Feuerbrand

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Zuletzt geändert: 09.05.2016
Schadsymptome des Feuerbrandes an einem Apfelbaum - ein befallener Ast hängt braun herunter.

Feuerbrand ist eine hochinfektiöse, schwer zu bekämpfende Krankheit verschiedener Obst- und Ziergehölze aus der botanischen Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Der Erreger ist das Bakterium Erwinia amylovora. Bedroht sind sowohl der Erwerbs- als auch der landschaftsprägende Streuobstbau sowie Baumschulen, Hausgärten und öffentliche Grünanlagen.

Befallene Pflanzen können innerhalb kurzer Zeit absterben.

Als Ursprungsland des Feuerbrandes gelten die USA, wo schon vor 200 Jahren über diese Krankheit berichtet wurde. In Europa trat Feuerbrand erstmals 1957 in Südengland auf und wurde bisher in nahezu allen europäischen Ländern nachgewiesen.

Feuerbrand zählt zu den Quarantänekrankheiten, ein Auftreten ist meldepflichtig.

Schadsymptome des Feuerbrandes an einem Apfelbaum - ein befallener Ast hängt braun herunter.

Feuerbrand ist eine hochinfektiöse, schwer zu bekämpfende Krankheit verschiedener Obst- und Ziergehölze aus der botanischen Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Der Erreger ist das Bakterium Erwinia amylovora. Bedroht sind sowohl der Erwerbs- als auch der landschaftsprägende Streuobstbau sowie Baumschulen, Hausgärten und öffentliche Grünanlagen.

Befallene Pflanzen können innerhalb kurzer Zeit absterben.

Als Ursprungsland des Feuerbrandes gelten die USA, wo schon vor 200 Jahren über diese Krankheit berichtet wurde. In Europa trat Feuerbrand erstmals 1957 in Südengland auf und wurde bisher in nahezu allen europäischen Ländern nachgewiesen.

Feuerbrand zählt zu den Quarantänekrankheiten, ein Auftreten ist meldepflichtig.

Symptome

Erste Symptome

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Austretender Bakterienschleim an einem Trieb
Feuerbrand Symptom - Austretender Bakterienschleim an einem Trieb
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Erste Symptome am Blatt eines Apfelbaumes
Feuerbrand Symptome - Erste Symptome am Blatt eines Apfelbaumes

Blätter und Blüten befallener Pflanzen welken plötzlich und verfärben sich braun oder schwarz. Infizierte Triebe erscheinen zunächst fahlgrün und vertrocknen unter einer Braun- bis Schwarzfärbung. Dabei krümmen sich die Triebspitzen infolge des Wasserverlustes oft hakenförmig nach unten. Bei feuchtem Wetter treten aus den Befallsstellen weißliche, später braun werdende Tropfen klebrigen Bakterienschleims.

Weiterer Verlauf

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Infizierter Trieb ausgehend von einer Büteninfektion
Feuerbrand Symptom - Infizierter Trieb ausgehend von einer Büteninfektion
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Hakenförmig gekrümmter Trieb
Feuerbrand Symptome - Hakenförmig gekrümmter Trieb

Unter der Rinde frisch befallener Bäume ist das Holz meist rotbraun verfärbt und von klebrigem Bakterienschleim durchsetzt, der aus der Rinde hervorbricht.

Gegen Ende der Vegetationszeit kommt die Ausbreitung der Bakterien zum Stillstand. Erkrankte Rindenpartien sinken ein, wodurch zwischen krankem und gesundem Gewebe eine deutliche Grenzlinie entsteht. An den wie verbrannt aussehenden Zweigpartien bleiben während des Winters die abgestorbenen Blätter und geschrumpften Früchte hängen. Ausgangspunkt für neue Infektionen im Frühjahr bilden Bakterienexsudate, die aus krebsartigen Brandherden am mehrjährigen Holz austreten.

