Kräuselmilbe

Calepitrimerus vitis

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Zuletzt geändert: 21.05.2019
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Schadbild der Kräuselmilbe an der Weinrebe
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Schadbild der Kräuselmilbe an der Weinrebe

Die mikroskopisch kleine Kräuselmilbe (Calepitrimerus vitis) kann massenhaft an der Europäischen Rebe Vitis vinifera auftreten und zu erheblichen Ertrags- und Qualitätsverlusten führen.

Schadbild der Kräuselmilbe an der Weinrebe
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Schadbild der Kräuselmilbe an der Weinrebe

Die mikroskopisch kleine Kräuselmilbe (Calepitrimerus vitis) kann massenhaft an der Europäischen Rebe Vitis vinifera auftreten und zu erheblichen Ertrags- und Qualitätsverlusten führen.

Symptome

Der Befall zeigt sich vor allem im Frühjahr auf den jungen Blättern. Durch ihre Saugtätigkeit wird das Wachstum der Reben beeinflusst. Kräuselmilben verursachen besonders in Junganlagen ohne ausreichenden Raubmilbenbesatz starke Schäden. Durch Störungen beim Wachstum der Triebspitze treiben verstärkt Geiztriebe aus. Die Triebe entwickeln sich im Extremfall besenartig, so dass das Zielholz im nächsten Jahr fehlt.

Im Frühjahr treiben die Triebe verzögert und nur kümmerlich aus. Verkürzte Internodien, sowie gestauchter, besenartiger Wuchs sind auffallend ebenso wie kleine oft löffelförmig gewölbte und  gekräuselte Blätter. Später im Jahr zerreißen die Blätter und man erkennt sternförmige, gelblich durchscheinende Stiche, die zunehmend rostbraun verfärben.

Schadorganismus

Die Kräuselmilbe der Weinrebe (Calepitrimerus vitis) gehört zu der Familie der Gallmilben (Eriophyidae). Die erwachsenen Milben überwintern unter den Knospenschuppen und unter der Rinde des älteren Holzes. Im Frühjahr wandern die Wintertiere auf die austreibenden Knospen und die Unterseite der jungen Blättchen, wo sie runde Eier von 0,03 mm Größe ablegen.

Aus den geschlüpften Larven entwickeln sich Nymphen und daraus die Sommerweibchen und Männchen, welche ähnlich aussehen und sich nur in der Körpergröße unterscheiden. Während der Saison besiedeln die aktiven Kräuselmilben bevorzugt die Blattunterseite, kommen aber insbesondere bei starkem Befall auch auf der Blattoberseite, sowie auf den Gescheinen und Trauben vor. Im Verlaufe des Jahres treten mehrere Generationen auf.

Im Spätsommer suchen die dann entstehenden Winterweibchen die Überwinterungsplätze auf. Die Sommerformen hingegen fallen mit dem Laub ab und überstehen den Winter nicht.

Verbreitung und Wirtspflanze

Kräuselmilben treten nicht nur im gesamten europäischen Weinbaugebiet sondern weltweit in vielen Rebflächen auf (CABI Distribution Maps of Plant Pests 2010 Map 732). Die Kräuselmilbe kommt an der Europäischen Rebe Vitis vinifera vor.

Die Ausbreitung der Kräuselmilben erfolgt über befallenes Schnittholz, durch Verwehen von besiedelten Blättern während der Saison, durch Anhaften an der Kleidung und Werkzeug bei der Laubarbeit.

Diagnose

Wegen ihrer geringen Größe von nur 0,15 mm, kann die Kräuselmilbe (Calepitrimerus vitis) mit freiem Auge nicht beobachten werden. Mithilfe eines Mikroskops sind der wurmförmige und weichhäutige Körper sowie die 2 Beinpaare in Kopfnähe der erwachsenen Milbe zu erkennen.

Vorbeugung und Bekämpfung

Austriebsspritzung: Eine frühe Ausbringung an einem warmen Tag ist für eine erfolgreiche Bekämpfung der Kräuselmilben sehr wichtig. Je später die Behandlung erfolgt, umso geringer wird der Erfolg sein.
Die Stockwaschung mit „Netzschwefel“ ab dem Knospenaufbruch durchführen (s. Verzeichnis der in Österreich zugelassenen Pflanzenschutzmittel).

Darüber hinaus sollte eine Raubmilbeneinbürgerung (Typhlodromus pyri) durchgeführt werden. Bereits im Winter Filzstreifen mit Typhlodromus pyri ausbringen, so dass diese bei den ersten steigenden Temperaturen aktiv werden können.

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Schadbild der Kräuselmilbe an der Weinrebe
Schadbild der Kräuselmilbe an der Weinrebe
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