Zika Virus

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Zuletzt geändert: 10.08.2016
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Das Zika Virus aus dem Genus Flavivirus wurde erstmals 1947 in Afrika isoliert (Zika-Wald, Uganda). Es gibt zwei Linien, die afrikanische und die asiatische Linie (pazifischer Raum und in Süd- und Nordamerika). Das Zika Virus wird durch Stechmücken der Gattung Aedes (Gelbfiebermücke Aedes aegypti, asiatische Tigermücke Aedes albopictus) übertragen. In den Jahren 2013 und 2014 gab es mehrere Ausbrüche im pazifischen Raum. 2015 breitete sich das Zika Virus nach Südamerika aus. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat daher am 01.02.2016 den globalen Gesundheitsnotstand erklärt: Es gebe eine räumliche und zeitliche Verbindung zwischen dem Virus und dem Auftreten von Schädelmissbildungen.

Informationsfolder für BesucherInnen der Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro

Das Zika Virus aus dem Genus Flavivirus wurde erstmals 1947 in Afrika isoliert (Zika-Wald, Uganda). Es gibt zwei Linien, die afrikanische und die asiatische Linie (pazifischer Raum und in Süd- und Nordamerika). Das Zika Virus wird durch Stechmücken der Gattung Aedes (Gelbfiebermücke Aedes aegypti, asiatische Tigermücke Aedes albopictus) übertragen. In den Jahren 2013 und 2014 gab es mehrere Ausbrüche im pazifischen Raum. 2015 breitete sich das Zika Virus nach Südamerika aus. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat daher am 01.02.2016 den globalen Gesundheitsnotstand erklärt: Es gebe eine räumliche und zeitliche Verbindung zwischen dem Virus und dem Auftreten von Schädelmissbildungen.

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Olympia 2016

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Folder Zika-Virus: Empfehlungen für Reisende
Folder Zika-Virus

Empfehlungen für BesucherInnen der Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro

Sie sind schwanger oder haben vor, schwanger zu werden: Vermeiden Sie alle Reisen in die betroffenen Länder und Gebiete. Sollten sie dennoch in betroffene Länder reisen, klären Sie die Situation vor Reiseantritt mit Ihrer behandelnden Ärztin bzw. Ihrem behandelnden Arzt ab.

Halten Sie folgende Präventionsmaßnahmen strikt ein:

  • Vermeiden Sie Insektenstiche: Verwenden Sie Insektenschutzmittel entsprechend der Gebrauchsanweisung
  • Tragen Sie langärmlige Hemden und lange Hosen. Die Stechmücken, die das Zika-Virus übertragen, sind hauptsächlich tagesaktiv, stechen also auch zwischen
  • Sonnenaufgang und Sonnenuntergang
  • Schlafen oder ruhen Sie in abgeschirmten oder klimatisierten Räumen bzw. unter einem Moskitonetz, auch tagsüber
  • Verwenden Sie beim Geschlechtsverkehr Kondome

Wenn Sie an einer schweren chronischen Krankheit bzw. Immunstörung leiden, lassen Sie sich von Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt beraten.

Nach dem Besuch der Olympischen Spiele

Schwangere: Informieren Sie Ihre Frauenärztin oder ihren Frauenarzt bei den Schwangerschaftsuntersuchungen über etwaige Reisen in Risikogebiete.

Männer: Verwenden Sie zum Schutz vor einer Übertragung des Zika-Virus Kondome. Ist Ihre Partnerin schwanger, verwenden Sie Kondome bis zum Ende der Schwangerschaft; ist Ihre Partnerin nicht schwanger, verwenden Sie Kondome mindestens acht Wochen lang. Wenn bei Ihnen während dieser Zeit Symptome einer Infektion mit Zika-Virus auftreten, verwenden Sie mindestens sechs Monate lang ein Kondom.

Wenn Sie innerhalb von zwei Wochen nach Rückkehr Krankheitszeichen wie leichtes Fieber, Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen oder Hautausschläge
entwickeln, suchen Sie eine Ärztin oder einen Arzt auf und weisen Sie auf die Reise hin.

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Krankheitsbild

Die Inkubationszeit, d. h. der Zeitraum zwischen Infektion und Ausbruch der Krankheit, beträgt drei bis 12 Tage. Die Mehrheit der infizierten Menschen (60 bis 80 Prozent) zeigen keine Symptome. Eine Erkrankung äußert sich meistens in leichtem Fieber, Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen, Hautausschlägen. Diese Symptome sind meistens wenig ausgeprägt und halten zwei bis sieben Tage an. Es gibt keinen Impfstoff.

Schwangerschaft – mögliches Risiko für Fehlbildungen

Krankheitsausbrüche in Französisch Polynesien und Brasilien zeigten einen Anstieg von Mikrozephalie bei Föten und Neugeborenen. Bei einer Mikrozephalie (wörtlich „Kleiner Kopf“) ist der Kopfumfang deutlich kleiner als bei einem gesunden Menschen gleichen Alters und Geschlechts. Eine Mikrozephalie geht mit einer geistigen Behinderung einher.

Risiko

In Europa sind laut Europäischem Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) bisher nur wenige Fälle von Zika Virus-Infektionen bekannt. Mit Stand Juni 2016 wurden in Österreich zehn Zika Virus-Infektionen dokumentiert, alle reisebedingt. Mit der Ausbreitung des Ausbruchs in Südamerika steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es mehr Erkrankungsfälle nach Reisen in betroffene Gebiete geben wird.

Grundsätzlich ist auch eine Übertragung innerhalb Europas möglich, da Stechmücken wie die Asiatische Tigermücke, ein wahrscheinlicher Vektor, auch in Europa (Mittelmeer-Raum) heimisch geworden sind.

Österreich: Überwachung „exotischer“ Erreger

Über das Gelsen-Monitoring der AGES werden seit 2011 Stechmücken auf humanpathogene Viren wie z. B. West Nil Virus (WNV), Dengue, Chikungunya und auch Zika Virus überwacht. In Kooperation mit der Veterinärmedizinischen Universität Wien werden die gefundenen Stechmücken auch auf bakterielle Erkrankungen wie Tularämie ("Hasenpest") und parasitäre Erkrankungen wie Leishmaniose untersucht. Mit dem Programm werden an vordefinierten Standorten Stechmücken gesammelt, klassifiziert und mittels molekularbiologischen Methoden gezielt die Durchseuchungsrate der Gelsenbestände mit genannten Erregern bestimmt. Zika Virus wurde noch nie nachgewiesen. Einzelne Nachweise von Aedes albopictus gab es im Jahr 2012.

Anfragen betreffend Humandiagnostik

Nationale Referenzzentrale für Flavivirus-Infektionen beim Menschen
Department für Virologie, Medizinische Universität Wien
Kinderspitalgasse 15, 1095 Wien
Tel: 01 40 160 65517

Weitere Informationen

Europäisches Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC): Updated rapid risk assessment on Zika virus in the Americas and potential complications

Centers for Disease Control and Prevention (CDC): Zika Virus

Weltgesundheitsorganisation (WHO)

Information des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen (BMGF) zum Zika Virus

Verbreitung

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Länder mit Übertragung von Zika Virus, Stand 04.08.2016

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