wunden (feine Risse in der Fruchtschale genügen). Auf frisch eingelagertem Obst entwickelt sich die Fäule weiter und die Früchte verderben innerhalb weniger Tage.

Symptome

Die Schadsymptome können an verschiedenen Pflanzenteilen auftreten:
Spitzendürre: tritt häufiger bei Steinobst auf. Die Blätter und Blüten an den Trieb- und Zweigspitzen welken schlagartig, verfärben sich braun bis grau und vertrocknen. Kommt besonders an Weichseln (besonders an Schattenmorellen) und Marillen vor, seltener aber auch an Äpfeln (z.B. ´James Grieve´, ´Alkmene´).
Rindenbrand und Zweigsterben: entsteht, wenn Infektionen von den Früchten auf die Triebe übergehen. Es kommt zu Absterbeerscheinungen, die wie Frostschäden aussehen.
Fruchtfäule: An den Früchten bilden sich braune Faulstellen, die sich rasch vergrößern und die ganze Frucht umfassen können. Dort entstehen braune oder graue in konzentrischen Ringen angeordnete Sporenlager ("Polsterschimmel"). Solche Früchte fallen entweder ab oder trocknen ein und bleiben als Fruchtmumien am Baum hängen.
Am Lager (unter Lichtabschluss) entsteht bei Äpfeln die sogenannte "Schwarzfäule": Die gesamte Fruchtschale wird ledrig und verfärbt sich glänzend schwarz.

Verbreitung und Wirtspflanzen

Die Moniliakrankheit ist weltweit verbreitet.
nfektionen sind bei allen Stein- und Kernobstarten möglich, wobei Blüteninfektionen und Spitzendürre bei Weichsel, Marille, Kirsche, Pfirsich, Zwetschke und Mandel eine größere Rolle spielen als beim Kernobst. Die Fruchtfäule hat jedoch bei allen Steinobst- und Kernobstarten eine große Bedeutung. befallene Triebspitzen vor der Blüte abschneiden, faulende Früchte laufend entfernen und vernichtenVerletzungen vermeiden: Bekämpfung von tierischen Schädlingen (z.B. Apfel- und Pflaumenwickler, Kirschfliege, Sägewespe, Wespen) und Schorf.

  •  Bei der Ernte und Sortierung Früchte vorsichtig behandeln.
  •  erkrankte Früchte nicht einlagern
  •  Einsatz genehmigter Fungizide bei anfälligen Sorten (zur Vermeidung von Resistenzen wird    ein Wirkstoffwechsel empfohlen)

Blütenmonilia: kurz vor Regenfällen vorbeugende Behandlungen während der Blüte durchführen
Fruchtmonilia: je reifer die Früchte, umso empfindlicher werden sie;
Behandlungen während der letzten vier Wochen vor der Ernte (Wartefristen beachten!)

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Zweigmonilia
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Fruchtmumien
Fruchtmumien
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Triebmonilia
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