Aluminium

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Zuletzt geändert: 25.07.2017

Aluminium ist mit einem Anteil von fast acht Prozent das häufigste metallische Element der Erdkruste. Häufiger sind nur noch die Elemente Sauerstoff und Silicium. Aluminium liegt hauptsächlich in Aluminiumsilikaten, -hydroxiden, -phosphaten und –sulfaten sowie Cryolit vor (WHO, 1997). Aus dem Untergrundgestein gelangt Aluminium über natürliche Erosionsprozesse und über menschliche Aktivitäten in Boden und Wasser. Aluminium ist Bestandteil der Tonminerale im Boden. AGES-Untersuchungen von Bodenproben ergeben einen natürlichen Aluminiumgehalt von bis ca. 30 g je kg Boden. Die Pflanzen nehmen Aluminium aus Boden und Wasser auf, woraus sich ein natürlicher Aluminiumgehalt in Pflanzen und pflanzlichen Lebensmitteln ergibt.

Metallisches Aluminium wird aus Bauxit (ein Aluminiumerz) in einem elektrolytischen Verfahren hergestellt und kann zu verschiedenen Legierungen weiterverarbeitet werden. Darüber hinaus werden verschiedene anorganische und organische Aluminiumverbindungen hergestellt und vielseitig eingesetzt. Aluminium begegnet uns unter anderem bei der Wasseraufbereitung, bei der Papierherstellung, in brandverzögernden Materialien, Haushaltsgegenständen, Geschirr, Lebensmittelverpackungen, Nahrungsmittelzusatzstoffen, Farbstoffen, Futtermittelzusatzstoffen, Pflanzenschutzmitteln, Kosmetikprodukten und Medikamenten.

Aluminium ist mit einem Anteil von fast acht Prozent das häufigste metallische Element der Erdkruste. Häufiger sind nur noch die Elemente Sauerstoff und Silicium. Aluminium liegt hauptsächlich in Aluminiumsilikaten, -hydroxiden, -phosphaten und –sulfaten sowie Cryolit vor (WHO, 1997). Aus dem Untergrundgestein gelangt Aluminium über natürliche Erosionsprozesse und über menschliche Aktivitäten in Boden und Wasser. Aluminium ist Bestandteil der Tonminerale im Boden. AGES-Untersuchungen von Bodenproben ergeben einen natürlichen Aluminiumgehalt von bis ca. 30 g je kg Boden. Die Pflanzen nehmen Aluminium aus Boden und Wasser auf, woraus sich ein natürlicher Aluminiumgehalt in Pflanzen und pflanzlichen Lebensmitteln ergibt.

Metallisches Aluminium wird aus Bauxit (ein Aluminiumerz) in einem elektrolytischen Verfahren hergestellt und kann zu verschiedenen Legierungen weiterverarbeitet werden. Darüber hinaus werden verschiedene anorganische und organische Aluminiumverbindungen hergestellt und vielseitig eingesetzt. Aluminium begegnet uns unter anderem bei der Wasseraufbereitung, bei der Papierherstellung, in brandverzögernden Materialien, Haushaltsgegenständen, Geschirr, Lebensmittelverpackungen, Nahrungsmittelzusatzstoffen, Farbstoffen, Futtermittelzusatzstoffen, Pflanzenschutzmitteln, Kosmetikprodukten und Medikamenten.

Lebensmittel

Aluminium in Lebensmitteln

Das Aluminium in unserer Nahrung ist sowohl eine Folge des natürlichen Aluminiumgehalts der Pflanzen als auch des Einsatzes von aluminiumhaltigen Lebensmittelzusatzstoffen. Trinkwasser leistet einen geringen Beitrag. Eine zusätzliche Quelle ist der Übergang von Aluminium aus Geschirr und Verpackungsmaterial, der jedoch unter normalen Bedingungen nur einen Bruchteil des Aluminiums in der Nahrung liefert.

Allgemeines zu Aluminium in Lebensmitteln

Da Aluminium ein natürlicher Bestandteil von Böden ist, enthalten Lebensmittel natürlicherweise Aluminium. Die EFSA hat in ihrer Scientific Opinion aus dem Jahr 2008 EU-weite Untersuchungsdaten zu Aluminium in Lebensmitteln ausgewertet. Die meisten unverarbeiteten Lebensmittel enthalten weniger als 5 mg Aluminium/kg. Höhere Konzentrationen (durchschnittlich 5-10 mg/kg) treten in Getreideprodukten, Backwaren, Milchprodukten sowie in einigen Gemüsearten, Innereien und Meeresfrüchten auf. Durchschnittliche Konzentrationen von über 10 mg/kg wurden in Kakao, Tee und Kräutern gemessen. Die hier dargestellten Gesamtaluminiumgehalte erlauben jedoch keinen Rückschluss auf spezifische Eintragsquellen, d. h. es wurde nicht zwischen natürlichen Gehalten und Einträgen durch die Verarbeitung unterschieden. (EFSA 2008)

Übergang von Aluminium aus Lebensmittelkontaktmaterialien

Für den endgültigen Aluminiumgehalt in einem Lebensmittel ist nicht nur der Aluminiumgehalt des Bodens oder die Zugabe eines Aluminiumhaltigen Zusatzstoffes verantwortlich, sondern auch der potentielle Übergang von Aluminium aus Lebensmittelkontaktmaterialien auf das Lebensmittel während der Lagerung oder Zubereitung. Grundsätzlich sollen zur Zubereitung und Aufbewahrung von sauren oder salzhaltigen Lebensmitteln (z. B. Zitrone, Sauerkraut, Paradeiser, saures Obst, Grillmarinaden), wegen der zu erwartenden Aluminiumabgabe, keine Gegenstände und Kochgeschirr aus unbeschichtetem Aluminium verwendet werden. Darüber hinaus ist auch ein Übergang von Aluminium aus Verpackungsmaterial auf das Lebensmittel bzw. das Füllgut möglich. (Mehr dazu im Tab „Gebrauchsgegenstände“)

Untersuchungen in Lebensmitteln

Für Kontaminanten in Lebensmitteln sind in der EU-Verordnung Nr. 1881/2006 sowie den weiteren Ergänzungs-Verordnungen Höchstgehalte festgelegt. Hierzu zählen u.a. Mykotoxine, hitzeinduzierte Kontaminanten wie Polycyclische Aromatische Kohlenwasserstoffe sowie Schwermetalle wie Blei oder Cadmium. Für Aluminiumgibt es bislang keinen gesetzlich festgelegten EU-Höchstgehalt in Lebensmitteln. Kleinkinder werden grundsätzlich als besonders sensible Bevölkerungsgruppe betrachtet. Folglich hat die AGES bereits ein Monitoring der Aluminiumgehalte in Kindernährmittel durchgeführt. Darüber hinaus wurden Schwerpunktaktionen zu Laugengebäck und Glasnudeln durchgeführt.

Aus den Untersuchungen an Kindernährmitteln ging hervor, dass diese äußerst geringe Aluminiumgehalte aufweisen. Im Mittel lagen die Gehalte bei 1,7 mg/kg, wobei Säuglingsanfangs-- und Folgenahrung im Mittel Gehalte von 0,8 und 1,2 mg/kg aufwiesen. Babymenüs und Getreidebeikost wiesen jeweils mittlere Gehalte von 1,3 und 3,4 mg/kg auf. Der etwas höhere Aluminiumgehalt der Getreidebeikost ist auf die allgemein höhere Verunreinigung von Getreide mit Aluminium zurückzuführen.

