Gewöhnlicher Steinbrand

Tilletia caries/ Tilletia foetida

Zuletzt geändert: 15.10.2020
Icon

Tierseuchenkategorien:

Gewöhnlicher Steinbrand/ Weizensteinbrand

Gewöhnlicher Steinbrand wird auch Stinkbrand genannt, da er sehr stark nach Fisch riecht. Bei einem starken Befall mit Gewöhnlichen Steinbrand sind hohe Ertragseinbußen und nur eine eingeschränkte Verwendbarkeit des Erntegutes (auch für Futterzwecke) zu erwarten.

Schadorganismus

Die Infektion der Keimlinge erfolgt hauptsächlich durch befallenes Saatgut. Eine Infektion über im Boden befindliche Sporen ist jedoch möglich.

Symptome

In den Ähren werden anstelle der Körner dunkelbraun-schwarze Brandbutten gebildet welche 5-7 Mio. Sporen enthalten. Wenn die Brandbutten zerbrochen werden riechen diese intensiv nach Fisch. Halme sind in der Regel etwas verkürzt (bis zu einem Drittel).

caption
Eine gewöhnliche Steinbrandspore unter dem Mikroskop in 1000facher Vergrößerung.
caption
Links ist ein gesundes Weizenkorn, rechts eine Brandbutte des Gewöhnlichen Steinbrandes die statt einem Weizenkorn ausgebildet wurde.
caption
Eine mit Gewöhnlichem Steinbrand befallene Weizenähre. Brandbutten mit schwarzer Sporenmasse sind bereits sichtbar.

Verbreitung und Wirtspflanzen

Gewöhnlicher Steinbrand befällt vor allem Weizen und Dinkel. Der Erreger tritt in allen Lagen auf.

Vorbeugung und Bekämpfung

Die Verwendung von untersuchtem und gesundem Saatgut wird empfohlen. Je nach Befall kann eine Beizung mit einem gegen Gewöhnlichen Steinbrand zugelassenen Beizmittel notwendig sein. Jede Berührung mit Sporenträgern (Sämaschine, Mähdrescher, Big Bags, usw.) ist zu vermeiden.

x