Frostspanner

Operophtera brumata

Warndienst
Zuletzt geändert: 11.05.2017
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Der Kleine Frostspanner (Operophtera brumata) kann im Frühjahr durch die Fraßtätigkeit der Raupen empfindliche Schäden an Kern- und Steinobst (ausgenommen Pfirsich) und auch an anderen Laubhölzern verursachen. Obstanlagen, vor allem Süßkirschenpflanzungen, in Waldnähe und früh blühende Sorten sind besonders gefährdet. Durch starkes Frostspannerauftreten können erhebliche Ernteeinbußen entstehen, da durch den Fraß große Mengen an Blüten und jungen Früchten ausfallen. Im Hausgartenbereich und im Extensivobstbau tritt der Schädling in bestimmten Gebieten regelmäßig auf (so genannte Frostspannerlagen). Im Intensivanbau (besonders bei biologischer Bewirtschaftung) kann in manchen Jahren verstärkter Frostspannerbefall beobachtet werden.

Schadorganismus

Der Kleine Frostspanner gehört unter den Schmetterlingen (Lepidoptera) zur Familie der Spanner (Geometridae), die durch das „Buckelmachen“ bei der Fortbewegung (spannerartige Fortbewegung) und bei Störungen der Raupen charakterisiert sind.
Im Frühling bereits mit Beginn des Austriebs schlüpfen die Raupen und fressen junge Blätter, Blüten und Früchte. Die Jungraupen sind zunächst dunkelgrau, später bekommen die Raupen eine hellgrüne Färbung mit gelblichen Längsstreifen. Wenn die Raupen ausgewachsen sind (etwa 2,5 cm lang), verlassen sie den Baum und ziehen sich in die oberste Bodenschicht zurück (Mai). Nach der Verpuppung treten die erwachsenen Insekten (Schmetterlinge) im Herbst (etwa Ende Oktober) mit den ersten Frostnächten auf. Das Männchen ist ein unscheinbarer braungrauer Schmetterling mit etwa 25 mm Flügelspannweite. Das Weibchen ist grau gefärbt und 6–7 mm lang, aber flugunfähig. Die Weibchen klettern zur Ablage der Eier die Stämme der Bäume hinauf und legen im äußeren Kronenbereich bis zu 300 Eier ab, die zunächst hellgrün und später im Winter rötlich verfärbt sind.

Symptome

Die Blüten- und Blattknospen entfalten sich nicht, sie sind teilweise versponnen und in ihrem Inneren ausgehöhlt. In den Blüten sind Stempel und Staubgefäße abgefressen und die Blüte ist dadurch vernichtet. Die Blätter weisen zunächst Löcherfraß auf; bei stärkerem Befall werden sie bis auf die Blattrippen abgeweidet und es tritt Kahlfraß ein. Auch die jungen Früchte werden vielfach geschädigt und zwar bei Kernobst das Fruchtfleisch, bei Steinobst, besonders Kirsche, auch der Kern (Löffelfraß). Der wesentlich seltenere Große Frostspanner (Erannis defoliaria) erzeugt die gleichen Schadsymptome.

Verbreitung und Wirtspflanzen

Frostspanner treten weltweit an ihren Wirtspflanzen auf.
Als Wirtspflanzen dienen Obstgehölze (Kern- und Steinobst, ausgenommen Pfirsich) und andere Laubhölzer.

Vorbeugung und Bekämpfung

vorbeugende Maßnahmen

Raupenleimringe: ab Ende Oktober können die flugunfähigen Weibchen, die den Baumstamm hinaufkriechen, mit Raupenleimringen, die man um die Stämme der Bäume anlegt, abgefangen und damit die Eiablage verhindert werden. Da die Aktivität der Weibchen bis Jänner andauern kann, sollte die Klebkraft der Leimringe solange erhalten bleiben.

direkte Maßnahmen

Winter- oder Austriebsspritzmittel (Ölpräparate) gegen „überwinternde tierische Schaderreger“ können die abgelegten Eier (Wintereier) erfolgreich vernichten. Auf eine gründliche Benetzung aller Baumteile achten!

Behandlungen gegen die Jungraupen mit chemischen Pflanzenschutzmitteln vor, bis spätestens kurz nach der Blüte, falls erforderlich. Wirtschaftliche Schadschwelle bei visuellen Kontrollen: 5–10 Raupen auf 100 Blattbüscheln.

Neben synthetischen Insektiziden können gegen die Jungraupen auch Bacillus thuringiensis-Präparate eingesetzt werden (möglichst noch vor der Blütezeit). Haben die Raupen eine Größe von 2 cm erreicht, ist eine chemische Behandlung nicht mehr angebracht, da ein baldiges Abwandern der Raupen zu erwarten ist.