Nachdem es innerhalb der europäischen Gemeinschaft vermehrt zu Rückrufen von Glasnudeln aufgrund eines ungewöhnlich hohen Aluminiumgehaltes kam, wurden seitens der AGES zwei Schwerpunktaktionen zu Aluminium in Glasnudeln durchgeführt. Im Allgemeinen versteht man unter Glasnudeln Nudeln, welche lediglich aus der Stärke von Mungbohnen, Erbsen o.Ä. hergestellt werden. In der ersten Aktion wurden von den insgesamt 31 Proben zwei aufgrund eines zu hohen Aluminiumgehaltes beanstandet. Mangels eines gesetzlichen Höchstgehaltes wurden diese Beanstandungen aufgrund einer Risikoanalyse getroffen, da es durch Verzehr der Proben bereits zur Überschreitung der maximalen tolerierbaren wöchentlichen Aufnahme (TWI 1 mg/kg Körpergewicht pro Woche, EFSA 2008) gekommen wäre. Da beide Proben aus Süßkartoffelstärke gewonnen wurden, wurde die Aktion mit Fokus auf derartige Produkte wiederholt. Bei der zweiten Aktion wurden keine Beanstandungen wegen eines erhöhten Aluminiumgehaltes ausgesprochen. Laugengebäck und ähnliche Backwaren werden vor dem Backprozess mit Natronlauge (2 bis 6 %) behandelt, um ihnen beim Backen eine braune Kruste und den typischen Geschmack zu verleihen. Dazu werden die Teiglinge in die Lauge getaucht und anschließend auf das Backblech gelegt und gebacken. Häufig kommen beim Backen Aluminiumbleche zur Anwendung. Diese haben eine hohe Wärmeleitfähigkeit und sind relativ korrosionsbeständig. Kommt die Natronlauge in direkten Kontakt mit dem Aluminium wird jedoch die schützende Oxidschicht des Aluminiumbleches angegriffen. Aluminium wird aus dem Blech gelöst und kann auf das Laugengebäck übergehen.

Laugengebäck

Immer wieder wurden bei Untersuchungen Aluminiumgehalte in Laugengebäck von mehr als 10 mg pro Kilogramm Lebensmittel festgestellt. Bereits im Jahr 2002 hat das Deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR, 2002) daher empfohlen, den Übergang von Aluminium auf technisch unvermeidbare Werte zu reduzieren. Dazu könnte man zum Beispiel auf das vollständige Eintauchen des Teiglings verzichten und die Oberfläche stattdessen nur teilweise mit der Natronlauge bestreichen. Auch die Verwendung von Silikon-Auflagen, Backpapier oder Antihaftbeschichtung für die Aluminiumbleche helfen den Aluminiumübergang zu vermeiden bzw. zu reduzieren. Aluminiumgehalte von 5 -10 mg / kg treten in Brot und Gebäck allgemein  auf, da diese natürlicherweise im Getreide enthalten sind. Höhere Gehalte (> 10 mg/kg) gelten hingegen als technisch vermeidbar und sollten nicht auftreten. (BfR 2002, 2017; EFSA 2008).

In Österreich wurde zwischen Anfang Februar 2015 und Ende Juli 2015 eine Monitoring-Aktion zu Aluminium in Laugengebäck durchgeführt. Dieses Monitoring diente dazu, übliche Aluminiumgehalte von Laugengebäck in Österreich zu bestimmen und, wenn notwendig, Maßnahmen zur Beseitigung von Kontaminationsquellen im Herstellungsprozess zu veranlassen.

Bei der Schwerpunktaktion wurden insgesamt 76 Laugengebäcke aus den verschiedenen österreichischen Bundesländern beprobt. Mehr als 75 Prozent der Proben (59 Proben) wiesen Aluminiumgehalte unter 10 mg/kg auf, während rund 20 Prozent (15 Proben) erhöhte Gehalte (10 - 90 mg/kg) aufwiesen. Hinzu kamen noch zwei weitere Proben (2,6 %), welche auf Grundlage einer Risikoanalyse wegen eines stark überhöhten Aluminiumgehaltes (> 90 mg/kg) beanstandet wurden.

Da es keinen EU-weit gültigen Höchstgehalt für Laugengebäck gibt, wurde in Österreich im Jänner 2016 ein Aktionswert von 10 mg Aluminium pro kg Laugengebäck erlassen.

Aluminiumhaltige Zusatzstoffe

Da die EFSA 2008 die tolerierbare wöchentliche Aufnahme (TWI) von 7 mg/kg Körpergewicht auf 1 mg/kg Körpergewicht reduziert hat, wurden mit der VO Nr. 380/2012 und 231/2012 die Verwendungsbedingungen geändert und die Verwendungsmengen für aluminiumhaltige Lebensmittelzusatzstoffe, einschließlich Aluminiumlacke gesenkt.

Um die am österreichischen Markt verfügbaren aluminiumhaltigen Zusatzstoffe auf ihre Konformität mit diesen neuen gesetzlichen Regelungen zu überprüfen, wurde hierzu im Jahr 2015 eine Schwerpunktaktion durchgeführt. Es wurden insgesamt 32 Proben untersucht, hierzu zählten reine Zusatzstoffe und Zusatzstoffmischungen, sowie auch verzehrsfertige Lebensmittel mit den entsprechenden Zusatzstoffen. Alle untersuchten Proben entsprachen hinsichtlich des Aluminiumgehaltes den neuen rechtlichen Bestimmungen zu Lebensmittelzusatzstoffen und Farbstoffen aus Aluminiumlacken.

Quellen:

Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) 2002: Erhöhte Gehalte von Aluminium in Laugengebäck. Stellungnahme des BfR vom 25. November 2002. [Zugriff Juli 2017 www.bfr.bund.de/cm/343/erhoehte_gehalte_von_aluminium_in_laugengebaeck.pdf ]

European Food Safety Authority (EFSA) 2008: Scientific Opinion of the Panel on Food Additives, Flavourings, Processing Aids and Food Contact Materials on a request from European Commission on Safety of aluminium from dietary intake. The EFSA Journal (2008) 754, 1-34

Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) 2017: Fragen und Antworten zu Aluminium in Lebensmitteln und verbrauchernahen Produkten. Aktualisierte FAQ des BfR vom 8. Juni 2017 [Zugriff Juli 2017 www.bfr.bund.de/cm/343/fragen-und-antworten-zu-aluminium-in-lebensmitteln-und-verbrauchernahen-produkten.pdf ]

Toxikologie

Aufnahme und Ausscheidung

Der allergrößte Teil des über die Nahrung (oral) aufgenommenen Aluminiums passiert den Magen-Darm-Trakt, ohne aufgenommen zu werden. Durchschnittlich wird nur ca. 0,1 % des in Nahrungsmitteln enthaltenen Aluminiums und 0,3 % des Aluminiums im Trinkwasser über die Darmwand absorbiert. Dies liegt daran, dass sich Aluminium im Magen (saurer pH) zwar aus den meisten Lebensmitteln löst, im Darm (neutraler pH) jedoch wieder ausfällt und somit nicht aufgenommen werden kann. Die Aluminiumaufnahme aus einzelnen Mahlzeiten kann jedoch stark schwanken, da verschiedene Inhaltsstoffe der Nahrung die Absorption entweder fördern oder verringern können. Aluminium, das über den Darm aufgenommen wurde, verteilt sich im ganzen Körper und wird mit der Zeit über die Nieren wieder ausgeschieden. In einigen Geweben konzentriert sich Aluminium stärker (z. B. in Knochen und in Nieren).

