Lebensmittelkennzeichnung

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Zuletzt geändert: 05.12.2016
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Die Kennzeichnung von Lebensmitteln wird durch die Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 betreffend die Information der Verbraucher über Lebensmittel geregelt. Der Begriff der "Information über Lebensmittel" wird mit dieser europäischen Rechtsvorschrift weit gefasst und beinhaltet jede Information, die ein Lebensmittel betrifft und dem Endverbraucher durch ein Etikett, sonstiges Begleitmaterial oder in anderer Form, einschließlich über moderne technologische Mittel oder mündlich, zur Verfügung gestellt wird. Zusätzlich zur Deklaration der wesentlichen Informationselemente sind viele Detail- und Spezialregelungen enthalten.

Mit 13. Dezember 2016 sind mit wenigen Ausnahmen die Nährwertdeklaration für alle Lebensmittel verpflichtend, womit eine bessere Wahlmöglichkeit auch im Hinblick auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung unterstützt werden soll. Ausnahmen gibt es beispielsweise für Lebensmittel, einschließlich handwerklich hergestellter Lebensmittel, die direkt in kleinen Mengen von Erzeugnissen durch den Hersteller an den Endverbraucher oder an lokale Einzelhandelsgeschäfte abgegeben werden, die die Erzeugnisse unmittelbar an den Endverbraucher abgeben. Siehe Information des BMGF. Die Verordnung sieht umfassende Befugnisse zur Erlassung weiterer Durchführungs- und delegierter Rechtsakte durch die Europäische Kommission vor.

Fragen & Antworten betreffen die Auslegung der Verordnung wurden von der Europäischen Kommission und dem Österreichischen Gesundheitsministerium veröffentlicht. Kataloge erstellt, welche laufend ergänzt werden. Link auf die BMG Website: EU-Vorschriften zur Lebensmittelkennzeichnung

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Die Kennzeichnung von Lebensmitteln wird durch die Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 betreffend die Information der Verbraucher über Lebensmittel geregelt. Der Begriff der "Information über Lebensmittel" wird mit dieser europäischen Rechtsvorschrift weit gefasst und beinhaltet jede Information, die ein Lebensmittel betrifft und dem Endverbraucher durch ein Etikett, sonstiges Begleitmaterial oder in anderer Form, einschließlich über moderne technologische Mittel oder mündlich, zur Verfügung gestellt wird. Zusätzlich zur Deklaration der wesentlichen Informationselemente sind viele Detail- und Spezialregelungen enthalten.

Mit 13. Dezember 2016 sind mit wenigen Ausnahmen die Nährwertdeklaration für alle Lebensmittel verpflichtend, womit eine bessere Wahlmöglichkeit auch im Hinblick auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung unterstützt werden soll. Ausnahmen gibt es beispielsweise für Lebensmittel, einschließlich handwerklich hergestellter Lebensmittel, die direkt in kleinen Mengen von Erzeugnissen durch den Hersteller an den Endverbraucher oder an lokale Einzelhandelsgeschäfte abgegeben werden, die die Erzeugnisse unmittelbar an den Endverbraucher abgeben. Siehe Information des BMGF. Die Verordnung sieht umfassende Befugnisse zur Erlassung weiterer Durchführungs- und delegierter Rechtsakte durch die Europäische Kommission vor.

Fragen & Antworten betreffen die Auslegung der Verordnung wurden von der Europäischen Kommission und dem Österreichischen Gesundheitsministerium veröffentlicht. Kataloge erstellt, welche laufend ergänzt werden. Link auf die BMG Website: EU-Vorschriften zur Lebensmittelkennzeichnung

Allgemeines

Informationen über Lebensmittel müssen zutreffend, klar und für VerbraucherInnen leicht verständlich sein.
Die verpflichtenden Informationen sind gut sichtbar, deutlich lesbar und auch dauerhaft anzubringen. Auch darf keine Trennung durch andere (freiwillige) Angaben erfolgen.
Alle Pflichtangaben müssen mindestens in einer Schriftgröße, deren kleines x 1,2 mm hoch ist, angegeben sein. Bei Kleinpackungen mit einer größten Oberfläche unter 80 cm2 gilt eine entsprechende Höhe von 0,9 mm.

