Apfelsägewespe

Hoplocampa testudinea

Warndienst
Zuletzt geändert: 14.05.2018
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Die Apfelsägewespe ist eine auf Apfelbäumen vorkommende Blattwespe, die besonders bei geringem Fruchtansatz erhebliche Ausfälle durch Befall verursachen kann.

Schadorganismus

Die Apfelsägewespe (Hoplocampa testudinea) ist eine Vertreterin der Blattwespen (Tenthredinidae), ist etwa 7 mm lang mit glänzendem, schwarz-braunen Körper (ohne Wespentaille) und orangebraunen Beinen. Der Flug findet zur Blütezeit der Bäume statt (ab Ballonstadium bis kurz nach der Blüte). Die Wespen werden von den weißen Blüten angelockt und legen mit ihrem sägeartigen Legeapparat ihre Eier einzeln in die von ihnen angefertigten Ritzen in der Kelchregion der Blüten. Jedes Weibchen legt etwa 20 Eier. Die weißliche Sägewespenlarve (mit brauner Kopfkapsel) schlüpft etwa gegen Blütenende und befällt nacheinander bis zu fünf Früchte. Eine einzige Sägewespenlarve kann also ein ganzes Fruchtbüschel zerstören. Nach drei bis vier Wochen Fraßaktivität lassen sich die ausgewachsenen Larven zu Boden fallen und überwintern dort in der oberen Bodenschicht. Die Verpuppung erfolgt erst im darauf folgenden März.

Symptome

Während der Blütezeit kann mit der visuellen Kontrolle der Befall festgestellt werden; die Schadensschwelle liegt bei 5 – 10 Einstichkanälen pro 100 Blütenbüschel. Die jungen Apfel-Früchte zeigen bald nach der Blüte einen violetten Fraßgang unter der Schale, der später als bogenförmige, braune Verkorkung an der reifen Frucht erkennbar ist. Wenig später findet man junge Früchte mit Bohrlöchern (bis ins Kerngehäuse), aus denen jauchiger Kot austritt. Diese Früchte fallen vorzeitig ab.

Verbreitung und Wirtspflanzen

Der Apfelsägewespe ist weltweit an Apfel verbreitet. Die Apfelsägewespe kommt an Apfelbäumen vor.

Vorbeugung und Bekämpfung

Die Flugaktivität der Sägewespen kann mit beleimten Weißtafeln festgestellt werden. Die Fallen (Weißtafeln) sollten etwa eine Woche vor dem Aufblühen ausgebracht werden (im äußeren Kronenbereich, sonnseitig, in etwa 1,8 m Höhe). Um nicht unnötig viele andere Organismen, insbesondere Nützlinge, zu fangen, sollte man die Tafeln etwa eine Woche nach Blühende wieder entfernen. Werden keine Sägewespen gefangen, braucht man keinen Sägewespenschaden zu befürchten (Negativprognose).

Wenn ein Befall mit Sägewespen zu erwarten ist, kann es zur Anwendung von zu diesem Zweck zugelassenen Pflanzenschutzmitteln (siehe Verzeichnis der in Österreich zugelassenen Pflanzenschutzmittel) kommen, wobei hier der richtige Behandlungstermin Voraussetzung ist. Der optimale Bekämpfungszeitpunkt ist das Schlüpfen der Larven aus den Eiern. Dieser Termin fällt meistens mit dem Abfall der Blütenblätter zusammen. Man kann den Verlauf der Eientwicklung und den beginnenden Eischlupf auch durch Eikontrollen mit der Lupe direkt beobachten.
Bei chemischen Behandlungen ist auf eine gründliche Benetzung, auf den unterschiedlichen Blühverlauf der verschiedenen Sorten (unterschiedliche Eiablagetermine!) sowie auf den Schutz der Bienen zu achten!