Über die dermale Aufnahme ist bis dato nur wenig bekannt. Aus einer Humanstudie an zwei Probanden wurde eine Aufnahme über die Haut von 0,014 % abgeleitet. (Flarend et al. 2001) Aus einer in-vitro Studie mit menschlicher Haut wurden, je nach Anwendungsart (Deo- Spray, -Roller, -Stick,), Aufnahmen von maximal 0,96 % abgeleitet. Bei geschädigter Haut wurde hier eine Aufnahme von bis zu 5,8 % demonstriert. (Pineau et al. 2012) Für eine realistische Abschätzung der dermalen Exposition gegenüber Aluminium durch Antitranspirantien sind robuste Studien zur Hautpenetration und folglich zur dermalen Aufnahme notwendig.

Toxizität

Berufliche Exposition während der Aluminiumproduktion ist laut IARC als karzinogen für den Menschen (Gruppe 1) eingestuft; das bedeutet, dass genügend Beweise vorliegen, um mit ausreichender Sicherheit eine Blasenkrebs- und Lungenkrebserzeugende Wirkung am Menschen durch Exposition während der Aluminiumproduktion zu bestätigen. (IARC, 2005) Diese karzinogenen Effekte von Aluminium sind auf eine inhalative Exposition (d.h. Aufnahme über die Atemwege) zurückzuführen.

In Bezug auf die orale Exposition kam die EFSA im Jahr 2008 zu dem Schluss, dass Aluminium in Dosen, welche über die Ernährung zugeführt werden, nicht karzinogen ist. (EFSA, 2008)Auf Grundlage der vorhandenen Daten wurde seitens der EFSA eine wöchentlich tolerierbare Aufnahmemenge von 1 mg Aluminium/kg Körpergewicht (der sog. „Tolerable Weekly Intake“ TWI) abgeleitet. Diese Menge kann, nach aktuellem Wissensstand, ein Leben lang wöchentlich aufgenommen werden kann, ohne dass ein gesundheitliches Risiko für den Menschen besteht.

Aluminium hat gewisse neurotoxische Wirkungen, was anhand von Dialysepatienten gezeigt wurde. Diese waren aufgrund ihrer Behandlung chronisch hohen Dosen Aluminium direkt über die Blutbahnen ausgesetzt. Aufgrund der nachgewiesenen Neurotoxizität von Aluminium sowie Untersuchungen an Alzheimer Erkrankten, welche erhöhte Aluminiumkonzentrationen im Hirn aufwiesen, entstand die Hypothese, dass Aluminium an der Entstehung der Alzheimer Krankheit beteiligt sei. Die EFSA kam jedoch zu dem Schluss, dass die Aufnahme von Aluminium über die Nahrung das Risiko an Alzheimer zu erkranken nicht erhöht. (EFSA 2008) Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung kam in Bezug auf einen möglichen Zusammenhang von Aluminium aus Gebrauchsgegenständen und der Alzheimer Erkrankung zu einer ähnlichen Conclusio. Auch sie konnten keinen Zusammenhang zwischen einer erhöhten Aluminiumaufnahme und der Alzheimer Erkrankung nachweisen. (BfR 2007)

In Anbetracht der Tatsache, dass sich Aluminium im menschlichen Körper nach oraler Exposition anreichern kann, wurde seitens der EFSA anstelle einer tolerierbaren Tagesdosis (TDI) eine tolerierbare wöchentliche Dosis (TWI) abgeleitet. Die TWI beträgt 1 mg/kg Körpergewicht pro Woche und stellt die Menge einer Substanz dar, die, nach aktuellem Wissensstand, ein Leben lang jede Woche aufgenommen werden kann, ohne dass daraus ein gesundheitliches Risiko für den Menschen entsteht. (EFSA 2008).

Exposition der europäischen Bevölkerung

Es liegen bislang nur Daten zur oralen Exposition der europäischen Bevölkerung vor, welche im Jahr 2008 von der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit publiziert wurden. Die Durchschnittsbevölkerung nahm damals wöchentlich 0,2 – 1,5 mg Aluminium pro kg Körpergewicht zu sich, wobei sich starke regionale Unterschiede zeigten. Somit wurde der TWI Wert von 1 mg pro kg Körpergewicht damals bei einem signifikanten Anteil der Bevölkerung überschritten. Den größten Beitrag zur ernährungsbedingten Aluminiumexposition lieferten Getreideprodukte, Gemüse und Getränke. Die von der EFSA 2008 ermittelten Expositionswerte schlossen neben natürlichen Aluminiumgehalten der Lebensmittel auch Einträge aus Lebensmittelzusatzstoffen und Lebensmittelkontaktmaterialien mit ein. (EFSA 2008)

Quellen:

Flarend, R., Bin, T., Elmore, D., Hem, S. L., 2001. A preliminary study of the dermal absorption of aluminium from antiperspirants using aluminium-26. Food and Chemical Toxicology, 39: 163-168

Pineau, A., Guillard, O., Fauconneau, B., Favreau, F., Marty, M.-H., Gaudin, A., Vincent, C. M., Marrauld, A., Marty, J.-P., 2012. In vitro study of percutaneous absorption of aluminum from antiperspirants through human skin in the Franz™ diffusion cell. Journal of Inorganic Biochemistry, Journal of Inorganic Biochemistry 110 (2012) 21-26.

International Agency for Research on Cancer (IARC) 2005: Occupational exposures during aluminium production [Zugriff Juli 2017:  monographs.iarc.fr/ENG/Monographs/vol100F/mono100F-22.pdf ]

Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) 2007: Keine Alzheimer-Gefahr durch Aluminium aus Bedarfsgegenständen. Aktualisierte gesundheitliche Bewertung Nr. 033/2007 des BfR vom 22. Juli 2007. [Zugriff Juli 2017:  www.bfr.bund.de/cm/343/keine_alzheimer_gefahr_durch_aluminium_aus_bedarfsgegenstaenden.pdf ]

European Food Safety Authority (EFSA) 2008: Scientific Opinion of the Panel on Food Additives, Flavourings, Processing Aids and Food Contact Materials on a request from European Commission on Safety of aluminium from dietary intake. The EFSA Journal (2008) 754, 1-34


Arzneimittel

Aluminium und Arzneimittel

Aluminium als Wirkstoff

In Österreich sind insgesamt 13 Arzneimittel mit Aluminium bzw. mit Aluminium in Kombination mit anderen Mineralsalzen oder pflanzlichen Wirkstoffen zugelassen. Aluminiumhydroxid als alleiniger Wirkstoff wird nur in einer Arzneispezialität verwendet. Auch in Homöopathika kann Aluminium als Kaolinum ponderosum (Aluminumsilikat Hydroxid = weißer Ton) neben anderen Wirkstoffen enthalten sein.

Diese Arzneispezialitäten sind national zugelassen und finden folgende Anwendungsgebiete:

Aluminiumhydroxid wird zur Behandlung erhöhter Serumphosphatspiegeln und zur Prophylaxe von Phosphatsteinen angewendet, wenn andere medikamentöse Therapien keine ausreichende Wirkung erzielt haben.

