Nüsse und Trockenfrüchte

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Zuletzt geändert: 13.11.2017
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Früchte und Nüsse
Früchte, Nüsse und Eier

Speziell in der kalten Jahreszeit werden sehr gern Maroni, Nüsse, Datteln und Feigen gegessen oder auch als Zutat in weihnachtlichen Backwaren verwendet. Um sicherzustellen, dass diese Lebensmittel in Ordnung sind, werden sie regelmäßig von der AGES auf lebensmittelrechtliche Vorschriften untersucht.

Bestimmung des Schlechtanteils

Für die Untersuchung von Nüssen, Datteln, Feigen und Maroni werden 100 Stück zur Bestimmung des Schlechtanteils herangezogen. Unter Schlechtanteil versteht man ranzige, schimmelige, ausgetrocknete und durch Insekten beschädigte Früchte. Im Codexkapitel/B4/ Obst IV. Auflage des Österreichischen Lebensmittelbuches ist der zulässige Schlechtanteil der ausgesuchten Lebensmittel angeführt (bei Nüssen 15 %, bei Datteln und Feigen 18 %, bei Maroni 20 %) und darf diesen nicht überschreiten. Wird der zulässige Schlechtanteil überschritten, so gilt die Ware als ‚nicht sicher – für den menschlichen Verzehr ungeeignet‘ und es werden gemeinsam mit der Lebensmittelaufsicht entsprechende Schritte eingeleitet, die bis zu einem Produktrückruf und zur Vernichtung der betroffenen Ware führen können.

Mykotoxine

In regelmäßigen Abständen werden Nüsse und Trockenfrüchte auf Mykotoxine (Aflatoxine, Ochratoxin A) untersucht. Dabei handelt es sich um gesundheitsschädliche Stoffwechselprodukte, die von verschiedenen Schimmelpilzen produziert werden. Mykotoxine sind weitgehend hitzestabil und werden durch Kochen und Backen nicht zerstört.

Konservierung

Ein weiterer wichtiger Punkt bei Trockenobst ist die Konservierung mit schwefeliger Säure. Laut Zusatzstoffverordnung (Verordnung (EG) Nr. 1129/2011) dürfen Trockenfrüchte mit schwefeliger Säure konserviert werden. Jedoch schreibt die Verordnung einen Höchstgehalt an schwefeliger Säure vor, der in der AGES in regelmäßigen Abständen kontrolliert wird. Schwefeldioxid und Sulfite können bei empfindlichen Personen Unverträglichkeitsreaktionen auslösen und müssen ab einer Konzentration von 10 mg/kg mit einem deutlichen Hinweis auf der Verpackung gekennzeichnet werden.

Tipp vor dem Verzehr

Trockenfrüchte sollten vor dem Verzehr geöffnet bzw. halbiert werden. So können vorab schimmelige und von Insekten befallene Früchte aussortiert werden.

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