Die Apfelsägewespe ist eine auf Apfelbäumen vorkommende Blattwespe, die besonders bei geringem Fruchtansatz erhebliche Ausfälle durch Befall verursachen kann.

Schadorganismus

Die Apfelsägewespe (Hoplocampa testudinea) ist eine Vertreterin der Blattwespen (Tenthredinidae), ist etwa 7 mm lang mit glänzendem, schwarz-braunen Körper (ohne Wespentaille) und orangebraunen Beinen. Der Flug findet zur Blütezeit der Bäume statt (ab Ballonstadium bis kurz nach der Blüte). Die Wespen werden von den weißen Blüten angelockt und legen mit ihrem sägeartigen Legeapparat ihre Eier einzeln in die von ihnen angefertigten Ritzen in der Kelchregion der Blüten. Jedes Weibchen legt etwa 20 Eier. Die weißliche Sägewespenlarve (mit brauner Kopfkapsel) schlüpft etwa gegen Blütenende und befällt nacheinander bis zu fünf Früchte. Eine einzige Sägewespenlarve kann also ein ganzes Fruchtbüschel zerstören. Nach drei bis vier Wochen Fraßaktivität lassen sich die ausgewachsenen Larven zu Boden fallen und überwintern dort in der oberen Bodenschicht. Die Verpuppung erfolgt erst im darauf folgenden März.

Symptome

Während der Blütezeit kann mit der visuellen Kontrolle der Befall festgestellt werden; die Schadensschwelle liegt bei 5 – 10 Einstichkanälen pro 100 Blütenbüschel. Die jungen Apfel-Früchte zeigen bald nach der Blüte einen violetten Fraßgang unter der Schale, der später als bogenförmige, braune Verkorkung an der reifen Frucht erkennbar ist. Wenig später findet man junge Früchte mit Bohrlöchern (bis ins Kerngehäuse), aus denen jauchiger Kot austritt. Diese Früchte fallen vorzeitig ab.

Verbreitung und Wirtspflanzen

Der Apfelsägewespe ist weltweit an Apfel verbreitet. Die Apfelsägewespe kommt an Apfelbäumen vor.

Vorbeugung und Bekämpfung

Die Flugaktivität der Sägewespen kann mit beleimten Weißtafeln festgestellt werden. Die Fallen (Weißtafeln) sollten etwa eine Woche vor dem Aufblühen ausgebracht werden (im äußeren Kronenbereich, sonnseitig, in etwa 1,8 m Höhe). Um nicht unnötig viele andere Organismen, insbesondere Nützlinge, zu fangen, sollte man die Tafeln etwa eine Woche nach Blühende wieder entfernen. Werden keine Sägewespen gefangen, braucht man keinen Sägewespenschaden zu befürchten (Negativprognose).

Wenn ein Befall mit Sägewespen zu erwarten ist, kann es zur Anwendung von zu diesem Zweck zugelassenen Pflanzenschutzmitteln (siehe Verzeichnis der in Österreich zugelassenen Pflanzenschutzmittel) kommen, wobei hier der richtige Behandlungstermin Voraussetzung ist. Der optimale Bekämpfungszeitpunkt ist das Schlüpfen der Larven aus den Eiern. Dieser Termin fällt meistens mit dem Abfall der Blütenblätter zusammen. Man kann den Verlauf der Eientwicklung und den beginnenden Eischlupf auch durch Eikontrollen mit der Lupe direkt beobachten.
Bei chemischen Behandlungen ist auf eine gründliche Benetzung, auf den unterschiedlichen Blühverlauf der verschiedenen Sorten (unterschiedliche Eiablagetermine!) sowie auf den Schutz der Bienen zu achten!

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Apfelsägewespe (Wespe, Larve) und Schadbild
Aquarell: Apfelsägewespe (Wespe, Larve) und Schadbild
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Verkorkter Fraßgang an Frucht
Verkorkter Fraßgang an Frucht
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Weißtafel
Weißtafel

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