Aluminiumsalze in Kombination mit Magnesiumsalzen werden als Antacidum zur symptomatischen Behandlung von Übersäuerung bei Sodbrennen, Gastritis, Refluxösophagitis und peptischen Ulcera im Magen oder Duodenum angewandt.

Ohne Verschreibung erhältliche Präparate mit dem Wirkstoff Magaldrat sind zur symptomatischen Behandlung von Sodbrennen und saurem Aufstoßen zugelassen.

Kombinationen von Aluminiumsalzen mit pflanzlichen Wirkstoffen werden zur Behandlung von Schwellungen und Entzündungen der Mundschleimhaut verwendet.

Ein Präparat mit einer Kombination von Aluminiumsalz mit Calciumsalzen und Weinsäure ist als topische Behandlung von Schwellungen, Verstauchungen, Quetschungen, Insektenstiche zugelassen.

Bei den drei Zulassungen, die mit Jahresende erlöschen werden, wurde Aluminium kombiniert mit anderen Wirkstoffen zur Behandlung von Hämorrhoiden bzw. als Creme zur Anwendung an der Nase bei Rhinitis etc.

Aluminium als Adjuvans in Impfstoffen

Aluminiumhältige Adjuvantien werden seit den 30-er Jahren für Impfstoffe verwendet. Sie zählen zu den weltweit am häufigsten verwendeten Adjuvantien. Adjuvantien sind Substanzen, die die Immunantwort bei Totimpfstoffen wie z.B. Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Hepatitis A/B etc. optimieren.

Moderne  Impfstoffe enthalten hoch aufgereinigte Antigene, was sich allerdings in einer reduzierten Immunantwort niederschlägt. Hier kommen dann Adjuvantien, wie z. B. Aluminiumsalze zum Einsatz, um die erwünschte Immunantwort zu verstärken. Von allen bekannten Adjuvantien bieten Aluminiumsalze das größte Datenmaterial. So zeigen weltweit mehr als drei Milliarden verimpfte Einzeldosen in den vergangenen 80 Jahren ein positives Nutzen-Risiko-Profil. Alle Adjuvantien, so auch Aluminiumsalze, werden im Zuge der Zulassung jedes einzelnen Impfstoffes getestet, im Europäischen Arzneibuch – das Arzneibuch hat gesetzähnlichen Charakter – ist zudem ein Grenzwert für Aluminium pro Impfstoffdosis festgelegt.

Risiko von Aluminium-haltigen Wirkverstärkern in Impfstoffen

Es wurden 130 Fälle mit mikroskopisch kleinen Läsionen im Gewebe untersucht, in denen eine so genannte "Makrophagen-assoziierte Myofasciitis" (MMF) vorlag. Hier handelt es sich um elektronenmikroskopisch kleine Aluminium-Einschlüsse in Zellen (Makrophagen, dienen der Elimination von Fremdstoffen).

Diese Patienten litten unter Muskel-, Gelenkschmerzen und Müdigkeit. Jedoch konnte kein Zusammenhang zwischen dem Vorhandensein von Aluminium und  der MMF und deren Beschwerden bestätigt werden (Vaccines, 6th ed., Plotkin, Orenstein, Offit, Seite 63).

Desweiteren liegt zur Bewertung der Sicherheit von Impfstoffen mit aluminiumhältigen Adjuvantien ein rezenter Bericht der Weltgesundheitsbehörde WHO vor:

Die Menge von Aluminium, das in der Nahrung vorkommt und über den Verdauungstrakt aufgenommen wird, wurde mit der Menge an geimpftem Aluminium verglichen. Die Aluminiumbelastung des Körpers durch Impfungen liegt deutlich unterhalb der Sicherheitsgrenzen für die Aluminiumaufnahme durch die Nahrung, selbst für Säuglinge mit niedrigem Geburtsgewicht. Dies bestätigten erneut Ergebnisse von klinischen Studien und epidemiologischen Daten zur Sicherheit von Aluminiumsalzen in Impfstoffen (http://www.who.int/vaccine_safety/topics/adjuvants/Jun_2012/en/).

Weiters haben Studien gezeigt, dass Kinder, die Aluminium-adjuvantierte Impfstoffe erhielten, Aluminiumspiegel weit unterhalb der toxischen Grenze aufwiesen (Vaccines, Seite 1474).

Arzneimittelsicherheit

Aluminium wirkt erst in hohen Dosen toxisch. Normalerweise nimmt man mit Nahrung etwa zehn bis 15 mg pro Tag zu sich. Insbesondere in Arzneimittel wie Atazida finden sich höhere Mengen an Aluminium, bei Gabe unter zugelassener Höchstdosierung bis zu etwa 3 g/Tag. Aluminium selbst wird jedoch kaum resorbiert und dieser Rest wird an Plasmaproteine gebunden und mit der Niere ausgeschieden, daher ergeben sich bei normalen Dosen üblicherweise keine Probleme.

Im Gegensatz zu Lebensmitteln stellen Arzneimittel eine Produktklasse mit besonderem Zusatznutzen dar, daher sind bei Inhaltsstoffen/Substanzen generell höhere Höchstmengen als bei Lebensmittel akzeptabel und vertretbar. Lediglich bei niereninsuffizienten Personen und insbesondere unter Langzeitanwendung  kann es unter Umständen zur Einlagerung von Aluminium ins Gehirn und in die Knochen kommen, da dann höhere kumultative Dosen erreicht werden. Dieser Umstand ist jedoch allgemein bekannt und wird eingehend in der Fach- und Gebrauchsinformation beschrieben.

Nahezu alle dieser Präparate sind rezeptpflichtig (Acidrine, Maalox, Tepilta), lediglich Talcid (mit dem natürlich vorkommenden Mineral Hydrotalcid  (Mg, Al) und Riopan (Magaldrat) sind rezeptfrei. Bei den beiden letzteren ist die Aluminumkonzentration aber geringer als in den rezeptpflichtigen Formulierungen, und es findet kaum eine nennenswerte Resorption im Magen-Darmtrakt statt.

Dem BASG / AGES Medizinmarktaufsicht liegt keine Nebenwirkungsmeldung vor, die auf den Aluminiumgehalt von Arzneimitteln zurückzuführen wäre.

Empfehlungen für AnwenderInnen / PatientInnen

Das BASG empfiehlt Anwendern und Patienten, die gültigen Fach- und Gebrauchsinformationen immer sorgfältig zu lesen und den Anweisungen zu folgen. Vor allem bei rezeptfreien Arzneimitteln sollten sich Patienten an den Arzt oder Apotheker wenden und nicht eigenmächtig über einen längeren Zeitraum Arzneimittel mit Aluminium einnehmen.

Thiomersal

Thiomersal (auch: Thimerosal im US-Raum) ist das Natriumsalz einer organischen Quecksilberverbindung (chemische Bezeichnung Quecksilberethyl- natriumthiosalicylat) und wird als Konservierungsstoff in kosmetischen und pharmazeutischen Produkten verwendet, um diese vor mikrobiellem Verderb zu schützen. Es ist bereits in sehr niedrigen Konzentrationen wirksam.

