Ährenfusariosen

Fusarium spp.

Zuletzt geändert: 28.11.2019
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Seuchenkategorien:

Fusarien spielen im Getreidebau während der ganzen Vegetationsperiode eine bedeutende Rolle. Beginnend mit dem Absterben des Keimlings bedingt durch Fusarium-Auflaufschäden können in weiterer Folge auch Wurzeln, Halme und Blätter befallen werden. Die größte Bedeutung hat der Befall der Ährenanlagen, da neben der Ertragsminderung die vom Pilz gebildeten Pilzgifte (Mykotoxine) eine erhebliche Qualitätsminderung bedeuten.

Schadorganismus

Ährenfusariosen werden von einer Reihe von Arten der Gattung Fusarium verursacht. In Österreich sind das beispielsweise F. graminearum, F. avenaceum, F. tricinctum, F. culmorum  und F. poae. Die Infektion geht meist von den im Boden befindlichen Ernterückständen, auf denen der Pilz überdauert, aus. Fusarium kann aber auch über das Saatgut übertragen werden. Dieser Saatgutbefall ist hauptsächlich für die Auflaufschäden verantwortlich. Der Blatt- und Ährenbefall wird entweder von Ascosporen oder von Konidiosporen, die durch Wind und Regenspritzer verbreitet werden, verursacht. Sind die Sporen auf die Ähre gelangt, bilden sie auf der Innenseite der Spelzen und am Fruchtknoten ein dichtes Myzel aus. Günstige Infektionsbedingungen herrschen bei feuchtem Wetter während der Getreideblüte. Nach einer erfolgreichen Infektion erleichtert die Bildung der Toxine das weitere Eindringen der Pilzhyphen, indem sie die Abwehrreaktion der Pflanze hemmen.

Symptome

Ein typisches Symptom der Ährenfusariose ist das Ausbleichen einzelner Ährchen nach erfolgter Infektion. In weiterer Folge sterben die infizierten Ährchen ab und der Pilz wächst weiter zur Ährenspindel. Durch die Unterbrechung des Nährstoffstromes in der Ährenspindel stirbt meist der gesamte obere Ährenteil ab, weißlich bis rötlich verfärbte Kümmerkörner sind die Folge. Bei feuchter Witterung zeigt sich auf den befallenen Ährchen auch ein rosa- bis lachsfarbener Sporenbelag.

Wirtspflanzen

Befallen werden alle Getreidearten, Mais, Gräser und viele Vertreter weiterer Pflanzenfamilien. Bei Getreide wird am häufigsten Hafer und Weizen, vor allem Durumweizen befallen.
Fusariosen kommen weltweit in allen Anbaugebieten vor und zählen zu den gefährlichsten Getreidekrankheiten. In Österreich sind Ährenfusariosen über alle Getreidebaugebiete weit verbreitete Krankheitserreger, die in Abhängigkeit von der Witterung neben Ertragsverlusten erhebliche Qualitätsminderungen mit sich bringen können.

Vorbeugung und Bekämpfung

Vorbeugende Maßnahmen, um das Befallsrisiko einzudämmen, beginnen mit der Fruchtfolgeplanung. Enge Mais-Getreidefruchtfolgen erhöhen das Risiko beträchtlich. Weitere pflanzenbauliche Maßnahmen sind die Wahl gering anfälliger Sorten und die Beseitigung von Ernterückständen durch wendende Bodenbearbeitung (vor allem bei Vorfrucht Mais). Eine direkte Bekämpfung mit Fungiziden (s. Verzeichnis der in Österreich zugelassenen Pflanzenschutzmittel). ist nur unmittelbar vor oder nach einer Infektion möglich. Die Wirksamkeit derartiger Maßnahmen ist daher eingeschränkt. Aus diesem Grund sind vorbeugende pflanzenbauliche Maßnahmen bedeutsam und zu bevorzugen.

Fusarien spielen im Getreidebau während der ganzen Vegetationsperiode eine bedeutende Rolle. Beginnend mit dem Absterben des Keimlings bedingt durch Fusarium-Auflaufschäden können in weiterer Folge auch Wurzeln, Halme und Blätter befallen werden. Die größte Bedeutung hat der Befall der Ährenanlagen, da neben der Ertragsminderung die vom Pilz gebildeten Pilzgifte (Mykotoxine) eine erhebliche Qualitätsminderung bedeuten.

Schadorganismus

Ährenfusariosen werden von einer Reihe von Arten der Gattung Fusarium verursacht. In Österreich sind das beispielsweise F. graminearum, F. avenaceum, F. tricinctum, F. culmorum  und F. poae. Die Infektion geht meist von den im Boden befindlichen Ernterückständen, auf denen der Pilz überdauert, aus. Fusarium kann aber auch über das Saatgut übertragen werden. Dieser Saatgutbefall ist hauptsächlich für die Auflaufschäden verantwortlich. Der Blatt- und Ährenbefall wird entweder von Ascosporen oder von Konidiosporen, die durch Wind und Regenspritzer verbreitet werden, verursacht. Sind die Sporen auf die Ähre gelangt, bilden sie auf der Innenseite der Spelzen und am Fruchtknoten ein dichtes Myzel aus. Günstige Infektionsbedingungen herrschen bei feuchtem Wetter während der Getreideblüte. Nach einer erfolgreichen Infektion erleichtert die Bildung der Toxine das weitere Eindringen der Pilzhyphen, indem sie die Abwehrreaktion der Pflanze hemmen.

Symptome

Ein typisches Symptom der Ährenfusariose ist das Ausbleichen einzelner Ährchen nach erfolgter Infektion. In weiterer Folge sterben die infizierten Ährchen ab und der Pilz wächst weiter zur Ährenspindel. Durch die Unterbrechung des Nährstoffstromes in der Ährenspindel stirbt meist der gesamte obere Ährenteil ab, weißlich bis rötlich verfärbte Kümmerkörner sind die Folge. Bei feuchter Witterung zeigt sich auf den befallenen Ährchen auch ein rosa- bis lachsfarbener Sporenbelag.

Wirtspflanzen

Befallen werden alle Getreidearten, Mais, Gräser und viele Vertreter weiterer Pflanzenfamilien. Bei Getreide wird am häufigsten Hafer und Weizen, vor allem Durumweizen befallen.
Fusariosen kommen weltweit in allen Anbaugebieten vor und zählen zu den gefährlichsten Getreidekrankheiten. In Österreich sind Ährenfusariosen über alle Getreidebaugebiete weit verbreitete Krankheitserreger, die in Abhängigkeit von der Witterung neben Ertragsverlusten erhebliche Qualitätsminderungen mit sich bringen können.

Vorbeugung und Bekämpfung

Vorbeugende Maßnahmen, um das Befallsrisiko einzudämmen, beginnen mit der Fruchtfolgeplanung. Enge Mais-Getreidefruchtfolgen erhöhen das Risiko beträchtlich. Weitere pflanzenbauliche Maßnahmen sind die Wahl gering anfälliger Sorten und die Beseitigung von Ernterückständen durch wendende Bodenbearbeitung (vor allem bei Vorfrucht Mais). Eine direkte Bekämpfung mit Fungiziden (s. Verzeichnis der in Österreich zugelassenen Pflanzenschutzmittel). ist nur unmittelbar vor oder nach einer Infektion möglich. Die Wirksamkeit derartiger Maßnahmen ist daher eingeschränkt. Aus diesem Grund sind vorbeugende pflanzenbauliche Maßnahmen bedeutsam und zu bevorzugen.

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