Pflichtangaben auf Lebensmittel

Die Kennzeichnung von Lebensmitteln muss folgende Angaben enthalten:

a.    die Bezeichnung des Lebensmittels
b.    das Verzeichnis der Zutaten
c.    allergene Zutaten und Verarbeitungsshilfsstoffe (gemäß Anhang III)
d.    die Menge bestimmter Zutaten oder Klassen von Zutaten
e.    die Nettofüllmenge des Lebensmittels
f.     das Mindesthaltbarkeitsdatum oder das Verbrauchsdatum
g.    gegebenenfalls besondere Anweisungen für Aufbewahrung und/oder Anweisungen für die Verwendung
h.    der Name oder die Firma und die Anschrift des Lebensmittelunternehmers
i.     das Ursprungsland oder der Herkunftsort (sofern nach Artikel 26 vorgesehen)
j.     eine Gebrauchsanleitung, falls es schwierig wäre, das Lebensmittel ohne eine solche angemessen zu verwenden
k.    für Getränke mit einem Alkoholgehalt von mehr als 1,2 Volumenprozent die Angabe des
      vorhandenen Alkoholgehalts in Volumenprozent
l.    eine Nährwertdeklaration (ab 13. Dezember 2016)

Allergene

In der LMIV sind die wichtigsten 14 Allergene (Stoffe oder Stoffgruppen) angeführt. Es handelt sich dabei um Stoffe oder Erzeugnisse, die Allergien oder Unverträglichkeiten auslösen können. Bei verpackten Waren müssen Informationen über allergene Stoffe in der Zutatenliste zu finden sein. Auch bei offener Ware muss über allergene Zutaten informiert werden.

Die österreichische Allergeninformationsverordnung BGBl II Nr. 175/2014 legt fest, dass dies entweder schriftlich in Form von Schildern, Aushängen, Preisverzeichnissen, Menüplänen bzw. der Speisekarte oder mündlich erfolgen kann. Eine mündliche Auskunft darf nur durch geschulte Personen erfolgen; in diesem Fall müssen die Gäste durch einen Aushang darauf aufmerksam gemacht werden, dass die Allergeninformation auf Nachfrage mündlich erhalten werden kann. In jedem Fall muss eine nachvollziehbare Dokumentation im Betrieb vorhanden sein. Mehr Informationen zu Allergenen, finden Sie beim Thema "Allergene".

Herkunftsangaben

Die Verpflichtung der Angabe der Herkunft, betrifft neben Rindfleisch auch Fleisch von Schweinen, Geflügel, Schafen und Ziegen.
Bei freiwilligen Herkunftsangaben ist die Verpflichtung zur Angabe der Herkunft der primären Zutat vorgesehen, entsprechende Durchführungsrechtsakte für die Umsetzung stehen noch aus.

Imitate

Wird eine Zutat, die in einem Lebensmittel üblicherweise enthalten ist bzw. erwartet wird, durch eine andere Zutat ersetzt, so ist auf der Hauptschauseite in unmittelbarer Nähe zur Bezeichnung des Lebensmittels darauf hinzuweisen.

Nährwertdeklaration (Stichtag: 13. Dezember 2016)

Die Angabe der Nährwerte umfasst sieben Elemente: den Brennwert und die Mengen an Fett, gesättigten Fettsäuren, Kohlenhydraten, Zucker, Eiweiß und Salz. Angaben müssen je 100 g bzw. 100 ml gemacht werden. Zusätzlich können Angaben zu Vitaminen und Mineralstoffen, die in signifikanter Menge enthalten sind, erfolgen. In diesem Fall ist auch anzugeben, welchem Prozentsatz der Referenzmenge für die tägliche Zufuhr (bezogen auf Erwachsene) diese Angabe entspricht.
Weitere ergänzende Formen der Darstellung sind die Angaben je Portion oder Verzehreinheit und als Prozentsatz der empfohlenen Referenzmengen der jeweiligen Nährstoffe. Auf der Hauptschauseite kann eine Wiederholung des Brennwertes mit oder ohne den Mengen an Fett, gesättigten Fettsäuren, Zucker und Salz erfolgen. Die verpflichtende Nährwertdeklaration kann auch durch die Mengenangabe folgender Stoffe ergänzt werden: einfach ungesättigte Fettsäuren, mehrfach ungesättigte Fettsäuren, mehrwertige Alkohole, Stärke, Ballaststoffe.

Regelungen für Fleisch- und Fleischerzeugnisse

Beispielsweise muss bei eingefrorenem Fleisch und bei eingefrorenen Fleischzubereitungen das Datum des (ersten) Einfrierens angegeben werden. Fleisch und Fleischerzeugnisse, die tiefgefroren waren, müssen mit einem Auftauhinweis versehen werden.


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