Thiomersal wird im Organismus zu Thiosalicylat und Ethylquecksilber abgebaut. Das Ethylquecksilberkation (positiv geladenes Teichen) blockiert die Aktivität von Enzymen. Daraus resultiert bereits in niedrigen Dosen die antimikrobielle Wirkung (siehe auch den Wikipedia-Übersichtsartikel „Thiomersal“ http://de.wikipedia.org/wiki/Thiomersal).

Thiomersal ist grundsätzlich ein in Österreich für kosmetische Mittel zugelassenes Konservierungsmittel. Der Grenzwert beträgt 0,007 % (berechnet als Quecksilber), d.h. 0,07 mg/g oder ml. Sollten andere quecksilberhaltige Verbindungen eingesetzt werden, darf der Höchstgehalt an Quecksilber insgesamt 0,007 % nicht überschreiten. Der Anwendungsbereich ist auf Augenmittel (Schmink- und Abschminkmittel für die Augen) eingeschränkt. Weiters muss ein Warnhinweis "enthält Ethylquecksilberthiosalicylat" bzw. "enthält Thiomersal" am Produkt angebracht werden.  Obwohl grundsätzlich mit den genannten Beschränkungen zulässig, ist der Einsatz von Thiomersal erfahrungsgemäß in Österreich in kosmetischen Mittel nicht weit verbreitet.

In der medizinischen Anwendung ist Thiomersal  als Konservierungsmittel derzeit noch in den Grippe-Impfstoffen „Daronrix“, „Pandemrix“, „Prepandrix“, „Pumarix“ und dem Kombinationsimpfstoff gegen Diphtherie, Tetanus, Pertussis (Keuchhusten) und Hepatitis B „Tritanrix HepB“ enthalten. Alle Impfstoffe sind zentral für alle EU-Mitgliedstaaten zugelassen und bis auf Tritanrix HepB pandemische/präpandemische Impfstoffe, die demnach nicht routinemäßig im Einsatz sind. Dabei enthält „Daronrix“ 0,05 mg, „Pandemrix“ 0,005 mg, „Prepandrix“ 0,005 mg und „Pumarix“ 0,005 mg Thiomersal pro Packungseinheit.

Thiomersal könnte auch als Produktionsrückstand in Spuren vorhanden sein; dies würde, wenn überhaupt, allerdings nur sehr wenige Produkte betreffen, und da mit hoher Wahrscheinlichkeit nur unterhalb der Nachweisgrenze. Weder im Europäischen Arzneibuch noch in diversen europäischen Leitlinien werden Obergrenzen definiert bzw. Testmethoden vorgeschrieben. Es ist jedoch für die Hersteller verpflichtend, die Anwesenheit von Thiomersal in einem Produkt anzugeben.

Ende der 1990-er Jahre kamen Zweifel an der Unbedenklichkeit von Thiomersal auf: einerseits aufgrund zunehmender Meldungen von unerwünschten Wirkungen, insbesondere Überempfindlichkeitsreaktionen, andererseits auch wegen der kumulierenden Quecksilberbelastung von Kindern durch die routinemäßigen Kinderimpfungen, aufgrund derer neurologische Störungen wie z. B. Autismus befürchtet wurden. Die Behörden in den USA und Europa empfahlen vorsorglich – ohne dass konkrete Hinweise auf eine neuro-logische Giftigkeit vorlagen – Thiomersal und andere organische Quecksilberverbindungen möglichst aus Impfstoffen für Säuglinge und Kleinkinder zu entfernen1. So werden in den USA bei Kindern unter sechs Jahren nur noch Impfstoffe eingesetzt, die kein Thiomersal oder höchstens Spuren davon enthalten. Insgesamt sind in den USA die meisten Impfstoffe in Einzeldosisverpackungen frei von Thiomersal2.
 
Im Jahr 2004 revidierte der Ausschuss der Europäischen Arzneimittelagentur die Bewertung von Thiomersal in Impfstoffen. Die Auswertung von epidemiologischen Studien hatte zu dem Schluss geführt, dass kein Zusammenhang zwischen neurologischen Entwicklungsstörungen und Thiomersal in Impfstoffen bestehe. Dennoch solle die Entwicklung von Impfstoffen ohne quecksilberhaltige Hilfsstoffe, auch aus ökologischen Gründen, weiter vorangetrieben werden. Die Agentur betonte, der Vorteil von Impfungen überwiege bei weitem theoretische Risiken des Thiomersals3.

Thiomersal wurde von einigen Wissenschaftlern, Impfgegnern und von einigen Eltern autistisch behinderter Kinder – besonders in den USA – mit dem Auftreten von Autismus in Verbindung gebracht. Aufgrund epidemiologischer Studien gilt ein Zusammenhang von Thiomersal und dem Vorkommen von Autismus heute als widerlegt Die Weltgesundheitsorganisation WHO, das US-amerikanische "Institute of Medicine" sowie die europäische Arzneimittelbehörde EMA sind inzwischen unabhängig voneinander zu dem Schluss gelangt, dass die verfügbaren Studien gegen einen solchen Zusammenhang sprechen. Gleichwohl haben die Pharmahersteller auf die heftige Debatte reagiert: Für alle generell empfohlenen Schutzimpfungen sind inzwischen quecksilberfreie Impfstoffe verfügbar4.

In Medizinprodukten ist Thiomersal noch bei Kontaktlinsenpflegemitteln in Anwendung. Allerdings ist der AGES kein derartiger Hersteller in Österreich bekannt.  Keine Kenntnis herrscht auch darüber, ob es  eventuell als "Haltbarmacher" in flüssigen Medizinprodukten Verwendung findet.

Die Sicherheit von aluminiumhaltigen Substanzen wurde bei Tieren abgeschätzt. Dabei zeigten sich bei bestimmten Mengen mögliche Schädigungen des Nervensystems (Mäuse und Ratten), der männlichen Fruchtbarkeit (Hunde) und der Leibesfrucht (Mäuse), ebenfalls auch hinsichtlich der Entwicklung des Nervensystems (Ratten und Mäuse). Zur Frage der eventuellen Beeinträchtigung des Erbguts bis hin zur Krebserzeugung kam die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA zu dem Schluss, dass bei den Mengen, denen der Verbraucher über die Ernährung oder über Konsumprodukte ausgesetzt ist, keine Gefährdung des Menschen anzunehmen ist.

Auf Grund der vorhandenen Daten wurde unter Einbau eines großen Sicherheitsfaktors von 100 von der EFSA ein Mengenwert von 1 mg Aluminium/kg Körpergewicht (der so genannte „Tolerable Weekly Intake“ TWI) erstellt, der insgesamt wöchentlich aus den verschiedensten Quellen aufgenommen werden kann, ohne dass eine gesundheitliche Beeinträchtigung durch das Aluminium zu befürchten ist. Die EFSA ermittelte 2008, welche Mengen an Aluminium in der von verschiedenen Bevölkerungsgruppen konsumierten Nahrung tatsächlich enthalten waren. Die Durchschnittsbevölkerung nahm damals wöchentlich 0,2 – 1,5 mg Aluminium pro kg Körpergewicht zu sich, wobei sich starke regionale Unterschiede zeigten. Diese Expositionsdaten schlossen neben natürlichen Aluminiumgehalten der Lebensmittel auch Einträge aus Lebensmittelzusatzstoffen und Lebensmittelkontaktmaterialien mit ein. Somit wurde der TWI Wert von 1 mg pro kg Körpergewicht damals bei einem signifikanten Anteil der Bevölkerung überschritten. Da aluminiumhaltige Lebensmittelzusatzstoffe einen großen Beitrag zum Aluminiumgehalt verschiedenster Lebensmittel leisten, senkte die Europäische Kommission daraufhin die zulässigen Verwendungsmengen verschiedener Zusatzstoffe (VO (EU) 380/2012). Es wird davon ausgegangen, dass die Exposition der Bevölkerung durch diese Maßnahmen reduziert werden konnte.

