Gerstenhartbrand

Ustilago hordei

Zuletzt geändert: 25.05.2021
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Tierseuchenkategorien:

Steckbrief

Der Gerstenhartbrand ist eine Pilzerkrankung die ausschließlich Gerstenpflanzen befällt. Die Sporenlager an der Ähre sind von einem matten, silbergrauen Häutchen überzogen und erhärten bis zur Ernte.

Schadsymptome

Die Sporenlager an der Ähre sind lange von einem matten, silbergrauen Häutchen überzogen. Die Sporenlager erhärten bis zur Ernte und werden nicht oder nur unvollständig ausgestäubt. Die Grannen sind häufig deformiert, bleiben aber oftmals erhalten.

Die Symptome des Gerstenhartbrandes ähneln jenen des Gerstenflugbrandes.

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Eine mit Gerstenhartbrand befallene Ähre in einem abgetrockneten Gerstenbestand
Befallenen Ähre mit dunklen Sporenlagern in einem Gerstenfeld
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Eine mit Gerstenhartbrand befallene Ähre
Nahaufnahme einer befallenen Ähre. Deutliche, dunkle Sporenlager sichtbar

Wirtspflanzen

Der Erreger des Gerstenhartbrands befällt nur Gerstenpflanzen.

Verbreitung

Gerstenhartbrand kann in allen Anbaugebieten auftreten.

Ausbreitung und Übertragung

Durch Verwendung von infiziertem Saatgut wird der Pilz auf gesunde Böden verschleppt. Die Infektion des Keimlings erfolgt durch Sporen am Samen. Neben der samenbürtigen Infektion ist jedoch auch eine Übertragung vom Boden aus möglich.

Wirtschaftliche Bedeutung

Bei starkem Befall mit Gerstenhartbrand ist mit Ertragseinbußen zu rechnen.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Die Verwendung von untersuchtem und gesundem Saatgut wird empfohlen
  • Eine Saatgutbeizung gegen den Erreger Ustilago hordei ist möglich
  • Einhaltung weiter Fruchtfolgen sind empfohlen 
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