Jod

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Zuletzt geändert: 23.06.2016

Jod ist ein lebensnotwendiger Nährstoff und wichtiger Bestandteil der Schilddrüsenhormone, die ohne Jod nicht gebildet werden können. Sie sind an der Steuerung von Wachstum, Knochenbildung, Stoffwechsel und Gehirnentwicklung beteiligt. Jod wird hauptsächlich über die Nahrung aufgenommen, wobei der Jodgehalt der Lebensmittel je nach Region erheblich variiert. Als Folge von chronischem Jodmangel kann es bei älteren Menschen zur Knotenbildung in der Schilddrüse kommen. Werden diese plötzlich durch ein Jodüberangebot wie durch extrem jodhaltige Algenprodukte aktiviert, kann es zu einer Überfunktion (jodinduzierten Hyperthyreose) der Schilddrüse mit lebensbedrohlichen Auswirkungen auf den Stoffwechsel kommen.

Bei einer normal funktionierenden Schilddrüse kann bei dauerhaftem Jodüberschuss die Bildung von Schilddrüsenhormonen gehemmt werden, die Folgen können eine Unterversorgung (jodinduzierte Hypothyreose) und die Ausbildung eines Kropfes sein (Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), 2007).

Jod ist ein lebensnotwendiger Nährstoff und wichtiger Bestandteil der Schilddrüsenhormone, die ohne Jod nicht gebildet werden können. Sie sind an der Steuerung von Wachstum, Knochenbildung, Stoffwechsel und Gehirnentwicklung beteiligt. Jod wird hauptsächlich über die Nahrung aufgenommen, wobei der Jodgehalt der Lebensmittel je nach Region erheblich variiert. Als Folge von chronischem Jodmangel kann es bei älteren Menschen zur Knotenbildung in der Schilddrüse kommen. Werden diese plötzlich durch ein Jodüberangebot wie durch extrem jodhaltige Algenprodukte aktiviert, kann es zu einer Überfunktion (jodinduzierten Hyperthyreose) der Schilddrüse mit lebensbedrohlichen Auswirkungen auf den Stoffwechsel kommen.

Bei einer normal funktionierenden Schilddrüse kann bei dauerhaftem Jodüberschuss die Bildung von Schilddrüsenhormonen gehemmt werden, die Folgen können eine Unterversorgung (jodinduzierte Hypothyreose) und die Ausbildung eines Kropfes sein (Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), 2007).

Gefahrenidentifizierung

In den letzten Jahren werden vermehrt Seetang und Algenprodukte am europäischen Markt angeboten. Diese Produkte zeichnet vor allem ein sehr variabler und oft hoher Gehalt an Jod aus. Zumeist fehlen Angaben über Zubereitung und Verzehrsempfehlung. Da Österreich als Jodmangelgebiet ausgewiesen ist, kann die Aufnahme hoher Mengen an Jod über diese Produkte potenziell zu gesundheitlichen Problemen der Verbraucher führen.

Risikobewertung

Bereits beim Verzehr weniger Gramm (2 g) kann Jod in Mengen bis zu 9,2 mg aufgenommen werden. Die maximale, täglich tolerierbare Jodaufnahmemenge von 500 µg wird dabei bis um das 18-fache überschritten. Durch den Verzehr einer ganzen Packung wird diese Menge bis zu 460-fach überschritten.

Ohne konkrete Angaben zur mengenmäßigen Verwendung der Algen, deren Vor- und Zubereitung und zur Verzehrsmenge dieser Produkte können sehr hohe Mengen Jod aufgenommen werden, die weit über der maximalen, täglich tolerierbaren Aufnahmemenge liegen. Daher kann durch den Verzehr dieser Produkte die Gesundheit der Verbraucher geschädigt werden. Besonders empfindlich sind die Bevölkerungsgruppen der Kleinkinder, Schwangeren und älteren Menschen.


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