Berichte über einander exponentiell verstärkende negative Wirkungen (so genannter Synergismus, der den Umstand beschreibt, dass zwei gleichzeitig aufgenommene (giftige) Substanzen einander in ihrer (Gift-)Wirkung derart verstärken, dass die Gesamtwirkung größer als die Summe der Wirkungen der beiden einzelnen Substanzen ist) von Thiomersal und Aluminium kommen beinahe ausschließlich von einer Person oder Gruppe um diese Person, Boyd E. Haley, einem inzwischen emeritierten Professor am Chemischen Institut der US-amerikanischen Universität von Kentucky, vor allem im Zusammenhang mit Autismus und anderen neurologischen Störungen. HALEY5  beschreibt einen Versuch mit Neuronen in einer Zellkultur (so genannter In vitro-Versuch): Mengen an Aluminium, die innerhalb von 6 Stunden keinen signifikanten Zelltod bewirkten, kombiniert mit Mengen an Thiomersal, die für sich allein bis zum selben Zeitpunkt nur eine geringe Zunahme des Neuronenuntergangs herbeiführten, verursachten einen Anstieg der Zelltodesrate auf ungefähr 60 %, für den Berichterstatter ein „verblüffender“ Effekt und klarer Beweis für einen Synergismus. Die Schwäche dieses an sich zu weiteren Untersuchungen Anlass gebenden Ergebnisses liegt allerdings darin, dass es nur in gefärbten Berichten von offensichtlichen Anhängern einer „Quecksilber-Autismus-Hypothese“ bzw. in Journalen wiedergegeben wird, denen wissenschaftliche Reputation fehlt, und ohne Details der Versuchsführung, was wiederum auf die Qualität der Arbeit schließen lässt. Das gleiche gilt für einen Verfechter der Quecksilber-Autismus- und in diesem Fall sogar Alzheimer-Hypothese, Donald W. Miller, einem Chirurgen an der Universität von Washington/Seattle, USA: In einer Meinungsäußerung in einem online-Tagesjournal6  führt er ohne nähere Erklärung oder Beschreibung der Versuchsdurchführung an: „A small dose of mercury that kills 1 in 100 rats and a dose of aluminum that will kill 1 in 100 rats, when combined have a striking effect: all the rats die. Doses of mercury that have a 1 percent mortality will have a 100 percent mortality rate if some aluminum is there.” Obwohl eine in den Raum gestellte Behauptung ohne Beweisführung oder Zitierung, wird sie immer wieder gerne von Anhängern der zuvor genannten Hypothesen angeführt. Dabei ist noch eine verdächtige Koinzidenz mit Mitteilungen zu beobachten, die Blei exakt dieselbe Toxizitätsverstärkung von Quecksilber zuschreiben.

Zusammenfassung

Zusammenfassend kann ausgesagt werden, dass eine verstärkende negative Wirkung durch die gleichzeitige Exposition gegenüber Quecksilber und Aluminium, die über die Summe der Einzelwirkungen hinausgeht (so genannter Synergismus), bislang durch keine profunden und nachvollziehbaren Studien bewiesen worden ist. Was das Gefährdungspotenzial von Thiomersal, vor allem in Impfstoffen und etwaig in Kombination mit Aluminiumverbindungen betrifft, so gilt ein ursächlicher Zusammenhang mit neurologischen Erkrankungen wie z. B. Autismus als widerlegt. Daneben wurden auch legistische oder konsensuale Maßnahmen ergriffen, Kinder in den ersten Lebensjahren nicht über Impfungen gegenüber organischen Quecksilberverbindungen zu exponieren.

Dessen ungeachtet kann Quecksilber die Blut-Hirn-Schranke überwinden und im Gehirn toxische Auswirkungen erzeugen. Auch von Aluminium wird angenommen, dass es diese Schranke durchdringen und in bestimmten Gehirn- und neuronalen Bereichen akkumulieren kann. Damit erreichen beide Metalle sehr sensible Bereiche des menschlichen Körpers. Deshalb bestehen in der Europäischen Union Programme, die die Verringerung der Quecksilberwerte in der Umwelt und der Exposition des Menschen, insbesondere gegenüber in Fischen enthaltenem Methylquecksilber, zum Ziel haben. Auch die zulässigen Aluminiumgehalte in Lebensmittelzusatzstoffen wurden herabgesetzt. Allerdings wird es weiterer wissenschaftlicher Untersuchungen auf dem aktuellen Stand des Wissens bedürfen, um durch diese beiden Metalle hervorgerufenen Wirkungsmechanismen und etwaige Kumulation dieser Wirkungen weiter abzuklären.

Literatur

1European Agency for the Evaluation of Medicinal Products. EMEA Public Statement on Thiomersal Con-taining Medicinal Products. EMEA/20962/99; London, 8 July, 1999 http://www.emea.europa.eu/docs/en_GB/document_library/Scientific_guideline/2009/09/WC500003902.pdf
2US Food and Drug Adminstration. Thimerosal in Vaccines. http://www.fda.gov/BiologicsBloodVaccines/SafetyAvailability/VaccineSafety/UCM096228
3European Agency for the Evaluation of Medicinal Products. EMEA Public Statement on Thiomersal in Vaccines for Human Use – Recent Evidence Supports Safety of Thiomersal-Containing Vaccines. EMEA/CPMP/VEG/1194/04/Adopted. London, 24 March, 2004
http://www.emea.europa.eu/docs/en_GB/document_library/Scientific_guideline/2009/09/WC500003904.pdf
4Robert Koch-Institut. Schutzimpfungen – 20 Einwände und Antworten des Robert Koch-Instituts und des Paul-Ehrlich-Instituts. Stand: 10.05.2007. http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/Bedeutung/Schutzimpfungen_20_Einwaende.htm
5Haley BE, 2005. Mercury toxicity: Genetic susceptibility and synergistic effects. Medical Veritas 2: 535-542
6Miller DW. Mercury on the Mind. http://www.lewrockwell.com/2004/09/donald-w-miller-jr-md/the-curse-of-mercury-in-vaccines/

 

 

Lebensmittelkontakt

Aluminium im Lebensmittelkontakt

Aufgrund der guten Wärmeleitfähigkeit und des geringen Gewichts werden Kochutensilien wie Pfannen, Espressokocher und Campinggeschirr aus Aluminium-Legierungen hergestellt. Häufig findet sich Aluminium in Lebensmittelverpackungen in Form von Menüschalen, Getränkedosen, Folien oder in Mehrschichtverbunden. Im Verpackungssektor wird Aluminium u.a. auch wegen seiner exzellenten Barriereeigenschaften eingesetzt. Diese gewährleisten einerseits einen optimalen Aromaschutz des Lebensmittels und verhindern andererseits das Eindringen von unerwünschten Stoffen. Des Weiteren findet Aluminium auch in Metall-Legierungen und in Farbpigmenten Verwendung.