Der Kleine Frostspanner (Operophtera brumata) kann im Frühjahr durch die Fraßtätigkeit der Raupen empfindliche Schäden an Kern- und Steinobst (ausgenommen Pfirsich) und auch an anderen Laubhölzern verursachen. Obstanlagen, vor allem Süßkirschenpflanzungen, in Waldnähe und früh blühende Sorten sind besonders gefährdet. Durch starkes Frostspannerauftreten können erhebliche Ernteeinbußen entstehen, da durch den Fraß große Mengen an Blüten und jungen Früchten ausfallen. Im Hausgartenbereich und im Extensivobstbau tritt der Schädling in bestimmten Gebieten regelmäßig auf (so genannte Frostspannerlagen). Im Intensivanbau (besonders bei biologischer Bewirtschaftung) kann in manchen Jahren verstärkter Frostspannerbefall beobachtet werden.

Schadorganismus

Der Kleine Frostspanner gehört unter den Schmetterlingen (Lepidoptera) zur Familie der Spanner (Geometridae), die durch das „Buckelmachen“ bei der Fortbewegung (spannerartige Fortbewegung) und bei Störungen der Raupen charakterisiert sind.
Im Frühling bereits mit Beginn des Austriebs schlüpfen die Raupen und fressen junge Blätter, Blüten und Früchte. Die Jungraupen sind zunächst dunkelgrau, später bekommen die Raupen eine hellgrüne Färbung mit gelblichen Längsstreifen. Wenn die Raupen ausgewachsen sind (etwa 2,5 cm lang), verlassen sie den Baum und ziehen sich in die oberste Bodenschicht zurück (Mai). Nach der Verpuppung treten die erwachsenen Insekten (Schmetterlinge) im Herbst (etwa Ende Oktober) mit den ersten Frostnächten auf. Das Männchen ist ein unscheinbarer braungrauer Schmetterling mit etwa 25 mm Flügelspannweite. Das Weibchen ist grau gefärbt und 6–7 mm lang, aber flugunfähig. Die Weibchen klettern zur Ablage der Eier die Stämme der Bäume hinauf und legen im äußeren Kronenbereich bis zu 300 Eier ab, die zunächst hellgrün und später im Winter rötlich verfärbt sind.

Symptome

Die Blüten- und Blattknospen entfalten sich nicht, sie sind teilweise versponnen und in ihrem Inneren ausgehöhlt. In den Blüten sind Stempel und Staubgefäße abgefressen und die Blüte ist dadurch vernichtet. Die Blätter weisen zunächst Löcherfraß auf; bei stärkerem Befall werden sie bis auf die Blattrippen abgeweidet und es tritt Kahlfraß ein. Auch die jungen Früchte werden vielfach geschädigt und zwar bei Kernobst das Fruchtfleisch, bei Steinobst, besonders Kirsche, auch der Kern (Löffelfraß). Der wesentlich seltenere Große Frostspanner (Erannis defoliaria) erzeugt die gleichen Schadsymptome.

Verbreitung und Wirtspflanzen

Frostspanner treten weltweit an ihren Wirtspflanzen auf.
Als Wirtspflanzen dienen Obstgehölze (Kern- und Steinobst, ausgenommen Pfirsich) und andere Laubhölzer.

Vorbeugung und Bekämpfung

vorbeugende Maßnahmen

Raupenleimringe: ab Ende Oktober können die flugunfähigen Weibchen, die den Baumstamm hinaufkriechen, mit Raupenleimringen, die man um die Stämme der Bäume anlegt, abgefangen und damit die Eiablage verhindert werden. Da die Aktivität der Weibchen bis Jänner andauern kann, sollte die Klebkraft der Leimringe solange erhalten bleiben.

direkte Maßnahmen

Winter- oder Austriebsspritzmittel (Ölpräparate) gegen „überwinternde tierische Schaderreger“ können die abgelegten Eier (Wintereier) erfolgreich vernichten. Auf eine gründliche Benetzung aller Baumteile achten!

Behandlungen gegen die Jungraupen mit chemischen Pflanzenschutzmitteln vor, bis spätestens kurz nach der Blüte, falls erforderlich. Wirtschaftliche Schadschwelle bei visuellen Kontrollen: 5–10 Raupen auf 100 Blattbüscheln.

Neben synthetischen Insektiziden können gegen die Jungraupen auch Bacillus thuringiensis-Präparate eingesetzt werden (möglichst noch vor der Blütezeit). Haben die Raupen eine Größe von 2 cm erreicht, ist eine chemische Behandlung nicht mehr angebracht, da ein baldiges Abwandern der Raupen zu erwarten ist.

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Raupen-Fraßspuren an Blättern
Raupen-Fraßspuren an Blättern
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Raupe Kleinern Frostspanner
Raupe Kleinern Frostspanner
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Kahlfraß durch Frostspanner-Raupen
Kahlfraß durch Frostspanner-Raupen
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Kahlfraß durch Frostspannerraupen
Kahlfraß durch Frostspannerraupen
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Frostspanner (Ei, Larve, Schmetterling) und Schadbild
Frostspanner (Ei, Larve, Schmetterling) und Schadbild
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Raupe Kleiner Frostspanner
Raupe Kleiner Frostspanner

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