Übertragung

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Fruchtmumie einer Birne
Feuerbrand Symptome - Fruchtmumie einer Birne

Bei einer Übertragung auf die Triebe anfälliger Wirtspflanzen dringt der Feuerbrand-Erreger durch natürliche Öffnungen (Atemporen, Spaltöffnungen) oder durch Wunden ein. Die Ausbreitung des Erregers innerhalb einer Wirtspflanze erfolgt in jungen Trieben deutlich schneller als in älteren. Frühestens 4 Tage nach der Infektion können erste Absterbeerscheinungen sichtbar werden. Innerhalb von 2 bis 3 Wochen kann ein junger Birnbaum abgestorben sein.

Diagnose

Die AGES führt Laboruntersuchungen für das seitens der EU erforderliche Monitoring über einen Feuerbrandbefall an Wirtspflanzen durch, koordiniert entsprechende Aktivitäten und führt – teilweise in Kooperation mit den Bundesländern und Berufsverbänden – Freilandversuche zu alternativen Kontrollmethoden (inklusive Einsatz von Bienen) durch.

Kontakt

Institut für Nachhaltige Pflanzenproduktion
Telefon: +43(0)5 0555 34200
Spargelfeldstraße 191
1220 Wien



Institut für Nachhaltige Pflanzenproduktion
Telefon: +43(0)5 0555 34200
Spargelfeldstraße 191
1220 Wien



    Feuerbrand_Diagnoseschema_2010_03.pdf (496 K)
    Feuerbrand_Diagnoseschema_2010
    Datei Download  | PDF öffnen

    Probenbegleitschein_Private_Feuerbrandproben_03.pdf (79 K)
    Probenbegleitschein für das Einsenden privater Feuerbrandproben
    Datei Download  | PDF öffnen

Bekämpfung

Bekämpfung

Vorbeugende Maßnahmen

  • Inokulum soweit als möglich vor der Blüte reduzieren
  • Regelmäßige Kontrollen bei trockenem Wetter durchführen!
  • Pflanzenschutzbehandlungen gegen tierische oder pilzliche Schaderreger während akutem Feuerbrand- Infektionsrisiko möglichst vermeiden
  • Überkronenberegnungen, mechanische Ausdünnung bei hohem Infektionsrisiko vermeiden
  • Nachblüher und Junganlagen mit später Blüte sind besonders gefährdet

Sanierung

  • Rodung bzw. großzügiger Rückschnitt so rasch als möglich durchführen (am besten innerhalb weniger Tage nach Feststellen des Feuerbrandbefalles)
  • größere Schnittstellen verschließen / abflammen
  • sofortige Verbrennung der gerodeten bzw. abgeschnittenen befallener Pflanzen(teile)
  • Pflanzenmaterial nicht liegen lassen!
  • Verletzungen gesunder Bäume vermeiden!
  • bei starker Schleimbildung Sanierung aufschieben
  • bei starkem Befall  keine mechanischen Maßnahmen wie Formierung, Schnitt (wegen großer Verbreitungsgefahr der Bakterien) grundsätzlich Schnittwerkzeug immer gründlich desinfizieren bzw. abflammen

Besondere Gefahren für die Weiterverbreitung der Krankheit

  • Regen, Hagel, Wind (verursacht kleine Wunden)
  • Werkzeug, Schuhe, Hände, Kleidung, Reifen von Maschinen

Zur Verhinderung einer Ein- bzw. Verschleppung der Krankheit mit verseuchtem Pflanzenmaterial ist es wesentlich zu wissen, ob das Material aus einem feuerbrandfreien Gebiet stammt. Bei der Lieferung von Feuerbrandwirtspflanzen in Schutzgebiete sind strikte Anforderungen einzuhalten.

Das Verbringen von Feuerbrandwirtspflanzen ist im Bundesgesetz über Maßnahmen zum Schutz gegen das Verbringen von Schadorganismen der Pflanzen und Pflanzenerzeugnisse (Pflanzenschutzgesetz 2011, BGBl. I Nr. 10/2011) sowie der Pflanzenschutzverordnung 2011, BGBl.  Nr. 299/2011) geregelt

Erläuterung der AGES betreffend der Einrichtung von Feuerbrand-Pufferzonen (pdf)

Verwendung von Pflanzenschutzmitteln bei der Bekämpfung von Feuerbrand


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