Gesetzliche Anforderungen

Es gibt EU-weit die sogenannte Rahmenverordnung (EU) Nr. 1935/2004 für Lebensmittelkontaktmaterialien und -Gegenstände. Darüber hinaus gibt es für Metalle keine spezifischen Regelungen. Allerdings ist die technische Leitlinie des Europarates „Metals and alloys used in food contact materials and articles“ (1st Edition), September 2013 europaweit anerkannt und hat in einigen Mitgliedststaaten den Status einer nationalen Verordnung. Darin wird für Aluminium ein spezifischer Freisetzungsgrenzwert (SRL, specific release limit) von 5 mg/kg Lebensmittelsimulanz empfohlen, d.h. dass sich bei der Verwendung des Gegenstandes nicht mehr als 5 mg Aluminium pro kg Lebensmittel bzw. Füllgut aus dem Gegenstand herauslösen und in das Lebensmittel übergehen dürfen. Dieses Limit beruht allerdings nicht auf toxikologischen Befunden, sondern auf dem ALARA-Prinzip, wodurch es folglich technisch möglich sein sollte, dieses Limit einzuhalten. Diese Leitlinie enthält auch Prüfvorgaben, wonach der kritischste Verwendungszweck simuliert werden sollte. Eine Überschreitung dieses SRL kann lebensmittelrechtliche Maßnahmen erforderlich machen.

Im Jahr 2016 wurde die bis dahin gültige Empfehlung zum Einsatz von Aluminium als Gebrauchsgegenstand vom BMGF durch eine aktualisierte Version (BMG-75210/0035-II/B/13/2015) ersetzt. In dieser wird u.a. festgestellt, dass „für die Zubereitung und Aufbewahrung von stark sauren oder stark salzhaltigen Lebensmitteln Kochgeschirr bzw. Gegenstände aus unbehandeltem (unbeschichtetem) Aluminium wegen der zu erwartenden hohen Aluminiumabgabe nicht geeignet sind. Gegen die Nutzung  von Aluminiumgeschirr für einige Tage im Jahr, beispielsweise als Campingausrüstung, ist jedoch nichts einzuwenden. “ (BMGF 2016)

Was ist bei der Verwendung von Aluminium zu beachten?

Aluminium ist relativ korrosionsbeständig, da die Oberfläche bei Kontakt mit Sauerstoff unmittelbar eine dünne Aluminiumoxidschicht bildet, die das darunter liegende reine Aluminium gegen weitere Oxidation und chemischen Angriff schützt. Dennoch wird Aluminium von sauren (z. B. Zitrone, Sauerkraut, Paradeiser, saures Obst, Grillmarinaden), salzhaltigen und basischen Lebensmitteln (z.B. bei der Herstellung von Laugengebäck) angegriffen wodurch gelöstes Aluminium freigesetzt wird. Für solche Anwendungen sind lebensmittelseitig daher Beschichtungen aus einem anderen Material erforderlich. Darüber hinaus ist auch das Aluminiumgehäuse  der Kaffeekapseln an der Innenseite mit einer Kunststoffschicht überzogen, wodurch eine Aluminiumabgabe verhindert wird.

Untersuchungen

Die AGES hat in Bezug auf den stofflichen Übergang von Aluminium aus Lebensmittelkontaktmaterialien im Jahr 2015 zwei Schwerpunktaktionen durchgeführt. In einer Schwerpunktaktion wurde der Aluminiumübergang von Dosen auf das Füllgut untersucht. Grundsätzlich sind Getränkedosen innenbeschichtet, sodass kein direkter Lebensmittelkontakt möglich sein sollte. Untersucht wurden Biere, sowie kohlensäurehaltige Getränke wie Radler, Softdrinks etc. Anfangs wurde der Aluminiumgehalt der Tankware (in der Produktion) bestimmt, sowie anschließend auch nach Dosenabfüllung nach einer Lagerdauer von 6 und 12 Monaten. Darüber hinaus wurde die Aluminiummigration der Leerdosen mittels Lebensmittelsimulanzien bestimmt. Aus den Ergebnissen geht hervor, dass die Dosen insbesondere bei sauren Getränken und längerer Lagerzeit trotz Beschichtung Aluminium abgeben können. Das bedeutet, dass der Schutz durch die Beschichtung auf Dauer nachlassen kann. Der SRL von 5 mg/kg Lebensmittel wurde jedoch in keinem Fall überschritten.

Des Weiteren wurde in der AGES eine Schwerpunktaktion zum Übergang von Aluminium aus Geschirr und Kochgeschirr durchgeführt. Die Ergebnisse zeigten, dass insbesondere Backformen und Grilltassen bei gleichzeitiger Einwirkung von Hitze und Säure den SRL von 5 mg/kg deutlich überschreiten. Allerdings sind diese Produkte auch laut Herstellerangaben nicht für säure- oder stark salzhaltige Produkten geeignet.

Den Ergebnissen einer Studie des BfR zufolge, liegt die Aluminiummigration aus handelsüblichen, unbeschichteten Menüschalen aus Aluminium nach einer zweistündigen Warmhaltephase ebenfalls über dem spezifischen Freisetzungsgrenzwert (SRL) (BfR 2017).

Quellen:

Bundesministerium für Gesundheit und Frauen (BMGF) 2016: Empfehlung „Einsatz von Aluminium in Gebrauchsgegenständen“. BMG-75210/0035-II/B/13/2015. Empfehlung des Österreichischen Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen: Empfehlung "Einsatz von Aluminium in Gebrauchsgegenständen".

Directorate for the Quality of Medicines & Health Care of the Council of Europe (EDQM): Metals and alloys used in food contact materials and articles. A practical guide for manufacturers and regulators. 1st edition. 2013.

Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) 2017: Unbeschichtete Aluminium-Menüschalen: Erste Forschungsergebnisse zeigen hohe Freisetzung von Aluminiumionen Stellungnahme Nr. 007/2017 des BfR vom 29. Mai 2017. DOI 10.17590/20170529-134819

Kosmetik

Aluminium findet in verschiedenen kosmetischen Produkten Anwendung. Es wird als metallisches Pigment zur Farbgestaltung in Lippenstiften, Lidschatten oder anderen dekorativen Kosmetika verwendet. In Sonnenschutzmitteln wird Aluminium als sog. Coating-Mittel für UV-Filter (wie z.B. Titandioxid) eingesetzt. In Zahnpasta kommen Aluminiumverbindungen beispielsweise zur Kariesprophylaxe oder zur Entfernung von Zahnbelag zum Einsatz. In Form von Aluminiumchlorid, Aluminiumchlorohydrat oder den diversen Aluminium-Zirconium-Komplexen (allg. „Aluminiumsalze“) wird es als schweißhemmender Inhaltsstoff in Antitranspirantien verwendet. Dadurch unterscheiden sich Antitranspirantien von Deodorants, welche lediglich antibakterielle Substanzen und Duftstoffe enthalten, um unangenehmen Schweißgeruch zu unterbinden. Im Allgemeinen Sprachgebrauch ist jedoch für beide Begriffe die Bezeichnung „Deo“ üblich. Antitranspirantien sind schweißhemmende Kosmetika, welche vorwiegend im Bereich der Achseln angewendet werden. Die darin enthaltenen Aluminiumsalze führen sowohl zur Verengung der Schweißporen, als auch zur Bildung von Proteinkomplexen, welche die Schweißporen verstopfen, wodurch insgesamt weniger Schweiß abgegeben wird. Auch „natürliche Deokristalle“ basieren in der Regel auf der Verwendung von Aluminiumsulfaten (Alaunstein, Ammonium Alum). Auf EU-Ebene ist momentan (Stand 2017) nur der Gehalt an Aluminium-Zirconium-Komplexen mit einer Maximalmenge von 20 % (als wasserfreies Aluminium-Zirconiumhydroxochlorid berechnet) durch die Kosmetik-Verordnung (Nr. 1223/2009) geregelt. Darüber hinaus enthalten die meisten handelsüblichen Antitranspirantien noch desodorierende Inhaltsstoffe.

