Apfelwickler

Cydia pomonella

Warndienst
Zuletzt geändert: 18.04.2017
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Apfelwickler-Raupe in der Kelchgrube
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Apfelwickler-Raupe in der Kelchgrube

Der Apfelwickler (Cydia pomonella) zählt zu den wichtigsten tierischen Schaderregern im Apfelanbau, ist aber auch in der Birnen- und Walnussproduktion bedeutend. Bei Befall kann er erhebliche Ernteausfälle verursachen. Nach Apfelwicklerschäden tritt oft noch Moniliafäule auf.

Schadorganismus

Der Apfelwickler oder die „Obstmade“ gehört unter den Kleinschmetterlingen zu den Wicklern (Tortricidae). Er hat bleigraue Vorderflügel, die von dunklen Bändern durchzogen sind und nahe der Flügelspitze einen dunklen, goldig glänzenden Fleck (Augenfleck) aufweisen. Die Hinterflügel sind einheitlich hellbraun, die Flügelspannweite beträgt ca. 20 mm. Je nach Klimabedingungen gibt es 2 Generationen pro Jahr, in warmen und trockenen Gegenden sind fallweise auch bis zu 3 Generationen möglich. In höheren Lagen und dort, wo die Temperaturen nicht erreicht werden, die für die Puppenentwicklung nötig sind, gibt es nur eine Generation. Die Flugdauer der ersten Generation beginnt im Mai und dauert bis Anfang August; sie überschneidet sich mit jener der zweiten Generation, die von Ende Juli bis Anfang September dauert. Der Flug findet vor allem bei trockenem, warmem und windstillem Wetter statt. Die Weibchen legen ihre Eier (silbrig glänzend) an Früchte und Blätter ab. Nach einigen Tagen, je nach Witterung, schlüpfen die Raupen, bohren sich durch die Vertiefung am Blütenansatz oder beim Stängel in die noch kleinen Früchte hinein und zerstören das Kerngehäuse durch ihre Fraßtätigkeit. Dabei hinterlassen sie Kot, der durch das Bohrloch nach außen quillt. Drei bis vier Wochen später verlassen sie die Frucht und spinnen sich in einem weißen Kokon unter Borkenschuppen und anderen Baumverstecken ein. Ein Teil der Raupen verpuppt sich und entwickelt sich zu den Faltern der zweiten Generation (etwa ab Ende Juli), die anderen gehen bereits in Diapause und überwintern. Die Eier der zweiten Generation werden an herangereiften Früchten abgelegt, die Raupen findet man in den reifen Früchten. Die älteren Raupen verlassen die Früchte über Spinnfäden und überwintern in einem Kokon, der sowohl in Rindenritzen am Stamm als auch im Boden sein kann. Erst im folgenden Frühjahr erfolgt die Verpuppung.

Symptome

Befallene Früchte werden notreif und fallen vorzeitig ab. An einer Stelle der Frucht zeigt sich ein Bohrloch, das mit Kotkrümeln gefüllt ist. Im Fruchtinneren befindet sich ein Fraßgang, der zum zerstörten Kerngehäuse führt, in dem sich meist noch die braunköpfige, zunächst gelblich weiße, später rötlich gefärbte 16-füssige Raupe (Obstmade) befindet, die bis zu 2 cm lang wird.

Verbreitung und Wirtspflanzen

Der Apfelwickler ist weltweit verbreitet.
Der Apfelwickler kommt an Apfel, Birne, Walnuss, gelegentlich auch an Marille, Pflaume, Pfirsich und Quitte vor.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Fallobst möglichst regelmäßig aufsammeln und vernichten. Ab Juli Wellpapperinge an den Baumstamm anlegen, so kann man überwinternde Raupen abfangen und vernichten.
  • In größeren, einheitlichen Anlagen können vor Flugbeginn der Falter Pheromone (weibliche Sexuallockstoffe) ausgebracht werden, damit die Geschlechterfindung unterbunden wird (Verwirrungs- oder Konfusionsmethode). Dadurch werden keine befruchteten Eier abgelegt, und es kommt zu keinem Befall.
  • Gezielte Behandlungen der Kernobstbäume mit zur Apfelwicklerbekämpfung zugelassenen Insektiziden (s. Verzeichnis der in Österreich zugelassenen Pflanzenschutzmittel). Die genauen Behandlungstermine werden den Obstbauern in Form von Warndienstmeldungen bekannt gegeben. Die Beobachtung des Flugverlaufs ist mittels Pheromonfallen möglich. Behandlungstermine und Wartezeiten unbedingt einhalten!
Apfelwickler-Raupe in der Kelchgrube
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Apfelwickler-Raupe in der Kelchgrube

Der Apfelwickler (Cydia pomonella) zählt zu den wichtigsten tierischen Schaderregern im Apfelanbau, ist aber auch in der Birnen- und Walnussproduktion bedeutend. Bei Befall kann er erhebliche Ernteausfälle verursachen. Nach Apfelwicklerschäden tritt oft noch Moniliafäule auf.

