Brennfleckenkrankheit der Erbse

Ascochyta pisi, Ascochyta pinodes, Ascochyta pinodella

Zuletzt geändert: 24.08.2021
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Tierseuchenkategorien:

Steckbrief

Die Brennfleckenkrankheit der Erbse wird durch Pilze der Gattung Ascochyta verursacht. Bei erfolgter Infektion bilden sich bräunliche Flecken auf Blättern und Hülsen. Starker Befall führt zu Ertragseinbußen und Qualitätsminderungen.

Schadsymptome

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Erbsenhülsen mit dunklen Flecken der Brennfleckenkrankheit
Hülsen mit rundlichen Flecken

An den Blättern und Hülsen können unterschiedliche Symptome sichtbar werden. Zum einen können das rötlichbraune, nicht eingesunkene und unscharf begrenzte Flecken sein, welche bis zu 7 mm groß sind. Zum anderen können es auch rundliche, hellbraune, eingesunkene und von einem dunklen, erhöhten Rand umgebene Flecke (Brennflecke, bis zu 1 cm groß) sein, die auch dunkle Sporenbehälter (Pyknidien) in den Flecken aufweisen können. Dieses Schadsymptom ist sehr charakteristisch für die Brennfleckenkrankheit der Erbse.

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Deutlich eingesunkene braune Brennflecken mit dunklem Rand
Nahaufnahme von braunen, rundlichen Flecken an einer Erbsenhülse
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Mit der Brennfleckenkrankheit befallene Erbsensamen auf denen teilweise bereits Fruchtkörper (Pyknidien) erkennbar sind
Erbsensamen, die teilweise dunkle Fruchtkörper aufweisen

Wirtspflanzen

Der Erreger befällt Erbsen, Bohnen und andere Leguminosen.

Verbreitung

Die Brennfleckenkrankheit der Erbse tritt bevorzugt in Feuchtlagen auf.

Ausbreitung und Übertragung

Die Erreger sind über den Samen übertragbar und können im Samen jahrelang überdauern. Eine weitere Infektionsquelle sind befallene Erntereste welche in den Boden eingetragen werden. Diese bleiben auch über Jahre infektionsfähig.

Wirtschaftliche Bedeutung

Ein starker Befall der Brennfleckenkrankheit kann zu hohen Ertragseinbußen, einer Qualitätsminderung der Ernteware sowie einer Verseuchung der Böden mit den Krankheitserregern führen.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Es wird die Verwendung von untersuchtem und gesundem Saatgut empfohlen.
  • Auf stark infizierten Standorten sollten Erbsen in einer weiten Fruchtfolge angebaut werden.
  • Eine Beizung ist nur mit einem Spezialbeizmittel wirksam, da der Erreger tief im Korn wächst (siehe Verzeichnis der in Österreich zugelassenen Pflanzenschutzmittel).
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