2015 wurde im Rahmen des nationalen Kontrollplanes eine Schwerpunktaktion zu Aluminium in Kosmetika durchgeführt, um einen Überblick über die üblichen Einsatzmengen in den verschiedenen Anwendungsbereichen zu bekommen. Hier wurden u.a. auch 25 Antitranspirantien und 2 Deodorants untersucht. Die Deodorant-Proben enthielten kein Aluminium. Die Antitranspirantien wiesen Aluminiumgehalte zwischen 0,2 und 5,8 % auf, wobei die Mehrheit der Proben im Bereich 2-3 % angesiedelt war.

Aluminiumhaltige "Deos" und das Auftreten von Brustkrebs

Seit geraumer Zeit wird ein Zusammenhang zwischen der Anwendung von Antitranspirantien und dem Auftreten von Brustkrebs vermutet. Studien zeigten, dass bei Brustkrebspatientinnen Aluminium im Bereich der Brust, Brustdrüsen und in der Nähe der Achselhöhle gefunden wurde (1). Es ist jedoch unklar  ob dies von einer Anwendung von Antitranspirantien herrührte oder durch die Eigenschaft der veränderten Zellen bedingt war, Aluminium aus dem Körper zu konzentrieren.

Ein Übersichtsartikel aus dem Jahr 2008, der die bisherigen Untersuchungen zu diesem Thema zusammenfasst, kommt jedoch zu dem Schluss, dass es bislang keinen eindeutigen wissenschaftlichen Nachweis für einen Zusammenhang zwischen der Anwendung von Antitranspirantien und Brustkrebs gibt (2). Ebenso haben epidemiologische Untersuchungen an einer größeren Anzahl von Frauen mit Brustkrebs oder ohne Brustkrebs ebenfalls bisher keinen Beweis darauf erbracht (3). Auch die französische Gesundheitsagentur (Afssaps) kommt 2011 zu dem Schluss, dass die Datenlage nicht ausreicht, um einen klaren Zusammenhang zwischen Brustkrebs und Aluminiumhaltigen Antitranspirantien herzustellen (4).

Eine 2017 veröffentlichte Studie der Medizinischen Universität Innsbruck zeigte, dass Brustkrebspatientinnen im Vergleich zu gesunden Probandinnen öfter aussagen, in jungem Alter (<30) „Unter-Arm-Kosmetika“ täglich mehrmals angewendet zu haben (5). Darüber hinaus konnte Aluminium im Brustgewebe der gesunden, sowie auch der an Brustkrebs erkrankten Frauen nachgewiesen werden wobei die Erkrankten höhere Aluminiumkonzentrationen aufwiesen. Die Menge an eingelagertem Aluminium korrelierte mit der Häufigkeit der Anwendung. Aufgrund des Studiendesigns (Case-Control Study) konnte jedoch kein kausaler Zusammenhang zwischen Aluminiumsalzen als solche und Brustkrebs festgestellt werden.  Außerdem wurde auch in dieser Studie gezeigt, dass eine Brustkrebserkrankung naher Verwandter den größten Risikofaktor darstellt.

Zur Aufnahme von Aluminium aus Antitranspirantien über die Haut ist bis dato nur sehr wenig bekannt. Ergebnisse einiger weniger Studien weichen mitunter stark voneinander ab. Berechnungen  des BfR (6) zufolge kann die tägliche Anwendung von aluminiumhaltigen Antitranspirantien  zu Überschreitungen jener Aufnahmemenge (TWI) führen, die für den Erwachsenen als noch unbedenklich gilt (7). Diese Berechnungen basieren auf Erkenntnissen einer Studie an der lediglich zwei freiwillige Probanden teilgenommen haben. In einer in-vitro Studie wurde gezeigt, dass deutlich höhere Mengen durch Auftragen auf geschädigte Haut aufgenommen werden können (8). Um die tatsächliche Aufnahme von Aluminium über die Haut abzuklären sind aussagekräftige Studien dringend notwendig.

Die Aufnahme von Aluminium über Antitranspirantien kann verringert werden indem unmittelbares Auftragen nach der Rasur oder auf geschädigte Haut vermieden wird. In Anbetracht der wissenschaftlichen Unsicherheiten ist eine übermäßige Anwendung von Antitranspirantien, insbesondere bei Mädchen und jungen Frauen nicht zu empfehlen. Des Weiteren können Aluminium freie Deodorants verwendet werden.
Insgesamt ist daher zu sagen, dass aufgrund der unterschiedlichen Ergebnisse weiterer Forschungsbedarf gegeben ist, um die Aufnahme von Aluminium nach Anwendung auf der Haut besser zu verstehen und eine etwaige Rolle von Aluminium bei Brustzellveränderungen abzuklären.

Literatur:

(1) Exley C, Charles LM, Barr L, Martin C, Polwart A, Darbre PD. Aluminium in human breast tissue. J Inorg Biochem. 2007, 101(9):1344-6

(2) Namer M, Luporsi E, Gligorov J, Lokiec F, Spielmann M. The use of deodorants/antiperspirants does not constitute a risk factor for breast cancer. Bull Cancer. 2008;95(9):871-80.

(3) Mirick DK, Davis S, Thomas DB. Antiperspirant use and the risk of breast cancer. Journal of the National Cancer Institute 2002; 94(20):1578–1580.

(4) Risk assessment related to the use of aluminum in cosmetic products -Summary [Zugriff: Juni 2017] auf http://ansm.sante.fr/S-informer/Points-d-information-Points-d-information/Evaluation-du-risque-lie-a-l-utilisatio

(5) Linhart C, Talasz H, Morandi EM, Exley C, Lindner HH, Taucher S, Egle D, Hubalek M, Concin N, Ulmer H. Use of Underarm Cosmetic Products in Relation to Risk of Breast Cancer: A Case-Control Study. 2017. EBioMedicine.

(6) BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung, 2014) Aluminiumhaltige Antitranspirantien tragen zur Aufnahme von Aluminium bei. Stellungnahme Nr. 007/2014 des BfR vom 26. Februar 2014. [Zugriff Juni 2017] wwwbfrbundde/cm/343/aluminiumhaltige-antitranspirantien-tragen-zur-aufnahme-von-aluminium-beipdf

(7) Scientific Opinion of the Panel on Food Additives, Flavourings, Processing Aids and Food Contact Materials on a request from European Commission on Safety of aluminium from dietary intake. The EFSA Journal (2008) 754, 1-34

(8) Pineau et al. (2012). In vitro study of percutaneous absorption of aluminum from antiperspirants through human skin in the Franz™ diffusion cell. J Inorg Biochem 110:21-26

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