Ackerbohnen- und Erbsenkäfer

Bruchus rufimanus und Bruchus pisorum

Zuletzt geändert: 19.12.2016
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Tierseuchenkategorien:

Der Schädling kann über das Saatgut in Regionen verschleppt werden in denen er noch nicht vorkommt. Der Käfer verursacht Fraßschäden mit denen ein Keimfähigkeitsverlust, sowie eine Erhöhung des Verseuchungsgrades (v.a. durch befallenes Nachbausaatgut) zu rechnen ist. Bei starkem Befall kann es auch zu Ertragsverlusten kommen. Der Käfer ist ausschließlich ein Freilandschädling und kein Vorratsschädling.

Schadorganismus

Die weiblichen Käfer legen Eier an die heranwachsenden Hülsen. Die geschlüpften Larven bohren sich in die Hülsen und fressen kreisrunde Löcher in die Samen und verpuppen sich. Teils verlassen die Jungkäfer noch vor der Ernte die Samen, teils verbleiben sie aber im Erntegut.

Symptome

Die Käfer sind etwa 3-5mm lang, schwärzlich, mit braunen, weißgesprenkelten Flügeldecken. Geschädigte Samen weisen ein kreisrundes zylindrisches Loch auf. Wenn die Samenschale vom Käfer noch nicht gänzlich durchstoßen ist, sind diese Stellen auch als kreisrunde "Fenster" erkennbar.

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Erbsenkäfer - schwarzer Panzer mit weißen und braunen Flecken.
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Ackerbohnen mit Fraßlöchern der Ackerbohnenkäfer Larven.
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Deutliche Löcher welche durch Erbsenkäferlarven in Erbsen Samen gefressen wurden.

Verbreitung und Wirtspflanzen

Der Käfer ist bei Erbsen bzw. Ackerbohnen zu finden. Verstärkt in Regionen mit höherer Anbaubedeutung dieser Kulturarten.

Vorbeugung und Bekämpfung

Es sollte befallsfreies Saatgut verwendet werden. Auch eine Insektizidbehandlung nach Blühbeginn bzw. bei Erscheinen der ersten Hülsen ist möglich.

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