Schadorganismus

Der Apfelwickler oder die „Obstmade“ gehört unter den Kleinschmetterlingen zu den Wicklern (Tortricidae). Er hat bleigraue Vorderflügel, die von dunklen Bändern durchzogen sind und nahe der Flügelspitze einen dunklen, goldig glänzenden Fleck (Augenfleck) aufweisen. Die Hinterflügel sind einheitlich hellbraun, die Flügelspannweite beträgt ca. 20 mm. Je nach Klimabedingungen gibt es 2 Generationen pro Jahr, in warmen und trockenen Gegenden sind fallweise auch bis zu 3 Generationen möglich. In höheren Lagen und dort, wo die Temperaturen nicht erreicht werden, die für die Puppenentwicklung nötig sind, gibt es nur eine Generation. Die Flugdauer der ersten Generation beginnt im Mai und dauert bis Anfang August; sie überschneidet sich mit jener der zweiten Generation, die von Ende Juli bis Anfang September dauert. Der Flug findet vor allem bei trockenem, warmem und windstillem Wetter statt. Die Weibchen legen ihre Eier (silbrig glänzend) an Früchte und Blätter ab. Nach einigen Tagen, je nach Witterung, schlüpfen die Raupen, bohren sich durch die Vertiefung am Blütenansatz oder beim Stängel in die noch kleinen Früchte hinein und zerstören das Kerngehäuse durch ihre Fraßtätigkeit. Dabei hinterlassen sie Kot, der durch das Bohrloch nach außen quillt. Drei bis vier Wochen später verlassen sie die Frucht und spinnen sich in einem weißen Kokon unter Borkenschuppen und anderen Baumverstecken ein. Ein Teil der Raupen verpuppt sich und entwickelt sich zu den Faltern der zweiten Generation (etwa ab Ende Juli), die anderen gehen bereits in Diapause und überwintern. Die Eier der zweiten Generation werden an herangereiften Früchten abgelegt, die Raupen findet man in den reifen Früchten. Die älteren Raupen verlassen die Früchte über Spinnfäden und überwintern in einem Kokon, der sowohl in Rindenritzen am Stamm als auch im Boden sein kann. Erst im folgenden Frühjahr erfolgt die Verpuppung.

Symptome

Befallene Früchte werden notreif und fallen vorzeitig ab. An einer Stelle der Frucht zeigt sich ein Bohrloch, das mit Kotkrümeln gefüllt ist. Im Fruchtinneren befindet sich ein Fraßgang, der zum zerstörten Kerngehäuse führt, in dem sich meist noch die braunköpfige, zunächst gelblich weiße, später rötlich gefärbte 16-füssige Raupe (Obstmade) befindet, die bis zu 2 cm lang wird.

Verbreitung und Wirtspflanzen

Der Apfelwickler ist weltweit verbreitet.
Der Apfelwickler kommt an Apfel, Birne, Walnuss, gelegentlich auch an Marille, Pflaume, Pfirsich und Quitte vor.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Fallobst möglichst regelmäßig aufsammeln und vernichten. Ab Juli Wellpapperinge an den Baumstamm anlegen, so kann man überwinternde Raupen abfangen und vernichten.
  • In größeren, einheitlichen Anlagen können vor Flugbeginn der Falter Pheromone (weibliche Sexuallockstoffe) ausgebracht werden, damit die Geschlechterfindung unterbunden wird (Verwirrungs- oder Konfusionsmethode). Dadurch werden keine befruchteten Eier abgelegt, und es kommt zu keinem Befall.
  • Gezielte Behandlungen der Kernobstbäume mit zur Apfelwicklerbekämpfung zugelassenen Insektiziden (s. Verzeichnis der in Österreich zugelassenen Pflanzenschutzmittel). Die genauen Behandlungstermine werden den Obstbauern in Form von Warndienstmeldungen bekannt gegeben. Die Beobachtung des Flugverlaufs ist mittels Pheromonfallen möglich. Behandlungstermine und Wartezeiten unbedingt einhalten!
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Apfelwickler (Cydia pomonella)
Apfelwickler (Cydia pomonella) sitzend
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Apfelwickler-Raupe im Kerngehäuse
Apfelwickler-Raupe im Kerngehäuse
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Apfelwickler (einzelne Entwicklungsstadien) und Schadbild
Apfelwickler (einzelne Entwicklungsstadien) und Schadbild

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